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	<title>lippe-haeuser-wiki.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58448</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen. Rechts altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus von 1560/61 (d). Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:32:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: Bildunterschriften ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen. Links altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus von 1560/61 (d). Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58442</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:21:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
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|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
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|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen. Links altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus von 1560/61 (d). Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58437</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58437"/>
		<updated>2026-04-02T11:20:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: Bildunterschriften korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen. Links altes Haupthaus von 1560/61 (d). Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, altes Haupthaus, Ansicht von Osten. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Torbogen der Scheune von 1701. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Gut Dahlhausen, Inschrift des früheren Torbogens an der Südseite der Scheune. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58436</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:15:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1701 von Casimir Henrich von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58435</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:14:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige &#039;&#039;&#039;Wohnhaus&#039;&#039;&#039;, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; flankiert, die laut Torbogeninschrift 1704 von Casimir von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige &#039;&#039;&#039;Rindviehstall&#039;&#039;&#039; an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58434</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T11:13:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Baubeschreibung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Die große Hofanlage steht unter Denkmalschutz und besteht aus den folgenden Gebäuden: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Kopf steht das heutige ==Wohnhaus==, ein eingeschossiger Fachwerk-Traufenbau mit Krüppelwalmdach aus dem 18. Jahrhundert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Links, an der Westseite, wird der Hof von einer langgestreckten ==Scheune== flankiert, die laut Torbogeninschrift 1704 von Casimir von Exterde, &amp;quot;hessisch wohlbestallter Obristwachtmeister&amp;quot;, als Vierständerbau mit Mittellängsdiele errichtet wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der heutige ==Rindviehstall== an der Ostseite des Hofes ist ein weiterer großer Vierständerbau aus dem 16. Jahrhundert. Dieses Gebäude wurde nach dendrochronologischer Datierung (Jahrringdatierung) 1560/61 als Haupt- und Wohnhaus des damaligen Adelsgutes der Familie von Exter(de) errichtet. Der Torbogen trägt keine Inschrift, doch zeigen die beiden Knaggen (Holzkonsolen) an den Torständern geschnitzte Wappenschilde, die vermutlich bemalt waren. Auf dem linken Wappenschild ist noch eine stark verwitterte steigende Rautenreihe als Wappen der von Exter zu erkennen. Mit der Datierung 1561 und diesem Wappen ist dieser Bau das älteste Zeugnis für die Umwandlung des Meierhofes Dahlhausen in ein Adelsgut, die auch in den Landschatzregistern nachvollzogen werden kann (s. unten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58433</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:55:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen an der Nordseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf einem früheren Torbogen an der Südseite der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Dahlhauser_Stra%C3%9Fe_20_(Greste)&amp;diff=58432</id>
		<title>Dahlhauser Straße 20 (Greste)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:54:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.99581,8.69200&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
