Krugberg 5 (Heiden)
| Krugberg 5 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Krugberg (Heiden) |
| Hausnummer | 5 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Hausnummer | 009 |
Der Hof hatte ehemals die Kolonats-Nr. 9 in Heiden.
Geschichte
Die Hausstätte Krugberg 5 / vor 1970 Krugberg 4 / Heiden Nr. 9, der Hof Gröne, liegt südlich der Kirche am Dorfhang. Es ist eine der ältesten Hofstellen in Heiden.
Die Gründung des Hofes de Grone (1728 Gröne) gehört als einer von vier Höfen in die hochmittelalterliche Rodungsperiode im Dorf Heiden in der Zeit zwischen 1000 und 1250. „Im Bereich der Heue hat er nur noch eine kleine Parzelle. Im Oetternbachtal westlich des Dorfes fand sich für ihn nur noch etwas Grund und Boden in der Talaue am Bach. Zur Anlage eines größeren Hofplatzes wählte er sich das Hanggebiet südlich der Kirche, von wo er direkten Zugang zu seinen Feldern (östlich) auf dem mittleren und oberen Dorfhang hat. Im 17. Jahrhundert wird der Hof Gröne als Großkötter, im 18. Jahrhundert als Halbmeier bezeichnet.“.[1]
Gröne erweitert seine Ackerflächen bis 1881 durch die Verkleinerung seiner Waldfläche in der „Grönen Helle“ auf dem oberen Dorfhang.
Bei der Katastererhebung von 1881 gehört der Hof Gröne zur Besitzgrößenklasse II der Höfe mit 20-50 ha Fläche.
Der landwirtschaftliche Betrieb auf dem Hof Gröne wurde ca. 1970 eingestellt.
Gebäude
Das ehemalige Haupthaus des Hofes Gröne ist ein noch bestehendes Vierständer-Fachwerkhaus aus dem Jahre 1792. Das Gebäude steht jedoch nicht mehr frei, sondern ist eingebaut in Anbauten zu drei Seiten. Nur der Ostgiebel mit dem Deelentor, das mit Inschriften und Verzierungen versehen wurde, ist unverändert erhalten. Das gesamte Gebäude ist zwischenzeitlich zu Wohnzwecken umgebaut worden. Die Scheune wurde um 1980 abgebrochen und durch den Neubau eines Mehrfamilienhauses ersetzt.
Zur Errichtung dieser Scheune wurde der südlich am Hof vorbeiführende ehemalige Weg (der Alte Lemgoer Hellweg) umgelegt, wie die Flurkarte von 1919 zeigt. Der Weg wurde später eingezogen.


Inschrift[2]
ANNO 1762 DEN 24 YULI HABEN FRANS HENRICH GRONE VND ANNA
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MIR NICHT HVLFFE SO LAGE MEINE SELE SCHIER IN DER STILLE ABER DER HER IST MEIN
SCHVTZ MEIN GOTT IST DER HORT MEINER ZUVERSICHT PS 94 MSFB
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar S.126 ff
- ↑ Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 257.ff.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 731.ff.
Autor
Seitenhistorie
Seite erstellt am 12.03.2025 von Hans-Christian Schall
Letzte Änderung am: 26.01.2026 von Lothar Kaup