Friedrich-Ebert-Straße 71 (Hiddesen)

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Friedrich-Ebert-Straße 71 (Hiddesen)
OrtsteilHiddesen
StraßeFriedrich-Ebert-Straße (Hiddesen)
Hausnummer71
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHiddesen
Hausnummer080

1834/35 gegründete Straßenkötterstätte, ehem. Hiddesen Nr. 80, dann Friedrich-Ebert-Straße 15, seit 1970 Friedrich-Ebert-Straße 71.

Geschichte

1834/35 gründete der Neuwohner Simon Henrich Di(e)rks eine Straßenkötterstätte auf dem ehem. Pählig'schen Gut.[1] Da Dirks seit 1824 den Kottentaler für einen Binnenkotten des Pählig'schen Gutes gezahlt hatte, dürfte das Wohnhaus 1824 (oder bei den üblichen 3 Freijahren 1821) erbaut worden sein. Ein selbständiges Wohnhaus war 1834 im Salbuch noch nicht eingetragen. Dirks musste von 1843 an Kontribution für das Wohnhaus zahlen, vom 1.1.1846 ab sollte er als Neuwohner taxiert werden. Er erhielt vom Gut das Huderecht für 1 Kuh.[2]

1868 verkaufte die Witwe Colona Dierks Nr. 80 das Dierks'sche Kolonat an ihren minderjährigen Sohn, den Tischler Conrad Dirks. Anlässlich der Übertragung wurde eine genaue Taxierung vorgenommen: Das Wohnhaus hatte demnach einen Wert von 500 Talern, der Garten 750 Taler. Hinzu kamen 345 Taler für: das Huderecht für 1 Kuh, Eisen-, Zinn- und Blechgeräte, Hausgeräte, Holzgeräte (Möbel), Naturalien, Betten, Vieh, Irden- und steinern Gerät, insgesamt also ein Stättenwert von 1.595 Talern. Conrads Geschwister Wilhelmine, Fritz und Heinrich bekamen von ihm jeder 150 Taler, die sofort zu zahlen waren.[3]

Nach 1900 Verkauf an den Schneidermeister L. Schnittger und Neubau auf der östlich gelegenen Parzelle, Friedrich-Ebert-Straße 69.

Gebäude

Friedrich-Ebert-Straße 69, um 1930 (LLB: ME-PK-39-16)

Traufständiger Mauerwerksbau mit Putzfassade und Eckquaderung, eingeschossig mit Kniestock, Satteldach mit Viertelwalm, Giebeltrapez in Fachwerk.

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1827 Dierks, ein Neuwohner und Straßenkötter des ehem. Pähligschen Gutes: Wohnhaus, 1845[4]

1854 Dierks.[5]

1901 Konrad Dirks, Zimmermann; Wilhelm Krumsiek, Knecht.[6]

1926 L. Schnittger, Schneidermeister; Wilhelm Bernhardt, Steinhauer.[7]

Literatur

Quellen

LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 41: Salbuch der Vogtei Detmold, 1827.

LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 52: Salbuch der Vogtei Detmold, 1854.

LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 3, 1827-1839, Nr. 61a.

LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band: VII: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 7, 1865-1872, Nr. 140a.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 41: Salbuch der Vogtei Detmold, 1827.
  2. LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band: III: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 3, 1827-1839, Nr. 61a.
  3. LAV NRW OWL, L 108 Detmold / Amt Detmold, Nr. Fach 30 Nr. 9 - Band: VII: Veräußerung von Grundeigentum, Anlegung von Neuwohnerstätten etc. in der Bauerschaft Hiddesen, Band 7, 1865-1872, Nr. 140a.
  4. LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 41: Salbuch der Vogtei Detmold, 1827.
  5. LAV NRW OWL, L 101 C I, Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 52: Salbuch der Vogtei Detmold, 1854.
  6. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat.
  7. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 23.05.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 23.05.2026 von Joachim Kleinmanns