}}Der Hof Dahlhauser Straße 20 ist das frühere Adelsgut und die spätere Domäne Dahlhausen. Seit 1959 befindet sich der Hof in Privatbesitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Domäne-Dahlhausen.jpg|thumb|Domäne Dahlhausen, Scheune, Quelle: Heimatverein Leopoldshöhe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_1.jpg|thumb|Gut Dahlhausen (Ansicht von Osten), Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_2.jpg|thumb|Haupthaus Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_5.jpg|thumb|Scheune Gut Dahlhausen, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_3.jpg|thumb|Torbogen des Haupthauses, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
[[Datei:DahlhauserStrasse20_110710_6.jpg|thumb|Inschrift an der Scheune Gut Dahlhausen. Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Der Hof Dahlhausen wir 1492 in den Lippischen Regesten Nr. 2789 genannt.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
1844 verkauften die Herren von Hoffman das Gut Dahlhausen an die Fürstliche Rentkammer und es wurde zur Domäne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WaldeLeopoldshöhe1978}}, Seite 106, 107&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 1959 gibt der Landwirt  August Westerheide (1916-2013) seinen Hof in Oerlinghausen an die Stadt ab und erhält dafür die Domäne Dahlhausen. s.h. lippelex., und bleibt Eigentümer bis heute.(s.h. auch wikipedia)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift auf dem Torbogen:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
HERR CASIMIR HENRICH VON EXTERDE FÜRSTLICHER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HESSISCHER WOLBESTALTER OBRIST WACHTMEISTER&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
HAT DIESES HAUS BAUEN LASSEN DEN 1 MAY ANNO 1701&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Inschrift an der Scheune:&amp;lt;br&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
DER SEGEN DES HERREN MACHET REICH OHN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
MÜHE PROVERB: CAPP 10 M. IOHAN TÖNS CRUEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1701 Casimir Henrich von Exterde&lt;br /&gt;
* 1800 von Hoffmann&lt;br /&gt;
* 1844 Seppmeier&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Albrecht Sepmeier, Domänenpächter&lt;br /&gt;
* ab 1959 Familie Westerheide als Eigentümer&lt;br /&gt;
               2025 erhält Friedrich Westerheide Bundesverdienstkreuz für sein jahrzehntelanges Wirken für die evangel. Kirche Asemissen-Bechterdissen (lz 6.10.2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
[https://de.wikipedia.org/wiki/Domäne_Dahlhausen Domäne Dahlhausen auf Wikipedia]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(innen)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Greste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58431</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:50:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren setzte das Herrscherhaus überall in Lippe gegen z. T. erhebliche Widerstände das reformierte Bekenntnis als dominierende Konfession durch. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei die Inschrift am Torbogen verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über eine weitere Inschrift auf dem Sturzriegel des Torbogens: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen / Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58430</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:46:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei die Inschrift am Torbogen verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über eine weitere Inschrift auf dem Sturzriegel des Torbogens: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen / Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:45:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei die Inschrift am Torbogen verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über eine weitere Inschrift auf dem Sturzriegel des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen / Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58428</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:44:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei die Inschrift am Torbogen verloren ging.