Dieselstraße 23 (Heiden)
| Dieselstraße 23 (Heiden) | |
|---|---|
| Ortsteil | Heiden |
| Straße | Dieselstraße (Heiden) |
| Hausnummer | 23 |
| Karte | |
| Adressbuch von 1901 | Ja |
| Gemeinde | Heiden |
| Hausnummer | 002 |
Sültehof, Ehemals Heiden Nr. 2
Geschichte
1781 und 1829 wird Sültemeier, Heiden Nr. 2, als "ganzer Vollmeier" im Salbuch geführt. Sültemeier war der Landesherrschaft leibeigen, entrichtete Sterbfall und Weinkauf. [1] 1793 kaufte er sich frei von Personal- und Reallasten gegen eine jährliche Zahlung von 7 Reichstalern.[2] 1855 vermerkte das Salbuch: "als Nr. 22 nach Hesloh eingetragen".[3]
Gebäude





Sültemeier besaß laut Salbuch 1781 und 1829 einen Hofraum mit Obstbäumen und Eichen, an Gebäuden: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schoppen, Schaftstall, Burg, Schweinestall. Einen Kotten vorne auf dem Hof.
Die "Burg" war 1882 noch vorhanden und wurde von Carl Dewitz zeichnerisch dokumentiert.[4]
Gaul notierte um 1960: "Nr. 2. Sültehof. Einliegerhaus. 1827. Meister C. H. Fricke in Heßloh. An den Torständern Ranken mit naturalistischen Blattzweigen und Blüten, oben ein Vogel. Torbügen mit Hakenkreuzen. Bogen-Rundstab endet unten in Schlangenköpfen.
Stall. 1785. Über der Tür die Namen Friederich Adolph S(ülte) M(eier) u. Anna Maria Meiers von Uppedissen.
Bauernburg. Erbaut wohl im 16. Jh., abgebrochen um 1900. Die Bauernburg lag mit einer Seite unmittelbar an einem Teiche und war an den anderen 3 Seiten von einem Trockengraben umgeben, der im Notfalle nach Durchstechung des Dammes am Teiche leicht unter Wasser gesetzt werden konnte. Bruchsteinbau von rechteckigem Grundriß, 2-geschossig mit Satteldach. Nur wenige, sehr kleine Fenster (wohl Schießscharten). Die Tür rechteckig mit Viertelkreis-Konsolen unter dem Sturz. Das Dach an den Traufen auf Bügen vorgekragt. Giebel verbrettert."[5]
Inschriften[6]
Auf dem Torbogen des Leibzuchtgebäudes:
ANNO 1826 DEN 23TEN OKTOBER WURDE DAS HAUS VON DIESER STELLE ALS EIN OPFER DURCH DIE FLAMMEN HIENGERISSEN UND
1827 DEN 21 JULI LIESEN S.H. BRÜGGENMEIER AUS DETMOLD UND H.F. SÜLTEMEIER GEB. AMTMEIER ZU VINNEN DIESES HAUS
RICHTEN. ACH HERR DIE LAST IST SCHWER DIE DU UNS AUFBÜRDEST! ABER DIE HÜLFE DEINER SEGEN DEN HAND SIE UNS
ERLEICHTEN. M.C.M.FRICKE IN HESLOH
Inschrift über dem Seiteneingang:
ANNO 1785 DEN 19 IUL
IUS HAT FRIEDERICH AD
OLPH S.M. UND ANNA MA
RIA MEIERS VON UPPE
DISSEN DIE HABEN DIS H.L.B.
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Literatur
Quellen
- LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 Digitalisat.
- LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 Digitalisat.
- LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 109: Salbuch Vogtei Heiden 1781 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 123: Salbuch Vogtei Heiden 1829 Digitalisat.
- ↑ LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 137: Salbuch Vogtei Heiden 1855 Digitalisat.
- ↑ LLB, 2 H 2 bis 2 H 5.
- ↑ StadtA Lemgo, 14 L 9983: Otto Gaul, Landkreis Detmold, Typoskript, um 1960, S. 168 Digitalisat
- ↑ Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV
- ↑ Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901 Digitalisat, S. 257.ff.
- ↑ Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926 Digitalisat, S. 731.ff.
Autor
Joachim Kleinmanns, Hans-Christian Schall
Seitenhistorie
Seite erstellt am 11.03.2025 von Hans-Christian Schall
Letzte Änderung am: 03.06.2026 von Wolfgang Kramer