Mönkebergweg 5–7 (Brokhausen)

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Mönkebergweg 5–7 (Brokhausen)
OrtsteilBrokhausen
StraßeMönkebergweg (Brokhausen)
Hausnummer5–7
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeBrokhausen
Hausnummer003

Vor 1467 gegründete Hausstätte, ehemalige Kolonatsnummer Bronkhausen Nr. 3.

Geschichte

Erstmals erwähnt ist der Hof im Landschatzregister von 1467, nach dem Wyneke Lesseman 2 Gulden zahlen musste.[1] 30 Jahre später, 1497, zahlte Herman Wineke 1 Gulden Landschatz, 1507 wiederum 2 Gulden.[2]

Zu seinem Nachfolger heißt es im Salbuch der Vogtei Detmold 1614: "96. Berndt Winekhe, ein Volspenner, dienet des Sommers mit der Pflug 2 Tage, des Winters 1 Tag; gibt I. G. ein Mahlschwein und den Habern dabey. Gibt wegen Casting Cruwels dem Gartner zu Brakhe uf Greflichen Befelch jehrlichs 10 Schfl. Roggen, 10 Schfl. Gersten, 10 Schfl. Habern. Nach Lembgo an Friderich Worpup 14 Schfl. Hartkorn und 15 Schfl. Habern, 2 Rauchhuner. I. G. zu Burchfest 2 Rtl."[3] Ähnlich im Salbuch der Vogtei Detmold um 1614: "240. Berend Wineke. Pferde 6, 2 Stoten; das Land zu 2 F. 1 Mt.; Wiesewachs zu 3 F.; zu vollr Mastung 3 Schweine; Kühe 8, Rinder 2, Schweine 15. M. G. H. jahrlichs 1 feist Schwein; der Aigentumb M. G. H. Frederich Werpupp 29 Schfl. Korn. Meister Marcus, dem Gartener zu Brake, 30 Schfl. Den Dienst und Burg- fest M. G. H. ‹Volspenner.) Gibt auch jahrlichs in die Rentcammer; zum halben Landschatze 2½ Gfl. Hat ausstendig Gelt 170 TIr., dajegen schuldig 192 TIr."[4]

1721 war Wienecke zu Brockhausen laut Salbuch ein Vollspänner, gnädigster Herrschaft eigen, besaß das Gut meierstättisch, gab derselben Weinkauf und Sterbfall. An Gebäuden besaß er ein Wohnhaus, Leibzuchtshaus, Pferdehaus, Schoppen, Backhaus.[5] Dies ist unverändert auch im Salbuch von 1782 festgehalten: Nr. 3 Wienecke, ein großer Halbmeyer, ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen, besitzt des Kolonat von dieser meierstättisch, entrichtet derselben Weinkauf und Sterbfall, besitzt an Gebäuden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schoppen. Backhaus.[6]

1887 ging der Hof an Hermann Schlüter über.[7]

Gebäude

Mönkebergweg 7, Foto: Friedrich-Wilhelm Pahmeier, 1970 (LLB, BA TB-9-54)

Inschriften

Reste einer Inschrift erkennbar.[8]

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

1467 Wyneke Lesseman.

1497 Herman Wineke.

1507 Herman Wyneke.

1614 Berndt Winekhe/Berend Wineke.

1721 Wienecke.

1782 Wieneke.

1854 Wieneke, anschl. Heinrich Wieneke, dann Friedrich Wieneke.[9]

ab 1887 Hermann Schlüter.

1901 Hermann Schlüter, Landwirt.[10]

1926 Hermann Schlüter, Landwirt; Hermann Schlüter, Leibzüchter.[11]

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 108.
  2. Herbert Stöwer (Bearb.), Die ältesten lippischen Landschatzregister von 1467, 1488, 1497 und 1507 (Westfälische Schatzungs- und Steuerregister; 7), Münster 2001, S. 109.
  3. Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 9 f.
  4. Herbert Stöwer und Fritz Verdenhalven, Salbücher der Grafschaft Lippe von 1614 bis etwa 1620, Münster/Westf. 1969, S. 18 u. 39, S. 28-30.
  5. LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 21, Salbuch der Vogtei Detmold von 1721, fol. 92.
  6. LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 37, Salbuch der Vogtei Detmold von 1782, S. 1623.
  7. LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 54: Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, S. 2149.
  8. NHV-Inschriftensammlung.
  9. LAV NRW OWL, L 101 C I (Lippische Salbücher und Katasterbücher), Nr. 54: Salbuch der Vogtei Detmold von 1854, S. 2149.
  10. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 205.
  11. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 671.

Autor*innen

Joachim Kleinmanns

Seitenhistorie

Seite erstellt am 25.07.2026 von Joachim Kleinmanns

Letzte Änderung am: 25.07.2026 von Joachim Kleinmanns