Bad Meinberger Straße 170 (Oberschönhagen): Unterschied zwischen den Versionen
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Im Landschatzregister 1590 sowie 1618 sind die Hofnamen Dikewidt und Dickwiett genannt.<ref>[https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_030_Band_001_reduziert_(2017).pdf Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 3]</ref><br /> | Im Landschatzregister 1590 sowie 1618 sind die Hofnamen Dikewidt und Dickwiett genannt.<ref>[https://www.lwl.org/hiko-download/HiKo-Reihe_030_Band_001_reduziert_(2017).pdf Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 3]</ref><br /> | ||
Im 1868 angelegten "Familienbuch für die Familie Diekewieth" notiert Pastor Meyer: "Der Meierhof Nr. 2 zu Oberschönhagen, gehörig zu der Landgemeinde Detmold, ist im Besitz der Familie Diekewieth gewesen schon zu Luthers Zeiten."<ref name="Landfrauen">Detmolder Landfrauen erzählen</ref><br /> | Im 1868 angelegten "Familienbuch für die Familie Diekewieth" notiert Pastor Meyer: "Der Meierhof Nr. 2 zu Oberschönhagen, gehörig zu der Landgemeinde Detmold, ist im Besitz der Familie Diekewieth gewesen schon zu Luthers Zeiten."<ref name="Landfrauen">Detmolder Landfrauen erzählen</ref><br /> | ||
Die [[Windmühlenweg 10 (Fissenknick)|Windmühle Fissenknick]] und die [[Windmühlenweg 8 (Fissenknick)|Schmiede]] hatten bis zur Kommunalreform 1970 die Adresse Oberschönhagen Nr. 2. | Die [[Windmühlenweg 10 (Fissenknick)|Windmühle Fissenknick]] und die [[Windmühlenweg 8 (Fissenknick)|Schmiede]] hatten bis zur Kommunalreform 1970 die Adresse Oberschönhagen Nr. 2. | ||
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Gut erhaltene Hofanlage mit mehreren historischen Gebäuden. | Gut erhaltene Hofanlage mit mehreren historischen Gebäuden. | ||
'''Haupthaus, | '''Haupthaus, 18222'''<br> | ||
Vierständerbau mit Brettergiebel, Stallanbau aus Fachwerk an der Westseite, Mühlen- und Turbinenanbau an der Ostseite aus Bruchsteinen ca. 1925. Strohdach um 1890 durch Ton-Hohlpfannen ersetzt. Längsdiele, um 1880-90 Flur zwischen Wirtschafts- und Wohnteil eingebaut, Schornsteine errichtet, offene Feuerstelle beseitigt. Prächtiger, unbemalter Torbogen mit fünfzeiliger Inschrift in Flachschnitzerei. Auf den Torständern Stern und Rose, Tulpenranken und Medaillons mit den Namen der Erbauer. | Vierständerbau mit Brettergiebel, Stallanbau aus Fachwerk an der Westseite, Mühlen- und Turbinenanbau an der Ostseite aus Bruchsteinen ca. 1925. Strohdach um 1890 durch Ton-Hohlpfannen ersetzt. Längsdiele, um 1880-90 Flur zwischen Wirtschafts- und Wohnteil eingebaut, Schornsteine errichtet, offene Feuerstelle beseitigt. Prächtiger, unbemalter Torbogen mit fünfzeiliger Inschrift in Flachschnitzerei. Auf den Torständern Stern und Rose, Tulpenranken und Medaillons mit den Namen der Erbauer. | ||
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'''Haupthaus von 1822, Firstbrett''' | '''Haupthaus von 1822, Firstbrett''' | ||
EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE | EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE | ||
'''Haupthaus, Torbogeninschrift von 1822'''<ref | '''Haupthaus, Torbogeninschrift von 1822'''<ref>Dokumentation durch August Capelle</ref> | ||
JOHAN BERND SIEMON FRIDRIG DIECKEWID UND SOVIE WILHELMIENE KAROLINE | JOHAN BERND SIEMON FRIDRIG DIECKEWID UND SOVIE WILHELMIENE KAROLINE | ||
MEIERS VON 7 HOBEN • DIE HABEN DIESES HAUS MIT DER GOTTESHÜLFE BAUEN•L•S• | MEIERS VON 7 HOBEN • DIE HABEN DIESES HAUS MIT DER GOTTESHÜLFE BAUEN•L•S• | ||
DER HER SEI MIT MIR DARUM FÜRCHTE ICH MICH NICHT ES IST GUT AUF DEN HERN | DER HER SEI MIT MIR DARUM FÜRCHTE ICH MICH NICHT ES IST GUT AUF DEN HERN | ||
VERLASSEN DER HERR IST GOTT DER UNS BEHÜTTET EWIG | VERLASSEN DER HERR IST GOTT DER UNS BEHÜTTET EWIG | ||
UNSERE HÜLFE STEHE IM NA MEN DES HERN DER HIMMEL UND | UNSERE HÜLFE STEHE IM NA MEN DES HERN DER HIMMEL UND | ||
ERDE GE MACHT HAT | ERDE GE MACHT HAT | ||
D 14 MEI 1822 M•T•L•B•K | D 14 MEI 1822 M•T•L•B•K | ||
ALLES BLEIBET | ALLES BLEIBET | ||
WAS MEIN FROH UND | WAS MEIN FROH UND | ||
TUHN UND AN GERECHT | TUHN UND AN GERECHT | ||
FANG IST GE SO WIRD ES | FANG IST GE SO WIRD ES | ||
SCHE IM NAM EUCH WOL | SCHE IM NAM EUCH WOL | ||
DES HERN IE GEHN | DES HERN IE GEHN | ||
SU CHRIST | SU CHRIST | ||
'''Leibzucht, Torbogeninschrift von 1824'''<ref | '''Leibzucht, Torbogeninschrift von 1824'''<ref>Dokumentation durch August Capelle</ref> | ||
IOHAN BERND SIMON FRIEDRICH DIECKEWID UND SOVIE | IOHAN BERND SIMON FRIEDRICH DIECKEWID UND SOVIE | ||
Aktuelle Version vom 30. Juli 2026, 14:05 Uhr
| Bad Meinberger Straße 170 (Oberschönhagen) | |
|---|---|
| Ortsteil | Oberschönhagen |
| Straße | Bad Meinberger Straße (Oberschönhagen) |
| Hausnummer | 170 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Hausnummer | 002 |
Hof Dickewied, später Capelle, ehemals Oberschönhagen Nr. 2.





