Hiddentruper Straße 6x (Hörste): Unterschied zwischen den Versionen

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}}Etwa dort, wo gegenüber den Häusern 11 und 13 die Straße "Hörster Bruch" auf die Hiddentruper Straße einmündet, lag die ursprüngliche Hofstelle des Hofes Brockmann, Hörste Nr. 10. Sie verschwand nach Gebäudekauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Umzug 1919/20 sukzessive durch Abbruch der Gebäude  -  letzte Reste erst mit Verlegung der Straße Hörster Bruch auf die heutige Trasse um 1970.
}}Etwa dort, wo gegenüber den Häusern 11 und 13 die Straße "Hörster Bruch" auf die Hiddentruper Straße einmündet, lag die ursprüngliche Hofstelle des Hofes Brockmann, Hörste Nr. 10. Sie verschwand nach Gebäudekauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Umzug 1919/20 sukzessive durch Abbruch der Gebäude  -  letzte Reste erst mit Verlegung der Straße Hörster Bruch auf die heutige Trasse um 1970.
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==Geschichte==
==Geschichte==
Die frühere Stätte Brokmann (ab 1766 Nr. 10) gehört zu den sehr alten, bereits im Salbuch von 1533 aufgeführten Hörster Höfen: ''Bruckman tho Horst. Bruckman dat guet hoert vnsen g. H.  de man yß ampt frye, wyff vnd kynder hoeren vnsen g. H. Schuld V Sch Havere, I gr Schatte  Dinst vnd Kogelt vnsen g. H., den tigent vom allen dynghe boere de moenecke tho meyrenfelde, hefft XVIII sch havern Landt.'' Übertragen in moderne Sprache etwa: Brokmann zu Hörste. Brokmann, das Gut gehört unserem g.(nädigen) H.(errn), der Mann ist amtsfrei, Weib und Kinder gehören unserem g. H., Schuld(korn) 5 Sch(effel) Hafer, 1 Gr(oschen) Schatz, Dienst und Kuhgeld unserem  g. H., der Zehnte von allen Dingen gebührt den Mönchen zu Marienfeld, hat 18 Scheffelsaat (Hafer) Land.
Die frühere Stätte Brokmann (ab 1766 Nr. 10) gehört zu den sehr alten, bereits im Salbuch von 1533 aufgeführten Hörster Höfen: ''Bruckman tho Horst. Bruckman dat guet hoert vnsen g. H.  de man yß ampt frye, wyff vnd kynder hoeren vnsen g. H. Schuld V Sch Havere, I gr Schatte  Dinst vnd Kogelt vnsen g. H., den tigent vom allen dynghe boere de moenecke tho meyrenfelde, hefft XVIII sch havern Landt.'' Übertragen in moderne Sprache etwa: Brokmann zu Hörste. Brokmann, das Gut gehört unserem g.(nädigen) H.(errn), der Mann ist amtsfrei, Weib und Kinder gehören unserem g. H., Schuld(korn) 5 Sch(effel) Hafer, 1 Gr(oschen) Schatz, Dienst und Kuhgeld unserem  g. H., der Zehnte von allen Dingen gebührt den Mönchen zu Marienfeld, hat 18 Scheffelsaat (Hafer) Land.
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Bewohner des Hofes Hörste Nr. 10 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern (AB):
Bewohner des Hofes Hörste Nr. 10 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern:


   
   

Version vom 27. April 2026, 08:27 Uhr

Hiddentruper Straße 6x (Hörste)
OrtsteilHörste
StraßeHiddentruper Straße (Hörste)
Hausnummervirtuell 6x
Karte
Adressbuch von 1901Ja
GemeindeHörste
Hausnummer010

Etwa dort, wo gegenüber den Häusern 11 und 13 die Straße "Hörster Bruch" auf die Hiddentruper Straße einmündet, lag die ursprüngliche Hofstelle des Hofes Brockmann, Hörste Nr. 10. Sie verschwand nach Gebäudekauf auf der gegenüberliegenden Straßenseite und Umzug 1919/20 sukzessive durch Abbruch der Gebäude - letzte Reste erst mit Verlegung der Straße Hörster Bruch auf die heutige Trasse um 1970.