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften auf dem Sturzriegel des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:43:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Inschriften */Kleinigkeiten korrigiert und ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei zwei weitere Inschriften verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf der Stockwerkschwelle des Speicherstocks ist in vergoldeter lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) geschnitzt, der Text ist in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden, die in der Addition das Baujahr 1621 ergeben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften auf dem Sturzriegel des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6 sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58426</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:38:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei zwei weitere Inschriften verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Der Giebel stammt nicht &amp;quot;aus dem 15. Jahrhundert&amp;quot;, sondern ist inschriftlich 1621 datiert. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf dem Balken zwischen dem zweiten und dritten Stockwert wurde in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlenzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; Addiert ergeben die hervorgehobenen Buchstaben den Zahlenwert 1621. Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften am oberen Teil des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6, sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:36:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Baubeschreibung ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, der erste reformierte Pfarrer in Salzuflen, dieses Gebäude als privates Wohnhaus errichten. Es entstand ein ein relativ schmales, zweischiffiges Dielenhaus mit linksseitiger Diele und Speicherstock. Die Vorderfront des Hauses ist auf Ständern, Riegeln, Rähmen und hölzernen Brüstungsplatten nahezu flächendeckend mit Beschlagwerkschnitzerei der Spätrenaissance reich verziert. Die Stockwerkschwelle trägt eine Inschrift in lateinischer Kapitalis (Großbuchstabenschrift) in Form eines „Cronodistichons“ (s. unten unter &amp;quot;Inschriften&amp;quot;). 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen vor allem im Erdgeschoss, wobei zwei weitere Inschriften verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf dem Balken zwischen dem zweiten und dritten Stockwert wurde in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlenzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; Addiert ergeben die hervorgehobenen Buchstaben den Zahlenwert 1621. Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften am oberen Teil des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6, sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58424</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:25:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 2. Juni 1605 in Detmold erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, einer der erste reformierte Pfarrer Salzuflens, sein privates Wohnhaus neu gestalten. Besonders die Vorderfront des Gebäudes wurde dabei reich verziert, unter anderem mit einer Inschrift in der Form eines „Cronodistichons“. 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen, in deren Folge zwei weitere Inschriften an dem Gebäude verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf dem Balken zwischen dem zweiten und dritten Stockwert wurde in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlenzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; Addiert ergeben die hervorgehobenen Buchstaben den Zahlenwert 1621. Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften am oberen Teil des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6, sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_7_(Bad_Salzuflen)&amp;diff=58423</id>
		<title>Lange Straße 7 (Bad Salzuflen)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:24:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Bad Salzuflen (Kernstadt)&lt;br /&gt;
|Straße=Lange Straße  (Bad Salzuflen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=7&lt;br /&gt;
|Koordinaten=52.08313, 8.74661&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Salzuflen&lt;br /&gt;
|Straße1901=Langestraße&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=007&lt;br /&gt;
