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	<title>lippe-haeuser-wiki.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Bergstra%C3%9Fe_19_(Lage)&amp;diff=62246</id>
		<title>Bergstraße 19 (Lage)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99218, 8.79302&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Lage&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bergstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=074&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das heutige Gebäude Bergstraße 19 wurde 1915–1918 als Geschäftshaus mit Ladenlokal im Erdgeschoss und zwei darüber liegenden Wohngeschossen errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerbau war ein 1663 errichtetes und 1915 abgerissenes Fachwerkhaus, ein Vierständerbau mit linksseitiger zweigeschossiger Utlucht. Die Hausstelle trug die historische Stätten-Nr. 33, später die Hausnummer 74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1908 Fachwerkhaus Bergstr. 19 mit Seilerfamilie.jpg|mini|Das ehemals Bade&#039;sche, seit 1860 Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus. Auf der Bank vor dem Haus sind der Seilermeister Heinrich Siekmann, seine Ehefrau Paula (geb. Berger) sowie vermutlich der älteste Sohn Walter zu erkennen, um 1908, Foto: Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1904 Lippische Landes-Zeitung 137 (2.7.1904) 153 (2).png|mini|»Draht-, Hanf- und Bodenseile in allen Längen und Stärken, Ackerleinen, Krenzleinen, Waschleinen, Gerüststränge, Zugstränge, Fliegennetze und Ohrenklappen für Pferde, Zimmerer-Schnüre, Maurer-Schnüre. Fischnetze, Marktnetze, Schellenzüge, Hängematten, sowie sämmtliche Seilerwaren empfiehlt billigst H. Siekmann, Lage in Lippe, Seilermeister.« (Lippische Landeszeitung 1904)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 (ca.) Bergstraße mit Friedenseiche.jpg|mini|Das schräg in die Straßenflucht der modernisierten Bergstraße hineinragende Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus, ca. 1909 von der Friedenseiche aus fotografiert, Fotokopie einer Postkarte, Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1915 Abriss Fachwerkhaus Bergstr.jpg|mini|Im Jahr 1915 wurde das schräg in die Straßenflucht hineinragende Fachwerkhaus abgerissen, um ein dreigeschossiges Geschäftshaus zu errichten. (Foto: Archiv Siekmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1920 (ca.) Neubau mit Laden &amp;amp; Heinrich.jpg|mini|Das Foto (um 1920) zeigt den Neubau; aus der vormaligen Seilerei war ein Geschäft für Seiler- und Korbwaren geworden. Heinrich Siekmann (1872 – 1928) sitzt in einem Korbsessel. (Foto: Archiv Siekmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1957 Haus Bergstraße Laden-Umbau.jpg|mini|Die Häuser Bergstraße 17 (links im Anschnitt), 19 und 21 im Jahr 1957. Im Ladengeschäft Siekmann war gerade der Ladeneingang verlegt und der vormalige Hauseingang zugunsten eines Schaufensters geschlossen worden. Es folgt das Haus Vogt mit dem Manufakturwaren/Textilgeschäft. Hinten ist (das weiter zurück gelegene Seppmannsche Haus ist verdeckt) das Stüker&#039;sche Haus an der Ecke zur Schötmarschen Straße zu erkennen. (Foto: Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten anderthalb Jahrhunderten nach seiner Errichtung (1663) wurde das für das 17. Jahrhundert typische Ackerbürgerhaus von der Familie Bade (Baade) bewohnt. Nach mehreren kürzerfristigen Besitzerwechseln ab 1826 wurde es 1860 vom Seilermeister Henrich Ludwig Siekmann (*1828) gekauft, der dort sein Gewerbe betrieb und mit seiner Familie lebte. Die Seile wurden mittels einer Seiler(Reeper)bahn entlang der Friedhofsmauer an der Eichenallee gedreht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Haus gehörte ein südlich benachbart gelegener kleiner Garten mit Brunnen, der 1891 Siekmanns Schwiegersohn (Klempner Fritz Sigges) als &amp;quot;Brautschatz&amp;quot; überschrieben wurde. Hier wurde wenige Jahre später die Neuwohnerstätte Nr. 486, heute [[Bergstraße_17_(Lage)|Bergstr. 17]], errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Henrich Ludwigs Sohn Heinrich Siekmann (*1872) lernte das Seilerhandwerk und führte den Betrieb ab 1898 fort. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Lagenser Innenstadt mehr und mehr alte Häuser durch größere Geschäftshäuser ersetzt und die Straßenfluchten begradigt wurden, wurde auch das zuweilen als &amp;quot;Verkehrshindernis&amp;quot; wahrgenommene Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus im Jahr 1915 abgerissen und durch einen (kriegsbedingt erst) 1918 fertiggestellten Neubau ersetzt. Die Seilerei wandelte sich über einen Seilerbedarf-, Korbwaren- und Kinderwagenladen schließlich in ein Spielwarengeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Der heutige Bau von 1915 ist ein dreigeschossiges, traufständiges Wohn- und Geschäftshaus mit einer Putzfassade in schlichtem Jugendstil. Im 1. Obergeschoss befindet sich ein halbrunder Erker in der zweiten Achse von links, über dem Ladeneingang im Erdgeschoss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1915 abgebrochene Vorgängerbau war ein giebelständiges Fachwerkhaus von 1663, ein Vierständerbau mit Mitteldiele und einer zweigeschossigen Utlucht links, die weit in den Straßenraum ragte. Der Torbogen mit der Bauinschrift von 1663 und ein älteres Dielentor mit zweiteiliger Fußgängertür waren noch erhalten. Im Fachwerk der Utlucht und rechts vom Dielentor waren die tragenden Hauptständer (Dielen- und Eckständer) durch einseitige Koppfbänder hervorgehoben. Das Giebeldreieck, zuletzt in der unteren Hälfte aus Fachwerk und in der oberen Hälfte verbrettert, war auf kleinen Balkenköpfen vorgekragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogeninschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1663 DEN 10. JULI HABEN DIESES HAUS BAUWEN LASSEN JURGEN SUNDERMAN UNDT ILSABEIN BADE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jobst Bade (1726)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Baade (1800)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Witwe Bade (1822)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Stüker (1826)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Räker/Reeker/Redecker (1844)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Höring (1859)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seilermeister Henrich Siekmann sen. (1860)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seilermeister Heinrich Siekmann jun. (1898)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaufmann Walter Siekmann (1928)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erinnerungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Clara-Arabin Welchert schilderte in ihren Jugenderinnerungen, den Lagenser Straßenzügen folgend, zahlreiche Häuser und Menschen der Kernstadt; ihre lebhaften Beschreibungen umfassen i.d.R. einen Zeitraum zwischen 1890 und 1920.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Seiler Siekmann&#039;sche Haus, Bergstraße 19, war ein altes schönes Fachwerkhaus aus dem Jahre 1663 mit einem vorspringenden Erker, der weit in die Gehbahn ragte. Das Haus hatte noch die alte zweiteilige Hekentür. Im Innern des Hauses, auf der „Deele&amp;quot;, hingen lange Seile an den Wanden. Der alte Seilermeister war ein äußerst fleißiger Mann, der sein Gewerbe mit Umsicht und Ausdauer betrieb.&lt;br /&gt;
Ja, längs der Friedhofsmauer in der Eichenallee war der alte Handwerksmeister dabei, dicke Seile zu drehen. Hier ging er, mit einer blauleinenen Schürze angetan, in welcher sich Flachs und Hede befanden, längs der Friedhofsmauer auf und ab, von seinem Seilerhäuschen, das sich am oberen Ende der Bahn befand, bis ans untere Ende, wo sich eine Haspel oder ein Kreuz befand.&lt;br /&gt;
Für unsere Jugend war dies eine recht interessante Beschäftigung, man sah gern dem alten Seilermeister mit seinen Silberlocken bei seiner Arbeit zu. Als die Anlage einer Gehbahn an der Bergstraße akut wurde, und der Siekmann&#039;sche Erker im Wege war, kaufte die Stadt im Januar 1914 den Erker an.&lt;br /&gt;
Nach dem Abbruch des alten Hauses im Jahre 1914 wurde sofort mit einem Neubau begonnen. Durch die Kriegsereignisse verzögerte sich jedoch die Fortführung des Baues derart, daß der Rohbau erst im Jahre 1918 fertig wurde. Als der alte Herr das Zeitliche gesegnet hatte, wurde von seinen Erben der heutige Bau errichtet. Das Handwerk der alten Seilerzunft war mit ihm in unserem Städtchen erloschen. Die Nachfolger widmeten sich mehr dem Verkauf von Kinderwagen und Spielsachen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arabin-WelchertErinnerungen1962}}, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Siekmann: Das Haus Siekmann an der Bergstraße und seine Nachbarschaft am „Ehlentruper Gang“. In: Historisches Jahrbuch Lage 2019, Lippe Verlag 2019, S. 71-92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausakten, Grundbücher u. Kataster im LAV NRW OWL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten aus Privatbesitz u. Stadtarchiv Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Bergstra%C3%9Fe_19_(Lage)&amp;diff=62245</id>
		<title>Bergstraße 19 (Lage)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99218, 8.79302&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Lage&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bergstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=074&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das heutige Gebäude Bergstraße 19 wurde 1915–1918 als Geschäftshaus mit Ladenlokal im Erdgeschoss und zwei darüber liegenden Wohngeschossen errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerbau war ein 1663 errichtetes und 1915 abgerissenes Fachwerkhaus, ein Vierständerbau mit linksseitiger zweigeschossiger Utlucht. Die Hausstelle trug die historische Stätten-Nr. 33, später die Hausnummer 74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1908 Fachwerkhaus Bergstr. 19 mit Seilerfamilie.jpg|mini|Das ehemals Bade&#039;sche, seit 1860 Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus. Auf der Bank vor dem Haus sind der Seilermeister Heinrich Siekmann, seine Ehefrau Paula (geb. Berger) sowie vermutlich der älteste Sohn Walter zu erkennen, um 1908, Foto: Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1904 Lippische Landes-Zeitung 137 (2.7.1904) 153 (2).png|mini|»Draht-, Hanf- und Bodenseile in allen Längen und Stärken, Ackerleinen, Krenzleinen, Waschleinen, Gerüststränge, Zugstränge, Fliegennetze und Ohrenklappen für Pferde, Zimmerer-Schnüre, Maurer-Schnüre. Fischnetze, Marktnetze, Schellenzüge, Hängematten, sowie sämmtliche Seilerwaren empfiehlt billigst H. Siekmann, Lage in Lippe, Seilermeister.« (Lippische Landeszeitung 1904)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 (ca.) Bergstraße mit Friedenseiche.jpg|mini|Das schräg in die Straßenflucht der modernisierten Bergstraße hineinragende Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus, ca. 1909 von der Friedenseiche aus fotografiert, Fotokopie einer Postkarte, Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1915 Abriss Fachwerkhaus Bergstr.jpg|mini|Im Jahr 1915 wurde das schräg in die Straßenflucht hineinragende Fachwerkhaus abgerissen, um ein dreigeschossiges Geschäftshaus zu errichten. (Foto: Archiv Siekmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1920 (ca.) Neubau mit Laden &amp;amp; Heinrich.jpg|mini|Das Foto (um 1920) zeigt den Neubau; aus der vormaligen Seilerei war ein Geschäft für Seiler- und Korbwaren geworden. Heinrich Siekmann (1872 – 1928) sitzt in einem Korbsessel. (Foto: Archiv Siekmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1957 Haus Bergstraße Laden-Umbau.jpg|mini|Die Häuser Bergstraße 17 (links im Anschnitt), 19 und 21 im Jahr 1957. Im Ladengeschäft Siekmann war gerade der Ladeneingang verlegt und der vormalige Hauseingang zugunsten eines Schaufensters geschlossen worden. Es folgt das Haus Vogt mit dem Manufakturwaren/Textilgeschäft. Hinten ist (das weiter zurück gelegene Seppmannsche Haus ist verdeckt) das Stüker&#039;sche Haus an der Ecke zur Schötmarschen Straße zu erkennen. (Foto: Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten anderthalb Jahrhunderten nach seiner Errichtung (1663) wurde das für das 17. Jahrhundert typische Ackerbürgerhaus von der Familie Bade (Baade) bewohnt. Nach mehreren kürzerfristigen Besitzerwechseln ab 1826 wurde es 1860 vom Seilermeister Henrich Ludwig Siekmann (*1828) gekauft, der dort sein Gewerbe betrieb und mit seiner Familie lebte. Die Seile wurden mittels einer Seiler(Reeper)bahn entlang der Friedhofsmauer an der Eichenallee gedreht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Haus gehörte ein südlich benachbart gelegener kleiner Garten mit Brunnen, der 1891 Siekmanns Schwiegersohn (Klempner Fritz Sigges) als &amp;quot;Brautschatz&amp;quot; überschrieben wurde. Hier wurde wenige Jahre später die Neuwohnerstätte Nr. 486, heute [[Bergstraße_17_(Lage)|Bergstr. 17]], errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Henrich Ludwigs Sohn Heinrich Siekmann (*1872) lernte das Seilerhandwerk und führte den Betrieb ab 1898 fort. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Lagenser Innenstadt mehr und mehr alte Häuser durch größere Geschäftshäuser ersetzt und die Straßenfluchten begradigt wurden, wurde auch das zuweilen als &amp;quot;Verkehrshindernis&amp;quot; wahrgenommene Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus im Jahr 1915 abgerissen und durch einen (kriegsbedingt erst) 1918 fertiggestellten Neubau ersetzt. Die Seilerei wandelte sich über einen Seilerbedarf-, Korbwaren- und Kinderwagenladen schließlich in ein Spielwarengeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Der heutige Bau von 1915 ist ein dreigeschossiges, traufständiges Wohn- und Geschäftshaus mit einer Putzfassade in schlichtem Jugendstil. Im 1. Obergeschoss befindet sich ein halbrunder Erker in der zweiten Achse von links, über dem Ladeneingang im Erdgeschoss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1914 abgebrochene Vorgängerbau war ein giebelständiges Fachwerkhaus von 1663, ein Vierständerbau mit Mitteldiele und einer zweigeschossigen Utlucht links, die weit in den Straßenraum ragte. Der Torbogen mit der Bauinschrift von 1663 und ein älteres Dielentor mit zweiteiliger Fußgängertür waren noch erhalten. Im Fachwerk der Utlucht und rechts vom Dielentor waren die tragenden Hauptständer (Dielen- und Eckständer) durch einseitige Koppfbänder hervorgehoben. Das Giebeldreieck, zuletzt in der unteren Hälfte aus Fachwerk und in der oberen Hälfte verbrettert, war auf kleinen Balkenköpfen vorgekragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogeninschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1663 DEN 10. JULI HABEN DIESES HAUS BAUWEN LASSEN JURGEN SUNDERMAN UNDT ILSABEIN BADE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jobst Bade (1726)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Baade (1800)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Witwe Bade (1822)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Stüker (1826)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Räker/Reeker/Redecker (1844)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Höring (1859)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seilermeister Henrich Siekmann sen. (1860)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seilermeister Heinrich Siekmann jun. (1898)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaufmann Walter Siekmann (1928)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erinnerungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Clara-Arabin Welchert schilderte in ihren Jugenderinnerungen, den Lagenser Straßenzügen folgend, zahlreiche Häuser und Menschen der Kernstadt; ihre lebhaften Beschreibungen umfassen i.d.R. einen Zeitraum zwischen 1890 und 1920.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Seiler Siekmann&#039;sche Haus, Bergstraße 19, war ein altes schönes Fachwerkhaus aus dem Jahre 1663 mit einem vorspringenden Erker, der weit in die Gehbahn ragte. Das Haus hatte noch die alte zweiteilige Hekentür. Im Innern des Hauses, auf der „Deele&amp;quot;, hingen lange Seile an den Wanden. Der alte Seilermeister war ein äußerst fleißiger Mann, der sein Gewerbe mit Umsicht und Ausdauer betrieb.&lt;br /&gt;
Ja, längs der Friedhofsmauer in der Eichenallee war der alte Handwerksmeister dabei, dicke Seile zu drehen. Hier ging er, mit einer blauleinenen Schürze angetan, in welcher sich Flachs und Hede befanden, längs der Friedhofsmauer auf und ab, von seinem Seilerhäuschen, das sich am oberen Ende der Bahn befand, bis ans untere Ende, wo sich eine Haspel oder ein Kreuz befand.&lt;br /&gt;
Für unsere Jugend war dies eine recht interessante Beschäftigung, man sah gern dem alten Seilermeister mit seinen Silberlocken bei seiner Arbeit zu. Als die Anlage einer Gehbahn an der Bergstraße akut wurde, und der Siekmann&#039;sche Erker im Wege war, kaufte die Stadt im Januar 1914 den Erker an.&lt;br /&gt;
Nach dem Abbruch des alten Hauses im Jahre 1914 wurde sofort mit einem Neubau begonnen. Durch die Kriegsereignisse verzögerte sich jedoch die Fortführung des Baues derart, daß der Rohbau erst im Jahre 1918 fertig wurde. Als der alte Herr das Zeitliche gesegnet hatte, wurde von seinen Erben der heutige Bau errichtet. Das Handwerk der alten Seilerzunft war mit ihm in unserem Städtchen erloschen. Die Nachfolger widmeten sich mehr dem Verkauf von Kinderwagen und Spielsachen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arabin-WelchertErinnerungen1962}}, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Siekmann: Das Haus Siekmann an der Bergstraße und seine Nachbarschaft am „Ehlentruper Gang“. In: Historisches Jahrbuch Lage 2019, Lippe Verlag 2019, S. 71-92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausakten, Grundbücher u. Kataster im LAV NRW OWL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten aus Privatbesitz u. Stadtarchiv Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Bergstraße 19 (Lage)</title>
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		<updated>2026-06-05T18:48:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Kurzer Beschreibungstext zu Gebäude und Vorgängerbau ergänzt.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99218, 8.79302&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Lage&lt;br /&gt;
|Straße1901=Bergstraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=074&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das heutige Gebäude Bergstraße 19 wurde 1915–1918 als Geschäftshaus mit Ladenlokal im Erdgeschoss und zwei darüber liegenden Wohngeschossen errichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorgängerbau war ein 1663 errichtetes und 1915 abgerissenes Fachwerkhaus, ein Vierständerbau mit linksseitiger zweigeschossiger Utlucht. Die Hausstelle trug die historische Stätten-Nr. 33, später die Hausnummer 74.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
[[Datei:1908 Fachwerkhaus Bergstr. 19 mit Seilerfamilie.jpg|mini|Das ehemals Bade&#039;sche, seit 1860 Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus. Auf der Bank vor dem Haus sind der Seilermeister Heinrich Siekmann, seine Ehefrau Paula (geb. Berger) sowie vermutlich der älteste Sohn Walter zu erkennen, um 1908, Foto: Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1904 Lippische Landes-Zeitung 137 (2.7.1904) 153 (2).png|mini|»Draht-, Hanf- und Bodenseile in allen Längen und Stärken, Ackerleinen, Krenzleinen, Waschleinen, Gerüststränge, Zugstränge, Fliegennetze und Ohrenklappen für Pferde, Zimmerer-Schnüre, Maurer-Schnüre. Fischnetze, Marktnetze, Schellenzüge, Hängematten, sowie sämmtliche Seilerwaren empfiehlt billigst H. Siekmann, Lage in Lippe, Seilermeister.« (Lippische Landeszeitung 1904)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1909 (ca.) Bergstraße mit Friedenseiche.jpg|mini|Das schräg in die Straßenflucht der modernisierten Bergstraße hineinragende Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus, ca. 1909 von der Friedenseiche aus fotografiert, Fotokopie einer Postkarte, Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1915 Abriss Fachwerkhaus Bergstr.jpg|mini|Im Jahr 1915 wurde das schräg in die Straßenflucht hineinragende Fachwerkhaus abgerissen, um ein dreigeschossiges Geschäftshaus zu errichten. (Foto: Archiv Siekmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1920 (ca.) Neubau mit Laden &amp;amp; Heinrich.jpg|mini|Das Foto (um 1920) zeigt den Neubau; aus der vormaligen Seilerei war ein Geschäft für Seiler- und Korbwaren geworden. Heinrich Siekmann (1872 – 1928) sitzt in einem Korbsessel. (Foto: Archiv Siekmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1957 Haus Bergstraße Laden-Umbau.jpg|mini|Die Häuser Bergstraße 17 (links im Anschnitt), 19 und 21 im Jahr 1957. Im Ladengeschäft Siekmann war gerade der Ladeneingang verlegt und der vormalige Hauseingang zugunsten eines Schaufensters geschlossen worden. Es folgt das Haus Vogt mit dem Manufakturwaren/Textilgeschäft. Hinten ist (das weiter zurück gelegene Seppmannsche Haus ist verdeckt) das Stüker&#039;sche Haus an der Ecke zur Schötmarschen Straße zu erkennen. (Foto: Archiv Siekmann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den ersten anderthalb Jahrhunderten nach seiner Errichtung (1663) wurde das für das 17. Jahrhundert typische Ackerbürgerhaus von der Familie Bade (Baade) bewohnt. Nach mehreren kürzerfristigen Besitzerwechseln ab 1826 wurde es 1860 vom Seilermeister Henrich Ludwig Siekmann (*1828) gekauft, der dort sein Gewerbe betrieb und mit seiner Familie lebte. Die Seile wurden mittels einer Seiler(Reeper)bahn entlang der Friedhofsmauer an der Eichenallee gedreht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Haus gehörte ein südlich benachbart gelegener kleiner Garten mit Brunnen, der 1891 Siekmanns Schwiegersohn (Klempner Fritz Sigges) als &amp;quot;Brautschatz&amp;quot; überschrieben wurde. Hier wurde wenige Jahre später die Neuwohnerstätte Nr. 486, heute [[Bergstraße_17_(Lage)|Bergstr. 17]], errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Henrich Ludwigs Sohn Heinrich Siekmann (*1872) lernte das Seilerhandwerk und führte den Betrieb ab 1898 fort. Als zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Lagenser Innenstadt mehr und mehr alte Häuser durch größere Geschäftshäuser ersetzt und die Straßenfluchten begradigt wurden, wurde auch das zuweilen als &amp;quot;Verkehrshindernis&amp;quot; wahrgenommene Siekmann&#039;sche Fachwerkhaus im Jahr 1915 abgerissen und durch einen (kriegsbedingt erst) 1918 fertiggestellten Neubau ersetzt. Die Seilerei wandelte sich über einen Seilerbedarf-, Korbwaren- und Kinderwagenladen schließlich in ein Spielwarengeschäft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Der heutige Bau von 1915 ist ein dreigeschossiges, traufständiges Wohn- und Geschäftshaus mit einer Putzfassade in schlichtem Jugendstil. Im 1. Obergeschoss befindet sich ein halbrunder Erker in der zweiten Achse von links, über dem Ladeneingang im Erdgeschoss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1914 abgebrochene Vorgängerbau war ein giebelständiges Fachwerkhaus von 1663, ein Vierständerbau mit Mitteldiele und einer zweigeschossigen Utlucht links, die weit in den Straßenraum ragte. Der Torbogen mit der Bauinschrift von 1663 und ein älteres Dielentor mit zweiteiliger Fußgängertür waren noch erhalten. Im Fachwerk rechts vom Dielentor waren die tragenden Hauptständer (Dielen- und Eckständer) durch einseitige Koppfbänder hervorgehoben. Das Giebeldreieck, zuletzt in der unteren Hälfte aus Fachwerk und in der oberen Hälfte verbrettert, war auf kleinen Balkenköpfen vorgekragt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogeninschrift: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ANNO 1663 DEN 10. JULI HABEN DIESES HAUS BAUWEN LASSEN JURGEN SUNDERMAN UNDT ILSABEIN BADE&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jobst Bade (1726)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Henrich Baade (1800)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Witwe Bade (1822)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Stüker (1826)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Räker/Reeker/Redecker (1844)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Simon Höring (1859)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seilermeister Henrich Siekmann sen. (1860)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seilermeister Heinrich Siekmann jun. (1898)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaufmann Walter Siekmann (1928)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erinnerungen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Clara-Arabin Welchert schilderte in ihren Jugenderinnerungen, den Lagenser Straßenzügen folgend, zahlreiche Häuser und Menschen der Kernstadt; ihre lebhaften Beschreibungen umfassen i.d.R. einen Zeitraum zwischen 1890 und 1920.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das Seiler Siekmann&#039;sche Haus, Bergstraße 19, war ein altes schönes Fachwerkhaus aus dem Jahre 1663 mit einem vorspringenden Erker, der weit in die Gehbahn ragte. Das Haus hatte noch die alte zweiteilige Hekentür. Im Innern des Hauses, auf der „Deele&amp;quot;, hingen lange Seile an den Wanden. Der alte Seilermeister war ein äußerst fleißiger Mann, der sein Gewerbe mit Umsicht und Ausdauer betrieb.&lt;br /&gt;
Ja, längs der Friedhofsmauer in der Eichenallee war der alte Handwerksmeister dabei, dicke Seile zu drehen. Hier ging er, mit einer blauleinenen Schürze angetan, in welcher sich Flachs und Hede befanden, längs der Friedhofsmauer auf und ab, von seinem Seilerhäuschen, das sich am oberen Ende der Bahn befand, bis ans untere Ende, wo sich eine Haspel oder ein Kreuz befand.&lt;br /&gt;
Für unsere Jugend war dies eine recht interessante Beschäftigung, man sah gern dem alten Seilermeister mit seinen Silberlocken bei seiner Arbeit zu. Als die Anlage einer Gehbahn an der Bergstraße akut wurde, und der Siekmann&#039;sche Erker im Wege war, kaufte die Stadt im Januar 1914 den Erker an.&lt;br /&gt;
Nach dem Abbruch des alten Hauses im Jahre 1914 wurde sofort mit einem Neubau begonnen. Durch die Kriegsereignisse verzögerte sich jedoch die Fortführung des Baues derart, daß der Rohbau erst im Jahre 1918 fertig wurde. Als der alte Herr das Zeitliche gesegnet hatte, wurde von seinen Erben der heutige Bau errichtet. Das Handwerk der alten Seilerzunft war mit ihm in unserem Städtchen erloschen. Die Nachfolger widmeten sich mehr dem Verkauf von Kinderwagen und Spielsachen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Arabin-WelchertErinnerungen1962}}, S. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Siekmann: Das Haus Siekmann an der Bergstraße und seine Nachbarschaft am „Ehlentruper Gang“. In: Historisches Jahrbuch Lage 2019, Lippe Verlag 2019, S. 71-92.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hausakten, Grundbücher u. Kataster im LAV NRW OWL&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Akten aus Privatbesitz u. Stadtarchiv Lage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60793</id>
		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2026-05-24T18:26:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Bildunterschrift ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Grundrissskizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Hof Ottomeyer vor 1893, Grundrissskizze (Norden links). Von oben nach unten: Maschinenfabrik, Wohnhaus mit Kuhstallanbau und Ziergarten (abgebrannt 1893), Hofraum mit Pferdestall (rechts) und Leibzucht (unten, 1914 nach Norden verlängert, erhalten). Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Wohnhaus und Garten, Skizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Hof Ottomeyer, Wohnhaus, Südansicht mit Saalanbau (links) und Ziergarten, Zustand vor dem Brand von 1893. Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit Flur und Kammerfach sowie einem später seitlich angebauten Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) des 19. Jh., Wohnteil mit Flur und Kammerfach, nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}} &lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60790</id>
		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60790"/>
		<updated>2026-05-24T18:21:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Bildunterschrift ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Grundrissskizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Hof Ottomeyer vor 1893, Grundrissskizze (Norden links). Von oben nach unten: Maschinenfabrik, Wohnhaus mit Kuhstallanbau und Ziergarten (abgebrannt 1893), Hofraum mit Pferdestall (rechts) und Leibzucht (unten, 1914 nach Norden verlängert, erhalten). Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Wohnhaus und Garten, Skizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Hof Ottomeyer, Wohnhaus, Südansicht mit Saalanbau (links) und Garten, Zustand vor dem Brand 1893. Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit Flur und Kammerfach sowie einem später seitlich angebauten Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) des 19. Jh., Wohnteil mit Flur und Kammerfach, nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}} &lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60467</id>