Salbuch der Vogtei Lage von 1533: Eintrag zur Stätte Brokmann in Hörste, LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 90, S. 7

Geschichte

Die frühere Stätte Brokmann (ab 1766 Nr. 10) gehört zu den sehr alten, bereits im Salbuch von 1533 aufgeführten Hörster Höfen: Bruckman tho Horst. Bruckman dat guet hoert vnsen g. H. de man yß ampt frye, wyff vnd kynder hoeren vnsen g. H. Schuld V Sch Havere, I gr Schatte Dinst vnd Kogelt vnsen g. H., den tigent vom allen dynghe boere de moenecke tho meyrenfelde, hefft XVIII sch havern Landt. Übertragen in moderne Sprache etwa: Brokmann zu Hörste. Brokmann, das Gut gehört unserem g.(nädigen) H.(errn), der Mann ist amtsfrei, Weib und Kinder gehören unserem g. H., Schuld(korn) 5 Sch(effel) Hafer, 1 Gr(oschen) Schatz, Dienst und Kuhgeld unserem g. H., der Zehnte von allen Dingen gebührt den Mönchen zu Marienfeld, hat 18 Scheffelsaat (Hafer) Land.

Die Stätte wird in frühen Schatzregistern in folgender Weise genannt: 1497 Bertold in dem Broke ½ m., 1507 Bartold im Broke 1 g., 1535 Bartold vor dem Wolde 1 G., 1545 Bartoldt vor dem Wolde 1 Fl., 1562 Bartoldt vor dem Broike 2 Fl.[1], 1572 -, 1590 -, 1618 Brockman 1 Gfl..

Die ursprüngliche Namensform „vor dem Brok/Bruch“ bzw. „vor dem Walde“ ist offensichtlich geographischen Ursprungs. Die früheste Hörste-Karte von Friemel [2] verdeutlicht, dass die Stätte Brokmann einst am östlichen Ortsrand lag, wo noch 1730 hinter kleineren Äckern der damals baumbestandene Teil des Hörster Bruches begann.

1635/36 - in schweren Zeiten von Krieg und Pest - verstirbt der Kötter Henrich Brokmann in Hörste, hinterlässt seine Stätte mit 2 Kühen und dem üblichen Inventar, auch 74 Taler verliehenes Geld, aber keine Ehefrau/Witwe, jedoch eine 3- oder 4-jährige Tochter namens Netgen (Agnete).[3] Im Salbuch um 1640 heißt es demgemäß zur Stätte Brokmann (S. 157): Broeckman ein Mittellkötter, ist der gn. Herrschafft Eigen. Ist itzo leddigh vnnd kein Besitzer.[4] - aber auch (S. 160): Vff Brockmans Hoffe zu Hörste ist Henrich Schulte, wohnet im rechten Wohnhause, weile kein Besitzer da ist, hadt zu 4 Schfl. Roggen landt . . . Auch fünf Jahre später ist die Situation offenbar unverändert: Brockmanß Hoeff ist leddig, gibdt aber ettwaß in die Contrib.(ution) vndt werden der Herrschafft gefelle bezahlt. Davor wirdt das Landt von anderen besamet. Vieh gibt es zu dieser Zeit nicht auf dem Hof.[5] 1656 ist die Tochter fast erwachsen (24 Jahre alt).[6]

Erst 1661 findet sich mit Jürgen Obermeier aus Pivitsheide ein Ehemann, der zu ihr auff ihrer Eltern nachgelaßene verdorbene Klein Kötterstedte kommt und „Brokmann wird.“[7] Der neue Kötter bringt ein Pferd, 2 Kühe und 60 Taler mit, verbessert so die „verdorbene“ Stätte und wird 1664 auch Bauerrichter in Hörste. Als er 1683 verstirbt, hinterlässt er sechs Kinder, von denen der älteste Sohn Hans Henrich sehr jung heiratet und die Stätte übernimmt.[8] Zu dieser wird angemerkt: Stehet gar schlegt.[9]

Des jungen Brokmanns Schwester Christine (geb. um 1675) wird 1699 mit einer traurigen Geschichte aktenkundig: [10] Ehebruch und Kindeszeugung des wegen Dieberei außer Landes verwiesenen Hampe aus Hohenwart mit der Christina Brockmann aus Hörste Sie hat sich mit einem verheirateten Kriminellen eingelassen, der ausgewiesen wurde, ist mit ihm durchgebrannt, dann aber zur Taufe des gemeinsamen Kindes zeitweilig nach Lippe zurückgekehrt.