}}Die Hausstätte Lange Straße 7 wurde bis 1878 als Salzuflen Nr. 15 geführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gebäude war früher unter anderem das Wohnhaus des reformierten Pfarrers Johann Loofher. Heute [Stand: 2025] befindet sich dort ein Friseursalon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Hausstätte Salzuflen Nr. 15 handelt es sich um das ehemalige Wohnhaus von Johann Loofher, einem der ersten evangelisch-reformierten Pfarrer in Salzuflen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Damit ist das Gebäude Zeuge einer der turbulentesten Phasen der regionalen Religionsgeschichte: des innerprotestantischen Streites zwischen „orthodoxen“ Lutheranern und den maßgeblich durch die Schweizer Reformatoren Jean Calvin und Ulrich Zwingli geprägten Reformierten. Zum einen entzündete sich dieser Konflikt an theologischen Differenzen, etwa um die Frage nach der Realpräsenz Jesu Christi in der Eucharistie (Abendmahl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum anderen hatte der Streit in Lippe auch eine politische Dimension: In ihm spiegelte sich der auch für andere Gebiete des Reiches prägende Konflikt zwischen den um Autonomie bemühten Städten sowie den jeweiligen Landesherren wider. Während etwa der Rat und die städtische Bevölkerung in Salzuflen überwiegend dem lutherischen Bekenntnis zuneigten, empfingen Graf Simon VI. und seine Familie am 02. Juni 1605 erstmals öffentlich das Abendmahl nach evangelisch-reformiertem Ritus. In den folgenden Jahren konnte sich unter tatkräftiger Patronage des Herrscherhauses überall in Lippe die reformierte Spielart des Protestantismus als dominierende Konfession durchsetzen. Nur die Stadt Lemgo hielt weiterhin am „orthodoxen“ lutherischen Bekenntnis fest.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1621 ließ Johann Loofher, einer der erste reformierte Pfarrer Salzuflens, sein privates Wohnhaus neu gestalten. Besonders die Vorderfront des Gebäudes wurde dabei reich verziert, unter anderem mit einer Inschrift in der Form eines „Cronodistichons“. 1958 erfolgten größere Umbaumaßnahmen, in deren Folge zwei weitere Inschriften an dem Gebäude verloren gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 12-13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange_Straße_7_Gröppel_1909_02.png|thumb|Lange Straße 7 (Bad Salzuflen) um 1909. Entnommen aus: Gröppel, Inschriften, S. 4.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bis heute sichtbare Inschrift des Hauses ist wohl auch die am meisten rezipierte. Der lateinische Text auf dem Balken zwischen dem zweiten und dritten Stockwert wurde in der Form eines sogenannten „Chronodistichons“ abgefasst. Dabei handelt es sich um ein Distichon, also Verspaar, bei dem durch ihre Größe hervorgehobene Buchstaben gleichzeitig als römische Zahlenzeichen fungieren und damit ein Chronogramm bilden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„sIt LarIbVs nostrIs opto ConCorDIa Constans, noster et assIDVo LVCeat Igne foCus.“ Darunter steht &#039;&#039;„Dominus providebit.“&#039;&#039; Addiert ergeben die hervorgehobenen Buchstaben den Zahlenwert 1621. Übersetzt bedeutet der Text etwa: &#039;&#039;„Es sei unserem Haus, [so] wünsche ich, beständige Eintracht [beschieden], und unser Herdfeuer möge in unablässiger Glut leuchten – der Herr wird für uns sorgen.“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Umbau im Jahre 1958 verfügte das Gebäude noch über zwei weitere Inschriften am oberen Teil des Torbogens: &#039;&#039;„Iohan Loofher et Anna Resen“&#039;&#039; sowie &#039;&#039;„Den was mit Got gunt, das mus geraden.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Informationen entommen aus: Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909, S. 4-6, sowie Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009], S. 1 und 12-13. Aus letzterer Publikation stammt auch die zitierte Übersetzung des Chronodistichons.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1544/62 Jürgen Kremer.&amp;lt;ref&amp;gt;Sofern nicht anders ausgewiesen, Informationen zu diesem und folgenden Einträgen entnommen aus: Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner. Um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc 13, Nr. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1567 „de Kremerske“; später: Johan Kramer und Joh. Dreiß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621 „Hausbau durch Pastor Joh. Loofhers.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1628/33 „Herr Johan Lauffer, Pastor.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1621/57 „‚HC. Johan Pastor‘ (Loofher)“, geboren ca. 1588 in Blomberg, gestorben im Jahr 1657; seine Ehefrau: „Anna Reese aus Horn“; der Sohn: „Hermann Loofer Nr. 67, heiratet die einzige Tochter des Malers Henr. Weldige.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1658 Die Witwe des Franz Weldige; „zur Heuer“: der „Conrector Joh. Dreckmeyer.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680/84 Der Richter Hermann v. Beckingen; Salzuflen „Nr. 11, später auch Nr. 17.