		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2026-05-21T13:43:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Abbildung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Grundrissskizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Hof Ottomeyer vor 1893, Grundrissskizze (Norden links). Von oben nach unten: Maschinenfabrik, Wohnhaus mit Kuhstallanbau (abgebrannt 1893), Pferdestall (rechts), Leibzucht (unten, 1914 nach Norden verlängert, erhalten). Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Wohnhaus und Garten, Skizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Hof Ottomeyer, Wohnhaus, Südansicht mit Saalanbau (links) und Garten, Zustand vor dem Brand 1893. Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit Flur und Kammerfach sowie einem später seitlich angebauten Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) des 19. Jh., Wohnteil mit Flur und Kammerfach, nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}} &lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Hof_Ottomeyer,_Wohnhaus_und_Garten,_Skizze_Karoline_Sch%C3%BCerhoff,_geb._Ottomeyer.jpg&amp;diff=60466</id>
		<title>Datei:Hof Ottomeyer, Wohnhaus und Garten, Skizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg</title>
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		<updated>2026-05-21T13:42:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hof Ottomeyer, Wohnhaus, Südansicht und Garten, Zustand vor dem Brand 1893. Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60465</id>
		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Grundrissskizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Hof Ottomeyer vor 1893, Grundrissskizze (Norden links). Von oben nach unten: Maschinenfabrik, Wohnhaus mit Kuhstallanbau (abgebrannt 1893), Pferdestall (rechts), Leibzucht (unten, 1914 nach Norden verlängert, erhalten). Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit Flur und Kammerfach sowie einem später seitlich angebauten Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) des 19. Jh., Wohnteil mit Flur und Kammerfach, nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2026-05-21T13:37:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
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|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Grundrissskizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Hof Ottomeyer vor 1893, Grundrissskizze (Norden links). Von oben nach unten: Maschinenfabrik, Wohnhaus mit Kuhstallanbau (abgebrannt 1893), Pferdestall (rechts), Leibzucht (unten, 1914 nach Norden verlängert, erhalten). Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit Flur und Kammerfach sowie einem später seitlich angebauten Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) des 19. Jh., Wohnteil mit Flur und Kammerfach, nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}} &lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60463</id>
		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60463"/>
		<updated>2026-05-21T13:35:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Abb.-Format geändert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Grundrissskizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Hof Ottomeyer vor 1893, Grundrissskizze (Norden links). Von oben nach unten: Maschinenfabrik, Wohnhaus mit Kuhstallanbau (abgebrannt 1893), Pferdestall (rechts), unten die erhaltene Leibzucht (verlängert 1914). Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit Flur und Kammerfach sowie einem später seitlich angebauten Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) des 19. Jh., Wohnteil mit Flur und Kammerfach, nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}} &lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60462</id>
		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2026-05-21T13:32:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */ Abbildung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Ottomeyer, Grundrissskizze Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer.jpg|mini]|Wellentrup, Hof Ottomeyer vor 1893, Grundrissskizze (Norden links). Von oben nach unten: Maschinenfabrik, Wohnhaus mit Kuhstallanbau (abgebrannt 1893), Pferdestall (rechts), unten die erhaltene Leibzucht (verlängert 1914). Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit Flur und Kammerfach sowie einem später seitlich angebauten Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) des 19. Jh., Wohnteil mit Flur und Kammerfach, nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}} &lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Datei:Hof_Ottomeyer,_Grundrissskizze_Karoline_Sch%C3%BCerhoff,_geb._Ottomeyer.jpg&amp;diff=60456</id>
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		<updated>2026-05-21T13:27:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Hof Ottomeyer, Grundriss vor dem Brand 1893 (Norden links). Oben Wohnhaus (abgebrannt 1893), unten die erhaltene Leibzucht (verlängert 1914). Gedächtnisskizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest, ca. 1956.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60447</id>
		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2026-05-21T11:47:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Gebäude, Baugeschichte ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit Flur und Kammerfach sowie einem später seitlich angebauten Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) des 19. Jh., Wohnteil mit Flur und Kammerfach, nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}} &lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2026-05-21T11:43:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */Hofgeschichte ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1903 wurde der Hof Ottomeyer in Wellentrup an die Landwirtswitwe Hagedorn aus Großenmarpe verkauft, seitdem Hof Hagedorn, Wellentrup Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Hagedorn Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit späterem seitlich angebautem Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Zweistöckiges Fachwerk-Dielenhaus aus dem 19. Jh., nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60445</id>
		<title>Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_74-76_(Wellentrup)&amp;diff=60445"/>
		<updated>2026-05-21T11:39:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */Text aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94073, 9.02207&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Am westlichen Ortseingang von Wellentrup liegt der frühere Hof Ottomeyer Nr. 4, 1857 übernahm dieser die Nr. 1 vom 1845 aufgelösten und angekauften [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meierhof]]. 1903 kaufte die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe den Hof Ottomeyer in Wellentrup, seitdem Hof Hagedorn Nr. 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehnnächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen mussste), 1829 gemeiner Vollmeier (bückeburgische Nr. 10). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hof Ottomeyer entstand vermutlich im Hochmittelalter durch Abtrennung von dem älteren Wellentruper Meierhof. Wie dieser gehörte er zur Grundherrschaft des Bendediktinerinnenklosters Gehrden (Kreis Höxter). Der alte Hofname Otto wurde um 1700 mit der Berufsbezeichnung -meyer verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
1866 erhielt Friedrich Ottomeyer eine Konzession zu einem Lohndresch- und Sägebetrieb mit zwei englischen Dampflokomobilen, die er ein Jahr zuvor für 6.000 Taler erworben hatte. Die &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; begann schon bald mit dem Handel sowie der Reparatur und dem Bau von Lokomobilen und Dreschmaschinen in der hofeigenen Schmiede und Maschinenfabrik - als eine der ersten in Westfalen. 1877 verlegte Ottomeyer die Maschinenfabrik nach Steinheim, wo es einen Eisenbahnanschluss gab. Die Firma F. Ottomeyer, Steinheim bestand als Landmaschinenhandel und Autohaus noch bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 1, Molkerei 1938.jpg|mini|Im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer (Istruper Str. 74) befand sich von 1888 bis 1949 die Molkerei Wellentrup (abgebrochen 2014). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014), 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
[[Datei:1734725691867.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Betriebsräume und Buttertrommel (unten). Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Gnade, Zurheide, Meier um 1937.jpg|mini|Molkerei Wellentrup, Butterei. Lehrlinge Fritz Gnade und Walter Zurheide, Molkereigehilfe Meier. Foto von 19387]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, F. Liese um 1955.jpg|mini|Molkereifacharbeiter Friedel Liese bei der Abfüllung von &amp;quot;honny-ponny&amp;quot;, einem Erfrischungsgetränk aus Buttermilch und Zitronenlimonade. Friedel Liese war von 1977 bis 1990 Ortsvorsteher in Wellentrup. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Haupthaus, erbaut nach Brand 1743&#039;&#039;&#039; (abgebrannt 1893): Großes Fachwerk-Dielenhaus (Vierständerbau) mit späterem Kuhstallanbau, Wohnteil mit späterem seitlich angebautem Saal. Ziergarten mit Grotte vor dem Südgiebel (nach Skizze von Karoline Schüerhoff, geb. Ottomeyer, Soest).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht (heutiges Wohnhaus, Istruper Str. 76):&#039;&#039;&#039; Zweistöckiges Fachwerk-Dielenhaus aus dem 19. Jh., nach Brand des Haupthauses 1893 zum Pächterwohnhaus umgebaut. 1914 um 4,5 m nach Norden erweitert (Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Rückseite 2008.jpg|mini|Wellentrup, ehem. Hof Ottomeyer Nr. 1. Als ältestes Gebäude des Hofes war noch bis 2014 ein früherer Kornspeicher von 1819 erhalten. Er lag versteckt an der Rückseite der &amp;quot;alten Molkerei&amp;quot; und wurde mit dieser 2014 abgerissen. Foto: Heinrich Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 74, Ziegel mit Jahreszahl 2008.jpg|mini|Der frühere Kornspeicher besaß in einem Gefach des Giebels einen Backstein mit der eingeritzten Datierung &amp;quot;ANNO 1819&amp;quot;. Foto: Stiewe 2008]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Zweistöckiger Fachwerkbau mit Backsteinausfachung (Datierung auf Inschriftziegel). Um 1865 als Hintergebäude mit der Maschinenfabrik verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ehem. Maschinenfabrik, ab 1888 Molkerei (Istruper Str. 74)&#039;&#039;&#039; (abgebrochen ca. 2014): Untergeschoß massiv, Obergeschoß Fachwerk mit Brettverschalung, erbaut um 1865. 1922 neue Kesselanlage und Aufstockung der Wohnung über dem Pferdestall (Anbau rechts; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1911 Ausbau zu einer großen &#039;&#039;&#039;vierseitigen Hofanlage:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune, erbaut 1911:&#039;&#039;&#039; Großer Bruchsteinbau mit vier Durchfahrten, erbaut nach Brand des alten Pferdehauses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Stallgebäude von 1912:&#039;&#039;&#039; Langgestreckter Bruchsteinbau mit Drempel und &amp;quot;preußischen Kappengewölben&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Schmiede mit Hühnerstall und Backofen von 1919:&#039;&#039;&#039; Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Krüppelwalmdach (Maurermeister Rose aus Brüntrup; Bauakte).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kornspeicher von 1819&#039;&#039;&#039; (abgebrochen 2002): Backstein mit vor dem Brand eingeritzter Jahreszahl &#039;&#039;1819&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Otten Hencke&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Ottenhenken&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1497 &#039;&#039;Ottenhanß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Noltte Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1545ff. &#039;&#039;Johann Otto&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1570-75	Johann Otto oo Ilse NN (+ 1599, Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1592 &#039;&#039;Johann Otten hatt zwo seiner Bruder für große Knechte und Fredrich zimmert&#039;&#039; (Zweitfassung: &#039;&#039;und der dritte ein Zimmermann&#039;&#039;) (Einwohnerliste, E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1596 &#039;&#039;Johan Otten hatt seiner Kinder einem den Hoff überlassen&#039;&#039; (GoG); Johann Otto (Sohn) oo NN Niederbracht aus Siebenhöfen; 1608 &#039;&#039;Johan Othe, Vollspänner&#039;&#039; + (GoG; hinterläßt Brautschatz bei Niederbracht, Siebenhöfen); 1614, 1616 Ottesche, Friedrich Otto (Viehschatzregister, V)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618 &#039;&#039;Johann Otte&#039;&#039; (L); 1620 &#039;&#039;Johan Otten, ein Volspenner, aber arm&#039;&#039; (E)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26	Johann Otto oo NN Meyer zu Kleinenmarpe; &#039;&#039;Meyer zu Kleinenmarpe bringt seine Tochter auf Ottens Gut zu Wellentrup&#039;&#039;, Brautschatz: 200 Taler (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1636/37 oo II.: &#039;&#039;Johan Möning&#039;&#039; (Mönch, von Wellentrup Nr. 2) &#039;&#039;ziehet zur Ottingschen uff ein Halbspennerguth&#039;&#039; (GoG), wird Johann Otto (+ 1653/54, GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644: Johann Otto (28 J.), Frau Anna (32 J.) &#039;&#039;von Lütken Marpe außm Meyerhoefe daselbsten burtig&#039;&#039; (Salbuch) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661/62 &#039;&#039;der alte Otto hat Annen im Brocke Hoppenplockers Gutgen gekaufft&#039;&#039; (GoG), wird Johann im Bruche, genannt Alter Otto (Hoppenplöcker, siehe Nr. 12)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1656 &#039;&#039;Hans Otto, welcher dazumahl unbeweibt gestorben, gleichwohl die Güter abgetreten, doch mit seinem Stieffvatter noch Haus gehalten, an seinen Disch gangen undt sein Bruder Herman nunmehr solche Güter auch angetretten, und gantz dem Stieffvatter abgesondert, gleichwoll noch nicht geheiratet...&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1657 Hermann Otto (Sohn des Johann Otto) oo Anna Tölle aus Herrentrup; &#039;&#039;Johan Tölle zu Herntrup hat seine Dochter an Hermen Otten verehelicht&#039;&#039; (GoG) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Anna Otte 2. oo Frerich Brand aus dem Ruhensiecke, Amt Schwalenberg (GoG), wird Johann Friedrich Otto. 1699 er oo II. Clara Cathrina Otto aus dem Bruch, Wellentrup; 1715 sie oo II. Hans Friedrich Meyer zu Siebenhöfen, zieht zu ihm auf seinen freyen Hoff (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1697/98	Johan Henrich Otto (Sohn des Hermann Otto) oo Anna Margreta des Meiers Tochter aus Wellentrup (GoG). 1707/08 sie oo II. Johann Laumann (Lohmeyer) aus Wellentrup (Nr. 3), wird Otto (-meyer). 1715 Weyl. Johan Otto nachgel. Witwe oo II. Johan Gerd Nieman von Herrentorff (GoG), wird Gerdt Ottemeyer (S 1721). 1746 er oo II. Witwe Agnete Stiewe, Wellentrup (Nr. 5)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722 Johann Berend Ottomeier (Sohn aus 1. Ehe) oo Anne Ilsabein Stieve, Wellentrup (Nr. 5); Johan Berend Ottomeier nimt seine elterlichen Güter an (GoG). 1746 er oo II. Anna (Maria) Magdalena Klingenmeyer aus Billerbeck; 1758 sie oo II. Johnann Friedrich Platena(u) aus Istrup, wird Ottomeyer; 1776 er oo II. Witwe Marlena Elisabeth Kayser aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1743 Dorfbrand vom 9. Mai: Wohnhaus, Leibzucht und Schoppen abgebrannt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 1769 Johann Philipp Konrad Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Maria Elisabeth Kaup aus Belle&lt;br /&gt;
1794 Johann Heinrich Philipp Ottomeyer oo Catharina Wilhelmine Meyer zu Bentrup (Amt Detmold); 1817 verfasst Ottomeyer einen Aufruf &#039;&#039;an meine Vatterlands Bauern&#039;&#039;. 1803 er oo II. Wilhelmine Henriettte Brunsiek vom Hof Brunsiek bei Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834 Johann Friedrich Carl Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Wilhelmine Caroline Dickewied aus Oberschönhagen. 1845 Ankauf des Meierhofes in Wellentrup (Nr. 1); 1857 Zusammenlegung der Höfe Nr. 4 und Nr. 1. 1857 er oo II. Caroline Julie Meier Barthold aus Leese-Wittigenhöfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 Johann Bernd Friedrich Ottomeyer (Sohn aus 1. Ehe) oo Sophie Friederike Meier zu Kleinenmarpe, später Niedermeier zu Brüntrup, Hofübergabe. 1866 Konzession zum Lohnbetrieb von Dampflokomobilen (Dreschen, Holzsägen), später Landmaschinenhandel und Maschinenfabrik. 1877 Verlegung der Maschinenfabrik und Umzug der Familie nach Steinheim. Nach dem Tode von Friedrich Ottomeyer 1884 Verpachtung des Hofes an Wilhelm Ermgassen aus Greste und Ankauf des Nachbarhofes Hagedorn (Nr. 7). 1888-1949 Molkerei Wellentrup im Gebäude der früheren Maschinenfabrik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 Witwe Friederike Ottomeyer, geb. Meier, Steinheim. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Nr. 1: (Ottemeier, F.). Ermgassen, Wilhelm, Gutspächter. Molkerei Wellentrup e.G.m.u.H.: Mische, Karl, Molkerei-Inspektor; Stiewe, August, Milchfuhrmann (stammte wohl von Nr. 26). Nr. 4: (Ottemeier, F.; die Nr. 4 war inzwischen auf den alten Meierhof Nr. 1 übertragen worden) Ammann, Jakob, Schweizer; Tegt, Fritz, Schweinemeister (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903 Verkauf der Höfe Nr. 1 und 7 an die Landwirtswitwe Henriette Hagedorn aus Großenmarpe, Bewirtschaftung mit ihren Brüdern Wilhelm Meier zu Biesen und Friedrich Meier zu Oestrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Hermann Hagedorn oo Frieda Meyer aus Kleinenmarpe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Hagedorn, Herm., Landw. [Tel.] 110 / Molkerei Wellentrup G.m.u.H., [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 280f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}} &lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Woldemarstra%C3%9Fe_12_(Detmold)&amp;diff=59517</id>
		<title>Woldemarstraße 12 (Detmold)</title>
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		<updated>2026-05-13T21:51:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93623, 8.8843&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Nein&lt;br /&gt;
}}1907/08 erbaut, ehem. Quartiernummer A 322.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WegemannAlter1957}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwurf von Johann Berger, Baugesuch vom 15. September 1903 für Karl Retzlaff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 22.12.1982, Nr. A004.&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Woldemarstr12_JK2025.jpg|thumb|Woldemarstraße 12, 2025, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Der zweigeschossige, reichplastische Baukörper, erbaut 1907, mit hohem Mansarddach und betontem Eckmotiv der spitzwinkeligen Fassaden besteht aus einer Mischung&lt;br /&gt;
von spätklassizistischen und Jugendstil-Elementen. Neben dem Fassadendekor ist auch die original erhaltene Innenausstattung (Treppenhaus, Türen, Zargen, Beschläge) denkmalwert. Das Haus hat städtebauliche und kunstgeschichtliche Bedeutung.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;https://geoportal.detmold.de/qwc_web/data/datenablage/denkmal/denkmal_dokumente/bg-a004.pdf&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 Lauhöfer, Steindrucker; Ude, Böttcher; Kleinenhagen, Böttcher.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1909.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Retzlaff, Bildhauer; Corbach, Schneiderin; Bertelsmann, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 Carl Retzlaff, Bildhauer; Minna Corbach, Schneiderin; Marie Bertelsmann geb. Böke, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1914.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 Carl Retzlaff, Bildhauer; Minna Corbach, Schneiderin; August Koch, Schneider.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1916.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 Carl Retzlaff, Zeichenlehrer und Portraitbildner; August Koch, Schneider; Willy Reins, Feldwebel.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1918.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 Carl Retzlaff, Zeichenlehrer und Portraitbildner; August Koch, Schneider; Willy Reins, Feldwebel.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1920.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 Carl Retzlaff, Zeichenlehrer und Portraitbildner; Carl Grete, Stukkateur; Lina Ostermann, Verkäuferin; Henriette Becker, Witwe, Aufwartefrau; Frieda Reins, Ehefrau.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1923.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 Carl Retzlaff, Zeichenlehrer und Portraitbildner; Henriette Becker, Witwe, Aufwartefrau; Margarete Meyer, Stenotypistin; Frieda Reins, Ehefrau; Emilie Verwold, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Landeshauptstadt Detmold, Detmold 1925.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Carl Retzlaff, Zeichenlehrer und Portraitbildner; Henriette Becker, Witwe, Aufwartefrau; Margarete Meyer, Stenotypistin; Frieda Reins, Ehefrau; Emilie Verwold, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal]] [[Kategorie:Johann Berger]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=59394</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=59394"/>
		<updated>2026-05-12T09:16:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */Kleinigkeit ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Nachbarhöfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut, wo sie bis heute erhalten sind. Der am linken Torständer als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – vor diesem traurigen Hintergrund kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder, Memmingen, eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.landtechnik-historisch.de/historische-landmaschinen-von-a-bis-z/o/osterrieder-gesellschaft-mbh-ogm/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58448</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:33:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen. Rechts altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus von 1560/61 (d). Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58447</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:32:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: Bildunterschriften ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen. Links altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus von 1560/61 (d). Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58442</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:21:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen. Links altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus von 1560/61 (d). Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58437</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:20:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: Bildunterschriften korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
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|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen. Links altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58436</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58436"/>
		<updated>2026-04-02T11:15:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58435</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:14:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1704 von Casimir von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58434</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:13:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Baubeschreibung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige ==Wohnhaus==, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten ==Scheune== flankiert, die laut Torbogeninschrift 1704 von Casimir von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige ==Rindviehstall== an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58433</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:55:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58432</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58432"/>
		<updated>2026-04-02T10:54:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift an der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58431</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58431"/>
		<updated>2026-04-02T10:50:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren setzte das Herrscherhaus überall in Lippe gegen z. T. erhebliche Widerstände das reformierte Bekenntnis als dominierende Konfession durch. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei die Inschrift am Torbogen verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über eine weitere Inschrift auf dem Sturzriegel des Torbogens: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen / Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58430</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:46:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei die Inschrift am Torbogen verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über eine weitere Inschrift auf dem Sturzriegel des Torbogens: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen / Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58429</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:45:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei die Inschrift am Torbogen verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über eine weitere Inschrift auf dem Sturzriegel des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen / Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:44:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei die Inschrift am Torbogen verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften auf dem Sturzriegel des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58427</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:43:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */Kleinigkeiten korrigiert und ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei zwei weitere Inschriften verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften auf dem Sturzriegel des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei zwei weitere Inschriften verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf dem Balken zwischen dem zweiten und dritten Stockwert wurde in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlenzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; Addiert ergeben die hervorgehobenen Buchstaben den Zahlenwert 1621. Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften am oberen Teil des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6, sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58425</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58425"/>
		<updated>2026-04-02T10:36:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Baubeschreibung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei zwei weitere Inschriften verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf dem Balken zwischen dem zweiten und dritten Stockwert wurde in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlenzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; Addiert ergeben die hervorgehobenen Buchstaben den Zahlenwert 1621. Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften am oberen Teil des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6, sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58424</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:25:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
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|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, einer der erste reformierte Pfarrer Salzuflens, sein privates Wohnhaus neu gestalten. Besonders die Vorderfront des Gebäudes wurde dabei reich verziert, unter anderem mit einer Inschrift in der Form eines „Cronodistichons“. 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen, in deren Folge zwei weitere Inschriften an dem Gebäude verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf dem Balken zwischen dem zweiten und dritten Stockwert wurde in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlenzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; Addiert ergeben die hervorgehobenen Buchstaben den Zahlenwert 1621. Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften am oberen Teil des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6, sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58423</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:24:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 02. Juni 1605 erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, einer der erste reformierte Pfarrer Salzuflens, sein privates Wohnhaus neu gestalten. Besonders die Vorderfront des Gebäudes wurde dabei reich verziert, unter anderem mit einer Inschrift in der Form eines „Cronodistichons“. 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen, in deren Folge zwei weitere Inschriften an dem Gebäude verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf dem Balken zwischen dem zweiten und dritten Stockwert wurde in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlenzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; Addiert ergeben die hervorgehobenen Buchstaben den Zahlenwert 1621. Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften am oberen Teil des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6, sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58422</id>
		<title>Währentruper Straße 88 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58422"/>