Auf dem Hof Brokmann wird es unterdessen schwieriger. Im Mai 1710 gibt Hans Henrich Brokmann auf dem Amt in Detmold zu Protokoll, dass sein Pferd verreckt sei und er nun eine Scheffelsaat Land versetzen müsse, um 25 Taler für ein neues leihen zu können.[11] Im Herbst 1724 kommt es zur Katastrophe; der Kötter Simon Jobst Brokmann berichtet 2 ½ Jahre später in einer Eingabe an die Regierung, leÿder habe ihn das große Unglücke getroffen . . . daß mir umb Michaeli, wie eben mein Korn und flachs eingescheuret, das rechte Wohnhauß abgebrandt, wodurch dan(n) dermaßen, weilen nichts mehr behalten, alß was ich, meine Frau und Kindern, an Kleidern auf dem Leibe gehabt, so zurücke gesetzet, daß ohnmögl. weilen nicht alleine das abgebrandte Hauß von neuem wieder habe aufbauen, sondern auch was an Haußgeräth darin nöthig gewesen, wie auch Saat= und Brodt=Korn, vor baar geld habe anschaffen müßen.[12] Er ist Abgaben schuldig geblieben und bittet um deren Erlass. Dem wird entsprochen, nachdem der Vogt in Lage die Angaben als sachlich richtig bestätigt und hinzugefügt hat, Supplicante sei allem Vernehmen nach kein Verderber sondern ein fleißiger Mensch. Irgendwie wird diese Krise überwunden, und das Leben auf dem Hof Brokmann verläuft lange Zeit eher unspektakulär.

Im März 1865 übergibt der abtretende Kötter, Interimswirt Ernst Heinrich Drake, die Stätte an den volljährig gewordenen Anerben, seinen Stiefsohn Christoph Brokmann (1840 – 1914). Der Interimswirth Brokmann erhält, nachdem er über die Führung seiner Wirthschaft Nachweise gegeben - in Berücksichtigung, daß diese nicht allenthalben wie sie sein sollten ausgefallen, nur folgendes zur Leibzucht: 1) das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung, 2) . . . [13] Der Anerbe übernimmt den Hof mit 1350 Taler Schulden.

Im Herbst 1902 steht der nächste Generationswechsel auf dem Hof an. Der alte Kötter Christoph Brokmann ist seit einem Jahr verwitwet, sein Sohn, der Anerbe August Brokmann (1871 – 1939), hat zwei Jahre zuvor geheiratet und soll nun den Hof übernehmen. Dies bedeutet erhebliche Verpflichtungen: 3000 Mark will der abtretende Kötter selbst statt einer Leibzucht haben, mehrere jüngere, noch unverheiratete Schwestern sollen mit je 500 Mark abgefunden werden. Zugleich bekundet der alte Brokmann selbst, dass sein Kolonat sehr verschuldet sei. Der Anerbe versucht zunächst, beim Amtsgericht eine Minderung der Brautschätze zu erreichen und lehnt schließlich die Übernahme der Stätte ab.[14] Zu dieser Übernahme kommt es erst Mitte 1913, als der alte Vater nach einem Sturz verletzt ist. Jetzt ist der Hof mit 22 950 Mark Hypotheken belastet.

Großes Geschick in schwierigen Zeiten beweist das Ehepaar Brokmann, indem es am Vorabend der großen Inflation 1918/19 die Nachbarstätte Nr. 6 und 1919/20 die Nachbarstätte Nr. 72 kauft. Das führt zu noch mehr Schulden, die aber bald (mit entwertetem Geld) getilgt werden können. Auch der Wohnsitz der Familie wird auf Stätte Nr. 6, später auf Nr. 72 verlegt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg endet die Bewirtschaftung der knapp 20 ha großen Stätte Brokmann; Grundstücke werden sukzessive verkauft - unter anderem das Areal für den Bau der Hörster Schule (1950; ca. 1500 qm), Ackerland auf dem Hörsterbruch, das der Stätte bei der Teilung um 1840 zugefallen ist, zur Ansiedlung des Industriebetriebes Slendor ( 1965; mehrere Hektar) sowie zwei Baugrundstücke, wo zuvor das alte Haus Nr. 6 gestanden hat (1981).

Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste (Karte zur Neutrassierung der Hiddentruper Straße), 1913, LAV NRW OWL, L 80.22 Nr. 453
Straßen und Höfe/Häuser im Ortskern Hörste, 1969 (es existieren die Häuser Nr. 6 u. Nr. 72, nicht aber Nr. 10), LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 975

Gebäude

Etwa dort, wo einst die Hofstelle Brokmann Nr. 10 gelegen hat, befindet sich heute die Einmündung der Straße Hörster Bruch auf die Hiddentruper Straße. Diese Einmündung ist mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch (um/nach 1970 ?) verlegt worden. Vor dem Ausbau führte die Straße vor der Schule entlang und traf nach einer scharfen Rechtskurve zwischen dem Saalbau des Hörster Kruges und Cafe Hanning auf die Hiddentruper Straße. Etwa auf der heutigen Trasse führte zuvor lediglich ein Feldweg entlang.

1730 wird der Hof im Messbuch mit 2 gebäu(den) aufgeführt, von denen eines wenige Jahre zuvor nach Brand neu errichtet wurde. 1752/53, 1783 und auch 1829 enthält das Salbuch an Gebäuden 1. das Wohnhaus, 2. die Leibzucht, 3. das Backhaus.

Folgende Informationen betreffen darüber hinaus den Gebäudebestand der Stätte Nr. 10:

- 1800 Der Neuwohner Simon Herm Riesenberg, Piv. Nr. 89, hat ein alt Hauß von Brokman auß Hörste vür 60 rth (gekauft und) richtieg bezahl . . .[15]

- 1865 Abtretung der Stätte Brokmann Nr. 10: Der abtretende Kötter erhält das neu erbaute Leibzuchtshaus als Wohnung.[16]

- 1882 Backhaus entkernt zum Back- und Viehhaus[17]

- 1885 Wohnhaus; Durchbau und Anbau[18]

- 1903 Backhaus abgebrochen [19]

- 1913 Neubau eines Wagenschuppens, ab 1914 Gebäudesteuer-pflichtig

- 1921 Leibzucht abgebrochen [20]

- 1933 Wohnhaus abgebrochen, Scheune neu erbaut [21]

Letzte Bebauungsreste der früheren Hofstelle Hörste Nr. 10 verschwinden mit dem Ausbau der Straße Hörster Bruch.

Inschriften

Nicht bekannt.

Eigentümer*innen, Bewohner*innen

ca. 1625 – 1637 Henrich Brokmann (oder eingeh.), † 1637, ∞ vor 1632 NN (oder Brokmann)

Kinder:

• Neschen, * um 1625, ∞ 1650 Johann Lillemeier aus Oerlinghausen, werden Einl.

• Netgen, * 1632, Anerbin


(1637 – 1661 Hof „ledig“ / wird nicht bewirtschaftet; teils verpachtet, teils brach liegend)


1661 – 1683 Jürgen Obermeier († 1683) aus Piv. VL, ∞ 1661 Netgen Brokmann; er wird KK Brokmann in Hörste Nr. 10

Kinder:

• Hans Henrich, * um 1662, Anerbe

• Anna Elisabeth, * um 1662 (unehel. Kind * 1688) ∞ 1721 Bartold Christoph Wind, Eheleute leben als Einl. auf Hörste Nr. 6; sie † 1739

• Jobst, * um 1666, 1708 Einl. bei Hilbern im Hey, † vor 1731

• Christine, * um 1675 (2 unehel. Kinder, * um 1699 u. um 1705)


1683 – 1716 Hans Henrich Brokmann (ca. 1662 – 1728), ∞ 1683 Catrina Margaretha (Gretke) Wiese (ca. 1658 – 1716) aus Müssen

Kinder:

• Catrina Ilsabein, * 1691, ∞ 1709 Johann Eberhard Hanning

• Simon Jost, * 1693, Anerbe

• Anna Elisabeth, * 1693, ∞ 1717 Johan Herman Grothof (1682 – 1754), Einl. in Hörste Nr. 15, † vor 1745

• Trin Angnetha, * 1695, ∞ 1718 Cord Henrich Strate

• Johann Hermann, * 1701, ∞ 1731 Maria Ilsabein Hunke aus Billinghausen; werden Einl.

