Lange Straße 19 (Bad Salzuflen)

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Lange Straße 19 (Bad Salzuflen)
OrtsteilBad Salzuflen (Kernstadt)
StraßeLange Straße (Bad Salzuflen)
Hausnummer19
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeSalzuflen
StraßeLangestraße
Hausnummer019

Die Hausstätte Lange Straße 19. Bis 1878 als Salzuflen Nr. 21 und Nr. 22 geführt. Beide Häuser bildeten ab 1817 eine grundbesitzbezogene Einheit, wobei die Nr. 22 zeitweise als Nebenhaus und Scheune genutzt wurde.[1]

Geschichte

Gebäude

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

Salzuflen Nr. 21:

1549/62 Herman Redequardt (Redequaeth).[2]

1567 Lyse Ridequaeth.

1623 Herman Schmale, vorher „zur Heuer“ in Salzuflen Nr.19; „9 Scheffel Land, 1 Salzwerk-Anteil“.

1628/33 Berendt Rodewig, „12 1/2 Scheffel Land.“

1645/75 Der Zimmermann Barthold Plecke „braucht ein Weberstell; (Der Sohn Henr. Stephan Pl. war Rektor in Salzuflen, dann 1673/97 Pfarrer in Schlangen, starb in Salzuflen)“; „besaß vorher [Salzuflen] Nr. 51 und 52! (siehe auch Nr. 186!).“

1677/80 Die Witwe des Barthold Plecke und der Pastor Henr. Stephan Plecke.

1683/84 Cordt Plecke.

1702 „Besitzerin: Die Witwe des Pastors Plecke [Salzuflen] Nr. 18; (Mieter: Cordt Plecke, Bäcker; hat nichts zueigen.)“

1722 „Joh. Diedrich Plecke (erhält das Haus verehrt von der Frau Pastorin)“; „Prozeß 1784 zwischen seiner Schwiegertochter und seinem Enkelsohn; dabei erhält die Witwe Pl. das Wohnhaus.“

1748 „2 Söhne in holländischen Kriegsdiensten, 2 Töchter außer Landes.“

1748/55 Johan Diedrich Plecke; „bei ihm: Herm. Henr. Plecke.“

1760 „Joh. Diedrich Pleckens sein Haus.“

1772 „vid. Pleckens Haus.“

1776 Dies.

1778 Die „Witwe Plecke (Hanne Katrine Pl., * 1716; † 16.1.1802).“

1779 Die „Witwe Plecken.“

1782 Dies.; „Bewohner: Stadtmusicus J. Adolph Gronemeier (siehe Nr. 22!); dieser verkauft die Stätte 1782 an: Georg Diedrich Le[e]semann, Kaufmann aus Rinteln.“

1793, am 31.12.: Die „Witwe Hanne Katr. Plecke und ihr Sohn Hermann Diedrich Pl. , Holzwahrer, (*1753, † 1.10.1807, Frau J. El. Werner) vertauscht ihr Haus gegen das des Stadt-Musicus J. Ad. Gronemeyer 135 dieser zahlt 225 Thaler hinzu; Pl. haben weiter Wohnrecht.“

1813/24 Der Kaufmann G. Ludew. Leesemann, geboren am 19.1.1778, gestorben am 20.9.1824; „besitzt 11 2/3 Scheffel Land“; „Plecke nach 207!“

1834, am 04.08.: Der Kaufmann und Gastwirt F.W. Heynemann, Witwer, heiratete Am(alie) Kleinen, die „Tochter des Beistehers Herm. Arn. Kleinen, * 4.1.1810, wverh. 1840).

1839, am 30.07.: Tod des Kaufmannes und Gastwirtes F.W. Heinemann; „Witwe Amalie“.

1840/44 Der Kaufmann und Gastwirt Louis (Daniel) Krecke, gen. „Höttel-Krecke“, geboren am 25.03.1800; heiratete am 20.03.1853 „die Witwe Heynemann“; „vom 1.10.45 – April 1865 auch Postexpeditor.“

1863, am 28.12.: „Carl Schweppe aus Herford, bisher Oberkantor bei Wülker in Lemgo.“

1863/71 „übernahme des Hôtel der Witwe Krecke, erhält die Gastwirt-Konzession gegen 50 Thaler.“

1872 „Post.“

1873 „Nr.21/22 sind unbewohnt, vermutlich Neubau.“

1874 „Besitzerin Witwe des Louis (Daniel) Krecke, Amalie geb. Kleine verw. Heynemann; der Gastwirt Carl Schweppe; Mieter: Florens Kronshage (später [Salzuflen] Nr. 85).