		<updated>2026-04-02T10:22:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte (nach Krawinkel 1914) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Währentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=88&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.95181, 8.7216&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Unter dieser Adresse findet sich der Hof Krawinkel, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 2.&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Osten.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Stapelage (Osten), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Westen.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Währentrup (Westen), links Reithallen, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Krawinkel.jpg|mini|Hof Krawinkel - heute Reiterhof/Reitanlage: Wohnhaus; seitlich Wirtschaftsgebäude, diese großenteils als Pferdeställe genutzt, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel Leibzucht.jpg|mini|Hof Krawinkel, ehemaliges Leibzuchtshaus von 1834, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte (nach Krawinkel 1914)==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Grafen von Ravensberg Grundherren des Hofes Krawinkel, was aus einem Erbvertrag von 1226 hervorgeht. Auf nicht belegte Weise ist der Hof dann bald nach der Gründung des Stiftes St. Marien zu Bielefeld (1293) zu dessen Eigentum geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1418 liegt der früheste Meierbrief des Hofes vor, der hier an einen Hermann, Sohn des Meiers zum Uphofe, vergeben wird. Dergleichen Dokument ist nach langer Pause wieder von 1476 erhalten; hier werden Deppe zum Krawinkel und seine Frau Aleke als neue Hofbesitzer (= Pächter) genannt. Sie sind „neue Leute“, waren zuvor dem Kloster Marienfeld eigen  -  sind also keine Nachfahren ihrer Vorgänger auf dem Hof. 1547 besitzt wiederum ein Hermann zum Krawinkel den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 beginnt mit dem Aufzug des freien Hans Nieweg aus Lieme als Meier zum Krawinkel erstmals eine Periode von mehr als hundert Jahren, in der nachweislich mehrere Generationen einer Familie nacheinander den Hof Krawinkel besitzen. Tüchtige Meier und gute Zeiten lassen den Hof bis in die frühen Jahre des Dreißigjährigen Krieges gedeihen, dann wird beides  -  die Meier und die Zeiten  -  merklich schlechter: In den 1630er Jahren kann die Pacht nicht vollständig gezahlt werden, Schulden auf dem Hof sammeln sich an. Missernten kommen hinzu und verschlechtern die wirtschaftliche Situation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 übergibt Hans (III) den Hof an seinen Sohn Christoph, der nach Aug. Kr. als engagiert und bemüht, aber auch als in seinen Fähigkeiten begrenzt angesehen werden kann. Die einheiratende Meierin bringt zwar eine ansehnliche Mitgift von 400 Talern auf den Hof, die allerdings nur zum kleineren Teil sofort gezahlt wird. Mit den Jahren wird die Situation stetig schlimmer: Die Gläubiger drängen auf Zahlung, unterlassene Reparaturen führen zu verfallenden Gebäuden, Vieh wird in der Not veräußert, Äcker können mangels Saatgut nicht bestellt werden, Wald wird ohne Rücksicht auf die Zukunft abgeholzt  -  die Wirtschaft des Hofes geht zurück, die Schulden aber steigen weiter. Schließlich steht der Hof mit der damals ungeheuren Summe von mehr als 4000 Talern in der Kreide, und der Grundherr und zugleich größte Gläubiger  -  das Kapitel in Bielefeld  -  entschließt sich, ein Abmeierungsverfahren gegen Christoph einzuleiten. Nach sechs Prozessjahren wird 1689 die Abmeierung vollzogen; Christoph muss seine letzten Lebensjahre auf die Leibzucht und  von dort seinen bisherigen Hof unter der Regie eines neuen, fremden Meiers miterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Johann Berend Niebuhr ist wohl ein passender Mann für die herausfordernde Aufgabe als Meier (d.h. fähiger und hart arbeitender Sanierungsmanager) für den Hof Krawinkel gefunden, der zuvor als Konduktor (Verwalter/Geschäftsführer) des Meierhofes Dahlhausen bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Seine ersten Meierjahre nutzt er, den Zustand des Hofes Schritt für Schritt zu verbessern; an das Abtragen der enormen Schulden ist erst danach zu denken. Ein jähes Ende nehmen diese Anstrengungen, als Niebuhr 1703 plötzlich verstirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Folgejahr 1704 findet sich als Interimswirt der erst 24-jährige Johann Wilhelm Abhüpf aus dem Ravensbergischen, der die hinterbliebene Witwe mit sechs Kindern und hohen Schulden heiratet und 400 Taler Brautschatz auf den Hof bringt. Abhüpf ist nach dem Urteil Aug. Kr.s ein der Familie zugewandter harter Arbeiter, hat aber leider nicht die erforderliche Übersicht zur Administration eines größeren Hofes in schwieriger Lage. Die frühere Schuldenwirtschaft reißt wieder ein; Gläubiger und Prozesse fordern Energien, die der Hof brauchen würde. Nach zehn Jahren häufen sich die Pachtrückstände so stark, dass sich das Kapitel in Bielefeld entschließt, den Interimswirt Abhüpf und auch die auf dem Hof sitzende Familie Niebuhr abzumeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will in den folgenden Jahren/Jahrzehnten nicht so recht gelingen aus zwei Gründen: Zum einen führt die später auf die Leibzucht verwiesene Familie Niebuhr/Krawinkel über Jahre einen regelrechten Kleinkrieg gegen Jedermann, der irgendetwas von Ländereien, Gebäuden oder Inventar nutzen will. Der Hof kann dadurch nicht verpachtet oder anderweitig genutzt werden. Zum anderen besteht eine sehr spezielle rechtliche Konstellation: Das Kapitel versucht natürlich, die Abmeierung auf dem Rechtswege durchzusetzen. Die dafür in Anspruch genommenen lippischen Stellen wie Gerichte und Regierung erweisen sich aber als zögerlich und begrenzt motiviert, gegen lippische Untertanen zugunsten auswärtiger Grundherren vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 tritt Abhüpf von seinem Meierrecht zugunsten seines 25-jährigen Stiefsohnes Henrich Behrend zurück. Diesem gelingt eine einträgliche Heirat, das Kapitel stimmt zunächst zu. Das junge Meierpaar hat aber bald sehr schlechte Jahre: Etliches Großvieh verreckt, Missernten treten auf. Obwohl der Schwiegervater finanziell hilft, kommt es bald wieder zu Rückschritten, 1723 erreicht das Kapitel formal die erneut betriebene Abmeierung, wogegen die auf die Leibzucht gedrängte Familie allerdings klagt. Die Schwebesituation mit kleinkriegsartigen Begleitumständen zieht sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 werden Henrich Behrend Niebuhr/Krawinkel und sein jüngerer Bruder Johann Tönnies in Bielefeld von preussischen Werbern mit List und/oder Gewalt dazu gebracht, in die preussische Armee einzutreten, wo der jüngere Bruder den Rest seines Lebens dient und im fernen Perleberg ansässig wird, während Henrich Behrend nach 8 Jahren desertiert und auf den Hof zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vergleichsverhandlungen mit dem wohl inzwischen auch zermürbten Kapitel in Bielefeld kann er Zugeständnisse (Freijahre und Reduzierung der aufgelaufenen Pachtschulden) erreichen und wird im Februar 1737 in aller Form erneut als Meier auf dem Hof Krawinkel eingeführt. Nun endlich kann er den ererbten Hof wieder aufbauen und voranbringen. Der Begräbniseintrag nach diesem bewegten Leben im Kirchenbuch Stapelage vom 24. Februar 1751 beginnt: &#039;&#039;Henrich Bernhard Meyer zum Krawinkel, alt 59 Jahr weniger 2 Monathe. Weilen derselbe anfänglich in trüben et elenden Umbständen gewesen, hernach aber von Gott reichlich gesegnet worden   .   .   . &#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nach Henrich Bernhard übernimmt seine Witwe Anna Elisabeth für zehn Jahre die Regie auf dem Hof; erst nach ihrem Tod Anfang 1761 ehelicht der Anerbe Johann Christoph die Schwester Anna Ilsabein des Halbmeiers Gees in Hörste und tritt in die Verantwortung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die weitere Geschichte des Hofes Krawinkel verläuft in geordneten Bahnen, existentielle Krisen wie im Jahrhundert davor zahlreich, bleiben nach Aug. Kr. nun aus. Die Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts, aber auch wenig sichtbare, aber wichtige  Verbesserungen wie die Installation einer umfassenden Drainage der vielen zu feuchten Flächen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich die bauliche Erneuerung gegen dessen Ende werden von Aug. Kr. beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur jüngeren Geschichte ist anzufügen, dass sich der Hof Krawinkel in den letzten Jahrzehnten zum Pferde-/ Reiterhof gewandelt hat. Insbesondere an Wochenenden herrscht lebhafter Betrieb. Pferde, mehr noch Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber, auch zahlreiche Pferdeanhänger prägen das Bild. [http://reiterhof-krawinkel.de/Fotoalbum/ &#039;&#039;&#039;Reiterhof Krawinkel: Fotoalbum&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1640 gab es zu jener Zeit auf dem Hof Krawinkel &#039;&#039;3 gebuwete vnnd ein backhauß, dazu 2 dieche zu 200. Karp&#039;&#039;(f)&#039;&#039;en zusammen&#039;&#039;. Im Salbuch 1685 wird das Gleiche vermerkt. 1731 werden 5 Gebäude genannt; im Messbuch von 1752/53 und in den Salbüchern 1781 und 1829 wird genauer spezifiziert: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schafstall und Schoppen. 1855 wird nur Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aug. Kr. sind die Gebäude des Hofes Krawinkel in den von Konflikten, Nöten und Niedergang geprägten hundert Jahren (ca. 1650 – ca. 1750) sämtlich derart ruiniert worden, dass sie von Meier Johann Christoph in den ersten besseren Jahrzehnten ersetzt/neu erbaut werden mussten. Nach mehr als 100-jähriger Nutzung und auch wegen veränderter Bedarfe/Wirtschaftsweisen hat dann nach Aug. Kr. im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder eine umfassende Erneuerung der Hofgebäude stattgefunden. Dabei ist auch das frühere Meierhaus, nach Aug. Kr. ein 1742 erbautes mächtiges niedersächsisches Längsdielenhaus, Mitte der 1890er Jahre abgebrochen und durch getrennte Baulichkeiten für Mensch und Vieh ersetzt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige bauliche Maßnahmen aus den Jahren 1880 bis 1905 sind aus angezeigten Gebäudesteuer-Veränderungen zu ersehen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885	Kornhaus  (massiv / Ziegeldach / Zustand mittel)  diente zur Aufbewahrung von Korn  I  Abbruch&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1885	Leibzucht  (  Fachwerk / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  2 heizbare Stuben, . . . Boden u. Stallung  I  Vergrößerung&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1886	Dreschhaus mit Anbau (massiv / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  Wagenremise als Anbau an das Dreschhaus mit Anbau  I  Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891	Viehhaus  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1900  	Viehhaus  I  Vorbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900	Kotten  I  Neubau&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1901	Schweinehaus  I  Abbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Wohnhaus  I  verbessert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Feldscheune  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor/um 1900 entstandenen heutigen Gebäude grenzen von drei Seiten einen nahezu quadratischen Hofplatz an der Währentruper Straße ein  -  das Wohnhaus der Straßenseite gegenüber hinter dem Platz, die Wirtschaftsgebäude links und rechts davon. Einzig ein verbliebenes Fachwerkhaus von 1834  -  wohl die 1885 vergrößerte Leibzucht  -  liegt (von der Straße aus rechts) hinter den U-förmig arrangierten neueren Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die jüngste Nutzungsänderung/Entwicklung des Hofes in den letzten Jahrzehnten zu einem ausgeprägten Reiterhof hat bauliche Spuren hinterlassen: Zwei große Reithallen hinter dem Hof fallen ins Auge; in den meisten Wirtschaftsgebäuden und dem Fachwerkhaus sind Pferde bzw. Pferdeställe erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
IM JAHRE 1834 DEN 18 TEN JUNIUS HAT ADOLPH LUDEWIG KRAWINKEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GEBOHRNER BRINKMEIER AUS HARDISSEN UND CONRADINE FRIEDERIKE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
VOGELSANG DIESES HAUS MIT GOTT UND BEIHILFE IHRER KINDER BAUEN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
LASSEN SPRÜCHE KP 24 V 27 UND KP 28 V 10 RICHTE DRAUSSEN DEIN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GESCHÄFT AUS UND BEARBEITE DEINEN ACKER DANACH BAUE DEIN HAUS&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WährentruperStraße88_021011_1.jpg|thumb|Torbogen des Hofes Hörste ehem. Nr. 2, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meier des Hofes Krawinkel und ihre Familien (u. a. nach Aug. Kr.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. 	1418 erwähnt:	Hermann von dem Uphofe (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	1476 erwähnt:	Deppe mit seiner Frau Aleke (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	1547 erwähnt:	Hermann (ist Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	1552 – ca. 1590	Hans Nieweg aus Lieme (= Hans Meier zum Krawinkel I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
* Hans II (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	ca. 1590 – 1620	Hans Meier zum Krawinkel II (Sohn des Vorangehenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet vor 1620 a. d. Hachhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jobst (später Bürger in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans III (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	1620 – 1661		Hans Meier zum Krawinkel III, † 1667 (Sohn des Vorangehenden, ∞ 1621 Ilsabein Barkhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet 1645 auf Hof Kuhlmann in Leese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina (heir. 1656 auf das Gut Röhrentrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	1661 – 1689		Christoph Meier zum Krawinkel 	(1689 abgemeiert)&lt;br /&gt;
(Sohn des Vorangehenden, ∞ Anna Barkholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich (* 1670, 1715 erwähnt als Tischlermeister in Barntrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	1690 – 1703	(Neubemeierung) Johann Berend Niebuhr aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
(* 1655, † 1703),  ∞ 1680 Anna Ilsabein Vinnen (* 1662, † 1738)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Tönnies, * 1685, † 1715&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henrich Berend (Heinrich Bernhard), * 1693&lt;br /&gt;
       	&lt;br /&gt;
* Johann Tönnies (ab 1728 beim preuss. Militär, † 1742 in Perleberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Behrend, * 1702, eigentlicher Anerbe, ∞ vor 1735 Tochter des Ostmann zu Währentrup, lebt später in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	1704 – 1718	(Interimswirt) Johann Wilhelm Abhüpf aus Lensinghausen&lt;br /&gt;
(Ravensberg) (* 1680, † 1729), ∞ 1704 Witwe Anna Ilsabein Krawinkel, geb. Vinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.	1718 – 1723	und	1737 - 1752	Henrich Berend Niebuhr, Meier z. Krawinkel (* 1693, † 1752), Stiefsohn des Vorgängers (1723 abgemeiert, 1728 – 1736 beim preuss. Militär, übernimmt den Hof 1737 erneut), ∞ 1718 Anna Elisabeth Meise aus Hovedissen (* 1692, † 1761)	 												&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Elis., * 1719, ∞ 1754 Joh. Töns Niemann zu Währentrup, † 1792 in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1721, wird Schulmeister in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Christoph, * 1723, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina, * 1725, † 1736&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.	1752 – 1761		(Interim) Witwe Anna Elisabeth Krawinkel, geb. Meise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.	1761 – 1798		Johann Christoph (* 1723 , † 1798), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1761 Anna Ilsabein Gees aus Hörste (* 1731, † 1813)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Ernestine, * 1762, 3 Ehen, † 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Herm Christopher, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Amalia Sophie, * 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon August, * 1770 (Zwill.), † vor 1799&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1770 (Zwill.), Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
						&lt;br /&gt;
13.	1798 – 1813		Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1770, † 1813), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1800 Konradine Vogelsang aus Wellentrup (* 1783, † 1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1801, † 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franziska Konradine Henriette, * 1803&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich August, * 1805, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.	1814 – 1835	(Interimswirt) &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig Brinkmeier aus Hardissen (* 1784, † 1858),  ∞ 1814 Witwe Konradine Krawinkel, geb. Vogelsang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Florentine Charlotte Amalie, * 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karoline Friederike, * 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.	1835 – 1866	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1805, † 1876), Stiefsohn des Vorgängers,&lt;br /&gt;
∞ 1835 Friederike Riekehof aus Wellentrup (* 1811, † 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Joh. Konradine Friederike, * 1836, ∞ 1860 K. A. A. Stenneberg, Papierfabrikant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf Ludwig, * 1839, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich August, * 1843&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich, * 1847, ∞ 1876 in Stapelage, † 1914 in Lage&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Johanne Friederike, * 1849, ∞ 1870 F. A. Günther, Kfm. in Stapelage, † 1901&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Juliane, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Pauline Johanne, * 1853, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.	1866 – 1903	&amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig (* 1839, † 1916), Sohn der Vorangehenden,&lt;br /&gt;
∞ 1867 Johanne Wissmann aus Wissentrup (* 1840, † 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Louise Friederike, * 1867, verehelichte Tellmann in Bad Salzuflen (wurde von den Eheleuten Wissmann in Wissentrup an Kindes statt angenommen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Ludwig, * 1868, † 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilh. Pauline, * 1871, † 1910 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1873, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Martha, * 1876, 1902 Diakonissin in Metz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Friderike, * 1879&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.	1902 – 1946	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1873, † 19xx), Sohn der Vorangehenden, ∞ 1900 Bertha Limperg  (* 18xx)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Margarethe Anneliese Hildeg. Bertha, * 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Kurt, * 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf, * 19xx, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.	1946 – 1971	Adolf, (* 19xx, † 19xx), Sohn der Vorangehenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.	1971 – . . . .	Heinrich, (* 1937, † 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmer, Gottlieb, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sielemann, Christoph, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöppler, Hermann, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf sen., Landw., -&amp;gt; 150 (Oerlinghausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krawinkel, Adolf jun., Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Knecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Hermann, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Adolf, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, Mathilde, Näherin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Uekenpohl) Thies, Minna, Kriegerwitwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier: Krawinkel 1914) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel (* 1881 in Lage, † 1954 in Hamburg), dessen Vater Gottlieb Kr. vom Hof Krawinkel stammte, war ein historisch und genealogisch interessierter Berufschullehrer und -direktor in Detmold und Hamburg. Er hat das umfangreiche Archivgut zu dem Hof ausgewertet und zu einer gleichermaßen präzisen wie spannenden, lebendig geschriebenen Hofgeschichte verarbeitet. Sein genealogischer Nachlass liegt im Detmolder Landesarchiv (LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/Nachlass Heinrich August Krawinkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Währentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58421</id>
		<title>Währentruper Straße 88 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58421"/>
		<updated>2026-04-02T10:22:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Währentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=88&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.95181, 8.7216&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Unter dieser Adresse findet sich der Hof Krawinkel, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 2.&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Osten.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Stapelage (Osten), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Westen.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Währentrup (Westen), links Reithallen, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Krawinkel.jpg|mini|Hof Krawinkel - heute Reiterhof/Reitanlage: Wohnhaus; seitlich Wirtschaftsgebäude, diese großenteils als Pferdeställe genutzt, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel Leibzucht.jpg|mini|Hof Krawinkel, ehemaliges Leibzuchtshaus von 1834, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte (nach Aug. Kr.)==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Grafen von Ravensberg Grundherren des Hofes Krawinkel, was aus einem Erbvertrag von 1226 hervorgeht. Auf nicht belegte Weise ist der Hof dann bald nach der Gründung des Stiftes St. Marien zu Bielefeld (1293) zu dessen Eigentum geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1418 liegt der früheste Meierbrief des Hofes vor, der hier an einen Hermann, Sohn des Meiers zum Uphofe, vergeben wird. Dergleichen Dokument ist nach langer Pause wieder von 1476 erhalten; hier werden Deppe zum Krawinkel und seine Frau Aleke als neue Hofbesitzer (= Pächter) genannt. Sie sind „neue Leute“, waren zuvor dem Kloster Marienfeld eigen  -  sind also keine Nachfahren ihrer Vorgänger auf dem Hof. 1547 besitzt wiederum ein Hermann zum Krawinkel den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 beginnt mit dem Aufzug des freien Hans Nieweg aus Lieme als Meier zum Krawinkel erstmals eine Periode von mehr als hundert Jahren, in der nachweislich mehrere Generationen einer Familie nacheinander den Hof Krawinkel besitzen. Tüchtige Meier und gute Zeiten lassen den Hof bis in die frühen Jahre des Dreißigjährigen Krieges gedeihen, dann wird beides  -  die Meier und die Zeiten  -  merklich schlechter: In den 1630er Jahren kann die Pacht nicht vollständig gezahlt werden, Schulden auf dem Hof sammeln sich an. Missernten kommen hinzu und verschlechtern die wirtschaftliche Situation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 übergibt Hans (III) den Hof an seinen Sohn Christoph, der nach Aug. Kr. als engagiert und bemüht, aber auch als in seinen Fähigkeiten begrenzt angesehen werden kann. Die einheiratende Meierin bringt zwar eine ansehnliche Mitgift von 400 Talern auf den Hof, die allerdings nur zum kleineren Teil sofort gezahlt wird. Mit den Jahren wird die Situation stetig schlimmer: Die Gläubiger drängen auf Zahlung, unterlassene Reparaturen führen zu verfallenden Gebäuden, Vieh wird in der Not veräußert, Äcker können mangels Saatgut nicht bestellt werden, Wald wird ohne Rücksicht auf die Zukunft abgeholzt  -  die Wirtschaft des Hofes geht zurück, die Schulden aber steigen weiter. Schließlich steht der Hof mit der damals ungeheuren Summe von mehr als 4000 Talern in der Kreide, und der Grundherr und zugleich größte Gläubiger  -  das Kapitel in Bielefeld  -  entschließt sich, ein Abmeierungsverfahren gegen Christoph einzuleiten. Nach sechs Prozessjahren wird 1689 die Abmeierung vollzogen; Christoph muss seine letzten Lebensjahre auf die Leibzucht und  von dort seinen bisherigen Hof unter der Regie eines neuen, fremden Meiers miterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Johann Berend Niebuhr ist wohl ein passender Mann für die herausfordernde Aufgabe als Meier (d.h. fähiger und hart arbeitender Sanierungsmanager) für den Hof Krawinkel gefunden, der zuvor als Konduktor (Verwalter/Geschäftsführer) des Meierhofes Dahlhausen bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Seine ersten Meierjahre nutzt er, den Zustand des Hofes Schritt für Schritt zu verbessern; an das Abtragen der enormen Schulden ist erst danach zu denken. Ein jähes Ende nehmen diese Anstrengungen, als Niebuhr 1703 plötzlich verstirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Folgejahr 1704 findet sich als Interimswirt der erst 24-jährige Johann Wilhelm Abhüpf aus dem Ravensbergischen, der die hinterbliebene Witwe mit sechs Kindern und hohen Schulden heiratet und 400 Taler Brautschatz auf den Hof bringt. Abhüpf ist nach dem Urteil Aug. Kr.s ein der Familie zugewandter harter Arbeiter, hat aber leider nicht die erforderliche Übersicht zur Administration eines größeren Hofes in schwieriger Lage. Die frühere Schuldenwirtschaft reißt wieder ein; Gläubiger und Prozesse fordern Energien, die der Hof brauchen würde. Nach zehn Jahren häufen sich die Pachtrückstände so stark, dass sich das Kapitel in Bielefeld entschließt, den Interimswirt Abhüpf und auch die auf dem Hof sitzende Familie Niebuhr abzumeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will in den folgenden Jahren/Jahrzehnten nicht so recht gelingen aus zwei Gründen: Zum einen führt die später auf die Leibzucht verwiesene Familie Niebuhr/Krawinkel über Jahre einen regelrechten Kleinkrieg gegen Jedermann, der irgendetwas von Ländereien, Gebäuden oder Inventar nutzen will. Der Hof kann dadurch nicht verpachtet oder anderweitig genutzt werden. Zum anderen besteht eine sehr spezielle rechtliche Konstellation: Das Kapitel versucht natürlich, die Abmeierung auf dem Rechtswege durchzusetzen. Die dafür in Anspruch genommenen lippischen Stellen wie Gerichte und Regierung erweisen sich aber als zögerlich und begrenzt motiviert, gegen lippische Untertanen zugunsten auswärtiger Grundherren vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 tritt Abhüpf von seinem Meierrecht zugunsten seines 25-jährigen Stiefsohnes Henrich Behrend zurück. Diesem gelingt eine einträgliche Heirat, das Kapitel stimmt zunächst zu. Das junge Meierpaar hat aber bald sehr schlechte Jahre: Etliches Großvieh verreckt, Missernten treten auf. Obwohl der Schwiegervater finanziell hilft, kommt es bald wieder zu Rückschritten, 1723 erreicht das Kapitel formal die erneut betriebene Abmeierung, wogegen die auf die Leibzucht gedrängte Familie allerdings klagt. Die Schwebesituation mit kleinkriegsartigen Begleitumständen zieht sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 werden Henrich Behrend Niebuhr/Krawinkel und sein jüngerer Bruder Johann Tönnies in Bielefeld von preussischen Werbern mit List und/oder Gewalt dazu gebracht, in die preussische Armee einzutreten, wo der jüngere Bruder den Rest seines Lebens dient und im fernen Perleberg ansässig wird, während Henrich Behrend nach 8 Jahren desertiert und auf den Hof zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vergleichsverhandlungen mit dem wohl inzwischen auch zermürbten Kapitel in Bielefeld kann er Zugeständnisse (Freijahre und Reduzierung der aufgelaufenen Pachtschulden) erreichen und wird im Februar 1737 in aller Form erneut als Meier auf dem Hof Krawinkel eingeführt. Nun endlich kann er den ererbten Hof wieder aufbauen und voranbringen. Der Begräbniseintrag nach diesem bewegten Leben im Kirchenbuch Stapelage vom 24. Februar 1751 beginnt: &#039;&#039;Henrich Bernhard Meyer zum Krawinkel, alt 59 Jahr weniger 2 Monathe. Weilen derselbe anfänglich in trüben et elenden Umbständen gewesen, hernach aber von Gott reichlich gesegnet worden   .   .   . &#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nach Henrich Bernhard übernimmt seine Witwe Anna Elisabeth für zehn Jahre die Regie auf dem Hof; erst nach ihrem Tod Anfang 1761 ehelicht der Anerbe Johann Christoph die Schwester Anna Ilsabein des Halbmeiers Gees in Hörste und tritt in die Verantwortung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die weitere Geschichte des Hofes Krawinkel verläuft in geordneten Bahnen, existentielle Krisen wie im Jahrhundert davor zahlreich, bleiben nach Aug. Kr. nun aus. Die Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts, aber auch wenig sichtbare, aber wichtige  Verbesserungen wie die Installation einer umfassenden Drainage der vielen zu feuchten Flächen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich die bauliche Erneuerung gegen dessen Ende werden von Aug. Kr. beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur jüngeren Geschichte ist anzufügen, dass sich der Hof Krawinkel in den letzten Jahrzehnten zum Pferde-/ Reiterhof gewandelt hat. Insbesondere an Wochenenden herrscht lebhafter Betrieb. Pferde, mehr noch Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber, auch zahlreiche Pferdeanhänger prägen das Bild. [http://reiterhof-krawinkel.de/Fotoalbum/ &#039;&#039;&#039;Reiterhof Krawinkel: Fotoalbum&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1640 gab es zu jener Zeit auf dem Hof Krawinkel &#039;&#039;3 gebuwete vnnd ein backhauß, dazu 2 dieche zu 200. Karp&#039;&#039;(f)&#039;&#039;en zusammen&#039;&#039;. Im Salbuch 1685 wird das Gleiche vermerkt. 1731 werden 5 Gebäude genannt; im Messbuch von 1752/53 und in den Salbüchern 1781 und 1829 wird genauer spezifiziert: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schafstall und Schoppen. 1855 wird nur Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aug. Kr. sind die Gebäude des Hofes Krawinkel in den von Konflikten, Nöten und Niedergang geprägten hundert Jahren (ca. 1650 – ca. 1750) sämtlich derart ruiniert worden, dass sie von Meier Johann Christoph in den ersten besseren Jahrzehnten ersetzt/neu erbaut werden mussten. Nach mehr als 100-jähriger Nutzung und auch wegen veränderter Bedarfe/Wirtschaftsweisen hat dann nach Aug. Kr. im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder eine umfassende Erneuerung der Hofgebäude stattgefunden. Dabei ist auch das frühere Meierhaus, nach Aug. Kr. ein 1742 erbautes mächtiges niedersächsisches Längsdielenhaus, Mitte der 1890er Jahre abgebrochen und durch getrennte Baulichkeiten für Mensch und Vieh ersetzt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige bauliche Maßnahmen aus den Jahren 1880 bis 1905 sind aus angezeigten Gebäudesteuer-Veränderungen zu ersehen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885	Kornhaus  (massiv / Ziegeldach / Zustand mittel)  diente zur Aufbewahrung von Korn  I  Abbruch&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1885	Leibzucht  (  Fachwerk / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  2 heizbare Stuben, . . . Boden u. Stallung  I  Vergrößerung&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1886	Dreschhaus mit Anbau (massiv / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  Wagenremise als Anbau an das Dreschhaus mit Anbau  I  Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891	Viehhaus  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1900  	Viehhaus  I  Vorbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900	Kotten  I  Neubau&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1901	Schweinehaus  I  Abbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Wohnhaus  I  verbessert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Feldscheune  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor/um 1900 entstandenen heutigen Gebäude grenzen von drei Seiten einen nahezu quadratischen Hofplatz an der Währentruper Straße ein  -  das Wohnhaus der Straßenseite gegenüber hinter dem Platz, die Wirtschaftsgebäude links und rechts davon. Einzig ein verbliebenes Fachwerkhaus von 1834  -  wohl die 1885 vergrößerte Leibzucht  -  liegt (von der Straße aus rechts) hinter den U-förmig arrangierten neueren Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die jüngste Nutzungsänderung/Entwicklung des Hofes in den letzten Jahrzehnten zu einem ausgeprägten Reiterhof hat bauliche Spuren hinterlassen: Zwei große Reithallen hinter dem Hof fallen ins Auge; in den meisten Wirtschaftsgebäuden und dem Fachwerkhaus sind Pferde bzw. Pferdeställe erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
