Neue Straße 49 (Lemgo)
| Neue Straße 49 (Lemgo) | |
|---|---|
| Ortsteil | Lemgo (Kernstadt) |
| Straße | Neue Straße (Lemgo) |
| Hausnummer | 49 |
| Karte | |
| Quartiersnummer | NB 115 |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Lemgo (Kernstadt) |
| Straße | Neue Straße |
| Hausnummer | 049 |
Ein Fachwerkhaus vermutlich aus dem 17. Jahrhundert. Ursprünglich als Teil der Nikolai-Bauerschaft (Abkürzung: N.B.) Nr. 115 geführt, später als Neue Straße Nr. 49. Eintragung in die Denkmalakte der Stadt Lemgo im Jahr 2016.
Geschichte
Gebäude
Das Wohngebäude, welches laut eines Eintrages im Brandkatasters vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt, befindet sich an dem Verlauf der ehemaligen Stadtmauer und steht als eines von drei traufständigen Gebäuden einer giebelständigen Häuserreihe im Süden gegenüber.
Das rechtsseitig unterkellerte, wohl im 17. Jahrhundert als traufständiges Fachwerkgebäude mit Satteldach erbaute Objekt besitzt nach Norden, zum Garten hin, einen laut Brandkataster vermutlich aus dem 19. Jahrhundert stammenden verputzten Anbau mit einer Dachabschleppung.
Sowohl vor die westliche Giebelseite, als auch vor die südliche Traufseite zur Straße wurde eine verputzte Hausteinmauer (lt. Brandkataster vermutlich im 19. Jahrhundert) gesetzt. Dabei besitzt die Südseite einen mit modernen Keramikplatten verkleideten Sockelbereich. Der Ostgiebel, nur einige Zentimeter von der Giebelwand des Nachbargebäudes entfernt, ist mit einigen Reparaturen noch als Fachwerk mit verputzten Gefachen sichtbar.
Während sich der Eingang mittig in der Südseite befindet, sind die Fensteröffnungen (drei Fenstertypen) asymmetrisch angeordnet. Auffällig ist, dass im Erdgeschoss nur ein einzelnes Doppelfenster rechts des Eingangs eingebracht ist, während sich im Obergeschoss jeweils zwei Fenster links und rechts der Eingangsachse mit unterschiedlicher Größe und Höhe befinden. Ein kleines Kellerfenster liegt unterhalb des Erdgeschossfensters. Ein Großteil der Fenster ist modernisiert. Die Nordfassade des Anbaus ist durch einen Wintergarten verdeckt. Die Giebelseiten sind nicht durchfenstert. Die Dachflächen sind mit roten Tonpfannen neu gedeckt.
Das Innere ist in seiner Struktur im Wesentlichen erhalten. Auch die ehemalige nördliche Rückwand des Kerngebäudes ist noch gut erkennbar. Im Erdgeschoss liegt hinter der Eingangstür ein Querflur mit einer an die westliche Giebelwand gesetzten Winkeltreppe ins Obergeschoss. Dahinter befindet sich ein zweiter kleiner Flur mit hölzerner Bodenluke zum Keller. Im Osten liegt die mit einem Höhenversatz nach oben gesetzte Stube (über dem Keller). Deren nördliche Wand und die des kleinen Flures sind deutlich als ehemalige Rückwand des Kerngebäudes erkennbar. Dahinter befindet sich der Anbau mit weiteren Räumen.
Das Obergeschoss besitzt einen kleinen Flur, über den drei Zimmer, von denen das Östliche zwei Stufen nach oben versetzt ist, erschlossen werden. Über das nördliche Zimmer gelangt man in eine weitere schmale Kammer im ursprünglichen Kerngebäude und in einen Teil des Dachraumes der Abschleppung. Hier ist, wie im Erdgeschoss, die originale ehemalige Rückwand mit durchgehendem Rähm und Balkenköpfen der Deckenbalken noch gut erhalten und erkennbar.
Im Treppenbereich am Ostgiebel befindet sich ein bauzeitliches Fenster mit Oberlicht und Vorreibern. Dieses ist allerdings durch die Vormauerung von außen überdeckt. Teilweise sind hier ältere Türen mit Türrahmen, Scharnieren und Schließmechanismen erhalten.
Das Dach, welches durch eine Leiter im Erdgeschoss des Anbaus zugänglich ist, hat einen einfach stehenden Stuhl aus Nadelholz. Einige Hölzer weisen Zweitverwendungsspuren auf. Während der Ostgiebel (zum Nachbargebäude) mit der vertikalen Verbretterung wohl bauzeitlich ist, sind die Gefache am Westgiebel bis etwa auf halbe Höhe mit Haustein vermauert und darüber horizontal verbrettert.
Der massive Keller, der unter dem östlichen Hausteil liegt, besteht aus verputztem Bruchstein, gewachsenem Boden und einer wahrscheinlich aus dem frühen 20. Jahrhundert stammenden Holzbalkendecke. Es befinden sich einen kleine Lichtnische in der westlichen Wand, ein Fenster zur Straße und eine große Nische mit einem Eisenträge als Sturz zur Ostwand in dem Keller.
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
"Straßenverzeichnis mit Hausnummern. Neue und alte Hausnummern -vor 1890- ermittelt aus B 2601", Lemgo 1972, S. 20.
Denkmalliste der Stadt Lemgo, Nr. A 418.
Weblinks
Einzelnachweise
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 26.03.2026 von Nils Lienenlüke
Letzte Änderung am: 26.03.2026 von Nils Lienenlüke