Sedanplatz 4 (Lage)
Ev.-luth. Heilig-Geist-Kirche Lage
| Sedanplatz 4 (Lage) | |
|---|---|
| Ortsteil | Lage (Kernstadt) |
| Straße | Sedanplatz (Lage) |
| Hausnummer | 4 |
| Karte | |
Die Allgemeine Evangelisch-lutherische Kirchen-Zeitung meldete 1897 aus Lage: "Da der Ort Eisenbahnknotenpunkt wird und auch sonst bei etwa 500 Einwohnern einen nicht unbedeutenden Verkehr hat, so sind dort von allen Seiten her Lutheraner zusammengekommen, deren Zahl über 300 betragen dürfte ..."[1]
1950/51 erbaute Ev.-luth. Kirche, ersetzt eine 1945 zerstörte Kapelle von 1898.
Geschichte
1896 riefen Eisenbahnarbeiter lutherischen Glaubens eine Kapellengemeinde ins Leben, da es in Lage noch keine lutherische Gemeinde gab. Am 30. Oktober 1896 gründeten sie dann einen Kirchbauverein. 30. Mai 1898 Grundsteinlegung zu einer Kapelle, 30. Oktober 1898 Einweihung. Am Ende des II. Weltkriegs am 22. Februar 1945 durch Bombardierung so weit beschädigt, dass sie abgerissen werden musste.

Am 18. Juni 1946 Selbständigkeit der Kapellengemeinde Lage durch die Landessynode beschlossen. 1. Oktober 1950 Baubeginn der neuen Kirche an der Stelle der abgerissenen Kapelle. 30. September 1951 feierliche Einweihung durch Superintendent Lic. Brandt. Übernahme des Taufsteins aus der alten Kapelle. Das Altarfenster ist eine Schenkung der Familie Haberbeck, das Emporenfenster eine Schenkung der Familie Schmuck.
1973 wurde die alte Orgel durch die Klais-Orgel ersetzt, die von Professor Helmut Tramnitz aus Detmold geplant wurde.
Zum angebauten Pfarrhaus, jetzt Gemeindebüro, siehe Von-Cölln-Straße 21.
Gebäude


Schlichter giebelständig zum Sedanplatz orientierter Baukörper, Satteldach, links angebauter Glockenturm mit flachem Zeltdach und bekrönendem Kreuz, unterhalb der Traufe an allen Seiten je 5 hochrechteckige schmale Schallöffnungen.
Eingang an der nordöstlichen Giebelseite mit dreiseitiger Freitreppe und zweiflügeliger breiter Tür unter einem flachen Segmentbogen. Seitlich je ein Zwillingsfenster, darüber ein Rundfenster, ein zweites gegenüber in dem eingezogenen Rechteckchor. Beide 1951 nach Entwurf von Markus von Gosen/München, Ausführung Glasmalerei Zettler/München.
Im Chorfenster außen die vier Evangelisten, dazwischen vier Stationen des Leben Jesu (Geburt, Einzug in Jerusalem, Kreuzigung und Auferstehung). In der Mitte die Taube als Symbol für den Heiligen Geist, nach dem die Kirche benannt ist. Im Emporenfenster das Lamm als Bild für den Opfertod Jesu. Sein Blut fließt in einen Kelch als Zeichen für das Blut Christi beim Abendmahl. Der auferstandene Christus im Chorfenster und das Lamm tragen die "Siegesfahne" mit dem Kreuz.
Inschriften
Äußere Umschrift im Emporenfenster:
LOBET DEN HERREN DEN MÄCHTIGEN KÖNIG DER EHREN KOMMET ZU HAUF PSALTER UND HARFE WACHT AUF LASSET DEN KOBGESANG HÖREN
Innere Umschrift im Emporenfenster:
O HAUPT VOLL BLUT UND WUNDEN VOLL SPOTT UND VOLLER HOHN
Äußere Umschrift am Chorfenster:
EIN FESTE BURG IST UNSER GOTT EIN GUTE WEHR UND WAFFEN / ES IST EIN ROS ENTSPRUNGEN AUS EINER WURZEL ZART
Innere Umschrift am Chorfenster:
O HEILIGER GEIST KEHR BEI UNS EIN UND LASS UNS DEINE WOHNUNG SEIN
Eigentümer
Ev.-luth. Kirchengemeinde Lage
Pastoren
- JJJJ
Literatur
- Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
Quellen
Weblinks
- Internetseite der Kirchengemeinde: https://www.lutherisch-lage.de/ueber-uns/geschichte-der-gemeinde
- Archiv der Lippischen Landeskirche: Archivseite
Einzelnachweise
- ↑ Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004, S. 117
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 20.06.2024 von Joachim Kleinmanns
Letzte Änderung am: 12.05.2026 von Wolfgang Kramer