IM JAHRE 1834 DEN 18 TEN JUNIUS HAT ADOLPH LUDEWIG KRAWINKEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GEBOHRNER BRINKMEIER AUS HARDISSEN UND CONRADINE FRIEDERIKE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
VOGELSANG DIESES HAUS MIT GOTT UND BEIHILFE IHRER KINDER BAUEN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
LASSEN SPRÜCHE KP 24 V 27 UND KP 28 V 10 RICHTE DRAUSSEN DEIN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GESCHÄFT AUS UND BEARBEITE DEINEN ACKER DANACH BAUE DEIN HAUS&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WährentruperStraße88_021011_1.jpg|thumb|Torbogen des Hofes Hörste ehem. Nr. 2, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meier des Hofes Krawinkel und ihre Familien (u. a. nach Aug. Kr.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. 	1418 erwähnt:	Hermann von dem Uphofe (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	1476 erwähnt:	Deppe mit seiner Frau Aleke (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	1547 erwähnt:	Hermann (ist Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	1552 – ca. 1590	Hans Nieweg aus Lieme (= Hans Meier zum Krawinkel I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
* Hans II (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	ca. 1590 – 1620	Hans Meier zum Krawinkel II (Sohn des Vorangehenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet vor 1620 a. d. Hachhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jobst (später Bürger in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans III (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	1620 – 1661		Hans Meier zum Krawinkel III, † 1667 (Sohn des Vorangehenden, ∞ 1621 Ilsabein Barkhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet 1645 auf Hof Kuhlmann in Leese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina (heir. 1656 auf das Gut Röhrentrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	1661 – 1689		Christoph Meier zum Krawinkel 	(1689 abgemeiert)&lt;br /&gt;
(Sohn des Vorangehenden, ∞ Anna Barkholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich (* 1670, 1715 erwähnt als Tischlermeister in Barntrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	1690 – 1703	(Neubemeierung) Johann Berend Niebuhr aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
(* 1655, † 1703),  ∞ 1680 Anna Ilsabein Vinnen (* 1662, † 1738)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Tönnies, * 1685, † 1715&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henrich Berend (Heinrich Bernhard), * 1693&lt;br /&gt;
       	&lt;br /&gt;
* Johann Tönnies (ab 1728 beim preuss. Militär, † 1742 in Perleberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Behrend, * 1702, eigentlicher Anerbe, ∞ vor 1735 Tochter des Ostmann zu Währentrup, lebt später in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	1704 – 1718	(Interimswirt) Johann Wilhelm Abhüpf aus Lensinghausen&lt;br /&gt;
(Ravensberg) (* 1680, † 1729), ∞ 1704 Witwe Anna Ilsabein Krawinkel, geb. Vinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.	1718 – 1723	und	1737 - 1752	Henrich Berend Niebuhr, Meier z. Krawinkel (* 1693, † 1752), Stiefsohn des Vorgängers (1723 abgemeiert, 1728 – 1736 beim preuss. Militär, übernimmt den Hof 1737 erneut), ∞ 1718 Anna Elisabeth Meise aus Hovedissen (* 1692, † 1761)	 												&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Elis., * 1719, ∞ 1754 Joh. Töns Niemann zu Währentrup, † 1792 in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1721, wird Schulmeister in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Christoph, * 1723, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina, * 1725, † 1736&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.	1752 – 1761		(Interim) Witwe Anna Elisabeth Krawinkel, geb. Meise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.	1761 – 1798		Johann Christoph (* 1723 , † 1798), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1761 Anna Ilsabein Gees aus Hörste (* 1731, † 1813)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Ernestine, * 1762, 3 Ehen, † 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Herm Christopher, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Amalia Sophie, * 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon August, * 1770 (Zwill.), † vor 1799&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1770 (Zwill.), Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
						&lt;br /&gt;
13.	1798 – 1813		Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1770, † 1813), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1800 Konradine Vogelsang aus Wellentrup (* 1783, † 1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1801, † 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franziska Konradine Henriette, * 1803&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich August, * 1805, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.	1814 – 1835	(Interimswirt) &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig Brinkmeier aus Hardissen (* 1784, † 1858),  ∞ 1814 Witwe Konradine Krawinkel, geb. Vogelsang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Florentine Charlotte Amalie, * 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karoline Friederike, * 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.	1835 – 1866	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1805, † 1876), Stiefsohn des Vorgängers,&lt;br /&gt;
∞ 1835 Friederike Riekehof aus Wellentrup (* 1811, † 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Joh. Konradine Friederike, * 1836, ∞ 1860 K. A. A. Stenneberg, Papierfabrikant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf Ludwig, * 1839, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich August, * 1843&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich, * 1847, ∞ 1876 in Stapelage, † 1914 in Lage&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Johanne Friederike, * 1849, ∞ 1870 F. A. Günther, Kfm. in Stapelage, † 1901&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Juliane, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Pauline Johanne, * 1853, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.	1866 – 1903	&amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig (* 1839, † 1916), Sohn der Vorangehenden,&lt;br /&gt;
∞ 1867 Johanne Wissmann aus Wissentrup (* 1840, † 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Louise Friederike, * 1867, verehelichte Tellmann in Bad Salzuflen (wurde von den Eheleuten Wissmann in Wissentrup an Kindes statt angenommen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Ludwig, * 1868, † 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilh. Pauline, * 1871, † 1910 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1873, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Martha, * 1876, 1902 Diakonissin in Metz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Friderike, * 1879&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.	1902 – 1946	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1873, † 19xx), Sohn der Vorangehenden, ∞ 1900 Bertha Limperg  (* 18xx)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Margarethe Anneliese Hildeg. Bertha, * 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Kurt, * 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf, * 19xx, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.	1946 – 1971	Adolf, (* 19xx, † 19xx), Sohn der Vorangehenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.	1971 – . . . .	Heinrich, (* 1937, † 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmer, Gottlieb, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sielemann, Christoph, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöppler, Hermann, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf sen., Landw., -&amp;gt; 150 (Oerlinghausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krawinkel, Adolf jun., Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Knecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Hermann, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Adolf, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, Mathilde, Näherin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Uekenpohl) Thies, Minna, Kriegerwitwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier: Krawinkel 1914) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel (* 1881 in Lage, † 1954 in Hamburg), dessen Vater Gottlieb Kr. vom Hof Krawinkel stammte, war ein historisch und genealogisch interessierter Berufschullehrer und -direktor in Detmold und Hamburg. Er hat das umfangreiche Archivgut zu dem Hof ausgewertet und zu einer gleichermaßen präzisen wie spannenden, lebendig geschriebenen Hofgeschichte verarbeitet. Sein genealogischer Nachlass liegt im Detmolder Landesarchiv (LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/Nachlass Heinrich August Krawinkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Währentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58420</id>
		<title>Währentruper Straße 88 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58420"/>
		<updated>2026-04-02T10:21:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Literatur */Literaturhinweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Währentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=88&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.95181, 8.7216&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Unter dieser Adresse findet sich der Hof Krawinkel, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 2.&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Osten.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Stapelage (Osten), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Westen.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Währentrup (Westen), links Reithallen, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Krawinkel.jpg|mini|Hof Krawinkel - heute Reiterhof/Reitanlage: Wohnhaus; seitlich Wirtschaftsgebäude, diese großenteils als Pferdeställe genutzt, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel Leibzucht.jpg|mini|Hof Krawinkel, ehemaliges Leibzuchtshaus von 1834, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte (nach Aug. Kr.)==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Grafen von Ravensberg Grundherren des Hofes Krawinkel, was aus einem Erbvertrag von 1226 hervorgeht. Auf nicht belegte Weise ist der Hof dann bald nach der Gründung des Stiftes St. Marien zu Bielefeld (1293) zu dessen Eigentum geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1418 liegt der früheste Meierbrief des Hofes vor, der hier an einen Hermann, Sohn des Meiers zum Uphofe, vergeben wird. Dergleichen Dokument ist nach langer Pause wieder von 1476 erhalten; hier werden Deppe zum Krawinkel und seine Frau Aleke als neue Hofbesitzer (= Pächter) genannt. Sie sind „neue Leute“, waren zuvor dem Kloster Marienfeld eigen  -  sind also keine Nachfahren ihrer Vorgänger auf dem Hof. 1547 besitzt wiederum ein Hermann zum Krawinkel den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 beginnt mit dem Aufzug des freien Hans Nieweg aus Lieme als Meier zum Krawinkel erstmals eine Periode von mehr als hundert Jahren, in der nachweislich mehrere Generationen einer Familie nacheinander den Hof Krawinkel besitzen. Tüchtige Meier und gute Zeiten lassen den Hof bis in die frühen Jahre des Dreißigjährigen Krieges gedeihen, dann wird beides  -  die Meier und die Zeiten  -  merklich schlechter: In den 1630er Jahren kann die Pacht nicht vollständig gezahlt werden, Schulden auf dem Hof sammeln sich an. Missernten kommen hinzu und verschlechtern die wirtschaftliche Situation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 übergibt Hans (III) den Hof an seinen Sohn Christoph, der nach Aug. Kr. als engagiert und bemüht, aber auch als in seinen Fähigkeiten begrenzt angesehen werden kann. Die einheiratende Meierin bringt zwar eine ansehnliche Mitgift von 400 Talern auf den Hof, die allerdings nur zum kleineren Teil sofort gezahlt wird. Mit den Jahren wird die Situation stetig schlimmer: Die Gläubiger drängen auf Zahlung, unterlassene Reparaturen führen zu verfallenden Gebäuden, Vieh wird in der Not veräußert, Äcker können mangels Saatgut nicht bestellt werden, Wald wird ohne Rücksicht auf die Zukunft abgeholzt  -  die Wirtschaft des Hofes geht zurück, die Schulden aber steigen weiter. Schließlich steht der Hof mit der damals ungeheuren Summe von mehr als 4000 Talern in der Kreide, und der Grundherr und zugleich größte Gläubiger  -  das Kapitel in Bielefeld  -  entschließt sich, ein Abmeierungsverfahren gegen Christoph einzuleiten. Nach sechs Prozessjahren wird 1689 die Abmeierung vollzogen; Christoph muss seine letzten Lebensjahre auf die Leibzucht und  von dort seinen bisherigen Hof unter der Regie eines neuen, fremden Meiers miterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Johann Berend Niebuhr ist wohl ein passender Mann für die herausfordernde Aufgabe als Meier (d.h. fähiger und hart arbeitender Sanierungsmanager) für den Hof Krawinkel gefunden, der zuvor als Konduktor (Verwalter/Geschäftsführer) des Meierhofes Dahlhausen bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Seine ersten Meierjahre nutzt er, den Zustand des Hofes Schritt für Schritt zu verbessern; an das Abtragen der enormen Schulden ist erst danach zu denken. Ein jähes Ende nehmen diese Anstrengungen, als Niebuhr 1703 plötzlich verstirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Folgejahr 1704 findet sich als Interimswirt der erst 24-jährige Johann Wilhelm Abhüpf aus dem Ravensbergischen, der die hinterbliebene Witwe mit sechs Kindern und hohen Schulden heiratet und 400 Taler Brautschatz auf den Hof bringt. Abhüpf ist nach dem Urteil Aug. Kr.s ein der Familie zugewandter harter Arbeiter, hat aber leider nicht die erforderliche Übersicht zur Administration eines größeren Hofes in schwieriger Lage. Die frühere Schuldenwirtschaft reißt wieder ein; Gläubiger und Prozesse fordern Energien, die der Hof brauchen würde. Nach zehn Jahren häufen sich die Pachtrückstände so stark, dass sich das Kapitel in Bielefeld entschließt, den Interimswirt Abhüpf und auch die auf dem Hof sitzende Familie Niebuhr abzumeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will in den folgenden Jahren/Jahrzehnten nicht so recht gelingen aus zwei Gründen: Zum einen führt die später auf die Leibzucht verwiesene Familie Niebuhr/Krawinkel über Jahre einen regelrechten Kleinkrieg gegen Jedermann, der irgendetwas von Ländereien, Gebäuden oder Inventar nutzen will. Der Hof kann dadurch nicht verpachtet oder anderweitig genutzt werden. Zum anderen besteht eine sehr spezielle rechtliche Konstellation: Das Kapitel versucht natürlich, die Abmeierung auf dem Rechtswege durchzusetzen. Die dafür in Anspruch genommenen lippischen Stellen wie Gerichte und Regierung erweisen sich aber als zögerlich und begrenzt motiviert, gegen lippische Untertanen zugunsten auswärtiger Grundherren vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 tritt Abhüpf von seinem Meierrecht zugunsten seines 25-jährigen Stiefsohnes Henrich Behrend zurück. Diesem gelingt eine einträgliche Heirat, das Kapitel stimmt zunächst zu. Das junge Meierpaar hat aber bald sehr schlechte Jahre: Etliches Großvieh verreckt, Missernten treten auf. Obwohl der Schwiegervater finanziell hilft, kommt es bald wieder zu Rückschritten, 1723 erreicht das Kapitel formal die erneut betriebene Abmeierung, wogegen die auf die Leibzucht gedrängte Familie allerdings klagt. Die Schwebesituation mit kleinkriegsartigen Begleitumständen zieht sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 werden Henrich Behrend Niebuhr/Krawinkel und sein jüngerer Bruder Johann Tönnies in Bielefeld von preussischen Werbern mit List und/oder Gewalt dazu gebracht, in die preussische Armee einzutreten, wo der jüngere Bruder den Rest seines Lebens dient und im fernen Perleberg ansässig wird, während Henrich Behrend nach 8 Jahren desertiert und auf den Hof zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vergleichsverhandlungen mit dem wohl inzwischen auch zermürbten Kapitel in Bielefeld kann er Zugeständnisse (Freijahre und Reduzierung der aufgelaufenen Pachtschulden) erreichen und wird im Februar 1737 in aller Form erneut als Meier auf dem Hof Krawinkel eingeführt. Nun endlich kann er den ererbten Hof wieder aufbauen und voranbringen. Der Begräbniseintrag nach diesem bewegten Leben im Kirchenbuch Stapelage vom 24. Februar 1751 beginnt: &#039;&#039;Henrich Bernhard Meyer zum Krawinkel, alt 59 Jahr weniger 2 Monathe. Weilen derselbe anfänglich in trüben et elenden Umbständen gewesen, hernach aber von Gott reichlich gesegnet worden   .   .   . &#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nach Henrich Bernhard übernimmt seine Witwe Anna Elisabeth für zehn Jahre die Regie auf dem Hof; erst nach ihrem Tod Anfang 1761 ehelicht der Anerbe Johann Christoph die Schwester Anna Ilsabein des Halbmeiers Gees in Hörste und tritt in die Verantwortung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die weitere Geschichte des Hofes Krawinkel verläuft in geordneten Bahnen, existentielle Krisen wie im Jahrhundert davor zahlreich, bleiben nach Aug. Kr. nun aus. Die Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts, aber auch wenig sichtbare, aber wichtige  Verbesserungen wie die Installation einer umfassenden Drainage der vielen zu feuchten Flächen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich die bauliche Erneuerung gegen dessen Ende werden von Aug. Kr. beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur jüngeren Geschichte ist anzufügen, dass sich der Hof Krawinkel in den letzten Jahrzehnten zum Pferde-/ Reiterhof gewandelt hat. Insbesondere an Wochenenden herrscht lebhafter Betrieb. Pferde, mehr noch Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber, auch zahlreiche Pferdeanhänger prägen das Bild. [http://reiterhof-krawinkel.de/Fotoalbum/ &#039;&#039;&#039;Reiterhof Krawinkel: Fotoalbum&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1640 gab es zu jener Zeit auf dem Hof Krawinkel &#039;&#039;3 gebuwete vnnd ein backhauß, dazu 2 dieche zu 200. Karp&#039;&#039;(f)&#039;&#039;en zusammen&#039;&#039;. Im Salbuch 1685 wird das Gleiche vermerkt. 1731 werden 5 Gebäude genannt; im Messbuch von 1752/53 und in den Salbüchern 1781 und 1829 wird genauer spezifiziert: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schafstall und Schoppen. 1855 wird nur Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aug. Kr. sind die Gebäude des Hofes Krawinkel in den von Konflikten, Nöten und Niedergang geprägten hundert Jahren (ca. 1650 – ca. 1750) sämtlich derart ruiniert worden, dass sie von Meier Johann Christoph in den ersten besseren Jahrzehnten ersetzt/neu erbaut werden mussten. Nach mehr als 100-jähriger Nutzung und auch wegen veränderter Bedarfe/Wirtschaftsweisen hat dann nach Aug. Kr. im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder eine umfassende Erneuerung der Hofgebäude stattgefunden. Dabei ist auch das frühere Meierhaus, nach Aug. Kr. ein 1742 erbautes mächtiges niedersächsisches Längsdielenhaus, Mitte der 1890er Jahre abgebrochen und durch getrennte Baulichkeiten für Mensch und Vieh ersetzt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige bauliche Maßnahmen aus den Jahren 1880 bis 1905 sind aus angezeigten Gebäudesteuer-Veränderungen zu ersehen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885	Kornhaus  (massiv / Ziegeldach / Zustand mittel)  diente zur Aufbewahrung von Korn  I  Abbruch&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1885	Leibzucht  (  Fachwerk / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  2 heizbare Stuben, . . . Boden u. Stallung  I  Vergrößerung&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1886	Dreschhaus mit Anbau (massiv / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  Wagenremise als Anbau an das Dreschhaus mit Anbau  I  Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891	Viehhaus  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1900  	Viehhaus  I  Vorbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900	Kotten  I  Neubau&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1901	Schweinehaus  I  Abbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Wohnhaus  I  verbessert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Feldscheune  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor/um 1900 entstandenen heutigen Gebäude grenzen von drei Seiten einen nahezu quadratischen Hofplatz an der Währentruper Straße ein  -  das Wohnhaus der Straßenseite gegenüber hinter dem Platz, die Wirtschaftsgebäude links und rechts davon. Einzig ein verbliebenes Fachwerkhaus von 1834  -  wohl die 1885 vergrößerte Leibzucht  -  liegt (von der Straße aus rechts) hinter den U-förmig arrangierten neueren Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die jüngste Nutzungsänderung/Entwicklung des Hofes in den letzten Jahrzehnten zu einem ausgeprägten Reiterhof hat bauliche Spuren hinterlassen: Zwei große Reithallen hinter dem Hof fallen ins Auge; in den meisten Wirtschaftsgebäuden und dem Fachwerkhaus sind Pferde bzw. Pferdeställe erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
IM JAHRE 1834 DEN 18 TEN JUNIUS HAT ADOLPH LUDEWIG KRAWINKEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GEBOHRNER BRINKMEIER AUS HARDISSEN UND CONRADINE FRIEDERIKE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
VOGELSANG DIESES HAUS MIT GOTT UND BEIHILFE IHRER KINDER BAUEN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
LASSEN SPRÜCHE KP 24 V 27 UND KP 28 V 10 RICHTE DRAUSSEN DEIN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GESCHÄFT AUS UND BEARBEITE DEINEN ACKER DANACH BAUE DEIN HAUS&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WährentruperStraße88_021011_1.jpg|thumb|Torbogen des Hofes Hörste ehem. Nr. 2, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meier des Hofes Krawinkel und ihre Familien (u. a. nach Aug. Kr.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. 	1418 erwähnt:	Hermann von dem Uphofe (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	1476 erwähnt:	Deppe mit seiner Frau Aleke (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	1547 erwähnt:	Hermann (ist Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	1552 – ca. 1590	Hans Nieweg aus Lieme (= Hans Meier zum Krawinkel I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
* Hans II (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	ca. 1590 – 1620	Hans Meier zum Krawinkel II (Sohn des Vorangehenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet vor 1620 a. d. Hachhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jobst (später Bürger in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans III (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	1620 – 1661		Hans Meier zum Krawinkel III, † 1667 (Sohn des Vorangehenden, ∞ 1621 Ilsabein Barkhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet 1645 auf Hof Kuhlmann in Leese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina (heir. 1656 auf das Gut Röhrentrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	1661 – 1689		Christoph Meier zum Krawinkel 	(1689 abgemeiert)&lt;br /&gt;
(Sohn des Vorangehenden, ∞ Anna Barkholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich (* 1670, 1715 erwähnt als Tischlermeister in Barntrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	1690 – 1703	(Neubemeierung) Johann Berend Niebuhr aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
(* 1655, † 1703),  ∞ 1680 Anna Ilsabein Vinnen (* 1662, † 1738)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Tönnies, * 1685, † 1715&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henrich Berend (Heinrich Bernhard), * 1693&lt;br /&gt;
       	&lt;br /&gt;
* Johann Tönnies (ab 1728 beim preuss. Militär, † 1742 in Perleberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Behrend, * 1702, eigentlicher Anerbe, ∞ vor 1735 Tochter des Ostmann zu Währentrup, lebt später in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	1704 – 1718	(Interimswirt) Johann Wilhelm Abhüpf aus Lensinghausen&lt;br /&gt;
(Ravensberg) (* 1680, † 1729), ∞ 1704 Witwe Anna Ilsabein Krawinkel, geb. Vinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.	1718 – 1723	und	1737 - 1752	Henrich Berend Niebuhr, Meier z. Krawinkel (* 1693, † 1752), Stiefsohn des Vorgängers (1723 abgemeiert, 1728 – 1736 beim preuss. Militär, übernimmt den Hof 1737 erneut), ∞ 1718 Anna Elisabeth Meise aus Hovedissen (* 1692, † 1761)	 												&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Elis., * 1719, ∞ 1754 Joh. Töns Niemann zu Währentrup, † 1792 in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1721, wird Schulmeister in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Christoph, * 1723, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina, * 1725, † 1736&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.	1752 – 1761		(Interim) Witwe Anna Elisabeth Krawinkel, geb. Meise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.	1761 – 1798		Johann Christoph (* 1723 , † 1798), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1761 Anna Ilsabein Gees aus Hörste (* 1731, † 1813)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Ernestine, * 1762, 3 Ehen, † 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Herm Christopher, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Amalia Sophie, * 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon August, * 1770 (Zwill.), † vor 1799&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1770 (Zwill.), Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
						&lt;br /&gt;
