Pyrmonter Straße Kapelle (Belle): Unterschied zwischen den Versionen

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Glocken, Orgel, Inschrift
 
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Die kleine Fachwerkkapelle in Belle mit rechteckigem Chorraum wurde im Jahre 1741 erbaut und hat bis heute ihr ursprüngliches Erscheinungsbild erhalten. Die unverputzten Gefache zwischen den schlanken Holzständern zeigen außen die Ausmauerung mit roten Handstrichziegeln, teilweise im Schmuck- mauerwerk. Die sprossengeteilten Fenster der Kapelle sind schlicht und schmucklos. Das Dach der Kapelle und des Chorraumes sind mit Wesersandsteinplatten belegt. Der Turm hat einen pyramidenförmig gestuften Turmhelm mit Schiefereindeckung.
Die kleine Fachwerkkapelle in Belle mit rechteckigem Chorraum wurde im Jahre 1741 erbaut und hat bis heute ihr ursprüngliches Erscheinungsbild erhalten. Die unverputzten Gefache zwischen den schlanken Holzständern zeigen außen die Ausmauerung mit roten Handstrichziegeln, teilweise im Schmuck- mauerwerk. Die sprossengeteilten Fenster der Kapelle sind schlicht und schmucklos. Das Dach der Kapelle und des Chorraumes sind mit Wesersandsteinplatten belegt. Der Turm hat einen pyramidenförmig gestuften Turmhelm mit Schiefereindeckung.


Über dem Portal erinnert die Sandsteintafel an Graf Albert Wolfgang zu Schaumburg-Lippe, der die Errichtung der Kapelle finanziell unterstützte. Im sonst protestantisch schlichten Innenraum dominiert die barocke Kanzel, die im Baujahr von der Kirchenklasse Wöbbel gespendet wurde. Die Fachwerkkapelle steht unter Denkmalschutz.
Über dem Portal erinnert die Sandsteintafel an Graf Albert Wolfgang zu Schaumburg-Lippe, der die Errichtung der Kapelle finanziell unterstützte. Im sonst protestantisch schlichten Innenraum dominiert die barocke Kanzel, die im Baujahr von der Kirchenklasse Wöbbel gespendet wurde.<ref>Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, S.87, 2012</ref> Die Fachwerkkapelle steht unter Denkmalschutz.
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==Inschriften==
==Inschriften==
AUSPICIIS ALBERTI WOLFGANG D.G.COM. SCHAUENBURG COM.ET.NOB.DOM.LIPPIAE AC STERNBERG AE AEDEM D.O.M.SACRAM VETUSTATE COLLAPSAM REFICI CURAVIT RUINIS SUPERSTES BELLENSIUM RELIGIO. A.R.S. MDCCXLI.


==Glocken==
==Glocken==
Die ehemals in Belle vorhandene Bronzeglocke, Schlagton unbekannt, &#8960; = 620 mm, m = 142 kg fiel unter die Kriegsabgabe 1917. Zwei Stahlglocken bilden das aktuelle Geläut. Sie wurden gegossen von  Hch. Ullrich, Apolda un dem Bochumer Verein.<ref>[https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=BESTAND-A92x91131204366683920220210101553727 Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger]</ref>, <ref Name="Wiesekopsieker">{{WiesekopsiekerGlocken1970}}</ref><br />
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| '''Schlagton''' || '''Gussjahr''' || '''&#8960; in mm''' || '''m in kg''' || '''Inschrift'''
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==Orgel==
==Orgel==
Im Jahr 1906 wurde von den Geschwistern Schöning eine Orgel mit vier klingenden Registern und angehängtem Pedal gestiftet.<ref Name="Wiesekopsieker" /> Nachfolgeinstrument ist eine Orgel von Paul Ott (Göttingen) 1971, mechanische Schleiflade, ein Manual ('''C-f<sup>3</sup>''') und Pedal ('''C-f<sup>1</sup>''' ), '''6 &frac12; Register''', Intonation Paul Ott.Wagner<ref>{{WagnerOrgeln2008}}, Seite 148</ref>


==Inventar==
==Inventar==

Aktuelle Version vom 24. August 2026, 10:30 Uhr

Pyrmonter Straße Kapelle (Belle)
OrtsteilBelle
StraßePyrmonter Straße (Belle)
HausnummerKapelle
Karte
Adressbuch von 1901Nein

