Fasanenweg 2 (Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg): Unterschied zwischen den Versionen
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
Keine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| (Eine dazwischenliegende Version desselben Benutzers wird nicht angezeigt) | |||
| Zeile 3: | Zeile 3: | ||
|Straße={{AutoStraße}} | |Straße={{AutoStraße}} | ||
|Hausnummer={{AutoHausnummer}} | |Hausnummer={{AutoHausnummer}} | ||
}}Klöpping, Tappe Vahlhausen Nr. 2 | |Koordinaten=51.88552, 9.00381 | ||
|Adressbuch1901=Ja | |||
|Ortsteil1901=Vahlhausen-Bellenberg | |||
|Wohnplatz1901=Vahlhausen | |||
|Hausnummer1901=002 | |||
}} | |||
Klöpping, Tappe Vahlhausen Nr. 2 | |||
==Geschichte== | ==Geschichte== | ||
Klöpping in Vahlhausen könnte einer der Höfe sein, deren Gründung im frühen Mittelalter um 800 liegen dürfte (Linde). Nach der Nummerierung von 1766 war dieser Hof mit der Nummer 2 auch der zweitgrößte Hof in Vahlhausen. In der frühen Neuzeit gehörte der Hof der Familie von Donop, verwaltet wurde er schon in dieser Zeit von der Familie Klöpping (Hanß Cloppinck, LSR 1545), vorher (LSR 1535) von Hermenn Flogell. Um 1540 erwirbt Anton von Donop, Drost zu Horn, von den Erben des Bernhard Sander zu Horn Besitzungen in Vahlhausen, die sein Meier Hans Klöpping bewirtschaftet. Der Kauf wird in zwei Urkunden von 1546 erwähnt. Im Salbuch von1620 heißt es dann: Klopping, Vollspänner, 4 Pferde. Hof mit 30 Morgen Land gehört dem von Donop zu Wöbbel, besitzt außerdem 30 Morgen Herrenland und 6 weitere Morgen.1729 verkauft Carl Moritz von Donop den Hof an Martin Helle zu Horn. | |||
Eine Ausführliche Beschreibung des Hofes und der Familie Klöpping ist von einem Nachfahren der Klöppings, Helmut Klöpping, 1970 in dem Buch "Das Geschlecht Klöpping aus Vahlhausen bei Horn in Lippe" verfasst worden. Im Jahre 1853 verläst der letzte Klöpping den Hof. Friedrich Klöpping verkauft den Hof an Simon Kuhlemeier, der vom Hof [[Steinheimer Straße 129 (Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg)|Vahlhausen Nr. 1]] stammte. Später ist der Hof durch Einheirat im Besitz der Familie Tappe. | |||
Von der ursprünglichen Größe und Bedeutung des Hofes war wohl um 1850 bereits nur noch wenig vorhanden. Das heutige Gebäude steht über den Grundmauern eines kleinen Fachwerkhauses, das eventuell ein Leibzuchtgebäude des Klöppinghofes gewesen sein könnte. Die Familie Tappe ließ um dieses Haus ein Bruchsteinhaus errichten, die Reste des Fachwerks wurden bei der Totalsanierung des Hauses um 1990 entfernt. Die letzten Spuren des vermutlich einmal vorhandenen Haupthauses könnten beim Bau der Straße von Vahlhausen nach Meinberg, die über die ehemalige Hoffläche führt, verloren gegangen sein. | |||
==Gebäude== | ==Gebäude== | ||
ehemalige Leibzucht des Vollspännerhofes, später als Wohnhaus verwendet; Haupthaus um 1866 abgebrochen | ehemalige Leibzucht des Vollspännerhofes, später als Wohnhaus verwendet; Haupthaus um 1866 abgebrochen | ||
Aktuelle Version vom 20. Juni 2026, 14:40 Uhr
| Fasanenweg 2 (Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg) | |