13.	1798 – 1813		Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1770, † 1813), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1800 Konradine Vogelsang aus Wellentrup (* 1783, † 1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1801, † 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franziska Konradine Henriette, * 1803&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich August, * 1805, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.	1814 – 1835	(Interimswirt) &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig Brinkmeier aus Hardissen (* 1784, † 1858),  ∞ 1814 Witwe Konradine Krawinkel, geb. Vogelsang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Florentine Charlotte Amalie, * 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karoline Friederike, * 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.	1835 – 1866	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1805, † 1876), Stiefsohn des Vorgängers,&lt;br /&gt;
∞ 1835 Friederike Riekehof aus Wellentrup (* 1811, † 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Joh. Konradine Friederike, * 1836, ∞ 1860 K. A. A. Stenneberg, Papierfabrikant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf Ludwig, * 1839, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich August, * 1843&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich, * 1847, ∞ 1876 in Stapelage, † 1914 in Lage&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Johanne Friederike, * 1849, ∞ 1870 F. A. Günther, Kfm. in Stapelage, † 1901&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Juliane, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Pauline Johanne, * 1853, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.	1866 – 1903	&amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig (* 1839, † 1916), Sohn der Vorangehenden,&lt;br /&gt;
∞ 1867 Johanne Wissmann aus Wissentrup (* 1840, † 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Louise Friederike, * 1867, verehelichte Tellmann in Bad Salzuflen (wurde von den Eheleuten Wissmann in Wissentrup an Kindes statt angenommen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Ludwig, * 1868, † 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilh. Pauline, * 1871, † 1910 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1873, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Martha, * 1876, 1902 Diakonissin in Metz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Friderike, * 1879&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.	1902 – 1946	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1873, † 19xx), Sohn der Vorangehenden, ∞ 1900 Bertha Limperg  (* 18xx)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Margarethe Anneliese Hildeg. Bertha, * 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Kurt, * 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf, * 19xx, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.	1946 – 1971	Adolf, (* 19xx, † 19xx), Sohn der Vorangehenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.	1971 – . . . .	Heinrich, (* 1937, † 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmer, Gottlieb, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sielemann, Christoph, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöppler, Hermann, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf sen., Landw., -&amp;gt; 150 (Oerlinghausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krawinkel, Adolf jun., Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Knecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Hermann, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Adolf, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, Mathilde, Näherin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Uekenpohl) Thies, Minna, Kriegerwitwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel (* 1881 in Lage, † 1954 in Hamburg), dessen Vater Gottlieb Kr. vom Hof Krawinkel stammte, war ein historisch und genealogisch interessierter Berufschullehrer und -direktor in Detmold und Hamburg. Er hat das umfangreiche Archivgut zu dem Hof ausgewertet und zu einer gleichermaßen präzisen wie spannenden, lebendig geschriebenen Hofgeschichte verarbeitet. Sein genealogischer Nachlass liegt im Detmolder Landesarchiv (LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/Nachlass Heinrich August Krawinkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Währentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58419</id>
		<title>Währentruper Straße 88 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Quellen */Kleinigkeiten verbessert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Währentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=88&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.95181, 8.7216&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Unter dieser Adresse findet sich der Hof Krawinkel, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 2.&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Osten.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Stapelage (Osten), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Westen.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Währentrup (Westen), links Reithallen, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Krawinkel.jpg|mini|Hof Krawinkel - heute Reiterhof/Reitanlage: Wohnhaus; seitlich Wirtschaftsgebäude, diese großenteils als Pferdeställe genutzt, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel Leibzucht.jpg|mini|Hof Krawinkel, ehemaliges Leibzuchtshaus von 1834, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte (nach Aug. Kr.)==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Grafen von Ravensberg Grundherren des Hofes Krawinkel, was aus einem Erbvertrag von 1226 hervorgeht. Auf nicht belegte Weise ist der Hof dann bald nach der Gründung des Stiftes St. Marien zu Bielefeld (1293) zu dessen Eigentum geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1418 liegt der früheste Meierbrief des Hofes vor, der hier an einen Hermann, Sohn des Meiers zum Uphofe, vergeben wird. Dergleichen Dokument ist nach langer Pause wieder von 1476 erhalten; hier werden Deppe zum Krawinkel und seine Frau Aleke als neue Hofbesitzer (= Pächter) genannt. Sie sind „neue Leute“, waren zuvor dem Kloster Marienfeld eigen  -  sind also keine Nachfahren ihrer Vorgänger auf dem Hof. 1547 besitzt wiederum ein Hermann zum Krawinkel den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 beginnt mit dem Aufzug des freien Hans Nieweg aus Lieme als Meier zum Krawinkel erstmals eine Periode von mehr als hundert Jahren, in der nachweislich mehrere Generationen einer Familie nacheinander den Hof Krawinkel besitzen. Tüchtige Meier und gute Zeiten lassen den Hof bis in die frühen Jahre des Dreißigjährigen Krieges gedeihen, dann wird beides  -  die Meier und die Zeiten  -  merklich schlechter: In den 1630er Jahren kann die Pacht nicht vollständig gezahlt werden, Schulden auf dem Hof sammeln sich an. Missernten kommen hinzu und verschlechtern die wirtschaftliche Situation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 übergibt Hans (III) den Hof an seinen Sohn Christoph, der nach Aug. Kr. als engagiert und bemüht, aber auch als in seinen Fähigkeiten begrenzt angesehen werden kann. Die einheiratende Meierin bringt zwar eine ansehnliche Mitgift von 400 Talern auf den Hof, die allerdings nur zum kleineren Teil sofort gezahlt wird. Mit den Jahren wird die Situation stetig schlimmer: Die Gläubiger drängen auf Zahlung, unterlassene Reparaturen führen zu verfallenden Gebäuden, Vieh wird in der Not veräußert, Äcker können mangels Saatgut nicht bestellt werden, Wald wird ohne Rücksicht auf die Zukunft abgeholzt  -  die Wirtschaft des Hofes geht zurück, die Schulden aber steigen weiter. Schließlich steht der Hof mit der damals ungeheuren Summe von mehr als 4000 Talern in der Kreide, und der Grundherr und zugleich größte Gläubiger  -  das Kapitel in Bielefeld  -  entschließt sich, ein Abmeierungsverfahren gegen Christoph einzuleiten. Nach sechs Prozessjahren wird 1689 die Abmeierung vollzogen; Christoph muss seine letzten Lebensjahre auf die Leibzucht und  von dort seinen bisherigen Hof unter der Regie eines neuen, fremden Meiers miterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Johann Berend Niebuhr ist wohl ein passender Mann für die herausfordernde Aufgabe als Meier (d.h. fähiger und hart arbeitender Sanierungsmanager) für den Hof Krawinkel gefunden, der zuvor als Konduktor (Verwalter/Geschäftsführer) des Meierhofes Dahlhausen bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Seine ersten Meierjahre nutzt er, den Zustand des Hofes Schritt für Schritt zu verbessern; an das Abtragen der enormen Schulden ist erst danach zu denken. Ein jähes Ende nehmen diese Anstrengungen, als Niebuhr 1703 plötzlich verstirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Folgejahr 1704 findet sich als Interimswirt der erst 24-jährige Johann Wilhelm Abhüpf aus dem Ravensbergischen, der die hinterbliebene Witwe mit sechs Kindern und hohen Schulden heiratet und 400 Taler Brautschatz auf den Hof bringt. Abhüpf ist nach dem Urteil Aug. Kr.s ein der Familie zugewandter harter Arbeiter, hat aber leider nicht die erforderliche Übersicht zur Administration eines größeren Hofes in schwieriger Lage. Die frühere Schuldenwirtschaft reißt wieder ein; Gläubiger und Prozesse fordern Energien, die der Hof brauchen würde. Nach zehn Jahren häufen sich die Pachtrückstände so stark, dass sich das Kapitel in Bielefeld entschließt, den Interimswirt Abhüpf und auch die auf dem Hof sitzende Familie Niebuhr abzumeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will in den folgenden Jahren/Jahrzehnten nicht so recht gelingen aus zwei Gründen: Zum einen führt die später auf die Leibzucht verwiesene Familie Niebuhr/Krawinkel über Jahre einen regelrechten Kleinkrieg gegen Jedermann, der irgendetwas von Ländereien, Gebäuden oder Inventar nutzen will. Der Hof kann dadurch nicht verpachtet oder anderweitig genutzt werden. Zum anderen besteht eine sehr spezielle rechtliche Konstellation: Das Kapitel versucht natürlich, die Abmeierung auf dem Rechtswege durchzusetzen. Die dafür in Anspruch genommenen lippischen Stellen wie Gerichte und Regierung erweisen sich aber als zögerlich und begrenzt motiviert, gegen lippische Untertanen zugunsten auswärtiger Grundherren vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 tritt Abhüpf von seinem Meierrecht zugunsten seines 25-jährigen Stiefsohnes Henrich Behrend zurück. Diesem gelingt eine einträgliche Heirat, das Kapitel stimmt zunächst zu. Das junge Meierpaar hat aber bald sehr schlechte Jahre: Etliches Großvieh verreckt, Missernten treten auf. Obwohl der Schwiegervater finanziell hilft, kommt es bald wieder zu Rückschritten, 1723 erreicht das Kapitel formal die erneut betriebene Abmeierung, wogegen die auf die Leibzucht gedrängte Familie allerdings klagt. Die Schwebesituation mit kleinkriegsartigen Begleitumständen zieht sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 werden Henrich Behrend Niebuhr/Krawinkel und sein jüngerer Bruder Johann Tönnies in Bielefeld von preussischen Werbern mit List und/oder Gewalt dazu gebracht, in die preussische Armee einzutreten, wo der jüngere Bruder den Rest seines Lebens dient und im fernen Perleberg ansässig wird, während Henrich Behrend nach 8 Jahren desertiert und auf den Hof zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vergleichsverhandlungen mit dem wohl inzwischen auch zermürbten Kapitel in Bielefeld kann er Zugeständnisse (Freijahre und Reduzierung der aufgelaufenen Pachtschulden) erreichen und wird im Februar 1737 in aller Form erneut als Meier auf dem Hof Krawinkel eingeführt. Nun endlich kann er den ererbten Hof wieder aufbauen und voranbringen. Der Begräbniseintrag nach diesem bewegten Leben im Kirchenbuch Stapelage vom 24. Februar 1751 beginnt: &#039;&#039;Henrich Bernhard Meyer zum Krawinkel, alt 59 Jahr weniger 2 Monathe. Weilen derselbe anfänglich in trüben et elenden Umbständen gewesen, hernach aber von Gott reichlich gesegnet worden   .   .   . &#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nach Henrich Bernhard übernimmt seine Witwe Anna Elisabeth für zehn Jahre die Regie auf dem Hof; erst nach ihrem Tod Anfang 1761 ehelicht der Anerbe Johann Christoph die Schwester Anna Ilsabein des Halbmeiers Gees in Hörste und tritt in die Verantwortung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die weitere Geschichte des Hofes Krawinkel verläuft in geordneten Bahnen, existentielle Krisen wie im Jahrhundert davor zahlreich, bleiben nach Aug. Kr. nun aus. Die Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts, aber auch wenig sichtbare, aber wichtige  Verbesserungen wie die Installation einer umfassenden Drainage der vielen zu feuchten Flächen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich die bauliche Erneuerung gegen dessen Ende werden von Aug. Kr. beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur jüngeren Geschichte ist anzufügen, dass sich der Hof Krawinkel in den letzten Jahrzehnten zum Pferde-/ Reiterhof gewandelt hat. Insbesondere an Wochenenden herrscht lebhafter Betrieb. Pferde, mehr noch Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber, auch zahlreiche Pferdeanhänger prägen das Bild. [http://reiterhof-krawinkel.de/Fotoalbum/ &#039;&#039;&#039;Reiterhof Krawinkel: Fotoalbum&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1640 gab es zu jener Zeit auf dem Hof Krawinkel &#039;&#039;3 gebuwete vnnd ein backhauß, dazu 2 dieche zu 200. Karp&#039;&#039;(f)&#039;&#039;en zusammen&#039;&#039;. Im Salbuch 1685 wird das Gleiche vermerkt. 1731 werden 5 Gebäude genannt; im Messbuch von 1752/53 und in den Salbüchern 1781 und 1829 wird genauer spezifiziert: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schafstall und Schoppen. 1855 wird nur Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aug. Kr. sind die Gebäude des Hofes Krawinkel in den von Konflikten, Nöten und Niedergang geprägten hundert Jahren (ca. 1650 – ca. 1750) sämtlich derart ruiniert worden, dass sie von Meier Johann Christoph in den ersten besseren Jahrzehnten ersetzt/neu erbaut werden mussten. Nach mehr als 100-jähriger Nutzung und auch wegen veränderter Bedarfe/Wirtschaftsweisen hat dann nach Aug. Kr. im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder eine umfassende Erneuerung der Hofgebäude stattgefunden. Dabei ist auch das frühere Meierhaus, nach Aug. Kr. ein 1742 erbautes mächtiges niedersächsisches Längsdielenhaus, Mitte der 1890er Jahre abgebrochen und durch getrennte Baulichkeiten für Mensch und Vieh ersetzt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige bauliche Maßnahmen aus den Jahren 1880 bis 1905 sind aus angezeigten Gebäudesteuer-Veränderungen zu ersehen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885	Kornhaus  (massiv / Ziegeldach / Zustand mittel)  diente zur Aufbewahrung von Korn  I  Abbruch&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1885	Leibzucht  (  Fachwerk / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  2 heizbare Stuben, . . . Boden u. Stallung  I  Vergrößerung&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1886	Dreschhaus mit Anbau (massiv / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  Wagenremise als Anbau an das Dreschhaus mit Anbau  I  Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891	Viehhaus  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1900  	Viehhaus  I  Vorbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900	Kotten  I  Neubau&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1901	Schweinehaus  I  Abbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Wohnhaus  I  verbessert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Feldscheune  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor/um 1900 entstandenen heutigen Gebäude grenzen von drei Seiten einen nahezu quadratischen Hofplatz an der Währentruper Straße ein  -  das Wohnhaus der Straßenseite gegenüber hinter dem Platz, die Wirtschaftsgebäude links und rechts davon. Einzig ein verbliebenes Fachwerkhaus von 1834  -  wohl die 1885 vergrößerte Leibzucht  -  liegt (von der Straße aus rechts) hinter den U-förmig arrangierten neueren Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die jüngste Nutzungsänderung/Entwicklung des Hofes in den letzten Jahrzehnten zu einem ausgeprägten Reiterhof hat bauliche Spuren hinterlassen: Zwei große Reithallen hinter dem Hof fallen ins Auge; in den meisten Wirtschaftsgebäuden und dem Fachwerkhaus sind Pferde bzw. Pferdeställe erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
IM JAHRE 1834 DEN 18 TEN JUNIUS HAT ADOLPH LUDEWIG KRAWINKEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GEBOHRNER BRINKMEIER AUS HARDISSEN UND CONRADINE FRIEDERIKE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
VOGELSANG DIESES HAUS MIT GOTT UND BEIHILFE IHRER KINDER BAUEN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
LASSEN SPRÜCHE KP 24 V 27 UND KP 28 V 10 RICHTE DRAUSSEN DEIN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GESCHÄFT AUS UND BEARBEITE DEINEN ACKER DANACH BAUE DEIN HAUS&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WährentruperStraße88_021011_1.jpg|thumb|Torbogen des Hofes Hörste ehem. Nr. 2, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meier des Hofes Krawinkel und ihre Familien (u. a. nach Aug. Kr.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. 	1418 erwähnt:	Hermann von dem Uphofe (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	1476 erwähnt:	Deppe mit seiner Frau Aleke (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	1547 erwähnt:	Hermann (ist Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	1552 – ca. 1590	Hans Nieweg aus Lieme (= Hans Meier zum Krawinkel I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
* Hans II (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	ca. 1590 – 1620	Hans Meier zum Krawinkel II (Sohn des Vorangehenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet vor 1620 a. d. Hachhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jobst (später Bürger in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans III (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	1620 – 1661		Hans Meier zum Krawinkel III, † 1667 (Sohn des Vorangehenden, ∞ 1621 Ilsabein Barkhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet 1645 auf Hof Kuhlmann in Leese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina (heir. 1656 auf das Gut Röhrentrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	1661 – 1689		Christoph Meier zum Krawinkel 	(1689 abgemeiert)&lt;br /&gt;
(Sohn des Vorangehenden, ∞ Anna Barkholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich (* 1670, 1715 erwähnt als Tischlermeister in Barntrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	1690 – 1703	(Neubemeierung) Johann Berend Niebuhr aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
(* 1655, † 1703),  ∞ 1680 Anna Ilsabein Vinnen (* 1662, † 1738)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Tönnies, * 1685, † 1715&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henrich Berend (Heinrich Bernhard), * 1693&lt;br /&gt;
       	&lt;br /&gt;
* Johann Tönnies (ab 1728 beim preuss. Militär, † 1742 in Perleberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Behrend, * 1702, eigentlicher Anerbe, ∞ vor 1735 Tochter des Ostmann zu Währentrup, lebt später in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	1704 – 1718	(Interimswirt) Johann Wilhelm Abhüpf aus Lensinghausen&lt;br /&gt;
(Ravensberg) (* 1680, † 1729), ∞ 1704 Witwe Anna Ilsabein Krawinkel, geb. Vinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.	1718 – 1723	und	1737 - 1752	Henrich Berend Niebuhr, Meier z. Krawinkel (* 1693, † 1752), Stiefsohn des Vorgängers (1723 abgemeiert, 1728 – 1736 beim preuss. Militär, übernimmt den Hof 1737 erneut), ∞ 1718 Anna Elisabeth Meise aus Hovedissen (* 1692, † 1761)	 												&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Elis., * 1719, ∞ 1754 Joh. Töns Niemann zu Währentrup, † 1792 in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1721, wird Schulmeister in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Christoph, * 1723, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina, * 1725, † 1736&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.	1752 – 1761		(Interim) Witwe Anna Elisabeth Krawinkel, geb. Meise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.	1761 – 1798		Johann Christoph (* 1723 , † 1798), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1761 Anna Ilsabein Gees aus Hörste (* 1731, † 1813)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Ernestine, * 1762, 3 Ehen, † 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Herm Christopher, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Amalia Sophie, * 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon August, * 1770 (Zwill.), † vor 1799&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1770 (Zwill.), Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
						&lt;br /&gt;
13.	1798 – 1813		Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1770, † 1813), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1800 Konradine Vogelsang aus Wellentrup (* 1783, † 1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1801, † 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franziska Konradine Henriette, * 1803&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich August, * 1805, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.	1814 – 1835	(Interimswirt) &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig Brinkmeier aus Hardissen (* 1784, † 1858),  ∞ 1814 Witwe Konradine Krawinkel, geb. Vogelsang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Florentine Charlotte Amalie, * 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karoline Friederike, * 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.	1835 – 1866	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1805, † 1876), Stiefsohn des Vorgängers,&lt;br /&gt;
∞ 1835 Friederike Riekehof aus Wellentrup (* 1811, † 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Joh. Konradine Friederike, * 1836, ∞ 1860 K. A. A. Stenneberg, Papierfabrikant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf Ludwig, * 1839, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich August, * 1843&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich, * 1847, ∞ 1876 in Stapelage, † 1914 in Lage&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Johanne Friederike, * 1849, ∞ 1870 F. A. Günther, Kfm. in Stapelage, † 1901&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Juliane, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Pauline Johanne, * 1853, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.	1866 – 1903	&amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig (* 1839, † 1916), Sohn der Vorangehenden,&lt;br /&gt;
∞ 1867 Johanne Wissmann aus Wissentrup (* 1840, † 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Louise Friederike, * 1867, verehelichte Tellmann in Bad Salzuflen (wurde von den Eheleuten Wissmann in Wissentrup an Kindes statt angenommen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Ludwig, * 1868, † 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilh. Pauline, * 1871, † 1910 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1873, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Martha, * 1876, 1902 Diakonissin in Metz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Friderike, * 1879&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.	1902 – 1946	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1873, † 19xx), Sohn der Vorangehenden, ∞ 1900 Bertha Limperg  (* 18xx)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Margarethe Anneliese Hildeg. Bertha, * 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Kurt, * 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf, * 19xx, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.	1946 – 1971	Adolf, (* 19xx, † 19xx), Sohn der Vorangehenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.	1971 – . . . .	Heinrich, (* 1937, † 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmer, Gottlieb, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sielemann, Christoph, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöppler, Hermann, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf sen., Landw., -&amp;gt; 150 (Oerlinghausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krawinkel, Adolf jun., Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Knecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Hermann, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Adolf, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, Mathilde, Näherin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Uekenpohl) Thies, Minna, Kriegerwitwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel (* 1881 in Lage, † 1954 in Hamburg), dessen Vater Gottlieb Kr. vom Hof Krawinkel stammte, war ein historisch und genealogisch interessierter Berufschullehrer und -direktor in Detmold und Hamburg. Er hat das umfangreiche Archivgut zu dem Hof ausgewertet und zu einer gleichermaßen präzisen wie spannenden, lebendig geschriebenen Hofgeschichte verarbeitet. Sein genealogischer Nachlass liegt im Detmolder Landesarchiv (LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/Nachlass Heinrich August Krawinkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Währentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rittergutsweg_1_(Hornoldendorf)&amp;diff=57321</id>
		<title>Rittergutsweg 1 (Hornoldendorf)</title>
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		<updated>2026-03-07T23:11:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Lage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hornoldendorf&lt;br /&gt;
|Straße=Rittergutsweg (Hornoldendorf)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=1&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90601, 8.8924&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hornoldendorf&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=-&lt;br /&gt;
}}Das Rittergut Hornoldendorf wurde 1610 aus drei Höfen als gräfliche Domäne gegründet und 1614 zum Rittergut. 1920 wurde das bis dahin selbständige Rittergut als Kolonat Nr. 17 in die Gemeinde Hornoldendorf umgemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 98: Gebäudesteuerrolle, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HORNOLD-Rittergut_GEO-Portal NRW.png|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Luftbild, Geo-Portal NRW]]&lt;br /&gt;