Ev.-ref. Kapelle Belle

Geschichte

Fachwerkapelle aus dem Jahr 1741.[1]

Gebäude

Kapelle Belle, 2020, Foto: Falko Sieker

Die kleine Fachwerkkapelle in Belle mit rechteckigem Chorraum wurde im Jahre 1741 erbaut und hat bis heute ihr ursprüngliches Erscheinungsbild erhalten. Die unverputzten Gefache zwischen den schlanken Holzständern zeigen außen die Ausmauerung mit roten Handstrichziegeln, teilweise im Schmuck- mauerwerk. Die sprossengeteilten Fenster der Kapelle sind schlicht und schmucklos. Das Dach der Kapelle und des Chorraumes sind mit Wesersandsteinplatten belegt. Der Turm hat einen pyramidenförmig gestuften Turmhelm mit Schiefereindeckung.

Über dem Portal erinnert die Sandsteintafel an Graf Albert Wolfgang zu Schaumburg-Lippe, der die Errichtung der Kapelle finanziell unterstützte. Im sonst protestantisch schlichten Innenraum dominiert die barocke Kanzel, die im Baujahr von der Kirchenklasse Wöbbel gespendet wurde.[2] Die Fachwerkkapelle steht unter Denkmalschutz.

Kirche in Belle, Foto L.Kaup 2007
Kirche in Belle, Tafel, Foto L.Kaup 2007
Kirche in Belle, Kanzel, Foto L.Kaup 2007

Inschriften

AUSPICIIS ALBERTI WOLFGANG D.G.COM. SCHAUENBURG COM.ET.NOB.DOM.LIPPIAE AC STERNBERG AE AEDEM D.O.M.SACRAM VETUSTATE COLLAPSAM REFICI CURAVIT RUINIS SUPERSTES BELLENSIUM RELIGIO. A.R.S. MDCCXLI.

Glocken

Die ehemals in Belle vorhandene Bronzeglocke, Schlagton unbekannt, ⌀ = 620 mm, m = 142 kg fiel unter die Kriegsabgabe 1917. Zwei Stahlglocken bilden das aktuelle Geläut. Sie wurden gegossen von Hch. Ullrich, Apolda un dem Bochumer Verein.[3], [4]

Schlagton Gussjahr ⌀ in mm m in kg Inschrift
e2 1922 n.a. n.a. Du rufst uns herr und siehe wir kommen.
Die andere verstummte im Krieg, erheb du im Frieden deine Stimme.
Rufe die Herzen zu Gott, bis du zum letzten Mal rufst!
cis2 1965 820 218 Gnade sei mit euch!

Orgel

Im Jahr 1906 wurde von den Geschwistern Schöning eine Orgel mit vier klingenden Registern und angehängtem Pedal gestiftet.[4] Nachfolgeinstrument ist eine Orgel von Paul Ott (Göttingen) 1971, mechanische Schleiflade, ein Manual (C-f3) und Pedal (C-f1 ), 6 ½ Register, Intonation Paul Ott.Wagner[5]

Inventar

Eigentümer

Ev.- ref. Kirchengemeinde Wöbbel

Pastoren

bis 1926 [6]

  • JJJJ

Literatur

  • Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
  • Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926

Quellen

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Burkhard Meier, Lippische Kirchen, 2004
  2. Kreis Lippe, Denkmalbehörde, 20 Jahre Tag des offenen Denkmals in Lippe, 100 Baudenkmale, S.87, 2012
  3. Lippische Landeskirche, Archivbestand 07.17, Glockensachverständiger
  4. 4,0 4,1 Ernst Wiesekopsieker, Die Glocken des Lipperlandes, 1970. Unveröffentlichtes Manuskript, Archiv der Lippischen Landeskirche 02.01.01 Nr. 3237
  5. Alexander Wagner, Orgeln in Lippe (Sonderveröffentlichungen des Naturwissenschaftlichen und Historischen Vereins für das Land Lippe; Band 80), Detmold 2008, Seite 148
  6. Wilhelm Butterweck, Die Geschichte der Lippischen Landeskirche, Schötmar 1926, Seite 623 ff

Autor*innen

Wolfgang Kramer

Seitenhistorie

Seite erstellt am 09.07.2026 von Wolfgang Kramer

Letzte Änderung am: 24.08.2026 von Wolfgang Kramer