1878 Besitzer: der Gastwirt Heinr. Hartwig, „Gast-u. Schankerlaubnis (1880: Schatzberg)“. 1881 Der Gastwirt Max Sandt, „konzessionierter Schankwirt“ im „Berliner Hof“.

1882 „Ad. Hunecke hat [Salzuflen] Nr. 21/22 gekauft, um darin ein Geschäft zu betreiben.“

1901 Der Schlachter Ad. Huneke und der Oberlehrer Fritz Lucas.

1951 „Pferdehandlung Ludw. Blomberg; (Drogist Schmudde).“


Salzuflen Nr. 22:

1556/57 Hynrick Buyrmeyger; „zur Heuer“: Johan Decker.[3]

1623/33 Herman Tyleke.

1644/56 Der Stadtdiener Lübbert Wlömer; „Salarium: 8 Thaler.“

1658/65 Lübbert Wlömer, „‚shades Diener‘; braucht eine Weberstell.“

1671/75 Hinrich Lambracht, „Schütze in der 1. Corporalschaft.“

1680/84 Henrich Lambracht.

1702 Theophilus Lambracht; „zur Heuer“: Barthold Pelshenke; „später: Hermann Lambracht“.

1748 Herman Lambracht mit Ehefrau und drei Kindern.

1752 Herman Lambracht; „Haus 75 Thaler, Scheune 25 Thaler.“

1755 „vid. Herm. Lambracht´s.“

1760 „vid. Herm. Lambrachts ihr Haus und die Scheune.“

1772 Dies.; „100 Thaler Brand-Assecuranz“.

1776 Dies.

1778 Dies.

1779 „Witwe Lambrachts Wohnhaus und Scheune.“

1782 Witwe Lambrachts; deren Schwiegersohn war Hermann Adolph Gronemeier, Chirurgus.“

1793/95 „Hermann Adolph Gronemeier, Chirurgus“.

1802, am 19.03.: Der Kaufmann Georg Ludw. Leesemann erwirbt das Haus von Gronemeier.

1825 Nebenhaus des Gastwirtes Fr. Wilh. Heynemann.

1834 „Heinemanns Scheune.“

1837 Der Kaufmann Heynemann.

1840/53 Der Gastwirt Louis (Dan.) Krecke, „II. Ehem. der Witwe Heynemann; nicht bewohnte Scheune.“

1857 Die Witwe des Gastwirtes Krecke, Amalie, geb. Kleine, verw. Heynemann.

1863, am 28.12.: Carl Schweppe aus Herford, zuletzt Oberkellner bei Wülker in Lemgo; übernimmt das Hôtel der Witwe Krecke; die Konzession wird gewährt (50 Thaler).“

1862/71 Pächter: der Gastwirt Carl Schweppe; „Besitzerin: Amalie Kleine, Witwe Heynemann/ Krecke.“

1873 „[Salzuflen] Nr. 21/22 unbewohnt; 1874: Frau R.-Anw. Löbenburg.“

1878 „zusammen mit [Salzuflen] Nr. 21“: der Gastwirt Heinr. Hartwig; Besitzerin: die Witwe Amalie Krecke.

1881 Der Gastwirt Max Sandt erhält die Konzession im „Berliner Hof“.

1882 „Kauf des Hauses durch Adolph Hunecke für sein Geschäft.“

1901 Besitzer: der Schlachter Ad. Huneke; außerdem: der Barbier Ernst Knobloch.

Literatur

Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13.

Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].

Quellen

Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13., Nr. 21 und 22.
  2. Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13., Nr. 21.
  3. Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13., Nr. 22.

Autor*innen

Lennart Stephan

Seitenhistorie

Seite erstellt am 02.03.2026 von Lennart Stephan

Letzte Änderung am: 02.03.2026 von Lennart Stephan