Das Gut liegt im Tal westlich des Dorfes zwischen der ehemaligen Landstraße von [[Heiligenkirchen]] nach [[Fromhausen]] und der Wiembecke. &amp;quot;Die Gebäude gruppieren sich um einen sehr großen, rechteckigen Hof. Der westliche Teil mit dem Herrenhaus bildete ehemals eine Wasserburg. Von der Gräfte ist nur noch ein kleiner Teil erhalten. Westlich vom Herrenhaus ein Park, an dessen Südwest-Ecke eines sehr alte Eiche steht.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960, S. 275 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hofd_Heimburg_1756_D_73-5-3099.jpg|thumb|Karte des Ritterguts (rot) und der Bauerschaft Hornoldendorf, J. A. Heimburg, 1756, LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 3099]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 12 anderen Domänen gründete Graf Simon VI. in seiner Amtszeit auch die Domäne (Meierei) Hornoldendorf. Dazu erwarb er 1600 Land des verarmten Hofs Hermeler und zog den bei Tod des Hofinhabers mit 2665 Talern überschuldeten Meierhof ein. Zusammen mit dem ebenso schwachen Hof Vogel bildete Simon VI. daraus 1610 die Domäne Hornoldendorf. Das dabei am 2. Januar aufgestellte Inventar beschreibt den Gebäudebestand: &amp;quot;Dass wonhaus oder vorwerk, halb mit delen beschossen und halb mit Delen überlegt. 1 alter Schoppe, 1 Schafstall an der einen Seite mangeln latten und ist dacklos, 1 Backhaus ist uf der einen seiten dachlos. Das Neuwe gemach, so vorm Jahr ist reparirt worden, ist ohne mangel. 1 Wonhaus uf Vogells Hoffe, darein sein Zwey facke mit Delen beschossen, Sechs facke mit Delen überlegt, uf dem Siebenten facke ist nichts befunden worden. 1 Klein hauss uf Vogelss Hoffe, hat die Vogelsche ihr lebentlang im Besitz, fallet nach Ihrem Thote ahn den Hoff. Alten Hermelers Wonhauss, hat seine Tochter Im besitz. 1 Backhauss uf Hermelers Hoffe. 1 Garten gehörend an den Hoff. 1 Garten, gebrauchet die Vogelsche ihr lebentlang, fallet nach ihrem Thote ahn den Hoff.&amp;quot; Auch die Ländereien wurden mit insgesamt 373 Morgen und 9 Ruten Saatland und Schafweide erfasst. Hinzu kam ein Kuhkamp für 25 Kühe. Außerdem wurde ein genaues Verzeichnis der Spann- und Handdienste aufgenommen, die der Domäne zu leisten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 19 / Vogtei Falkenberg, Nr. 25: Erwerb des Guts Hornoldendorf, Zubehörungen, 1610–1614, 1731.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meierhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meierhof zu Hornoldendorf war eines der beiden Vorwerke der Villikation [[Heiligenkirchen]]. Urkundlich ist dieses Vorwerk erstmals in der Vita Meinwerci, vor 1036, erwähnt und unter der Bezeichnung &amp;quot;Meyger&amp;quot; um 1390 im ältesten bekannten Landschatzregister für das Amt Falkenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1497 zahlt &amp;quot;de Megger&amp;quot; mit 3 Gulden den weitaus höchsten Landschatz in Hornoldendorf, gefolgt von Vogel und Steins mit je 5 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1507 zahlt &amp;quot;de Meyger&amp;quot; 6 Gulden,&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso 1535 und 1545.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562 ist der Landschatz verdoppelt, 1572 wieder auf den alten Satz reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hatte Meyer 1573 noch 10 Pferde,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt; so wurden er, seine Frau und die 6jährige Tochter 1609 nur noch als arme Kleinkötter erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Jahr darauf gründete Graf Simon VI. aus dem verarmten und mit Tod des Inhabers abgemeierten Hof eine Domäne (Meierei Hornoldendorf). Der Hof bestand bei Übernahme aus dem Haupthaus bzw. &amp;quot;Vorwerk&amp;quot;, einem alten Schoppen, einem Schafstall, einem Backhaus und dem &amp;quot;Neuen Gemach&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof Hermeler===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &amp;quot;Tonnies Hermeling&amp;quot; wird diese Stätte 1590 erstmals aktenkundig. Er zahlt 2 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 1964, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Viehzählung 1604 wird &amp;quot;Hermelers Leibzüchter&amp;quot; mit 1 Kuh erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1600 zog Graf Simon VI. den verarmten, von ihm meierstättisch vergebenen Hof ein. Bei der Volkszählung 1609 wurde Tonies Hermelinck als armer Kleinkötter erfasst, mit einer Tochter mit 3jährigem Kind im Haus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr darauf wurde der eingezogene Hof Teil der von Graf Simon VI. gegründeten Domäne (Meierei Hornoldendorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die zu zahlenden Landschatzbeträge sich etwas unterscheiden, scheint es, dass dieser Hof aus dem 1572 noch &amp;quot;Thonies Hermenns&amp;quot; gehörigen hervorging, der 1535 und 1545 Bernd Hermens&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1507 Hans Hermans gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1573 besaß Tonnies Hermeling 4 Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals erwähnt wurden Hans Hermans und sein Vater 1497. Sie zahlten 3 Mark bzw. 1/2 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof Vogel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals schriftlich erwähnt unter dem Namen &amp;quot;Vogel&amp;quot; um 1390 im ältesten bekannten Landschatzregister für das Amt Falkenberg, 1497 dann als &amp;quot;Jarden Vogel&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 145 und 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1507 zahlt &amp;quot;Johan Vogell&amp;quot; 2 1/2 Gulden, &amp;quot;de Meyger&amp;quot; 6.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53,&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso 1535 und 1545.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;Aus dem Jahr 1547 ist eine Klage von Tönnies Clott und Bartold Heuwinkel gegen Dietrich auf der Spreckenburg, Kurd Vogel und den Meier zu Hornoldendorf überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A / Lippische Justizkanzlei, Prozesse bis 1800, Nr. 0 C 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562 ist der Landschatz verdoppelt,&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1572 wieder auf den alten Satz reduziert (&amp;quot;Cordt Vogell&amp;quot; zahlt 5 Ort = 2 1/2 Gulden).&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1590 ist neben &amp;quot;Curdt Vogell&amp;quot; mit 2 1/2 Gulden auch &amp;quot;Gercke Voigell&amp;quot; mit 2 1/2 Groschen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 1964, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich wohl um die Leibzüchterin. 1609 gibt es nach Auskunft der Volkszählung zwei Einlieger-Haushalte auf Vogels Hof: Füeke mit einem 8jährigen Kind und die arme Grete mit einer 16jährigen Tochter.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hofinhaber wird damals nicht mehr genannt. Im Jahr darauf wurde der eingezogene Hof Teil der von Graf Simon VI. gegründeten Domäne (Meierei Hornoldendorf). Damals bestand der Hof aus einem Wohnhaus und einem kleinen Nebenhaus (wohl der Leibzucht), in dem die Leibzüchterin Vogel noch ein lebenslanges Wohnrecht genoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juli 1614 übernahm der bisherige Konduktor (Verwalter) Hans Adam von Hammerstein die Domäne &amp;quot;erblich geschenkt&amp;quot; als adeliges landtagsfähiges Gut mit allen Freiheiten. Er hatte bis dahin die nötigen Gebäude auf eigene Kosten instand setzen lassen und 1.000 Reichstaler Schulden, die auf dem Gut lagen, übernommen. Da zur Domäne keine Holzung gehörte, erhielt das Rittergut zudem noch für 100 Goldgulden den bei Schmedissen gelegenen Bannenberg als Waldstück, ehedem zum Vorwerk [[Wilberger Straße 60 (Schönemark)|Beerentrup]] zählend. In der Wiembecke hatte er flussaufwärts bis zur Grenze des Amtes Detmold das Fischereirecht, außerdem erhielt er ein beschränktes Jagdrecht mit zwei Hunden und zwei Windhunden auf Hasen und Füchse zwischen der Berlebecke, Wiembecke, Fromhausen und dem Hornschen Feld. Der Begriff der Schenkung ist nicht wörtlich zu nehmen, denn Hans Adam von Hammerstein hatte dem mit rund 700.000 Talern verschuldeten Grafen 1611 mit einem Darlehen von 12.000 Talern ausgeholfen, auf dessen Rückzahlung er mit der Übernahme der Domäne verzichtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617 wurde das Rittergut durch den Ankauf des adeligen Gutes von Schwartze in [[Fromhausen]] vergrößert um 271 Morgen Saatland, 14 Morgen Wiesenwachs und 3 Teiche. 1619 veräußerte von Hammerstein den Hofraum eines der drei Höfe, aus denen die Domäne seinerzeit gegründet worden war, an Nolte Sünkler, der hier eine [[Hornoldendorfer Straße 25 (Hornoldendorf)|neue Stätte]] errichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Wendt 1965, S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1642 ist &amp;quot;Nolte Sünkel&amp;quot; mit einem Landschatz von 6 Groschen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1418, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1804 blieb das Rittergut im Besitz der Familie von Hammerstein. In diesem Jahr wurde es verkauft und wechselte von da an mehrfach den Eigentümer. Von längerer Dauer blieb es bei dem aus Hannover stammenden Baurat Ferdinand Wallbrecht. Dieser kaufte 1877 das Kolonat [[Wellnerweg 15 (Hornoldendorf)|Wellner Nr. 1]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL L 108 Detmold Fach 30 Nr. 10 Bd. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1883 das Kolonat Schönemark Nr. 8 und 1899 der Kolonat [[Schauinsland 27 (Heiligenkirchen)|Wellner Nr. 9]] in [[Heiligenkirchen]]. 1883 ließ Wallbrecht einen Kalkofen bauen,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1886 ein Stauwehr in der Wiembecke zur Anlage von Rieselwiesen errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 Nr. 3575.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Rittergut_DSC_1078.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Ansicht von Südosten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:D73_Kat_Mi_1_Nr2101_02_021_Gut.jpg|thumb|Flurkarte Hornoldendorf, Flur 2 (Ausschnitt), 1949, LAV NRW OWL, D 73 Kat. Mi 1 Nr. 2101, 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Brandkataster: Wallbrecht Erben, Max, Oetker Ernst: &lt;br /&gt;
1. ein neues Wohnhaus 1904&lt;br /&gt;
2. ein altes Wohnhaus für den Inspektor und Gärtner (siehe auch Kolonat Nr. 9) 1906&lt;br /&gt;
3. Kuhstall mit Hofmeisterwohnung (1930) und Silo (1941)&lt;br /&gt;
4. neues Dreschhaus Scheune mit Kartoffelkeller (1949)&lt;br /&gt;
5. Schafstall Pferde- und Rinderhaus&lt;br /&gt;
6. Schweinehaus, 1952: mit Anbau&lt;br /&gt;
7. Wagenremise, 1930 mit Kutschpferdestall und 1949 Wohnung&lt;br /&gt;
8. Gewächshaus 1952 Maschinenhalle&lt;br /&gt;
9. 1906 Schuppen, 1952 Garage&lt;br /&gt;
10. Backhaus 1952 Runkelmiete&lt;br /&gt;
11. Försterhaus 1902 Feldscheune&lt;br /&gt;
12. Scheune daselbst Geräteschuppen, ergänzt: mit Stallung&lt;br /&gt;
13. Einliegerwohnhaus (Twete) Arbeiterwohnhaus mit Stallanbau 1952&lt;br /&gt;
14. 1906 Backhaus 1926 Gänsestall&lt;br /&gt;
15. Scheune an 4. und 5. 1910&lt;br /&gt;
16. Wohn- und Kornhaus 1910 mit Stellmacherei 1930&lt;br /&gt;
17. Pflanzenhaus 1952 Arbeiterwohnhaus mit Stallanbau (Wellnerwiese)&lt;br /&gt;
18. Butterhaus Düngerschuppen 1930&lt;br /&gt;
19. Wagenhaus&lt;br /&gt;
20. Rindviehschuppen, jetzt (1949) Wohnhaus&lt;br /&gt;
20 a. Stallung 1949&lt;br /&gt;
21. Maschinenschuppen 1914&lt;br /&gt;
22. Obstschuppen 1914&lt;br /&gt;
23. 1930 Stall beim Arbeiterwohnhaus Twete Arbeiterwohnhaus mit Stall 1949&lt;br /&gt;
30. Grünfuttertrockenanlage 1953&lt;br /&gt;
31. Wohnhaus 1953&lt;br /&gt;
32. Arbeiterdoppelwohnhaus mit Stall 1955&lt;br /&gt;
28. Grünfuttersilo 1952&lt;br /&gt;
33. Arbeiterdoppelwohnhaus mit Stall 1955&lt;br /&gt;
26. Kartoffelsilo 1941&lt;br /&gt;
27. Geräteschuppen 1941&lt;br /&gt;
23. 1930 Stall beim Arbeiterwohnhaus Twete Arbeiterwohnhaus mit Stall 1952&lt;br /&gt;
25. Holzschuppen 1930 1952&lt;br /&gt;
29. Hühnerstall 1952.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herrenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hodf Menke 1852 HV 1518 015R.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa von 1840, Ansicht von Osten, Zeichnung Ludwig Menke 1852, LLB: HV 1518,015r]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rittergut vorn Kienitz 1949.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa, Ansicht von Osten, 1949, aus: Hans-Oskar Kienitz, Rittergut, 1949]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Villa_DSC_1086.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa, Ansicht der Gartenseite, von Nordwesten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassizistische Villa wurde 1840 [i] von dem neuen Eigentümer des Rittergutes (seit etwa 1830), Clemens Albert Caesar, errichtet. Der westliche Teil mit dem Herrenhaus und dem großen Park war ehemals von einem Wassergraben umgeben (Rest davon hinter der Stellmacherei). Spätklassizistisch-strenger Baukörper mit rechteckigem Grundriss, Hochparterre, 2 Geschosse, Gesims und Pilastergliederung, sehr flaches Walmdach. 7 Fensterachsen an der Längsseite, mittig auf beiden Traufseiten ein flacher Dreiecksgiebel. Innen mit erhaltener bauzeitlicher Ausstattung (Außen- und Zimmertüren, Fenster). Sehr qualitätvolle Umgestaltung der Repräsentationsräume im Erdgeschoss 1939 durch den neuen Eigentümer Ernst Oetker (Eingangshalle mit Wandkamin, großzügige Treppenanlage, Kölner Decken, kassettierte Eichentüren, Heizkörperverkleidungen usw.) im Stile des Neobarock. 2007 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Altes Wohnhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittergutsweg 1a und 1b. 1890 in der Gebäudesteuerrolle als &amp;quot;Inspektorhaus und Gärtnerwohnung&amp;quot; bezeichnet. An der Südwestecke des Ritterguts an der ehemaligen Landstraße nach Heiligenkirchen das ehemalige von Hammerstein’sche Herrenhaus, im Kern wohl 17. Jh. Gebäudegruppe aus dem eigentlichen &amp;quot;Alten Herrenhaus&amp;quot; mit einem rechteckigen Turm an der Südwestecke, wohl um 1632 für den Freiherrn von Hammerstein neu erbaut, nach Osten um 1830/40 erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 16 x 10 m messender dreigeschossiger Bau mit einem südwestlich anschließenden Treppenturm von rund 5 x 5 m Grundfläche, kein Keller. Geschosshöhen um 2,50 m. Dachwerk Mitte 19. Jh. mit flacher Neigung und Vollwalmen erneuert (zuvor Satteldach). Außenwände im Erdgeschoss aus Bruchsteinmauerwerk, östliche Traufwand aus Fachwerk, Westseite auch im 1. Obergeschoss massiv, dort an der nordwestlichen Gebäudeecke ein zweibahniges, seit dem 19. Jh. vermauertes Fenster mit Mittelpfosten und Sandsteingewände. Das 2. Obergeschoss wie die anderen Obergeschosswände aus Fachwerk, zweifach verriegelt, beidseitig verputzt. Zwei weite Schornsteine aus dem Kernbau von 1746 bis ins Dach hinein erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südwesten leicht schräg vorgelagert ein dreigeschossiger Treppenturm mit Pyramidendach, darauf Dachknauf mit Wetterfahne. Wände massiv, teilweise in Fachwerk, beidseitig verputzt. Freitreppe zum Eingang an der Südseite. Keller mit Kreuzgewölbe. An der Nordseite eine ältere Tür mit geschweiften Bändern und Holzrahmen. Im Winkel von Turm und Südfassade eine jüngere  Veranda mit Freitreppe vor der Längsseite zum Garten. Gaul erwähnt &amp;quot;an den 3 Außenseiten je 1 kleines vermauertes Fenster, nahe der einen Ecke die alte Tür mit eingetrepptem Gewände.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich ein unterkellerter Erweiterungsbau, vermutlich vor 1840 erbaut. Zweigeschossiger Mittelrisalit mit Drillingsfenstern und Satteldach, eingeschossige Flügel mit Walmdach. Außenwände aus Bruchsteinmauerwerk, Mittelrisalit und Südseite der Flügel verputzt. Kellersockel mit Rollschicht aus Backstein. Eingang an der Nordseite zum Hof von zwei Pfeilern mit Kapitell flankiert, darüber ein Architrav, großes Sandsteinpodest davor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renovierung 2024. Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 17.6.2024, Nr. A739.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Alte Stellmacherei===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude liegt an der Nordseite des Hofs neben dem Herrenhaus. Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Sichtmauerwerk in Richtung Süden (zum Hof) und Westen, die beiden anderen Seiten mit Strukturputz, Gebäudeecken aus Werksteinquadern. In der Traufwand zum Hof rechts ein Segmentbogentor, mit Werksteinquadern gerahmt. Nach außen öffnende Torflügel durch ein inneres Schiebetor ersetzt. Daneben weitere Eingangstüren mit Werksteineinfassung und Sprossenoberlicht. Türenblätter horizontal verbrettert. Im westlichen Giebel zur Belichtung der ehemaligen Kutscherwohnung ein Rundfenster im Dachgeschoss und ein rechteckiges Fenster im Erdgeschoss. In der nördlichen Traufwand zwei zweiflüglige Sprossenfenster und eine Fenstertür zum Garten sowie drei Gusseisensprossenfenster Alle Fenster mit Sandstein-Sohlbank und glatt geputzten. In der östlichen Giebelseite eine große Vierfenstergruppe im Erdgeschoss, im Dachgeschoss große Holzklappen mit Oberlichtfenstern in der Mittelachse. Im Inneren mittig ein zweiter großer Raum mit Holzbalkendecke. Halbwalmdach mit roten Hohlziegeln. 2021 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hofmeisterwohnung mit Kuhstall===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe [[Rittergutsweg 1c (Hornoldendorf)| Rittergutsweg 1c]]. Unter Clemens Albert Caesar 1835 erbauter Schafstall, später zur Hofmeisterwohnung mit Kuh- und Pferdestall nach Westen verlängert. Begrenzt den Hofraum nach Norden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheunen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzen die große Hoffläche im Osten und Westen. Ostflügel Anfang 19. Jh. erbaut mit zwei rundbogigen Tordurchfahrten, ein Torbogen mit Inschrift &amp;quot;A. B(rakmann) 1830&amp;quot;, 1845 [i] unter Caesar nach Süden um eine Torachse verlängert, Torbogen  mit dem Wappen Caesars und der Jahreszahl 1845.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt; Über dem Tor hofseitig ein großes Zwerchhaus. Unter Ferdinand Wallbrecht an der Südseite ein langes Scheunengebäude erbaut. An dessen Westgiebel Wappen mit Inschrift des Hans Adam von Hammerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wagenremise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 19. Jh. unter Ferdinand Wallbrecht östlich vor dem Scheunenflügel erbaut. In der östlichen Längsseite zwei Toreinfahrten mit Stichbögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Alte Gärtnerei, später Maschinenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Remise DSC 1083.jpg|thumb|&amp;quot;Alte Gärtnerei/Maschinenhaus&amp;quot; südlich vom Herrenhaus, Ansicht von Südosten (Feldseite), 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steht südlich vom Herrenhaus parallel zur ehemaligen Landstraße (Rittergutsweg). Drei niedrige Tore in der Feldseite, zwei Fledermausgauben. Kern des Gebäudes ist das 1856 erbaute Gewächshaus, Entwurf von Landbaumeister [https://lippelex.de/index.php?title=Brune,_Ferdinand_(1803-1857) Ferdinand Brune]. Massivbau mit Zinkblechdach, 32 x 16 Fuß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsLandbaumeister2024}}, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eingeschossiger längs der vorbeiführenden ehem. Landstraße stehender Baukörper. Die Südseite war bis in das Dach vollständig verglast. Von diesem Gebäude sind heute noch Reste erhalten, vor allem an der östlichen Giebelseite die Werksteingewände des alten, nun vermauerten Haupteingangs. Eine Erweiterung als verglastes Gewächshaus ist auf einem Foto der 1920er Jahre zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubertus Michels, Gutachten zur Ermittlung einer das Bild der Kulturlandschaft prägenden Eigenschaft für das Gebäude Alte Gärtnerei/Maschinenhaus vom Rittergut Hornoldendorf, Detmold 2023, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Umbau zum &amp;quot;Maschinenhaus&amp;quot; in den 1930er Jahren führte zum heutigen Erscheinungsbild. 2017 Instandsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eiskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Eiskeller DSC 1084.jpg|thumb|Eiskeller im Park des Gutshauses, Ansicht von Nordwesten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im parkähnlichen Garten des Herrenhauses an der Südseite hinter der Gartenmauer gelegen. In den Boden eingegrabener Eiskeller mit rundem Grundriss, flaches Kegeldach, Kellerhals mit Eingang im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brücke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der nordwestlichen Ecke des Gutsparkes einfache Bruchsteinbogenbrücke über die Wiembecke (Kirchweg nach Heiligenkirchen), an der Ostseite Inschriftstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glocke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaul erwähnt außerdem eine Glocke, 37 cm hoch, Durchmesser 44 cm mit Inschrift &amp;quot; ANNO 1622 HANS ADAM VON HAMMERSTEIN&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Brücke-Gut_2899.jpg|thumb|Inschrift an der Ostseite der Brücke, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Brückenostseite: &amp;quot;LUDEWIG FREIH. / VON HAMMERSTEIN / et / DOROTHEA SOPHIA / ERNESTINA GEB. / VON MUNCHHAUSEN / AN 1740&amp;quot;, an der Brückenwestseite: &amp;quot;Clemens Albert Caesar 1845&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer:innen, Bewohner:innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:10 DT-Hrnlddrf Rittergut Landsetzer.jpg|thumb|Die Gespannführer des Ritterguts, vorn Verwalter Edmund Landsetzer, um 1920 (Archiv Peter Lohrmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:11 DT-Hrnlddrf Rittergut Bedienstete.jpg|thumb|Bedienstete des Rittergutes, um 1930 (Archiv Peter Lohrmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Situation vor 1610 siehe den Abschnitt &amp;quot;Geschichte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1610 Simon VI. (Detmold 15.4.1554–7.12.1613 Brake) bzw. als [[Morgengabe]] an seine zweite Gemahlin Elisabeth zu Holstein-Schaumburg (3.8.1566–7.9.1638). Konduktor (Verwalter) ist Hans Adam von Hammerstein (1579–1653).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 an den bisherigen Verwalter Hans Adam von Hammerstein, der um 1625 im Verzeichnis der Adeligen Landsassen aufgeführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 131–133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643 vermachte Hans Adam von Hammerstein seiner dritten, 37 Jahre jüngeren Ehefrau Leveke von Münchhausen (1616–1675) das Gut als künftigen Witwensitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1653 durch Erbschaft an Leveke von Hammerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1675 durch Erbschaft an den Sohn Christoph Ludolf von Hammerstein (1646–1728).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 nach Rechtsstreit um die Erbschaft unter dem ältesten Sohn Wilhelm und Ludwig von Hammerstein (1702–1786) an letzteren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 82 Nr. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ludwig von Hammerstein war 1730 in erster Ehe verheiratet mit Anna Elisabeth von Heimburg (1697–1738), 1740 in zweiter Ehe mit Dorothea von Münchhausen aus dem Hause Rinteln (1717–1795).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1786 durch Erbschaft an Georg Gottlob Maximilian (1754–1783), Sohn von Ludwig und Dorothea von Hammerstein. Georg Gottlob Maximilian schloss 1778 die Ehe mit Amalie Gertrud von Münchhausen aus dem Hause Moringen (1759–1829.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 Verkauf durch die Witwe Amalie Gertrud von Hammerstein an den Amtmann Brakmann aus Bisperode bei Coppenbrügge, Kreis Hameln-Pyrmont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1830 Verkauf an Clemens Albert Caesar (25.5.1790–25.3.1867 in Detmold), in erster Ehe verheiratet mit einer Rodewald (Sternberg 5.11.1792–24.4.1839), in zweiter mit Alma Caesar (gest. 1916).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 Verkauf an Max Troost aus Mülheim an der Ruhr (1819–1863), am 25.4.1846 Heirat mit Mathilde Boehme (Eupen 16.8.1826–12.10.1885 Detmold).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oktober 1872 Verkauf an den Hannoveraner Rentner Ebell für 100.000 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2.1873 Verkauf an den Hannoveraner Architekten und Bauunternehmer [https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Wallbrecht_(Politiker,_1840) Ferdinand Wallbrecht] (Elze 7.4.1840–1.4.1905 Hannover) für 120.000 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 als Erbe an Frl. Frieda Wallbrecht/Hannover (4/15), Dr. Max Wallbrecht/Hannover (7/15) und Ferdinand Wallbrecht, Kaufmann in Lübeck (4/15).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 98: Gebäudesteuerrolle, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Eigentümer Dr. iur. Max Wallbrecht; Bewohner Inspektor Friedrich Bußmann, Verwalter Edmund Landsetzer, Hofmeister Heinrich Klöpper, Gärtner August Steinhof; in der Twete die Arbeiter Fritz Lange, Hermann Brinkmann, Walter Perski und – Laventiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2.1939 Verkauf an den Landwirt Ernst Oetker aus Pattensen für 900.000 Reichsmark.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WendtAmt1965}}, S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konduktoren (Pächter) nennt die Online-Schlagwortsuche auf archive.nrw.de:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Christoph Barkhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 Theophilus Streicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722–1735 Schönlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 Eberhard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1805 Leue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1823–1827 Stockebrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 Sturhahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Oskar Kienitz, Das Rittergut Hornoldendorf und die Familie von Hammerstein, Maschinenschr. Examensarbeit Päd. Akademie Detmold 1949 (LLB: LH 462.4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittergut Hornoldendorf. Besitzer Landwirt Ernst Oetker, Selbstverlag Detmold 1951 (LLB: 18 L 10019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Meier-BökeHornoldendorf1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WendtAmt1965}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1418–1421: Einwohnerverzeichnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442: Volkszählung 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1450: Volkszählung 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1451: Volkszählung 1828&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 24: Salbuch 1721&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 31: Salbuch 1754&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 39: Salbuch 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 45: Salbuch 1782/1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 55: Salbuch 1782/1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 103: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 2: Heidenoldendorf – Hornoldendorf, 1894–ca. 1960, S. 71 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(en)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Kategorie:Hausstätte in Hornoldendorf]][[Kategorie:Rittergutsweg (Hornoldendorf)]][[Kategorie:Rittergut]][[Kategorie:Steuerfreie Hausstätte]] [[Kategorie:Baudenkmal]] [[Kategorie:Ferdinand Brune]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rittergutsweg_1_(Hornoldendorf)&amp;diff=57318</id>
		<title>Rittergutsweg 1 (Hornoldendorf)</title>
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		<updated>2026-03-07T13:24:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Hof Hemeler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hornoldendorf&lt;br /&gt;
|Straße=Rittergutsweg (Hornoldendorf)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=1&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90601, 8.8924&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hornoldendorf&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=-&lt;br /&gt;
}}Das Rittergut Hornoldendorf wurde 1610 aus drei Höfen als gräfliche Domäne gegründet und 1614 zum Rittergut. 1920 wurde das bis dahin selbständige Rittergut als Kolonat Nr. 17 in die Gemeinde Hornoldendorf umgemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 98: Gebäudesteuerrolle, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HORNOLD-Rittergut_GEO-Portal NRW.png|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Luftbild, Geo-Portal NRW]]&lt;br /&gt;
