Blomberg (Kernstadt): Unterschied zwischen den Versionen
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Hausnummern wurden erst nach Einführung des Katasters der 1752 gegründeten Lippischen Landesbrandversicherung eingeführt, eine "Verordnung zur Numerierung der Häuser" wurde 1766 erlassen. Gültigkeit erlangten sie aber erst nach 1805. Kurz vor 1900 wurden viele Straßen neu benannt und die Häuser erhielten die bis heute gültige straßenweise Nummerierung. | Hausnummern wurden erst nach Einführung des Katasters der 1752 gegründeten Lippischen Landesbrandversicherung eingeführt, eine "Verordnung zur Numerierung der Häuser" wurde 1766 erlassen. Gültigkeit erlangten sie aber erst nach 1805. Kurz vor 1900 wurden viele Straßen neu benannt und die Häuser erhielten die bis heute gültige straßenweise Nummerierung. | ||
Die Blomberger Bürgerhäuser waren bis kurz vor 1900 nach einem seit dem 18. Jahrhundert gültigen Umgang nummeriert, beginnend mit dem Eckhaus Nr. 1, heute Marktplatz 6 an der Ecke zur Burgstraße. Von dort aus durchlief die traditionelle Nummerierung die vier seit dem Mittelalter bekannten Stadtviertel: von 1 bis 66 im Winkelviertel, von 67 bis 174 im Roßmüllerviertel (Oberstadt), von 175 bis 272 im Großen Viertel und von 273 bis | Die Blomberger Bürgerhäuser waren bis kurz vor 1900 nach einem seit dem 18. Jahrhundert gültigen Umgang nummeriert, beginnend mit dem Eckhaus Nr. 1, heute Marktplatz 6 an der Ecke zur Burgstraße. Von dort aus durchlief die traditionelle Nummerierung die vier seit dem Mittelalter bekannten Stadtviertel: von 1 bis 66 im Winkelviertel, von 67 bis 174 im Roßmüllerviertel (Oberstadt), von 175 bis 272 im Großen Viertel und von 273 bis 328 im Brinkviertel (Unterstadt). Einige jüngere Hausstätten wurden im späten 18. und im 19. Jahrhundert mit a-, b- und c-Nummern hinzugefügt. Eine Übersichtskarte der alten Hausnummern in Blomberg (Abbildung) hat Heinz-Walter Rolf erstellt und 1981 erstmals veröffentlicht.<ref>Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981}}.</ref> | ||
Erst 1863 wurde das Bauverbot außerhalb der Stadtmauern aufgehoben, als erstes Haus entstand in diesem Jahr das Haus des Wagenbauers Schwarze vor dem Neuen Tor (Nr. | Erst 1863 wurde das Bauverbot außerhalb der Stadtmauern aufgehoben, als erstes Haus entstand in diesem Jahr das Haus des Wagenbauers Schwarze vor dem Neuen Tor (Nr. 329, Neue Torstraße 34). Danach folgten in kurzer Zeit Fluchtlinienpläne und Bebauung der verlängertem Neuen Torstraße, Gartenstraße, Hagenstraße und Heutorstraße, damit entstand ein großes Erweiterungsgebiet im Nordosten der Stadt. | ||
'''Konkordanz der alten Hausnummern und der aktuellen Adressen (im Aufbau):''' | '''Konkordanz der alten Hausnummern und der aktuellen Adressen (im Aufbau):''' | ||
Version vom 6. August 2026, 10:56 Uhr
| Blomberg (Kernstadt) | |
|---|---|
| Großgemeinde | Blomberg |
| Karte | |
Die um 1250 gegründete Stadt Blomberg wurde zum 1.1.1970 Verwaltungssitz der Großgemeinde Blomberg

Carte vom Fürstenthum Lippe
Archive NRW Karten A 11725
Lage
Verwaltungszugehörigkeit
Geschichte
Siedlungscharakteristik
Pläne, Ortsansichten
Ortsname
Hausnummern
Hausnummern wurden erst nach Einführung des Katasters der 1752 gegründeten Lippischen Landesbrandversicherung eingeführt, eine "Verordnung zur Numerierung der Häuser" wurde 1766 erlassen. Gültigkeit erlangten sie aber erst nach 1805. Kurz vor 1900 wurden viele Straßen neu benannt und die Häuser erhielten die bis heute gültige straßenweise Nummerierung.
