Lagesche Straße 173-175 (Jerxen-Orbke)

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Lagesche Straße 173-175 (Jerxen-Orbke)
OrtsteilJerxen-Orbke
StraßeLagesche Straße (Jerxen-Orbke)
Hausnummer173-175
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeJerxen und Orbke
WohnplatzJerxen
Hausnummer024

1851 gegründete Hausstätte, Jerxen-Orbke Nr. 24.

Geschichte

1851 wurde diese Neuwohnerstätte in das Salbuch eingetragen als Nr. 24 Wentker, ein Neuwohner und Straßenkötter, hat diese Stätte in dem Leibzuchthause und auf Gründen des Kolonats No. 16 angelegt und besitzt 1 Wohnhaus.[1] Das Kolonat Nr. 16 war erst wenige Jahre zuvor, 1839, gegründet worden. Beide Neuwohnerstätten entstanden auf Land des Kolonats Beine, Nr. 2.

Nachfolgend wurde die Neuwohnerstätte durch Landverkauf immer kleiner:[2] Im Salbuch von 1855 gibt es zu Wentker Nr. 24 mehrere Nachträge: 1856 wurde die Stätte an Ziegelfabrikant Grotegut abgetreten und dabei ein Teil an Mellies zur Gründung der Neuwohnerstätte Nr. 26 verkauft. 1863/64 wurde Land auf der Jerxerheide für die Gründung der Neuwohnerstätte Nr. 30 an Töns Beining aus Brokhausen verkauft.[3] 1864 wurde ein Kotten erbaut und im Jahr darauf Land für die Neuwohnerstätte Nr. 37 abgegeben. 1878 Verkauf des Kolonats Nr. 24 mit 1 Wohnhaus an Johann Heinrich Gieseler.[4]

Gebäude

1855 verzeichnet das Salbuch 1 Wohnhaus, 1864 wurde ein Kotten erbaut, für den ab 1867 der Kottentaler zu entrichten war.[5]

Längsdeelenhaus mit Satteldach, gemauerter Wandkasten mit eingestelltem Torbogen aus Fachwerk, Giebeldreiecke Fachwerk. Torbogen von 1825 hierhin transferiert, der Zeitpunkt ist unbekannt (nach 1825, vor 1864).

Inschriften

Aktuell auf dem Torbogen:
"Im Jahr 1825 den 12ten Mai hat Simon Rottmeier [richtig: Klütmeier] und Wilhelmine Strohmeier aus Fromhausen dieses
Haus lassen bauen Wo der Herr nicht das Haus bauet da arbeiten umsonst die daran bau
en und wo Gott nicht das Haus behütet so wachett der Wächter umsonst Nun Herr du bist Gott Jahve
anzusehen das Haus deines Knechtes das es ewiglich sei bei dir denn was du segnest ist gesegnet ewiglich
MSTR WBR"
Bei dem Namen des Erbauers handelt es sich um einen Lesefehler. Gemeint ist Simon Henrich Klütmeier aus Dehlentrup Nr. 10.[6] Seine Frau Wilhelmine Strohmeier stammte vom Hof Strohmeier Nr. 3 in Fromhausen. Auch der Bibelspruch lautete nach Aufzeichnungen von Wilhelm Süvern anders:[7]
"Wo der Herr nicht das Haus bauet so arbeiten umsonst die daran bauen. Wo der Herr nicht dies Haus behütet so wacht der Wächter umsonst. Nun, Herr, du bist Gott Jawe. Behüte das Haus deines Knechtes, das in ewiglich bleibe. Denn was du segnest, ist gesegnet ewiglich."

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1851 Wentker.

1856 Verkauf an Grotegut.

1860 Verkauf "an den Exkolon Diekmann in Heiden".[8]

1878 Verkauf an Johann Heinrich Gieseler.

1901 August Kordhanke, Landwirt.[9]

1926 August Kordhanke, Landwirt.[10]

Literatur

Annette Heuwinkel-Otter/Wolfgang Schwesig, Ein Dorf schreibt Geschichte. Jerxen-Orbke in Lippe, Detmold 2014.

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 122: Salbuch der Vogtei Heiden von 1829, Bd. 2, 1829-1855 (1771), S. 1534z1 Digitalisat.
  2. LAV NRW OWL, L 108 Lage / Amt Lage, Nr. Fach 2 Nr. 28 - Band 6: Kolonatssachen in der Bauerschaft Jerxen-Orbke, 1855-1859, Nr. 4: Zersplitterung des Wentkerschen Kolonats Nr. 24 in Jerxen Verkauf an den Ziegelmeiste Grotegut, mit Ausnahme des Landes auf der Jerxer Heide, 1856.
  3. LAV NRW OWL, L 108 Lage / Amt Lage, Nr. Fach 2 Nr. 28 - Band 7: Kolonatssachen in der Bauerschaft Jerxen-Orbke, 1860-1867, Nr. 14.
  4. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 139: Salbuch der ehem. Vogtei Heiden von 1855, Bd. 3, 1855-1886/1888 (1771), S. 4115 f. und 4139.
  5. LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 139: Salbuch der ehem. Vogtei Heiden von 1855, Bd. 3, 1855-1886/1888 (1771), S. 4115.
  6. LAV NRW OWL, L 108 Lage / Amt Lage, Nr. Fach 2 Nr. 19 - Band 1: Kolonatssachen in der Bauerschaft Dehlentrup, Band 1, 1775-1821.
  7. Stadtarchiv Lemgo, Wilhelm Süvern, Unveröff. Hausinschriften, zit. nach Annette Heuwinkel-Otter/Wolfgang Schwesig, Ein Dorf schreibt Geschichte. Jerxen-Orbke in Lippe, Detmold 2014, S. 101.
  8. LAV NRW OWL, L 108 Lage / Amt Lage, Nr. Fach 2 Nr. 28 - Band 7: Kolonatssachen in der Bauerschaft Jerxen-Orbke, 1860-1867, Nr. 3.
  9. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 265.
  10. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 742.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 26.06.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 26.06.2026 von Joachim Kleinmanns