Das Gut liegt im Tal westlich des Dorfes zwischen der ehemaligen Landstraße von [[Heiligenkirchen]] nach [[Fromhausen]] und der Wiembecke. &amp;quot;Die Gebäude gruppieren sich um einen sehr großen, rechteckigen Hof. Der westliche Teil mit dem Herrenhaus bildete ehemals eine Wasserburg. Von der Gräfte ist nur noch ein kleiner Teil erhalten. Westlich vom Herrenhaus ein Park, an dessen Südwest-Ecke eines sehr alte Eiche steht.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hofd_Heimburg_1756_D_73-5-3099.jpg|thumb|Karte des Ritterguts (rot) und der Bauerschaft Hornoldendorf, J. A. Heimburg, 1756, LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 3099]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 12 anderen Domänen gründete Graf Simon VI. in seiner Amtszeit auch die Domäne (Meierei) Hornoldendorf. Dazu erwarb er 1600 Land des verarmten Hofs Hermeler und zog den bei Tod des Hofinhabers mit 2665 Talern überschuldeten Meierhof ein. Zusammen mit dem ebenso schwachen Hof Vogel bildete Simon VI. daraus 1610 die Domäne Hornoldendorf. Das dabei am 2. Januar aufgestellte Inventar beschreibt den Gebäudebestand: &amp;quot;Dass wonhaus oder vorwerk, halb mit delen beschossen und halb mit Delen überlegt. 1 alter Schoppe, 1 Schafstall an der einen Seite mangeln latten und ist dacklos, 1 Backhaus ist uf der einen seiten dachlos. Das Neuwe gemach, so vorm Jahr ist reparirt worden, ist ohne mangel. 1 Wonhaus uf Vogells Hoffe, darein sein Zwey facke mit Delen beschossen, Sechs facke mit Delen überlegt, uf dem Siebenten facke ist nichts befunden worden. 1 Klein hauss uf Vogelss Hoffe, hat die Vogelsche ihr lebentlang im Besitz, fallet nach Ihrem Thote ahn den Hoff. Alten Hermelers Wonhauss, hat seine Tochter Im besitz. 1 Backhauss uf Hermelers Hoffe. 1 Garten gehörend an den Hoff. 1 Garten, gebrauchet die Vogelsche ihr lebentlang, fallet nach ihrem Thote ahn den Hoff.&amp;quot; Auch die Ländereien wurden mit insgesamt 373 Morgen und 9 Ruten Saatland und Schafweide erfasst. Hinzu kam ein Kuhkamp für 25 Kühe. Außerdem wurde ein genaues Verzeichnis der Spann- und Handdienste aufgenommen, die der Domäne zu leisten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 19 / Vogtei Falkenberg, Nr. 25: Erwerb des Guts Hornoldendorf, Zubehörungen, 1610–1614, 1731.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meierhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meierhof zu Hornoldendorf war eines der beiden Vorwerke der Villikation [[Heiligenkirchen]]. Urkundlich ist dieses Vorwerk erstmals in der Vita Meinwerci, vor 1036, erwähnt und unter der Bezeichnung &amp;quot;Meyger&amp;quot; um 1390 im ältesten bekannten Landschatzregister für das Amt Falkenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1497 zahlt &amp;quot;de Megger&amp;quot; mit 3 Gulden den weitaus höchsten Landschatz in Hornoldendorf, gefolgt von Vogel und Steins mit je 5 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1507 zahlt &amp;quot;de Meyger&amp;quot; 6 Gulden,&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso 1535 und 1545.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562 ist der Landschatz verdoppelt, 1572 wieder auf den alten Satz reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hatte Meyer 1573 noch 10 Pferde,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt; so wurden er, seine Frau und die 6jährige Tochter 1609 nur noch als arme Kleinkötter erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Jahr darauf gründete Graf Simon VI. aus dem verarmten und mit Tod des Inhabers abgemeierten Hof eine Domäne (Meierei Hornoldendorf). Der Hof bestand bei Übernahme aus dem Haupthaus bzw. &amp;quot;Vorwerk&amp;quot;, einem alten Schoppen, einem Schafstall, einem Backhaus und dem &amp;quot;Neuen Gemach&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof Hermeler===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &amp;quot;Tonnies Hermeling&amp;quot; wird diese Stätte 1590 erstmals aktenkundig. Er zahlt 2 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 1964, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Viehzählung 1604 wird &amp;quot;Hermelers Leibzüchter&amp;quot; mit 1 Kuh erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1600 zog Graf Simon VI. den verarmten, von ihm meierstättisch vergebenen Hof ein. Bei der Volkszählung 1609 wurde Tonies Hermelinck als armer Kleinkötter erfasst, mit einer Tochter mit 3jährigem Kind im Haus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr darauf wurde der eingezogene Hof Teil der von Graf Simon VI. gegründeten Domäne (Meierei Hornoldendorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die zu zahlenden Landschatzbeträge sich etwas unterscheiden, scheint es, dass dieser Hof aus dem 1572 noch &amp;quot;Thonies Hermenns&amp;quot; gehörigen hervorging, der 1535 und 1545 Bernd Hermens&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1507 Hans Hermans gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1573 besaß Tonnies Hermeling 4 Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals erwähnt wurden Hans Hermans und sein Vater 1497. Sie zahlten 3 Mark bzw. 1/2 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof Vogel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals schriftlich erwähnt unter dem Namen &amp;quot;Vogel&amp;quot; um 1390 im ältesten bekannten Landschatzregister für das Amt Falkenberg, 1497 dann als &amp;quot;Jarden Vogel&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 145 und 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1507 zahlt &amp;quot;Johan Vogell&amp;quot; 2 1/2 Gulden, &amp;quot;de Meyger&amp;quot; 6.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53,&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso 1535 und 1545.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;Aus dem Jahr 1547 ist eine Klage von Tönnies Clott und Bartold Heuwinkel gegen Dietrich auf der Spreckenburg, Kurd Vogel und den Meier zu Hornoldendorf überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A / Lippische Justizkanzlei, Prozesse bis 1800, Nr. 0 C 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562 ist der Landschatz verdoppelt,&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1572 wieder auf den alten Satz reduziert (&amp;quot;Cordt Vogell&amp;quot; zahlt 5 Ort = 2 1/2 Gulden).&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1590 ist neben &amp;quot;Curdt Vogell&amp;quot; mit 2 1/2 Gulden auch &amp;quot;Gercke Voigell&amp;quot; mit 2 1/2 Groschen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 1964, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich wohl um die Leibzüchterin. 1609 gibt es nach Auskunft der Volkszählung zwei Einlieger-Haushalte auf Vogels Hof: Füeke mit einem 8jährigen Kind und die arme Grete mit einer 16jährigen Tochter.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hofinhaber wird damals nicht mehr genannt. Im Jahr darauf wurde der eingezogene Hof Teil der von Graf Simon VI. gegründeten Domäne (Meierei Hornoldendorf). Damals bestand der Hof aus einem Wohnhaus und einem kleinen Nebenhaus (wohl der Leibzucht), in dem die Leibzüchterin Vogel noch ein lebenslanges Wohnrecht genoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juli 1614 übernahm der bisherige Konduktor (Verwalter) Hans Adam von Hammerstein die Domäne &amp;quot;erblich geschenkt&amp;quot; als adeliges landtagsfähiges Gut mit allen Freiheiten. Er hatte bis dahin die nötigen Gebäude auf eigene Kosten instand setzen lassen und 1.000 Reichstaler Schulden, die auf dem Gut lagen, übernommen. Da zur Domäne keine Holzung gehörte, erhielt das Rittergut zudem noch für 100 Goldgulden den bei Schmedissen gelegenen Bannenberg als Waldstück, ehedem zum Vorwerk [[Wilberger Straße 60 (Schönemark)|Beerentrup]] zählend. In der Wiembecke hatte er flussaufwärts bis zur Grenze des Amtes Detmold das Fischereirecht, außerdem erhielt er ein beschränktes Jagdrecht mit zwei Hunden und zwei Windhunden auf Hasen und Füchse zwischen der Berlebecke, Wiembecke, Fromhausen und dem Hornschen Feld. Der Begriff der Schenkung ist nicht wörtlich zu nehmen, denn Hans Adam von Hammerstein hatte dem mit rund 700.000 Talern verschuldeten Grafen 1611 mit einem Darlehen von 12.000 Talern ausgeholfen, auf dessen Rückzahlung er mit der Übernahme der Domäne verzichtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617 wurde das Rittergut durch den Ankauf des adeligen Gutes von Schwartze in [[Fromhausen]] vergrößert um 271 Morgen Saatland, 14 Morgen Wiesenwachs und 3 Teiche. 1619 veräußerte von Hammerstein den Hofraum eines der drei Höfe, aus denen die Domäne seinerzeit gegründet worden war, an Nolte Sünkler, der hier eine [[Hornoldendorfer Straße 25 (Hornoldendorf)|neue Stätte]] errichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Wendt 1965, S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1642 ist &amp;quot;Nolte Sünkel&amp;quot; mit einem Landschatz von 6 Groschen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1418, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1804 blieb das Rittergut im Besitz der Familie von Hammerstein. In diesem Jahr wurde es verkauft und wechselte von da an mehrfach den Eigentümer. Von längerer Dauer blieb es bei dem aus Hannover stammenden Baurat Ferdinand Wallbrecht. Dieser kaufte 1877 das Kolonat [[Wellnerweg 15 (Hornoldendorf)|Wellner Nr. 1]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL L 108 Detmold Fach 30 Nr. 10 Bd. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1883 das Kolonat Schönemark Nr. 8 und 1899 der Kolonat [[Schauinsland 27 (Heiligenkirchen)|Wellner Nr. 9]] in [[Heiligenkirchen]]. 1883 ließ Wallbrecht einen Kalkofen bauen,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1886 ein Stauwehr in der Wiembecke zur Anlage von Rieselwiesen errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 Nr. 3575.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Rittergut_DSC_1078.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Ansicht von Südosten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:D73_Kat_Mi_1_Nr2101_02_021_Gut.jpg|thumb|Flurkarte Hornoldendorf, Flur 2 (Ausschnitt), 1949, LAV NRW OWL, D 73 Kat. Mi 1 Nr. 2101, 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Brandkataster: Wallbrecht Erben, Max, Oetker Ernst: &lt;br /&gt;
1. ein neues Wohnhaus 1904&lt;br /&gt;
2. ein altes Wohnhaus für den Inspektor und Gärtner (siehe auch Kolonat Nr. 9) 1906&lt;br /&gt;
3. Kuhstall mit Hofmeisterwohnung (1930) und Silo (1941)&lt;br /&gt;
4. neues Dreschhaus Scheune mit Kartoffelkeller (1949)&lt;br /&gt;
5. Schafstall Pferde- und Rinderhaus&lt;br /&gt;
6. Schweinehaus, 1952: mit Anbau&lt;br /&gt;
7. Wagenremise, 1930 mit Kutschpferdestall und 1949 Wohnung&lt;br /&gt;
8. Gewächshaus 1952 Maschinenhalle&lt;br /&gt;
9. 1906 Schuppen, 1952 Garage&lt;br /&gt;
10. Backhaus 1952 Runkelmiete&lt;br /&gt;
11. Försterhaus 1902 Feldscheune&lt;br /&gt;
12. Scheune daselbst Geräteschuppen, ergänzt: mit Stallung&lt;br /&gt;
13. Einliegerwohnhaus (Twete) Arbeiterwohnhaus mit Stallanbau 1952&lt;br /&gt;
14. 1906 Backhaus 1926 Gänsestall&lt;br /&gt;
15. Scheune an 4. und 5. 1910&lt;br /&gt;
16. Wohn- und Kornhaus 1910 mit Stellmacherei 1930&lt;br /&gt;
17. Pflanzenhaus 1952 Arbeiterwohnhaus mit Stallanbau (Wellnerwiese)&lt;br /&gt;
18. Butterhaus Düngerschuppen 1930&lt;br /&gt;
19. Wagenhaus&lt;br /&gt;
20. Rindviehschuppen, jetzt (1949) Wohnhaus&lt;br /&gt;
20 a. Stallung 1949&lt;br /&gt;
21. Maschinenschuppen 1914&lt;br /&gt;
22. Obstschuppen 1914&lt;br /&gt;
23. 1930 Stall beim Arbeiterwohnhaus Twete Arbeiterwohnhaus mit Stall 1949&lt;br /&gt;
30. Grünfuttertrockenanlage 1953&lt;br /&gt;
31. Wohnhaus 1953&lt;br /&gt;
32. Arbeiterdoppelwohnhaus mit Stall 1955&lt;br /&gt;
28. Grünfuttersilo 1952&lt;br /&gt;
33. Arbeiterdoppelwohnhaus mit Stall 1955&lt;br /&gt;
26. Kartoffelsilo 1941&lt;br /&gt;
27. Geräteschuppen 1941&lt;br /&gt;
23. 1930 Stall beim Arbeiterwohnhaus Twete Arbeiterwohnhaus mit Stall 1952&lt;br /&gt;
25. Holzschuppen 1930 1952&lt;br /&gt;
29. Hühnerstall 1952.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herrenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hodf Menke 1852 HV 1518 015R.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa von 1840, Ansicht von Osten, Zeichnung Ludwig Menke 1852, LLB: HV 1518,015r]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rittergut vorn Kienitz 1949.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa, Ansicht von Osten, 1949, aus: Hans-Oskar Kienitz, Rittergut, 1949]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Villa_DSC_1086.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa, Ansicht der Gartenseite, von Nordwesten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassizistische Villa wurde 1840 [i] von dem neuen Eigentümer des Rittergutes (seit etwa 1830), Clemens Albert Caesar, errichtet. Der westliche Teil mit dem Herrenhaus und dem großen Park war ehemals von einem Wassergraben umgeben (Rest davon hinter der Stellmacherei). Spätklassizistisch-strenger Baukörper mit rechteckigem Grundriss, Hochparterre, 2 Geschosse, Gesims und Pilastergliederung, sehr flaches Walmdach. 7 Fensterachsen an der Längsseite, mittig auf beiden Traufseiten ein flacher Dreiecksgiebel. Innen mit erhaltener bauzeitlicher Ausstattung (Außen- und Zimmertüren, Fenster). Sehr qualitätvolle Umgestaltung der Repräsentationsräume im Erdgeschoss 1939 durch den neuen Eigentümer Ernst Oetker (Eingangshalle mit Wandkamin, großzügige Treppenanlage, Kölner Decken, kassettierte Eichentüren, Heizkörperverkleidungen usw.) im Stile des Neobarock. 2007 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Altes Wohnhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittergutsweg 1a und 1b. 1890 in der Gebäudesteuerrolle als &amp;quot;Inspektorhaus und Gärtnerwohnung&amp;quot; bezeichnet. An der Südwestecke des Ritterguts an der ehemaligen Landstraße nach Heiligenkirchen das ehemalige von Hammerstein’sche Herrenhaus, im Kern wohl 17. Jh. Gebäudegruppe aus dem eigentlichen &amp;quot;Alten Herrenhaus&amp;quot; mit einem rechteckigen Turm an der Südwestecke, wohl um 1632 für den Freiherrn von Hammerstein neu erbaut, nach Osten um 1830/40 erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 16 x 10 m messender dreigeschossiger Bau mit einem südwestlich anschließenden Treppenturm von rund 5 x 5 m Grundfläche, kein Keller. Geschosshöhen um 2,50 m. Dachwerk Mitte 19. Jh. mit flacher Neigung und Vollwalmen erneuert (zuvor Satteldach). Außenwände im Erdgeschoss aus Bruchsteinmauerwerk, östliche Traufwand aus Fachwerk, Westseite auch im 1. Obergeschoss massiv, dort an der nordwestlichen Gebäudeecke ein zweibahniges, seit dem 19. Jh. vermauertes Fenster mit Mittelpfosten und Sandsteingewände. Das 2. Obergeschoss wie die anderen Obergeschosswände aus Fachwerk, zweifach verriegelt, beidseitig verputzt. Zwei weite Schornsteine aus dem Kernbau von 1746 bis ins Dach hinein erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südwesten leicht schräg vorgelagert ein dreigeschossiger Treppenturm mit Pyramidendach, darauf Dachknauf mit Wetterfahne. Wände massiv, teilweise in Fachwerk, beidseitig verputzt. Freitreppe zum Eingang an der Südseite. Keller mit Kreuzgewölbe. An der Nordseite eine ältere Tür mit geschweiften Bändern und Holzrahmen. Im Winkel von Turm und Südfassade eine jüngere  Veranda mit Freitreppe vor der Längsseite zum Garten. Gaul erwähnt &amp;quot;an den 3 Außenseiten je 1 kleines vermauertes Fenster, nahe der einen Ecke die alte Tür mit eingetrepptem Gewände.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich ein unterkellerter Erweiterungsbau, vermutlich vor 1840 erbaut. Zweigeschossiger Mittelrisalit mit Drillingsfenstern und Satteldach, eingeschossige Flügel mit Walmdach. Außenwände aus Bruchsteinmauerwerk, Mittelrisalit und Südseite der Flügel verputzt. Kellersockel mit Rollschicht aus Backstein. Eingang an der Nordseite zum Hof von zwei Pfeilern mit Kapitell flankiert, darüber ein Architrav, großes Sandsteinpodest davor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renovierung 2024. Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 17.6.2024, Nr. A739.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Alte Stellmacherei===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude liegt an der Nordseite des Hofs neben dem Herrenhaus. Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Sichtmauerwerk in Richtung Süden (zum Hof) und Westen, die beiden anderen Seiten mit Strukturputz, Gebäudeecken aus Werksteinquadern. In der Traufwand zum Hof rechts ein Segmentbogentor, mit Werksteinquadern gerahmt. Nach außen öffnende Torflügel durch ein inneres Schiebetor ersetzt. Daneben weitere Eingangstüren mit Werksteineinfassung und Sprossenoberlicht. Türenblätter horizontal verbrettert. Im westlichen Giebel zur Belichtung der ehemaligen Kutscherwohnung ein Rundfenster im Dachgeschoss und ein rechteckiges Fenster im Erdgeschoss. In der nördlichen Traufwand zwei zweiflüglige Sprossenfenster und eine Fenstertür zum Garten sowie drei Gusseisensprossenfenster Alle Fenster mit Sandstein-Sohlbank und glatt geputzten. In der östlichen Giebelseite eine große Vierfenstergruppe im Erdgeschoss, im Dachgeschoss große Holzklappen mit Oberlichtfenstern in der Mittelachse. Im Inneren mittig ein zweiter großer Raum mit Holzbalkendecke. Halbwalmdach mit roten Hohlziegeln. 2021 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hofmeisterwohnung mit Kuhstall===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe [[Rittergutsweg 1c (Hornoldendorf)| Rittergutsweg 1c]]. Unter Clemens Albert Caesar 1835 erbauter Schafstall, später zur Hofmeisterwohnung mit Kuh- und Pferdestall nach Westen verlängert. Begrenzt den Hofraum nach Norden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheunen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzen die große Hoffläche im Osten und Westen. Ostflügel Anfang 19. Jh. erbaut mit zwei rundbogigen Tordurchfahrten, ein Torbogen mit Inschrift &amp;quot;A. B(rakmann) 1830&amp;quot;, 1845 [i] unter Caesar nach Süden um eine Torachse verlängert, Torbogen  mit dem Wappen Caesars und der Jahreszahl 1845.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt; Über dem Tor hofseitig ein großes Zwerchhaus. Unter Ferdinand Wallbrecht an der Südseite ein langes Scheunengebäude erbaut. An dessen Westgiebel Wappen mit Inschrift des Hans Adam von Hammerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wagenremise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 19. Jh. unter Ferdinand Wallbrecht östlich vor dem Scheunenflügel erbaut. In der östlichen Längsseite zwei Toreinfahrten mit Stichbögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Alte Gärtnerei, später Maschinenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Remise DSC 1083.jpg|thumb|&amp;quot;Alte Gärtnerei/Maschinenhaus&amp;quot; südlich vom Herrenhaus, Ansicht von Südosten (Feldseite), 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steht südlich vom Herrenhaus parallel zur ehemaligen Landstraße (Rittergutsweg). Drei niedrige Tore in der Feldseite, zwei Fledermausgauben. Kern des Gebäudes ist das 1856 erbaute Gewächshaus, Entwurf von Landbaumeister [https://lippelex.de/index.php?title=Brune,_Ferdinand_(1803-1857) Ferdinand Brune]. Massivbau mit Zinkblechdach, 32 x 16 Fuß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsLandbaumeister2024}}, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eingeschossiger längs der vorbeiführenden ehem. Landstraße stehender Baukörper. Die Südseite war bis in das Dach vollständig verglast. Von diesem Gebäude sind heute noch Reste erhalten, vor allem an der östlichen Giebelseite die Werksteingewände des alten, nun vermauerten Haupteingangs. Eine Erweiterung als verglastes Gewächshaus ist auf einem Foto der 1920er Jahre zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubertus Michels, Gutachten zur Ermittlung einer das Bild der Kulturlandschaft prägenden Eigenschaft für das Gebäude Alte Gärtnerei/Maschinenhaus vom Rittergut Hornoldendorf, Detmold 2023, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Umbau zum &amp;quot;Maschinenhaus&amp;quot; in den 1930er Jahren führte zum heutigen Erscheinungsbild. 2017 Instandsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eiskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Eiskeller DSC 1084.jpg|thumb|Eiskeller im Park des Gutshauses, Ansicht von Nordwesten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im parkähnlichen Garten des Herrenhauses an der Südseite hinter der Gartenmauer gelegen. In den Boden eingegrabener Eiskeller mit rundem Grundriss, flaches Kegeldach, Kellerhals mit Eingang im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brücke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der nordwestlichen Ecke des Gutsparkes einfache Bruchsteinbogenbrücke über die Wiembecke (Kirchweg nach Heiligenkirchen), an der Ostseite Inschriftstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glocke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaul erwähnt außerdem eine Glocke, 37 cm hoch, Durchmesser 44 cm mit Inschrift &amp;quot; ANNO 1622 HANS ADAM VON HAMMERSTEIN&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Brücke-Gut_2899.jpg|thumb|Inschrift an der Ostseite der Brücke, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Brückenostseite: &amp;quot;LUDEWIG FREIH. / VON HAMMERSTEIN / et / DOROTHEA SOPHIA / ERNESTINA GEB. / VON MUNCHHAUSEN / AN 1740&amp;quot;, an der Brückenwestseite: &amp;quot;Clemens Albert Caesar 1845&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer:innen, Bewohner:innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:10 DT-Hrnlddrf Rittergut Landsetzer.jpg|thumb|Die Gespannführer des Ritterguts, vorn Verwalter Edmund Landsetzer, um 1920 (Archiv Peter Lohrmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:11 DT-Hrnlddrf Rittergut Bedienstete.jpg|thumb|Bedienstete des Rittergutes, um 1930 (Archiv Peter Lohrmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Situation vor 1610 siehe den Abschnitt &amp;quot;Geschichte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1610 Simon VI. (Detmold 15.4.1554–7.12.1613 Brake) bzw. als [[Morgengabe]] an seine zweite Gemahlin Elisabeth zu Holstein-Schaumburg (3.8.1566–7.9.1638). Konduktor (Verwalter) ist Hans Adam von Hammerstein (1579–1653).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 an den bisherigen Verwalter Hans Adam von Hammerstein, der um 1625 im Verzeichnis der Adeligen Landsassen aufgeführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 131–133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643 vermachte Hans Adam von Hammerstein seiner dritten, 37 Jahre jüngeren Ehefrau Leveke von Münchhausen (1616–1675) das Gut als künftigen Witwensitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1653 durch Erbschaft an Leveke von Hammerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1675 durch Erbschaft an den Sohn Christoph Ludolf von Hammerstein (1646–1728).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 nach Rechtsstreit um die Erbschaft unter dem ältesten Sohn Wilhelm und Ludwig von Hammerstein (1702–1786) an letzteren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 82 Nr. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ludwig von Hammerstein war 1730 in erster Ehe verheiratet mit Anna Elisabeth von Heimburg (1697–1738), 1740 in zweiter Ehe mit Dorothea von Münchhausen aus dem Hause Rinteln (1717–1795).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1786 durch Erbschaft an Georg Gottlob Maximilian (1754–1783), Sohn von Ludwig und Dorothea von Hammerstein. Georg Gottlob Maximilian schloss 1778 die Ehe mit Amalie Gertrud von Münchhausen aus dem Hause Moringen (1759–1829.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 Verkauf durch die Witwe Amalie Gertrud von Hammerstein an den Amtmann Brakmann aus Bisperode bei Coppenbrügge, Kreis Hameln-Pyrmont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1830 Verkauf an Clemens Albert Caesar (25.5.1790–25.3.1867 in Detmold), in erster Ehe verheiratet mit einer Rodewald (Sternberg 5.11.1792–24.4.1839), in zweiter mit Alma Caesar (gest. 1916).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 Verkauf an Max Troost aus Mülheim an der Ruhr (1819–1863), am 25.4.1846 Heirat mit Mathilde Boehme (Eupen 16.8.1826–12.10.1885 Detmold).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oktober 1872 Verkauf an den Hannoveraner Rentner Ebell für 100.000 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2.1873 Verkauf an den Hannoveraner Architekten und Bauunternehmer [https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Wallbrecht_(Politiker,_1840) Ferdinand Wallbrecht] (Elze 7.4.1840–1.4.1905 Hannover) für 120.000 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 als Erbe an Frl. Frieda Wallbrecht/Hannover (4/15), Dr. Max Wallbrecht/Hannover (7/15) und Ferdinand Wallbrecht, Kaufmann in Lübeck (4/15).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 98: Gebäudesteuerrolle, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Eigentümer Dr. iur. Max Wallbrecht; Bewohner Inspektor Friedrich Bußmann, Verwalter Edmund Landsetzer, Hofmeister Heinrich Klöpper, Gärtner August Steinhof; in der Twete die Arbeiter Fritz Lange, Hermann Brinkmann, Walter Perski und – Laventiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2.1939 Verkauf an den Landwirt Ernst Oetker aus Pattensen für 900.000 Reichsmark.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WendtAmt1965}}, S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konduktoren (Pächter) nennt die Online-Schlagwortsuche auf archive.nrw.de:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Christoph Barkhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 Theophilus Streicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722–1735 Schönlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 Eberhard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1805 Leue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1823–1827 Stockebrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 Sturhahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Oskar Kienitz, Das Rittergut Hornoldendorf und die Familie von Hammerstein, Maschinenschr. Examensarbeit Päd. Akademie Detmold 1949 (LLB: LH 462.4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittergut Hornoldendorf. Besitzer Landwirt Ernst Oetker, Selbstverlag Detmold 1951 (LLB: 18 L 10019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Meier-BökeHornoldendorf1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WendtAmt1965}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1418–1421: Einwohnerverzeichnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442: Volkszählung 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1450: Volkszählung 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1451: Volkszählung 1828&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 24: Salbuch 1721&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 31: Salbuch 1754&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 39: Salbuch 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 45: Salbuch 1782/1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 55: Salbuch 1782/1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 103: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 2: Heidenoldendorf – Hornoldendorf, 1894–ca. 1960, S. 71 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(en)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Kategorie:Hausstätte in Hornoldendorf]][[Kategorie:Rittergutsweg (Hornoldendorf)]][[Kategorie:Rittergut]][[Kategorie:Steuerfreie Hausstätte]] [[Kategorie:Baudenkmal]] [[Kategorie:Ferdinand Brune]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=49687</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2026-01-14T17:46:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Quellenhinweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Höfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut, wo sie bis heute erhalten sind. Der am linken Torständer als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – vor diesem traurigen Hintergrund kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder, Memmingen, eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.landtechnik-historisch.de/historische-landmaschinen-von-a-bis-z/o/osterrieder-gesellschaft-mbh-ogm/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=49686</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=49686"/>
		<updated>2026-01-14T17:41:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Höfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut, wo sie bis heute erhalten sind. Der am linken Torständer als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – vor diesem traurigen Hintergrund kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder, Memmingen, eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rosental_5_(Detmold)&amp;diff=48514</id>
		<title>Rosental 5 (Detmold)</title>
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		<updated>2025-12-08T11:14:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */Text geringfügig korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Rosental (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93691, 8.88079&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=D 028&lt;br /&gt;
}}1826 gegründete Hausstätte, ehem. Quartier-Nr. D 28, bis 1904 Rosentalstraße 2, ab 1909 Rosental 3. Grundbuch Detmold, Bd. 70, Bl. 3399.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 aus dem fürstlichen Lustgarten ausgewiesene Hausstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 169, fol. 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bauherrin war die Witwe des Stallmeisters Nikolaus Wülker († 1825). Richtfest war a, 3.5.1826.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 72 Emmighausen, Tagebuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 kaufte der Photograph Theodor Kliem das Haus von Wülckers Erbin, der Tochter Therese.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, Grundbuchakte Detmold D 23 B Bl. 19. Kaufvertrag vom 3.12.1877.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufpreis betrug 18.000 Mark, wovon 12.000 Mark bei Übergabe des Hauses am 1. April 1878 zu zahlen und Hypothekenschulden von 6.000 Mark zu übernehmen waren (diese Schuld wurde im April 1891 beglichen und gelöscht). 1871 hatte Theodor Kliem mit seiner Frau Lina noch in Werkmeisters Haus in der [[Lange Straße 33 (Detmold)|Langen Straße 33 ]] gewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß-Buch der Stadt Detmold, Detmold 1871, 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kliems Nachfolger waren hier nacheinander die Photographen Georg Zehnpfennig und Paul Beckmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.5.1997 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen, Nr. 522.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental1-3-5_HSA_6253.jpg|thumb|Rosental, rechts das Eckhaus Lange Straße, dann von rechts nach links die Häuser Rosental 1, 3 und 5, um 1930, LLB, HSA 6253]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_DT-BA-2688.jpg|thumb|Rosental 5, vor 1933, StA DT, BA 2688]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_JK2023.jpg|thumb|Rosental 5, Ansicht von Süden, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassizistisches, traufständiges Wohnhaus, zweigeschossig, fünf Fensterachsen breit, Mitteleingang mit Freitreppe. Fassade verschiefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückwärtig ein Glashaus, welches Kliem hier hinter der Nordseite des Hauses als fotografisches Atelier errichtet hatte. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das Glashaus, welches er 1864 hinter dem Haus Lange Straße 33 hatte bauen lassen und beim Umzug ins Rosental mitgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 durch Paul Beckmann Anbau eines festen Ateliers an der Rückseite, eingeschossig mit höherem rundbogigem Fenster in der Mitte. Zum Rosental eingeschossiger Anbau an der Ostseite, mit Laden, Arbeits- und Sprechzimmer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronzetafel links neben der Haustür: &amp;quot;In diesem Hause wohnte / der berühmte Tondichter / Albert Lortzing / in den Jahren 1826–1827. / Detmolder Männer-Chor e. V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 Stallmeister-Witwe Wül(c)ker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826/27 Bewohner Albert Lortzing (Inschrifttafel am Haus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 durch Erbschaft an Frl. Elise Wülcker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Frl. Therese Wülker, Privatiere; Fischer, Kabinettsregistrator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 Verkauf (1878 Übergabe) an den Photographen Theodor Kliem (* 15.11.1824 zu Ebeleben, Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, † 22.2.1889 in Detmold an Wassersucht, beerdigt 24.2.1889 mit ärztlicher Erlaubnis). Verheiratet mit Caroline Auguste Franziska Henriette geb. Blanck aus Stettin (* 1.2.1833, † 20.2.1909 in Berlin), getraut am 19.1.1854 in  Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Adressbuch 1891 besteht das Photoatelier noch mit der Witwe Lina Kliem als Inhaberin.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haushalt des Ehepaares Kliem lebten außerdem seit 1873 die Nichte Minna Kliem (* 1861) und seit 1879 deren vier Jahre jüngere Schwester Auguste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1430: Fürstlich-Lippisches Amtsgericht Detmold, Nachtrag zu dem Testament der Witwe Luise Kliem in Berlin, 1904, fol. 5–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lina Kliem ging Mitte 1892 nach Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Kliem, Witwe; Rohdewald, Geh. Regierungsrat-Witwe; Rohdewald, Stiftsdame.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Mai 1891 (Kaufvertrag) Wohnhaus und Atelier für 31.000 Mark an Georg Zehnpfennig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Firmiert im Adressbuch 1894 als „Th. Kliems Nachf.“ und Hofphotograph im Rosental 2.&amp;lt;ref&amp;gt; Adressbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1894, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1904 verzog er nach Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;StA DT, Meldekartei.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Hofphotograph, Firma Th. Kliem Nachf.; von Heintz, Premier-Leutnant; von Kniphausen I, Sek.-Leutnant; von Rosenberg, Sek.-Leutnant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Joachim Frhr. von der Goltz, Hauptmann und Bezirks-Offizier; Paul Pirckmeyer, Architekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Hermann Knöner, Buchhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Rudolf Cronemeyer, Gerichts-Assessor; Erich Riehle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 kurzzeitiger Zwischeneigentümer des Hauses nach Zwangsversteigerung 1905 ist der Kaufmann Friedrich Wilhelm Amtenbrink.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuer Eigentümer und Zehnpfennigs Nachfolger als Photograph wurde dann Paul Beckmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Schröder, Rentnerin; Voß, Hebamme; Voß, Plätterin; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Steindrucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 (Adressbuch) Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Fräulein; Michaelis, Steindrucker; Katz, Verkäuferin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Paul Niewald, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; Mieje Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; M. Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KleinmannsBildchronist2023}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, Meldekartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A Tit. 178 Nr. 86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Rosental (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rosental_5_(Detmold)&amp;diff=48513</id>