Die Blomberger Bürgerhäuser waren bis kurz vor 1900 nach einem seit dem 18. Jahrhundert gültigen Umgang nummeriert, beginnend mit dem Eckhaus Nr. 1, heute Marktplatz 6 an der Ecke zur Burgstraße. Von dort aus durchlief die traditionelle Nummerierung die vier seit dem Mittelalter bekannten Stadtviertel: von 1 bis 66 im Winkelviertel, von 67 bis 174 im Roßmüllerviertel (Oberstadt), von 175 bis 272 im Großen Viertel und von 273 bis 328 im Brinkviertel (Unterstadt). Einige jüngere Hausstätten wurden im späten 18. und im 19. Jahrhundert mit a-, b- und c-Nummern hinzugefügt. Eine Übersichtskarte der alten Hausnummern in Blomberg (Abbildung) hat Heinz-Walter Rolf erstellt und 1981 erstmals veröffentlicht.[1]
Erst 1863 wurde das Bauverbot außerhalb der Stadtmauern aufgehoben, als erstes Haus entstand in diesem Jahr das Haus des Wagenbauers Schwarze vor dem Neuen Tor (Nr. 329, Neue Torstraße 34). Danach folgten in kurzer Zeit Fluchtlinienpläne und Bebauung der verlängertem Neuen Torstraße, Gartenstraße, Hagenstraße und Heutorstraße, damit entstand ein großes Erweiterungsgebiet im Nordosten der Stadt.
Konkordanz der alten Hausnummern und der aktuellen Adressen (im Aufbau):
Winkelviertel
Blomberg Nr. 1 = Marktplatz 6
Blomberg Nr. 19 = Im Seligen Winkel 12
Blomberg Nr. 24b = Im Seligen Winkel 26
Blomberg Nr. 28 = Im Seligen Winkel 3
Blomberg Nr. 31 = Kirchhofstraße 6
Blomberg Nr. 32 = Kirchhofstraße 5
Blomberg Nr. 400 = Kirchhofstraße 4
Blomberg Nr. 33 = Kirchhofstraße 3
Blomberg Nr. 34 = Kirchhofstraße 2
Blomberg Nr. 35 = [[Kirchhofstraße 1 (Blomberg)|Kirchhofstraße 1]
Blomberg Nr. 59 = Friedrichstraße vor 2
Blomberg Nr. 060a = Friedrichstraße 2
Blomberg Nr. 060b = Friedrichstraße 4
Blomberg Nr. 61 = Friedrichstraße 6
Blomberg Nr. 62 = Friedrichstraße 9
Blomberg Nr. 63 = Friedrichstraße 7
Blomberg Nr. 64a = Friedrichstraße 5
Blomberg Nr. 64b = Friedrichstraße 3
Blomberg Nr. 65 = Friedrichstraße 1
Blomberg Nr. 40 = Neue Torstraße 10
Blomberg Nr. 66 = Neue Torstraße 32
Blomberg Nr. 066a = Neue Torstraße 34
Blomberg Nr. 066b = Neue Torstraße 36
Roßmüllerviertel
Blomberg Nr. 67 = Neue Torstraße 1
Großes Viertel
Blomberg Nr. 175 = Marktplatz 7
Blomberg Nr. 205 = Kuhstraße 3
Brinkviertel
Blomberg Nr. 273 = Ehemalige Scheune am Brink
Blomberg Nr. 274 = Burgstraße 4
Bevölkerung
Nach den Gemeindestatistiken des Landes NRW[2]:
1818: 1.986
1828: 1.888
1835: 2.147
1851: 2.211
1871: 2.222
1895: 3.198
1905: 3.754
1925: 3.995
1939: 5.100
1946: 6.491
1950: 6.935
1961: 6.999
1969: 6.991
Hausstätten
Verkehrswege
Straßen
Literatur
Melina Kurte, Die Blomberger Mauerhäuser. Bau- und sozialgeschichtliche Umntersuchungen, in: Denkmalpflege in Westfalen-Lippe 30 (2024), Heft 2, S. 13-20..
Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981.
Heinrich Stiewe, Hausbau und Sozialstruktur in einer niederdeutschen Kleinstadt. Blomberg zwischen 1450 und 1870 (Schriften des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold – Landesmuseum für Volkskunde; 13), Detmold 1996.
Ulrich Meier, Heinrich Stiewe, Blomberg (Historischer Atlas westfälischer Städte, 13). Münster 2022.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Heinz-Walter Rolf, Blomberg. Geschichte - Bürger - Bauwerke, Blomberg 1981}}.
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Blomberg#Einwohnerentwicklung
Autor*innen
Ulrich Schelp, Heinrich Stiewe
Seitenhistorie
Seite erstellt am 11.06.2024 von Ulrich Schelp
Letzte Änderung am: 06.08.2026 von Heinrich Stiewe