Stiftstraße 27 (Lemgo)

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Stiftstraße 27 (Lemgo)
OrtsteilLemgo (Kernstadt)
StraßeStiftstraße (Lemgo)
Hausnummer27
Karte
Adressbuch von 1901Nein

Die Hausstätte Stiftstraße 27 umfasst sowohl einen Bruchsteinbau, als auch ein im Hinterhof gelegenes Fachwerkhaus.

Geschichte

Gebäude

Das Haus an der Straße: Bei dem Gebäude an der Stiftstraße handelt es sich um einen langgestreckten unterputzten Bruchsteinbau mit einem steilem Satteldach. Die Westliche Giebelseite ist verputzt, das Giebeldreieck im Osten ist jedoch in Fachwerk gehalten. Im Dach liegen auf beiden Seiten 5 Schleppgauben in zwei Reihen, drei unten, zwei oben.

An der nördlichen Langseite zwischen den äußeren kleinfenstrigen Wandteilen befinden sich 4 große Stichbogenfenster aus der Zeit des 19. Jahrhunderts mit angeputzen Faschen. Im Erdgeschoss liegt auf dieser Seite an der rechten Ecke ein korbbogiger Eingang. In der Ostwand befinden sich zwei Eingänge, der nördliche ist mit einem barocken Sandsteingewölbe versehen, in der Mitte der Südwand befindet sich hingegen ein barockes rundbogiges Tor.

Das Haus im Hinterhof: Bei dem Gebäude im Hinterhof handelt es sich um ein zweigeschossiges Fachwerkhaus von einer Größe von 12 X 8 Fachen, dessen Obergeschoß leicht vorkargend ist. Die starke Nordwand des Erdgeschosses ist in Bruchstein gebaut, darin ist auch das Gewände eines ehemals zweibahnigen Steinpfostenfensters vermauert. Diese mittelalterliche Wand gehörte zu dem an der Nordwestecke der Klausur über die Fluchten des Konventsgebäude vorspringenden Bau, der vermutlich das Haus der Priorin war und dessen übrige Steinwände bereits um 1700 durch Fachwerk ersetzt wurden.

Das barocke Fachwerk mit gerundeten Füllhölzern reicht an der Südseite über zwei Drittel der Länge. Das östliche Drittel gehört zu einem Bau, der erst gegen 1800 als Wohnhaus eingerichtet wurde und dessen östliche Hälfte von 5,75 m im Laufe des 19. Jahrhunderts abgebrochen ist. Dieses östliche Haus (an der Stelle der vermutlich hier gelegenen Klosterküche) hatte keine eigene Südwand, da hier der Westflügel der Klausur anstieß. Bei seinem Abbruch 1828 zeigte sich, dass seine massive Nordmauer in das östliche Wohnhaus hineinreichte, so dass dieses durch den Abbruch nach Süden hin offen sein würde. Die Steinmauer wurde 1830 durch eine Fachwerkwand ersetzt, deren westlicher Teil in 5,20 m Länge erhalten ist. Nach dem Abbruch der Osthälfte des Hauses wurde der Rest nach Osten durch die jetzt vorhandene Giebelwand geschlossen. An der Westseite befindet sich eine barocke Haustür, aus der Zeit um 1700, mit einem schmalen Stand - und breiterem Türflügel, der sparrenförmig aufgedoppelt ist. Die Klinke und rautenförmiges Schließblech stammt etwa von um 1830. - An der Südseite ist im Fachwerkteil von 1830 zweiflügelige klassizistische Haustür erhalten, in der Mitte mit gerauteter Füllung, oben und unten Aufdoppelungen, die obere ebenfalls gerautet, an den Ecken der Unterkante Hängezapfen. Sie besitzt eine schlichte Messingklinke und rautenförmige Schließbleche.

Inschriften

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise


Autor*innen

Nils Lienenlüke

Seitenhistorie

Seite erstellt am 21.05.2026 von Nils Lienenlüke

Letzte Änderung am: 21.05.2026 von Nils Lienenlüke