		<title>Rosental 5 (Detmold)</title>
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		<updated>2025-12-08T11:13:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */Text geringfügig korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Rosental (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93691, 8.88079&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=D 028&lt;br /&gt;
}}1826 gegründete Hausstätte, ehem. Quartier-Nr. D 28, bis 1904 Rosentalstraße 2, ab 1909 Rosental 3. Grundbuch Detmold, Bd. 70, Bl. 3399.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 aus dem fürstlichen Lustgarten ausgewiesene Hausstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 169, fol. 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bauherrin war die Witwe des Stallmeisters Nikolaus Wülker († 1825). Richtfest war a, 3.5.1826.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 72 Emmighausen, Tagebuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 kaufte der Photograph Theodor Kliem das Haus von Wülckers Erbin, der Tochter Therese.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, Grundbuchakte Detmold D 23 B Bl. 19. Kaufvertrag vom 3.12.1877.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufpreis betrug 18.000 Mark, wovon 12.000 Mark bei Übergabe des Hauses am 1. April 1878 zu zahlen und Hypothekenschulden von 6.000 Mark zu übernehmen waren (diese Schuld wurde im April 1891 beglichen und gelöscht). 1871 hatte Theodor Kliem mit seiner Frau Lina noch in Werkmeisters Haus in der [[Lange Straße 33 (Detmold)|Langen Straße 33 ]] gewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß-Buch der Stadt Detmold, Detmold 1871, 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kliems Nachfolger waren hier nacheinander die Photographen Georg Zehnpfennig und Paul Beckmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.5.1997 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen, Nr. 522.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental1-3-5_HSA_6253.jpg|thumb|Rosental, rechts das Eckhaus Lange Straße, dann von rechts nach links die Häuser Rosental 1, 3 und 5, um 1930, LLB, HSA 6253]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_DT-BA-2688.jpg|thumb|Rosental 5, vor 1933, StA DT, BA 2688]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_JK2023.jpg|thumb|Rosental 5, Ansicht von Süden, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassizistisches, traufständiges Wohnhaus, zweigeschossig, fünf Fensterachsen breit, Mitteleingang mit Freitreppe. Fassade verschiefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückwärtig ein Glashaus, welches Kliem hier hinter der Nordseite des Hauses als fotografisches Atelier errichtet hatte. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das Glashaus, welches er 1864 hinter dem Haus Lange Straße 33 hatte bauen lassen und beim Umzug ins Rosental mitgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 durch Paul Beckmann Anbau eines festen Ateliers an der Rückseite, eingeschossig mit höherem rundbogigem Fenster in der Mitte. Zum Rosental eingeschossiger Anbau an der Ostseite, mit Laden, Arbeits- und Sprechzimmer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronzetafel links neben der Haustür: &amp;quot;In diesem Hause wohnte / der berühmte Tondichter / Albert Lortzing / in den Jahren 1826–1827. / Detmolder Männer-Chor e. V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 Stallmeister-Witwe Wül(c)ker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826/27 Bewohner Albert Lortzing (Inschrifttafel am Haus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 durch Erbschaft an Frl. Elise Wülcker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Frl. Therese Wülker, Privatiere; Fischer, Kabinettsregistrator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 Verkauf (1878 Übergabe) an den Photographen Theodor Kliem (* 15.11.1824 zu Ebeleben, Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, † 22.2.1889 in Detmold an Wassersucht, beerdigt 24.2.1889 mit ärztlicher Erlaubnis). Verheiratet mit Caroline Auguste Franziska Henriette geb. Blanck aus Stettin (* 1.2.1833, † 20.2.1909 in Berlin), getraut am 19.1.1854 in  Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Adressbuch 1891 besteht das Photoatelier noch mit der Witwe Lina Kliem als Inhaberin.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haushalt des Ehepaares Kliem lebten seit 1873 auch die Nichte Minna Kliem (* 1861) und seit 1879 deren vier Jahre jüngere Schwester Auguste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1430: Fürstlich-Lippisches Amtsgericht Detmold, Nachtrag zu dem Testament der Witwe Luise Kliem in Berlin, 1904, fol. 5–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lina Kliem ging Mitte 1892 nach Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Kliem, Witwe; Rohdewald, Geh. Regierungsrat-Witwe; Rohdewald, Stiftsdame.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Mai 1891 (Kaufvertrag) Wohnhaus und Atelier für 31.000 Mark an Georg Zehnpfennig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Firmiert im Adressbuch 1894 als „Th. Kliems Nachf.“ und Hofphotograph im Rosental 2.&amp;lt;ref&amp;gt; Adressbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1894, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1904 verzog er nach Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;StA DT, Meldekartei.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Hofphotograph, Firma Th. Kliem Nachf.; von Heintz, Premier-Leutnant; von Kniphausen I, Sek.-Leutnant; von Rosenberg, Sek.-Leutnant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Joachim Frhr. von der Goltz, Hauptmann und Bezirks-Offizier; Paul Pirckmeyer, Architekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Hermann Knöner, Buchhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Rudolf Cronemeyer, Gerichts-Assessor; Erich Riehle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 kurzzeitiger Zwischeneigentümer des Hauses nach Zwangsversteigerung 1905 ist der Kaufmann Friedrich Wilhelm Amtenbrink.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuer Eigentümer und Zehnpfennigs Nachfolger als Photograph wurde dann Paul Beckmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Schröder, Rentnerin; Voß, Hebamme; Voß, Plätterin; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Steindrucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 (Adressbuch) Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Fräulein; Michaelis, Steindrucker; Katz, Verkäuferin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Paul Niewald, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; Mieje Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; M. Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KleinmannsBildchronist2023}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, Meldekartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A Tit. 178 Nr. 86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Rosental (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rosental_5_(Detmold)&amp;diff=48512</id>
		<title>Rosental 5 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rosental_5_(Detmold)&amp;diff=48512"/>
		<updated>2025-12-08T11:10:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Rosental (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93691, 8.88079&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=D 028&lt;br /&gt;
}}1826 gegründete Hausstätte, ehem. Quartier-Nr. D 28, bis 1904 Rosentalstraße 2, ab 1909 Rosental 3. Grundbuch Detmold, Bd. 70, Bl. 3399.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 aus dem fürstlichen Lustgarten ausgewiesene Hausstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 169, fol. 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bauherrin war die Witwe des Stallmeisters Nikolaus Wülker († 1825). Richtfest war a, 3.5.1826.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 72 Emmighausen, Tagebuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 kaufte der Photograph Theodor Kliem das Haus von Wülckers Erbin, der Tochter Therese.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, Grundbuchakte Detmold D 23 B Bl. 19. Kaufvertrag vom 3.12.1877.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufpreis betrug 18.000 Mark, wovon 12.000 Mark bei Übergabe des Hauses am 1. April 1878 zu zahlen und Hypothekenschulden von 6.000 Mark zu übernehmen waren (diese Schuld wurde im April 1891 beglichen und gelöscht). 1871 hatte Theodor Kliem mit seiner Frau Lina noch in Werkmeisters Haus in der [[Lange Straße 33 (Detmold)|Langen Straße 33 ]] gewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß-Buch der Stadt Detmold, Detmold 1871, 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kliems Nachfolger waren hier nacheinander die Photographen Georg Zehnpfennig und Paul Beckmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.5.1997 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen, Nr. 522.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental1-3-5_HSA_6253.jpg|thumb|Rosental, rechts das Eckhaus Lange Straße, dann von rechts nach links die Häuser Rosental 1, 3 und 5, um 1930, LLB, HSA 6253]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_DT-BA-2688.jpg|thumb|Rosental 5, vor 1933, StA DT, BA 2688]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_JK2023.jpg|thumb|Rosental 5, Ansicht von Süden, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassizistisches, traufständiges Wohnhaus, zweigeschossig, fünf Fensterachsen breit, Mitteleingang mit Freitreppe. Fassade verschiefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückwärtig ein Glashaus, welches Kliem hier hinter der Nordseite des Hauses als fotografisches Atelier errichtet hatte. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das Glashaus, welches er 1864 hinter dem Haus Lange Straße 33 hatte bauen lassen und beim Umzug ins Rosental mitgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 durch Paul Beckmann Anbau eines festen Ateliers an der Rückseite, eingeschossig mit höherem rundbogigem Fenster in der Mitte. Zum Rosental eingeschossiger Anbau an der Ostseite, mit Laden, Arbeits- und Sprechzimmer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronzetafel links neben der Haustür: &amp;quot;In diesem Hause wohnte / der berühmte Tondichter / Albert Lortzing / in den Jahren 1826–1827. / Detmolder Männer-Chor e. V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 Stallmeister-Witwe Wül(c)ker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826/27 Bewohner Albert Lortzing (Inschrifttafel am Haus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 durch Erbschaft an Frl. Elise Wülcker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Frl. Therese Wülker, Privatiere; Fischer, Kabinettsregistrator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 Verkauf (1878 Übergabe) an den Photographen Theodor Kliem (* 15.11.1824 zu Ebeleben, Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, † 22.2.1889 in Detmold an Wassersucht, beerdigt 24.2.1889 mit ärztlicher Erlaubnis). Verheiratet mit Caroline Auguste Franziska Henriette geb. Blanck aus Stettin (* 1.2.1833, † 20.2.1909 in Berlin), getraut am 19.1.1854 in  Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Adressbuch 1891 besteht das Photoatelier noch mit der Witwe Lina Kliem als Inhaberin.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haushalt des Ehepaar Kliems lebten seit 1873 auch die Nichte Minna Kliem (* 1861) und seit 1879 deren vier Jahre jüngere Schwester Auguste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1430: Fürstlich-Lippisches Amtsgericht Detmold, Nachtrag zu dem Testament der Witwe Luise Kliem in Berlin, 1904, fol. 5–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lina Kliem ging Mitte 1892 nach Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Kliem, Witwe; Rohdewald, Geh. Regierungsrat-Witwe; Rohdewald, Stiftsdame.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Mai 1891 (Kaufvertrag) Wohnhaus und Atelier für 31.000 Mark an Georg Zehnpfennig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Firmiert im Adressbuch 1894 als „Th. Kliems Nachf.“ und Hofphotograph im Rosental 2.&amp;lt;ref&amp;gt; Adressbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1894, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1904 verzog er nach Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;StA DT, Meldekartei.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Hofphotograph, Firma Th. Kliem Nachf.; von Heintz, Premier-Leutnant; von Kniphausen I, Sek.-Leutnant; von Rosenberg, Sek.-Leutnant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Joachim Frhr. von der Goltz, Hauptmann und Bezirks-Offizier; Paul Pirckmeyer, Architekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Hermann Knöner, Buchhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Rudolf Cronemeyer, Gerichts-Assessor; Erich Riehle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 kurzzeitiger Zwischeneigentümer des Hauses nach Zwangsversteigerung 1905 ist der Kaufmann Friedrich Wilhelm Amtenbrink.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuer Eigentümer und Zehnpfennigs Nachfolger als Photograph wurde dann Paul Beckmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Schröder, Rentnerin; Voß, Hebamme; Voß, Plätterin; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Steindrucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 (Adressbuch) Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Fräulein; Michaelis, Steindrucker; Katz, Verkäuferin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Paul Niewald, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; Mieje Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; M. Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KleinmannsBildchronist2023}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, Meldekartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A Tit. 178 Nr. 86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Rosental (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_57_(Wellentrup)&amp;diff=48509</id>
		<title>Istruper Straße 57 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2025-12-08T10:54:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94069, 9.0263&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}Die Neuwohnerstätte Nr. 30 wurde 1877 durch Wilhelm Becker gegründet. Sie bestand aus einer Gastwirtschaft und einem Lebensmittelgeschäft.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte um 1925. Links unten &amp;quot;Schankwirtschaft E. Redecker, Kolonialwaren, Drogen. Tel. 53 Amt Blomberg i/Lippe&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30 um 1900.jpg|mini|Die Gaststätte Becker, Wellentrup Nr. 30. Älteste Aufnahme aus der Zeit um 1900. Damals gab es eine hölzerne Veranda vor dem Eingang zum Laden (rechts) und einen Holzvorbau vor dem Eingang zur Gaststube (links)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, um 1930.jpg|mini|Die Gastwirtschaft Redecker, Wellentrup Nr. 30. Foto um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Ansichtskarte, nach1956.jpg|mini|Wellentrup, Gastwirtschaft Redecker. Ansichtskarte, nach 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Neuwohnerstätte, gegründet 1877	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischler Wilhelm Becker aus Cappel erwarb 1877 einen Garten vom Hof Lohmeier Nr. 3 und begründete darauf die Neuwohnerstätte Nr. 30. 1875 hatte er Wilhelmine Charlotte Amalie Hahn aus Maspe geheiratet. Becker erhielt eine Konzession zum Betrieb einer Gast- und Schenkwirtschaft mit Hökerhandel (Lebensmittel und Kolonialwaren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Massives, eineinhalbgeschossiges Wohnhaus von 1877 mit Mitteleingang unter kleinem Zwerchgiebel an der Westseite. Früherer Kolonialwarenladen rechts vom Eingang und Gaststube links, diese nach 1880 durch einen Vorbau mit Giebel an der linken Hausecke erweitert. Verputzter Backsteinbau mit aufgeputzten Eckquadern und Gesimsen (1952 beseitigt und neu verputzt). &lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Umbauplan Saal, 1926.jpg|mini|1926 wurde die Scheune der Gaststätte Redecker zum Tanzsaal umgebaut. Umbauplan von 1926 (Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Musikanten, um 1928.jpg|mini|Musikanten vor der Gastwirtschaft Redecker. Foto um 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Fußballmannschaft RSV Höntrup-Wellentrup, um 1930.jpg|mini|Fußballmannschaft des RSV Höntrup-Wellentrup vor der Gastwirtschaft Redecker. Foto um 1930]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1880 Anbau einer Scheune als unverputzter Backsteinbau mit Mitteldiele, 1926 zum Tanzsaal mit Musikantenbühne umgebaut (Maurermeister Beckmann, Wellentrup). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 Renovierung und Neuverputz (H. Päuker, Wellentrup); 1962 Modernisierung und Umbau der Scheune zum Lebensmittelgeschäft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastwirtschaft 1976 geschlossen und zur Wohnung umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1877 Stättengründung durch Wilhelm Becker aus Cappel. Konzession zum Betrieb einer Gast- und Schenkwirtschaft mit Hökerhandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Eugen Redecker, nach 1919.jpg|mini|Der Kaufmann Eugen Redecker aus Bielefeld heiratete 1919 Helene Becker und übernahm die Wellentruper Gastwirtschaft. Foto nach 1919]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 Übergabe (Verkauf) der Stätte an Tochter Helene Redecker, geb. Becker, oo Eugen Redecker, Kaufmann aus Bielefeld (+1932)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Redeker, Eugen, Kaufm. u. Gastw., [Tel.] 58 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 Redecker, Artur, Lebensmittelgeschäft (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Die Ausstattung entspricht dem Geschmack des ländlichen Publikums... Die Gastwirtschaft Becker/Redecker, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 261-267.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 303.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gaststätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_(Wellentrup)&amp;diff=48506</id>
		<title>Istruper Straße (Wellentrup)</title>
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		<updated>2025-12-08T10:48:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Charakteristik */Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94103, 9.02694&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/includeonly&amp;gt;Die Istruper Straße (Kreisstraße 78) ist die Hauptdurchgangsstraße im [[Blomberg|Blomberger]] Ortsteil [[Wellentrup]]. Sie wurde 1876-1881 angelegt und verläuft in west-östlicher Richtung von [[Detmold]] über [[Vahlhausen]] und [[Brüntrup]] nach [[Istrup]]. Hier heißt sie Detmolder Straße und trifft auf die Ostwestfalenstraße, die frühere Chaussee von [[Lemgo]] nach [[Blomberg]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Straße in Richtung Istrup, Regenbogen.jpg|mini|Wellentrup, Istruper Straße, Blick nach Osten mit Regenbogen. Foto: Heinnrich Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Straßenplanung Arcularius 1874.jpg|mini|1874 entwarf der Blomberger Wegebaumeister Heinrich Arcularius zwei Trassen für eine neue &amp;quot;Gemeinde-Chaussee&amp;quot; von Wellentrup nach Istrup, die 1876-1881 gebaut wurde (gesüdet, Norden unten). Man entschied sich für die südliche Variante (&amp;quot;Richtung I&amp;quot;), die mitten durch das Dorf führte. Diese entspricht der heutigen Istruper Straße (Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristik==&lt;br /&gt;
Die Istruper Straße ist heute eine stark befahrene Ortsdurchfahrt, die 1969 zweispurig mit seitlichen Bürgersteigen ausgebaut worden ist. Um den oft viel zu schnellen Durchgangsverkehr zu verlangsamen, wurde die Straße im Jahr 2000 auf 6 m Breite zurückgebaut, am südlichen Rand der Straße entstand ein kombinierer Fuß-/Radweg mit einem Grünstreifen. An beiden Ortseingängen wurden Kurven mit mittigen, leicht schräg stehenden Verkehrsinseln angelegt, die den Verkehr auf 50 km/h verlangsamen sollen. Eine weitere Querungshilfe für Fußgänger kam in der Ortsmitte hinzu. Die dort befindliche Bushaltestelle (Linie 777, Detmold - Blomberg) wurde im November 2025 barrierefrei ausgebaut (mit Hochbordstein zum bodengleichen Einstieg in Niederflurbusse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
Die Hauptdurchgangsstraße ist nach dem östlichen Nachbarort Istrup benannt. In Wellentrup wurden erst 1978 Straßennamen und eine straßenweise Hausnummernzählung eingeführt. Die Benennung der Straßen erfolgte in Zusammenarbeit mit Ortsvorsteher Friedel Liese und einigen Wellentruper Einwohnern unter Zuhilfenahme der Gemarkungskarte von 1885.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Vom Ortsteil zur Dorfgemeinschaft - Wellentrup nach 1970, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 268-274, hier S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die heutige Istruper Straße ist eine relativ junge Ortsdurchfahrt, sie entstand erst 1876. Die alte Landstraße von Detmold nach Blomberg hieß in Wellentrup &amp;quot;Rampenstraße&amp;quot;, im 16. Jahrhundert auch &amp;quot;Rampendahl&amp;quot;. Sie führte nach der Overbeckschen Flurkarte (1817) von Brüntrup kommend in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und weiter in südöstlicher Richtung über den sog. &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; nach Siebenhöfen und Blomberg. 1872 beschlossen die Ämter Blomberg und Schieder den Bau einer neuen &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; von Wellentrup nach Istrup und beauftragten den Blomberger Wegebaumeister Arcularius mit den notwendigen Planungen, die schließlich 1876 bis 1881 umgesetzt wurden. 1887 erfolgte der Ausbau der Straße in Richtung Brüntrup.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Strukturwandel im 19. Jahrhundert, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 176-194, hier S. 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 59 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Istruper Straße in Blomberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_(Wellentrup)&amp;diff=48500</id>
		<title>Istruper Straße (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_(Wellentrup)&amp;diff=48500"/>
		<updated>2025-12-08T10:40:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94103, 9.02694&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/includeonly&amp;gt;Die Istruper Straße (Kreisstraße 78) ist die Hauptdurchgangsstraße im [[Blomberg|Blomberger]] Ortsteil [[Wellentrup]]. Sie wurde 1876-1881 angelegt und verläuft in west-östlicher Richtung von [[Detmold]] über [[Vahlhausen]] und [[Brüntrup]] nach [[Istrup]]. Hier heißt sie Detmolder Straße und trifft auf die Ostwestfalenstraße, die frühere Chaussee von [[Lemgo]] nach [[Blomberg]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Straße in Richtung Istrup, Regenbogen.jpg|mini|Wellentrup, Istruper Straße, Blick nach Osten mit Regenbogen. Foto: Heinnrich Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Straßenplanung Arcularius 1874.jpg|mini|1874 entwarf der Blomberger Wegebaumeister Heinrich Arcularius zwei Trassen für eine neue &amp;quot;Gemeinde-Chaussee&amp;quot; von Wellentrup nach Istrup, die 1876-1881 gebaut wurde (gesüdet, Norden unten). Man entschied sich für die südliche Variante (&amp;quot;Richtung I&amp;quot;), die mitten durch das Dorf führte. Diese entspricht der heutigen Istruper Straße (Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristik==&lt;br /&gt;
Die Istruper Straße ist heute eine stark befahrene Ortsdurchfahrt, die 1969 zweispurig mit seitlichen Bürgersteigen ausgebaut worden ist. Um den oft viel zu schnellen Durchgangsverkehr zu verlangsamen, wurde die Straße im Jahr 2000 auf 6 m Breite zurückgebaut. An beiden Ortseingängen wurden Kurven mit mittigen, leicht schräg stehenden Verkehrsinseln angelegt, eine weitere Querungshilfe für Fußgänger kam in der Ortsmitte hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
Die Hauptdurchgangsstraße ist nach dem östlichen Nachbarort Istrup benannt. In Wellentrup wurden erst 1978 Straßennamen und eine straßenweise Hausnummernzählung eingeführt. Die Benennung der Straßen erfolgte in Zusammenarbeit mit Ortsvorsteher Friedel Liese und einigen Wellentruper Einwohnern unter Zuhilfenahme der Gemarkungskarte von 1885.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Vom Ortsteil zur Dorfgemeinschaft - Wellentrup nach 1970, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 268-274, hier S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die heutige Istruper Straße ist eine relativ junge Ortsdurchfahrt, sie entstand erst 1876. Die alte Landstraße von Detmold nach Blomberg hieß in Wellentrup &amp;quot;Rampenstraße&amp;quot;, im 16. Jahrhundert auch &amp;quot;Rampendahl&amp;quot;. Sie führte nach der Overbeckschen Flurkarte (1817) von Brüntrup kommend in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und weiter in südöstlicher Richtung über den sog. &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; nach Siebenhöfen und Blomberg. 1872 beschlossen die Ämter Blomberg und Schieder den Bau einer neuen &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; von Wellentrup nach Istrup und beauftragten den Blomberger Wegebaumeister Arcularius mit den notwendigen Planungen, die schließlich 1876 bis 1881 umgesetzt wurden. 1887 erfolgte der Ausbau der Straße in Richtung Brüntrup.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Strukturwandel im 19. Jahrhundert, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 176-194, hier S. 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 59 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Istruper Straße in Blomberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=48498</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=48498"/>
		<updated>2025-12-08T10:37:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Höfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut, wo sie bis heute erhalten sind. Der am linken Torständer als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – vor diesem traurigen Hintergrund kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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