• Anne Margarethe, * 1704, ∞ 1744 Cord Schling, Witwer im Mackenbruch

• Trine Ilsabein, * 1705, ∞ 1729 Hans Berend Culemann, Witwer in Währentrup


1716 – 1743 Simon Jobst Brokmann (1693 – vor 1762), ∞ 1716 Anna Margarethe Wiemann (1679 – 1761) aus Hiddentrup

Kinder:

• (Johann) Berend Henrich, * 1718, Anerbe

• Anne Ilsabein, * 1722, † 1740

• Cordt Simon, * 1724, ∞ 1753 Anna Maria Elisabeth Schmaske (1737 – 1772), Anerbin in Haustenbeck Nr. 3, wird Schmaske, † 1794

• Johann Berend, * 1726


1743 – 1771 (Johann) Berend Henrich Brokmann (1718 – 1776), ∞ (I) 1743 Anna Cathrina Barkemeier (1716 – 1757) aus Billinghausen, ∞ (II) 1718 Anna Maria Brink (1734 – 1802) aus Wissentrup

Kinder aus 2 Ehen:

• Trine Ilsabein, * 1744

• Johann Töns Berend, * 1746, Anerbe

• Anne Margarethe Ilsabein, * 1749, ∞ 1777 Conrad Heymann a. d. Pivitsheide, † 1790 (Kindbett)

• Amalia Elisabeth, * 1752, † 1769 (Brustkrankheit)

• Johann Hermann Moritz, * 1755, † 1757

• Anne Marie Lisabeth, * 1759

• Anna Marie Ilsabein, * 1762

• Amalia Louisa, * 1765, ∞ 1792 Witwer Johann Töns Rehm, geb. Kindsgrab (1761- 1824), KK in Augusdorf, sie wird Rehmsche, † 1846

• Cathrina Florentina Elisabeth, * 1769, † 1838 in Augustdorf

• Friderich Adolph, * um 1772, ∞ 1802 Justine Friederike Bügener in Aug., die Eheleute gründen die Neuwohnerstätte Augustdorf Nr. 77; er † 1833


1771 – 1813 Johann Töns Berend Brokmann (1746 - 1813), ∞ 1771 Amalie Arend in Eken (oder: Eke) (1747 - 1815) von Piv. VH

Kinder:

• Johann Jobst, * 1773, Anerbe

• Johann Christoph, * 1775, † 1777 (Kinderschürken)

• Berend Henrich Christoph, * 1778, † 1847

• Johann Hermann Christoph. * 1780, † 1843 (Schwindsucht)

• Amalia Sophia, * 1785, † 1789 (Schürken)

• Hanna Luisa, * 1788, † 1788 (Kinderschürken)

• Johanne Wilhelmine Hedwig, * 1789, ∞ 1820 Johann Henrich Ernst, Tischler aus Greste, Eheleute werden Einl. in Hörste


1814 – ca. 1838 Johann Jobst Brokmann (1773 – ca. 1838), ∞ (I) 1814 Friderika Florentine Eke (Arend in Eichen) (1787 – 1829) von Piv. VL Nr. 16, ∞ (II) 1831 Ilsabein Anna Maria Stöppler (1793 – 1873) von Billinghausen Nr. 6

Kinder:

Caroline Henriette Amalie, * 1815

Henriette Amalie, * 1817

• Johann Henrich Christoph, * 1819, Anerbe

• Friederica Wilhelmine, * 1821

Ludwig August, * 1825

• Friedrich Hermann (Fritz), * 1827


1840 – 1843 Johann Henrich Christoph Brokmann (1819 – 1843), ∞ (I) 1840 Henriette Wilhelmine Hilbrink (1815 – 1876) von Hörste Nr. 7, diese ∞ (II) 1844 Ernst Heinrich Drake (1818 – 1882) von Kirchheide Nr. 42, der Interimswirt Brokmann wird

Kinder aus 2 Ehen:

Christoph Heinrich, * 1840, Anerbe

Friedrich Wilhelm, * 1842, lebt 1865 in Bremen

• Justine Emilie, * 1844, ∞ 1866 Joh. Friedr. Wilh. Pollmann, Ziegler u. Einl. in Billinghausen