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 Der „Lohnherr J. Christoph Gießenbier; (wohnt Nr. 19, siehe Nr. 16!) und Joh. Sieveke, je zur Hälfte; (zur Heuer: Cantor Reinhard Kindscherf).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Joh. Pauk, „seit 19. Januar Witwer, 2 Mägde.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1752 Johan Pauk; „Haus und dahinterliegenden Scheune, 300 Thaler.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 „Johan Georg Schmit&#039;s seine Vortochter (300 Thaler).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1760 Der Feldwebel Andreas la Porte; „Haus und Scheune.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1767 „Simon Henr. Hartmann sein Haus; (siehe Nr. 172!).“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Ders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Die Witwe des Simon Henr. Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1778 Henrich Florens Hartmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 „Sim. Henrich Hartmanns Sohn.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1782 Ders. (vgl. auch Salzuflen Nr. 172); „Die Tochter Anne Margrete Hartmann wurde die Frau des Bürgers Arnold Obenhaus; sie legte den Bürgereid ab am 5. November 1776.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1793/95 Arnold Obenhaus; „sein Schwiegersohn und Erbe des Hauses Nr. 15 war der Schuhmacher F.C. Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804/25 Der Schumacher Franz Conrad Rennert „heiratete die Tochter des Heinr. Arnold Obenhaus; jur. 6. 11. 1804.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1834/37 Franz (C.) Rennert „besitzt 30 1/2 Scheffel Land.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844 Der Schumacher Franz Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/48 Der „Feldinspector Rennert.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1844/51 Der Tischler Florenz Rennert; „jur. 29. November 1842.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1852/73 Der Schlosser Eberhard Rennert; „jur. 4. November 1847.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 „zur Heuer“: der Maurer Wilh. Köller und der Maler Humbrok (letzterer zuvor Salzuflen Nr. 11a; gestorben im Jahre 1867). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 „zur Heuer“: der Handarbeiter Schure, der Arbeiter Heinr. Schneider sowie Ras. W. Ebenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871/74 Der Schlosser Eb. Rennert, „Zgl. Schneider; Sieder Strunk.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878/80 Der Schlosser Eberhard Rennert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Auguste Rennert, „Fräulein“; der Nachtwächter August Koch und der Fabrikarbeiter Hermann Fiesler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1951 Die Witwe Luise Hilgenböker; besaß die Hausstätte zusammen mit dem Gebäude Lange Straße 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, zwischen Renaissance und Reformation. Salzuflen vom späten 15. Jahrhundert bis zum frühen 17. Jahrhundert, in: Franz Meyer (Hrsg.), Bad Salzuflen. Epochen der Stadtgeschichte, Bielefeld 2007, S. 77-114.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Pölert, Alte Häuser Salzuflens. Besitzer, Bewohner, um 1960. Stadtarchiv Bad Salzuflen Msc Nr. 13.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stefan Wiesekopsieker, Inschriften an Bad Salzufler Häusern (Bad Salzufler Haus- und Hofgeschichten 2), Bad Salzuflen 2017 [2009].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gröppel, Inschriften alter Häuser in Salzuflen, Detmold 1909.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58422</id>
		<title>Währentruper Straße 88 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:22:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte (nach Krawinkel 1914) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Währentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=88&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.95181, 8.7216&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Unter dieser Adresse findet sich der Hof Krawinkel, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 2.&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Osten.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Stapelage (Osten), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Westen.