|---|---|
| Ortsteil | Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg |
| Straße | Fasanenweg (Vahlhausen/Horn-Bad Meinberg) |
| Hausnummer | 2 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Vahlhausen-Bellenberg |
| Wohnplatz | Vahlhausen |
| Hausnummer | 002 |
Klöpping, Tappe Vahlhausen Nr. 2
Geschichte
Klöpping in Vahlhausen könnte einer der Höfe sein, deren Gründung im frühen Mittelalter um 800 liegen dürfte (Linde). Nach der Nummerierung von 1766 war dieser Hof mit der Nummer 2 auch der zweitgrößte Hof in Vahlhausen. In der frühen Neuzeit gehörte der Hof der Familie von Donop, verwaltet wurde er schon in dieser Zeit von der Familie Klöpping (Hanß Cloppinck, LSR 1545), vorher (LSR 1535) von Hermenn Flogell. Um 1540 erwirbt Anton von Donop, Drost zu Horn, von den Erben des Bernhard Sander zu Horn Besitzungen in Vahlhausen, die sein Meier Hans Klöpping bewirtschaftet. Der Kauf wird in zwei Urkunden von 1546 erwähnt. Im Salbuch von1620 heißt es dann: Klopping, Vollspänner, 4 Pferde. Hof mit 30 Morgen Land gehört dem von Donop zu Wöbbel, besitzt außerdem 30 Morgen Herrenland und 6 weitere Morgen.1729 verkauft Carl Moritz von Donop den Hof an Martin Helle zu Horn. Eine Ausführliche Beschreibung des Hofes und der Familie Klöpping ist von einem Nachfahren der Klöppings, Helmut Klöpping, 1970 in dem Buch "Das Geschlecht Klöpping aus Vahlhausen bei Horn in Lippe" verfasst worden. Im Jahre 1853 verläst der letzte Klöpping den Hof. Friedrich Klöpping verkauft den Hof an Simon Kuhlemeier, der vom Hof Vahlhausen Nr. 1 stammte. Später ist der Hof durch Einheirat im Besitz der Familie Tappe. Von der ursprünglichen Größe und Bedeutung des Hofes war wohl um 1850 bereits nur noch wenig vorhanden. Das heutige Gebäude steht über den Grundmauern eines kleinen Fachwerkhauses, das eventuell ein Leibzuchtgebäude des Klöppinghofes gewesen sein könnte. Die Familie Tappe ließ um dieses Haus ein Bruchsteinhaus errichten, die Reste des Fachwerks wurden bei der Totalsanierung des Hauses um 1990 entfernt. Die letzten Spuren des vermutlich einmal vorhandenen Haupthauses könnten beim Bau der Straße von Vahlhausen nach Meinberg, die über die ehemalige Hoffläche führt, verloren gegangen sein.
Gebäude
ehemalige Leibzucht des Vollspännerhofes, später als Wohnhaus verwendet; Haupthaus um 1866 abgebrochen

Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
- 1535 Landschatzregister: Hermenn Flogell
- 1545 Hanß Cloppinck
- 1620 Salbuch: Klopping, Vollspänner
- 1782 Vahlhausen-Bellenberg Nr. 2: Klöpping, Mittelkötter
- 1853 Besitzerwechsel: Klöpping / Kuhlemeier
- 1901 Vahlhausen-Bellenberg Nr. 2: Tappe, Luise, Landwirtin
- 1926 Bauerschaft Vahlhausen Nr. 13: Tappe, Friedrich, Landwirt; Tappe, Wilhelmine, Wwe.
Literatur
- Roland Linde: Vahlhausen bei Horn - mehr als 1150 Jahre alt, in: Heimatland Lippe 1997, S. 156-168, Digitalisat
- Helmut Klöpping, Das Geschlecht Klöpping aus Vahlhausen bei Horn in Lippe, Ennepetal 1970.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 19.06.2026 von Olaf Biere
Letzte Änderung am: 20.06.2026 von Olaf Biere