Niedernkamp 22 (Heiden)

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Niedernkamp 22 (Heiden)
OrtsteilHeiden
StraßeNiedernkamp (Heiden)
Hausnummer22
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHeiden
Straße,/,
Hausnummer027


Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 27 in Heiden.

Geschichte

Niedernkamp 22, Foto Lothar Kaup 2010

Die Hausstätte Niedernkamp 22 / vor 1970 Mühlenweg 6 | Heiden Nr. 27 und das Nachbarhaus Niedernkamp 20 liegen am westlichen Ortsrand von Heiden in der Niederung zum Oetternbach direkt am Mühlengraben, der zwischen der Straße und diesen Hausgrundstücken verlief. Der Mühlengraben gehörte zu der Mühle, die ca. 100 m westlich von den beiden Häusern besteht.

Die beiden benachbarten Gebäude Niedernkamp 22 und 20 sind im Urkatasterplan von 1883 als Bestand verzeichnet. Auffällig in dieser amtlichen Karte ist eine Farbmarkierung mit grünen Linien, die sonst außer den schwarzen und roten Eintragungen für die Gebäude keine anderen Farbeinträge aufweist. Diese grünen Linien markieren die Grenzen der Grundstücke, die zum ehemaligen Domänenbesitz, der fürstlichen Mühle gehörten. Somit waren auch die Grundstücke der beiden Häuser, wie auch der Mühlengraben und weitere Grundstücke westlich der Mühle im Domänen-besitz. Darüber hinaus sind die grünen Linien auf den Grundstücksgrenzen der bei-den Häuser mit X-Markierungen versehen, was darauf verweist, dass bei der Privatisierung der Mühle kurz vor 1900 diese beiden Parzellen aus dem Grundbesitz der Mühle abgetrennt wurden.

Gebäude

Das ehemalige Haus Nr. 27 bestand mit ca. 10 m Abstand zum Mühlenweg und war zur Grundstücksgrenze mit dem Nachbarhaus auffällig schräg angeordnet. Das ehemalige Gebäude, vermutlich ein Fachwerkhaus, wurde abgebrochen.

An seiner Stelle ist in den 1930-er Jahren ein Neubau entstanden. Dieser Neubau erfolgte im typischen Baustil dieser Zeit. Auf einem nahezu quadratischen Grundriss wurde ein zweigeschossiges massives Gebäude auf einem ca. 1 m hohem Sockel aus Bruchsteinmauerwerk mit einem Walmdach und dunklen Dachpfannen errichtet. Zur Straßenseite befinden sich in beiden Geschossen je zwei Fenstern mit ca. 1,80 m Breite, was auf die Anwendung von Betonfensterstürzen hinweist. Der Hauseingang wurde an der Westseite angeordnet in einem kleinen Vorbau und wird über sechs Stufen erreicht. Über dem Vorbau ist heute eine Dachterrasse vorhanden. Der hintere eingeschossige Anbau mit Satteldach wurde zeitgleich mit dem Neubau erstellt.

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1901[1] Stock, Simon, Maurermeister; Koppsieker, Wilhelm, Ziegler

1926[2] Stock, Adolf, Fabrikarbeiter, Stock, Simon, Rentner

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat S.258
  2. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat S.732

Autor*innen

Lothar Kaup

Seitenhistorie

Seite erstellt am 23.02.2026 von Lothar Kaup

Letzte Änderung am: 23.02.2026 von Lothar Kaup