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Währentrup (Westen), links Reithallen, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Krawinkel.jpg|mini|Hof Krawinkel - heute Reiterhof/Reitanlage: Wohnhaus; seitlich Wirtschaftsgebäude, diese großenteils als Pferdeställe genutzt, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel Leibzucht.jpg|mini|Hof Krawinkel, ehemaliges Leibzuchtshaus von 1834, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte (nach Krawinkel 1914)==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Grafen von Ravensberg Grundherren des Hofes Krawinkel, was aus einem Erbvertrag von 1226 hervorgeht. Auf nicht belegte Weise ist der Hof dann bald nach der Gründung des Stiftes St. Marien zu Bielefeld (1293) zu dessen Eigentum geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1418 liegt der früheste Meierbrief des Hofes vor, der hier an einen Hermann, Sohn des Meiers zum Uphofe, vergeben wird. Dergleichen Dokument ist nach langer Pause wieder von 1476 erhalten; hier werden Deppe zum Krawinkel und seine Frau Aleke als neue Hofbesitzer (= Pächter) genannt. Sie sind „neue Leute“, waren zuvor dem Kloster Marienfeld eigen  -  sind also keine Nachfahren ihrer Vorgänger auf dem Hof. 1547 besitzt wiederum ein Hermann zum Krawinkel den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 beginnt mit dem Aufzug des freien Hans Nieweg aus Lieme als Meier zum Krawinkel erstmals eine Periode von mehr als hundert Jahren, in der nachweislich mehrere Generationen einer Familie nacheinander den Hof Krawinkel besitzen. Tüchtige Meier und gute Zeiten lassen den Hof bis in die frühen Jahre des Dreißigjährigen Krieges gedeihen, dann wird beides  -  die Meier und die Zeiten  -  merklich schlechter: In den 1630er Jahren kann die Pacht nicht vollständig gezahlt werden, Schulden auf dem Hof sammeln sich an. Missernten kommen hinzu und verschlechtern die wirtschaftliche Situation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 übergibt Hans (III) den Hof an seinen Sohn Christoph, der nach Aug. Kr. als engagiert und bemüht, aber auch als in seinen Fähigkeiten begrenzt angesehen werden kann. Die einheiratende Meierin bringt zwar eine ansehnliche Mitgift von 400 Talern auf den Hof, die allerdings nur zum kleineren Teil sofort gezahlt wird. Mit den Jahren wird die Situation stetig schlimmer: Die Gläubiger drängen auf Zahlung, unterlassene Reparaturen führen zu verfallenden Gebäuden, Vieh wird in der Not veräußert, Äcker können mangels Saatgut nicht bestellt werden, Wald wird ohne Rücksicht auf die Zukunft abgeholzt  -  die Wirtschaft des Hofes geht zurück, die Schulden aber steigen weiter. Schließlich steht der Hof mit der damals ungeheuren Summe von mehr als 4000 Talern in der Kreide, und der Grundherr und zugleich größte Gläubiger  -  das Kapitel in Bielefeld  -  entschließt sich, ein Abmeierungsverfahren gegen Christoph einzuleiten. Nach sechs Prozessjahren wird 1689 die Abmeierung vollzogen; Christoph muss seine letzten Lebensjahre auf die Leibzucht und  von dort seinen bisherigen Hof unter der Regie eines neuen, fremden Meiers miterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Johann Berend Niebuhr ist wohl ein passender Mann für die herausfordernde Aufgabe als Meier (d.h. fähiger und hart arbeitender Sanierungsmanager) für den Hof Krawinkel gefunden, der zuvor als Konduktor (Verwalter/Geschäftsführer) des Meierhofes Dahlhausen bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Seine ersten Meierjahre nutzt er, den Zustand des Hofes Schritt für Schritt zu verbessern; an das Abtragen der enormen Schulden ist erst danach zu denken. Ein jähes Ende nehmen diese Anstrengungen, als Niebuhr 1703 plötzlich verstirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Folgejahr 1704 findet sich als Interimswirt der erst 24-jährige Johann Wilhelm Abhüpf aus dem Ravensbergischen, der die hinterbliebene Witwe mit sechs Kindern und hohen Schulden heiratet und 400 Taler Brautschatz auf den Hof bringt. Abhüpf ist nach dem Urteil Aug. Kr.s ein der Familie zugewandter harter Arbeiter, hat aber leider nicht die erforderliche Übersicht zur Administration eines größeren Hofes in schwieriger Lage. Die frühere Schuldenwirtschaft reißt wieder ein; Gläubiger und Prozesse fordern Energien, die der Hof brauchen würde. Nach zehn Jahren häufen sich die Pachtrückstände so stark, dass sich das Kapitel in Bielefeld entschließt, den Interimswirt Abhüpf und auch die auf dem Hof sitzende Familie Niebuhr abzumeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will in den folgenden Jahren/Jahrzehnten nicht so recht gelingen aus zwei Gründen: Zum einen führt die später auf die Leibzucht verwiesene Familie Niebuhr/Krawinkel über Jahre einen regelrechten Kleinkrieg gegen Jedermann, der irgendetwas von