Geschichte
Im Landschatzregister 1590 sowie 1618 sind die Hofnamen Dikewidt und Dickwiett genannt.[1]
Im 1868 angelegten "Familienbuch für die Familie Diekewieth" notiert Pastor Meyer: "Der Meierhof Nr. 2 zu Oberschönhagen, gehörig zu der Landgemeinde Detmold, ist im Besitz der Familie Diekewieth gewesen schon zu Luthers Zeiten."[2]
Die Windmühle Fissenknick und die Schmiede hatten bis zur Kommunalreform 1970 die Adresse Oberschönhagen Nr. 2.
Gebäude
Gut erhaltene Hofanlage mit mehreren historischen Gebäuden.
Haupthaus, 18222
Vierständerbau mit Brettergiebel, Stallanbau aus Fachwerk an der Westseite, Mühlen- und Turbinenanbau an der Ostseite aus Bruchsteinen ca. 1925. Strohdach um 1890 durch Ton-Hohlpfannen ersetzt. Längsdiele, um 1880-90 Flur zwischen Wirtschafts- und Wohnteil eingebaut, Schornsteine errichtet, offene Feuerstelle beseitigt. Prächtiger, unbemalter Torbogen mit fünfzeiliger Inschrift in Flachschnitzerei. Auf den Torständern Stern und Rose, Tulpenranken und Medaillons mit den Namen der Erbauer.
Leibzucht, 1824
Dreiständerbau mit Brettergiebel, Längsdiele, spätere An- und Umbauten. 1919 Innenausbau des Wohnteils, Backofen erneuert.
Stall, 19. Jahrhundert
Dreiständerbau, Längsdiele, zwei Schlafräume im Obergeschoß, Pferdestall.
Stall, ca. 1895
Schweinestall und Kornspeicher, Erdgeschoss aus Bruchsteinen, Obergeschoss aus Fachwerk mit Backsteinausfachung.
Inschriften
Haupthaus von 1822, Firstbrett
EHRE SEI GOTT IN DER HÖHE
Haupthaus, Torbogeninschrift von 1822[3]
JOHAN BERND SIEMON FRIDRIG DIECKEWID UND SOVIE WILHELMIENE KAROLINE MEIERS VON 7 HOBEN • DIE HABEN DIESES HAUS MIT DER GOTTESHÜLFE BAUEN•L•S• DER HER SEI MIT MIR DARUM FÜRCHTE ICH MICH NICHT ES IST GUT AUF DEN HERN VERLASSEN DER HERR IST GOTT DER UNS BEHÜTTET EWIG UNSERE HÜLFE STEHE IM NA MEN DES HERN DER HIMMEL UND ERDE GE MACHT HAT D 14 MEI 1822 M•T•L•B•K ALLES BLEIBET WAS MEIN FROH UND TUHN UND AN GERECHT FANG IST GE SO WIRD ES SCHE IM NAM EUCH WOL DES HERN IE GEHN SU CHRIST
Leibzucht, Torbogeninschrift von 1824[4]
IOHAN BERND SIMON FRIEDRICH DIECKEWID UND SOVIE WILHELMIENE KAROLINE MEIERS VON SIEHOBEN • DIE HABEN DIESES HAUS LASSEN BAUEN • BEFIEL DEN HERN DEINE WEGE UND HOF AUF IHN ER WIRDS WOHL MACHEN ANNO • D 20. JULI 1824 M•T•L•B•K
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
1901 Fritz Dickewied, Landwirth; August Dickewied, Landwirth; Fritz Dickewied jun., Landwirth; Wilhelm Wehrmann, Schmied.[5]
1926 Fritz Dickewied, Landwirt; Ernst Möller, Arbeiter; Ludwig Rudolf, Arbeiter.[6]
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Die lippischen Landschatzregister von 1590 und 1618, Seite 3
- ↑ Detmolder Landfrauen erzählen
- ↑ Dokumentation durch August Capelle
- ↑ Dokumentation durch August Capelle
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat
Autor*innen
Seitenhistorie
Seite erstellt am 01.07.2025 von Wolfgang Kramer
Letzte Änderung am: 30.07.2026 von Heinrich Stiewe