Brokhauser Straße 85 (Brokhausen)

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Brokhauser Straße 85 (Brokhausen)
OrtsteilBrokhausen
StraßeBrokhauser Straße (Brokhausen)
Hausnummer85
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeBrokhausen
Hausnummer005

Spätestens im 15. Jh. gegründeter Hof, erwähnt 1497 im Landschatzregister. Ehemalige Kolonatsnummer 5.

Geschichte

Im Landschatzregister 1497 und 1507: Brinck Deppe bzw. Brinckdeppe.[1] Im Salbuch der Vogtei Detmold um 1614: "243. Brinck Hermenn. Pferde 4; das Land zu 1 F. 1 Mt.; Wiesewachs zu 1 F.; Kühe 5, Rinder 1, Schweine 4. Der Aigentumb M. G. H. Frederich Werpupp den Zehenden 19 Schfl. Ins Clostr zu Lemgow die Schulde 30 Schfl. Den Dienst und Burgfest M. G. H.; gibt auch jahrlichs in die Rentcammer; zum halben Landschatze 1 Gfl. Ist schuldig 203 Tlr."[2] Und in einem weiteren Salbuch-Eintrag der Vogtei Detmold im Jahr 1614: "94. Brinckh Herman I. G. eigen; dienet gleich Camphanß, der sein Zuspenner sey; gibt I.G. 2 Huner. Nach Lembgo ins Closter 3 Saek Haber, 1 Mt. Hartkorn, 10 Schfl. Habern zu Zehenden die Worpupsche und 5 Schfl. Gersten, item 4 Schfl. Roggen die Worpupsche und 2 Huner. Burckfestgeld 1½ TIr. Munz."[3] Sowie drei Jahre später, um 1617, wiederum Salbuch: "192. Brinck Herman M. G. H. eigen; I. G. in die Rentcamern das Stendig; Burgvestgelt 1½ Rtl.; Landschatz 1 Gfl.; 2 Huner. Dienet umb die 4 Wochen mit den Pferden einen Tag M.G. H. Dem Closter zu Lembgow 6 Schfl. Rogken, 6 Schfl. Gersten, 1½ Mt. Habern. <Malzgelt 9 Gr.> Der Warpypschen den Zehenden oder dafur 5 Schfi. Gersten, 4 Schfl. Rogken, 10 Schfl. Habern und 2 Huner."[4]

Das Salbuch von 1782 verzeichnet unter Nr. 5: Brinckmeyer, ein kleiner Halbmeyer, ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen, besitzt des Kolonat von dieser meierstättisch, entrichtet derselben Weinkauf und Sterbfall, besitzt an Gebäuden: Wohnhaus, Leibzucht, Schoppen, Backhaus, Haberscheuer.[5]:

Gebäude

Brokhauser Straße 85, Torgiebel, Foto: Friedrich-Wilhelm Pahmeier, 1970 (LLB, BA TB-9-46)

Vierständer-Fachwerkbau mit Satteldach, Längsdeelenhaus. Rechtwinklig angesetzter Bruchsteinstall.

Inschriften

Auf dem Torriegel:
ICH HABE EINEN GVTEN KAMPFF GEKEMPFFET ICH HABE DEN LAVF VOLLEN
DET ICH HABE GLAVBEN GEHALTEN . CHRISTOF GEHRING AVS DEM HAKED
AL VND KATTRINA BRINCKMANSZ HABEN DIS HAVS IN GOTTES NAHMEN
LASSEN BAWWEN DURCH MEISTER KORT KRVWEL
(DEN I IVLIVS?) ANNO 1686

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1497 und 1507 Brinckdeppe.

1614 und 1617 Brinck Herman.

1686 Simon Christopher Gehring wird Brinkmeier (* 1650 in Hakedahl † 18.06.1723 in Brokhausen, ‡ 18.06.1723 in Detmold), oo 1/2 11.7.1673 in Detmold mit Catharina Brink(meier) (Brinkherman), Anerbin in Brokhausen Nr. 5 (* 1635 in Brokhausen, † 26.2.1695 in Brokhausen, ‡ 26.2.1695 in Detmold).

1782 Brinckmeyer.

1901 August Brinkmeier, Landwirt; Heinrich Wieneke, Landwirt; Ludwig Edler, Zimmermeister.[6]

1926 Heinrich Senke, Landwirt; Heinrich Wieneke, Leibzüchter.[7]

Literatur

Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39

Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001.

Quellen

LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782.

Weblinks

NHV-Inschriftensammlung

Einzelnachweise

  1. Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 109.
  2. Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 28-30.
  3. Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 9 f.
  4. Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 21 f.
  5. LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1632.
  6. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 205.
  7. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 671.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 24.07.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 24.07.2026 von Joachim Kleinmanns