Auguste Karoline, * 1846, ∞ 1869 Friedr. Adolf (Fritz) Meyer (1839 – 1908), Einl. u. Ziegler, später Ziegelmeister u. Gründer der Stätte Hörste Nr. 72

• Gottlieb August, * 1848

• Ernst Heinrich August, * 1851, † 1852 (Schwindsucht)


1844 – 1865 Ernst Heinrich Brokmann, geb. Drake (vgl. oben)


1865 – 1913 Christoph Heinrich Brokmann (1840 – 1914), ∞ 1865 Sophie Wilhelmine Karoline Tiemann (1841 – 1901) von Meiersfeld Nr. 7

Kinder:

• Luise Auguste, * 1865, ∞ 1889 Christoph Adolph Strate, wird Stratesche auf Hörste Nr. 20, † 1890 (Kindbett)

• Louis Leopold, * 1866, † 1868 (Brustkrankheit)

• Ernst Friedrich, * 1867, † 1868 (Ruhr)

• Friedrich Gottlieb Christoph, * 1868, †1869

• Gustaf Eduard, * 1869, † 1882

• Adolf August, * 1871, Anerbe

• Gottlieb, * 1873

• Friedrich Wilhelm, * 1876, † 1876 (Kopfkrankheit)

Hermine Pauline, * 1878 (1900 Trauzeugin)

• Karl, * 1881 (1913 Landwirt in Garmen bei Lünen)

• Sophie, * 1884


1913 – 1929 Adolf August Brokmann (1871 – 1939), ∞ 1900 Emilie Auguste Prüßner (1880 – n. 1940) von Asmissen Nr. 14

Kinder:

• Friedrich Walter (Fritz), * 1900, Anerbe

• Paul, * 1904


ab 1929 Fritz Brokmann (1900 – 1955)


Bewohner des Hofes Hörste Nr. 10 in Volkszählungen (VZ) und Adressbüchern:


1769 (VZ): (Nr.) 10 Brockmann (Ma + Fr + 1 So üb. 10 J. † 1 To üb. 10 J. † 2 Tö. unt. 10 J.)

Einl. Joh. Jost Grothoff (Ma + Fr)


1776 (VZ): (Nr.) 10 Tönß Berend Brockmann (Ma + Fr + 2 Sö unt. 14 J.)

Leibzüchterinne (Fr + 1 So unt. 14 J. + 2 Tö)


1828 (VZ): (Nr.) 10 2 Wohnhäuser, Joh. Jobst Brokmann (Ma + Fr + 3 Sö + 3 Tö)

Einl. Friedr. Justus Wendt (Ma + Fr + 2 Sö + 1 To)


  • 1901[22] Brokmann, Christoph, Landwirth
  • 1926[23] Brechmann, Hermann, Ziegler

Literatur

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Fr. Verdenhalven, Die lipp. Landschatzreg. von 1535, 1545, 1562, u. 1572, Münster 1971, vgl. Anmerkung S. 11
  2. LAV NRW OWL, D 73 Nr. 7/13
  3. LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 174, S. 166
  4. LAV NRW OWL, L 101 C I, Nr. 92, S. 152
  5. LAV NRW OWL, CL 101 C I Nr. 94
  6. LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1424, S. 400
  7. LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 133, S. 879
  8. LAV NRW OWL, L 108 A, Nr. 134, S. 195
  9. LAV NRW OWL, L 89 A, Nr. 179, S. 81
  10. LAV NRW OWL, L 63 Nr. 28 (1699)
  11. LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 162, S. 55r
  12. LAV NRW OWL, L 21 Nr. 135
  13. LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26, Bd. XX
  14. LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190-300192
  15. LAV NRW OWL, L 92 T 1 Nr. 1288
  16. LAV NRW OWL, L 108 Lage Fach 2 Nr. 26 Bd. XX
  17. LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431
  18. LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 431
  19. LAV NRW OWL, L 101 A III Nr. 212
  20. LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 162
  21. LAV NRW OWL, D 23 B (Detmold) Nr. 300190, S. 218
  22. Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat
  23. Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat

Autor*innen

Dr. Horst Wissbrock

Seitenhistorie

Seite erstellt am 25.01.2025 von Dr. Horst Wissbrock

Letzte Änderung am: 27.04.2026 von Dr. Horst Wissbrock