Niedernkamp 44 (Heiden): Unterschied zwischen den Versionen
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Aus diesem ehemalige Brinkhof seien als eine geteilte Zwiehofanlage die beiden Höfe Brüning Nr. 5 und Dreckmeier Nr.6 hervorgegangen. Der eine und der andere Hof werde im 15. Jahrh. verschiedentlich urkundlich erwähnt, u.a. in einer Schadensmeldung als Folge der Eversteinschen Fede. Für beide Höfe sei auffällig, dass ihre Felder auf dem Südriedel in enger Gemengelage liegen, was auf eine gemeinsame Rodungsphase schließen lasse. Im Landschatzregister von 1568 werden ein Brun Johann sowie ein Dreck Johann genannt, bei Friemel werden die Höfe 1728 als Brüning und Dreckmeier aufgelistet. <ref>Hüls 1974 S.123 f </ref> | Aus diesem ehemalige Brinkhof seien als eine geteilte Zwiehofanlage die beiden Höfe Brüning Nr. 5 und Dreckmeier Nr.6 hervorgegangen. Der eine und der andere Hof werde im 15. Jahrh. verschiedentlich urkundlich erwähnt, u.a. in einer Schadensmeldung als Folge der Eversteinschen Fede. Für beide Höfe sei auffällig, dass ihre Felder auf dem Südriedel in enger Gemengelage liegen, was auf eine gemeinsame Rodungsphase schließen lasse. Im Landschatzregister von 1568 werden ein Brun Johann sowie ein Dreck Johann genannt, bei Friemel werden die Höfe 1728 als Brüning und Dreckmeier aufgelistet. <ref>Hüls 1974 S.123 f </ref> | ||
[[Datei: Niedernkamp 44, Heiden.jpg | thumb | Niedernkamp 44, Heiden, Foto Privat 1960]] | |||
Brüning, 1781 ein großer Halbmeyer, gnädigster Landes-Herrschaft leibeigen, entrichtet Sterbfall und Weinkauf.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=48&cHash=62ebd24dee7f484e9f8482148a61fd45 Digitalisat].</ref> | Brüning, 1781 ein großer Halbmeyer, gnädigster Landes-Herrschaft leibeigen, entrichtet Sterbfall und Weinkauf.<ref>LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 [https://dfg-viewer.de/show?tx_dlf%5Bdouble%5D=0&tx_dlf%5Bid%5D=https%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Ostwestfalen-Lippe%2FL101CI%2F~001%2F00109%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=48&cHash=62ebd24dee7f484e9f8482148a61fd45 Digitalisat].</ref> | ||
Aktuelle Version vom 11. März 2026, 22:48 Uhr
| Niedernkamp 44 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Niedernkamp (Heiden) |
| Hausnummer | 44 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Straße | ./. |
| Hausnummer | 005 |
Das Gebäude hatte ehemals die Nr. 5 in Heiden.
Geschichte
Die Hausstätte Niedernkamp 44 / vor 1970 Mühlenweg 3 / Heiden Nr. 5 liegt in Heiden im unteren Dorf, nahe dem Oetternbach. Die niedrige Kolonats-Nr. 5 weist die Hofstelle als einen der frühen Siedlungsplätze im Dorf Heiden aus.
Die Geschichte des Dorfes Heiden wird bei Hüls ausführlich betrachtet und hier beschreibt er auch die Entwicklung der ehemals benachbarten Hofstellen Brüning Nr. 5 und Dreckmeier Nr. 6, die zwischen dem Weg unterhalb des Talhanges (heute Niedernkamp) und dem Oetternbach lagen. [1] Gemäß Hüls ist eine erste Ansiedlung zu diesen Höfen in eine Rodungsphase des Dorfes zwischen 1000 und 1250 einzuordnen. [2] Er geht davon aus, dass die beiden Höfe Brüning und Dreckmeier aus dem ehemaligen Brinkhof in Heiden entstanden sind, der im Jahre 1418 von Hermann de Wend an den Lemgoer Bürger Heinrich de Ridder verkaufte wurde. [3]
Aus diesem ehemalige Brinkhof seien als eine geteilte Zwiehofanlage die beiden Höfe Brüning Nr. 5 und Dreckmeier Nr.6 hervorgegangen. Der eine und der andere Hof werde im 15. Jahrh. verschiedentlich urkundlich erwähnt, u.a. in einer Schadensmeldung als Folge der Eversteinschen Fede. Für beide Höfe sei auffällig, dass ihre Felder auf dem Südriedel in enger Gemengelage liegen, was auf eine gemeinsame Rodungsphase schließen lasse. Im Landschatzregister von 1568 werden ein Brun Johann sowie ein Dreck Johann genannt, bei Friemel werden die Höfe 1728 als Brüning und Dreckmeier aufgelistet. [4]

Brüning, 1781 ein großer Halbmeyer, gnädigster Landes-Herrschaft leibeigen, entrichtet Sterbfall und Weinkauf.[5]
Brüning, 1829 ein großer Halbmeier, gnädigster Landes-Herrschaft leibeigen, entrichtet Sterbfall und Weinkauf.[6]
Gebäude

Das Gebäude Heiden Nr. 5 hatte für das Dorf Heiden eine besondere Bedeutung. In dem östlichen Gebäudeteil, der einen eigenen Zugang mit Stichweg zur Hauptstraße hatte, befand sich seit ca. 1937 ein Kindergarten, der nach 1945 von der ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden übernommen wurde. Dieser Kindergarten mit nur einem Gruppenraum wurde bis 1973, bis zum Neubau des Kindergartens auf dem Gelände des Pfarrhofes, genutzt.
Das Wohnhaus Niedernkamp 44 wurde im Jahre 2024 abgebrochen. Es war ein großes Gebäude, ehemals in Fachwerkkonstruktion, bei dem die Außenwände in den 1950-er Jahren durch massive Wände mit Außenputz ersetzt worden waren. Das mit mit Dachziegeln gedeckte Satteldach hatte auf der Nordseite einen Quergiebel, darunter befand sich der Eingang und das Deelentor.
Besitzt 1781 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht, 1 Schoppen, 1 Backhaus.[7]
Besitzt 1829 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht, 1 Schoppen, 1 Backhaus.[8]
Besitzt 1855 laut Salbuch 1 Wohnhaus, 1 Leibzucht.[9]
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1781 Brüning. [10]
1829 Brüning.[11]
1855 Brüning.[12]
1901[13] Wrampe, Heinrich, Steuererheber; Kropp, Philipp, Ziegler
Im Adresssbuch von 1901 wird für Heiden (S.257) Heinrich Wrampe als Bauerrichter genannt.
1926[14] Stölting, Hermann, Fabrikarbeiter; Fischer, Emilie, Witwe
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Hans Hüls: Heiden in Lippe, Zur Genese und Struktur eines dörflichen Lebensraumes. Im Auftrag der Stadt Lage herausgegeben vom Naturwissenschaftlichen und Historischen Verein für das Land Lippe. Detmold 1974. Gleichzeitig im Selbstverlag der Geographischen Komission für Westfalen erschienen. Online abrufbar Karte S. 125
- ↑ Hüls 1974 S.127
- ↑ Hüls 1974 S.126
- ↑ Hüls 1974 S.123 f
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch der Vogtei Heiden, 1781 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch der Vogtei Heiden, 1829 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat
Autor*innen
Joachim Kleinmanns, Lothar Kaup
Seitenhistorie
Seite erstellt am 17.12.2025 von Lothar Kaup
Letzte Änderung am: 11.03.2026 von Lothar Kaup