Ländereien, Gebäuden oder Inventar nutzen will. Der Hof kann dadurch nicht verpachtet oder anderweitig genutzt werden. Zum anderen besteht eine sehr spezielle rechtliche Konstellation: Das Kapitel versucht natürlich, die Abmeierung auf dem Rechtswege durchzusetzen. Die dafür in Anspruch genommenen lippischen Stellen wie Gerichte und Regierung erweisen sich aber als zögerlich und begrenzt motiviert, gegen lippische Untertanen zugunsten auswärtiger Grundherren vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 tritt Abhüpf von seinem Meierrecht zugunsten seines 25-jährigen Stiefsohnes Henrich Behrend zurück. Diesem gelingt eine einträgliche Heirat, das Kapitel stimmt zunächst zu. Das junge Meierpaar hat aber bald sehr schlechte Jahre: Etliches Großvieh verreckt, Missernten treten auf. Obwohl der Schwiegervater finanziell hilft, kommt es bald wieder zu Rückschritten, 1723 erreicht das Kapitel formal die erneut betriebene Abmeierung, wogegen die auf die Leibzucht gedrängte Familie allerdings klagt. Die Schwebesituation mit kleinkriegsartigen Begleitumständen zieht sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 werden Henrich Behrend Niebuhr/Krawinkel und sein jüngerer Bruder Johann Tönnies in Bielefeld von preussischen Werbern mit List und/oder Gewalt dazu gebracht, in die preussische Armee einzutreten, wo der jüngere Bruder den Rest seines Lebens dient und im fernen Perleberg ansässig wird, während Henrich Behrend nach 8 Jahren desertiert und auf den Hof zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vergleichsverhandlungen mit dem wohl inzwischen auch zermürbten Kapitel in Bielefeld kann er Zugeständnisse (Freijahre und Reduzierung der aufgelaufenen Pachtschulden) erreichen und wird im Februar 1737 in aller Form erneut als Meier auf dem Hof Krawinkel eingeführt. Nun endlich kann er den ererbten Hof wieder aufbauen und voranbringen. Der Begräbniseintrag nach diesem bewegten Leben im Kirchenbuch Stapelage vom 24. Februar 1751 beginnt: &#039;&#039;Henrich Bernhard Meyer zum Krawinkel, alt 59 Jahr weniger 2 Monathe. Weilen derselbe anfänglich in trüben et elenden Umbständen gewesen, hernach aber von Gott reichlich gesegnet worden   .   .   . &#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nach Henrich Bernhard übernimmt seine Witwe Anna Elisabeth für zehn Jahre die Regie auf dem Hof; erst nach ihrem Tod Anfang 1761 ehelicht der Anerbe Johann Christoph die Schwester Anna Ilsabein des Halbmeiers Gees in Hörste und tritt in die Verantwortung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die weitere Geschichte des Hofes Krawinkel verläuft in geordneten Bahnen, existentielle Krisen wie im Jahrhundert davor zahlreich, bleiben nach Aug. Kr. nun aus. Die Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts, aber auch wenig sichtbare, aber wichtige  Verbesserungen wie die Installation einer umfassenden Drainage der vielen zu feuchten Flächen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich die bauliche Erneuerung gegen dessen Ende werden von Aug. Kr. beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur jüngeren Geschichte ist anzufügen, dass sich der Hof Krawinkel in den letzten Jahrzehnten zum Pferde-/ Reiterhof gewandelt hat. Insbesondere an Wochenenden herrscht lebhafter Betrieb. Pferde, mehr noch Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber, auch zahlreiche Pferdeanhänger prägen das Bild. [http://reiterhof-krawinkel.de/Fotoalbum/ &#039;&#039;&#039;Reiterhof Krawinkel: Fotoalbum&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1640 gab es zu jener Zeit auf dem Hof Krawinkel &#039;&#039;3 gebuwete vnnd ein backhauß, dazu 2 dieche zu 200. Karp&#039;&#039;(f)&#039;&#039;en zusammen&#039;&#039;. Im Salbuch 1685 wird das Gleiche vermerkt. 1731 werden 5 Gebäude genannt; im Messbuch von 1752/53 und in den Salbüchern 1781 und 1829 wird genauer spezifiziert: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schafstall und Schoppen. 1855 wird nur Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aug. Kr. sind die Gebäude des Hofes Krawinkel in den von Konflikten, Nöten und Niedergang geprägten hundert Jahren (ca. 1650 – ca. 1750) sämtlich derart ruiniert worden, dass sie von Meier Johann Christoph in den ersten besseren Jahrzehnten ersetzt/neu erbaut werden mussten. Nach mehr als 100-jähriger Nutzung und auch wegen veränderter Bedarfe/Wirtschaftsweisen hat dann nach Aug. Kr. im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder eine umfassende Erneuerung der Hofgebäude stattgefunden. Dabei ist auch das frühere Meierhaus, nach Aug. Kr. ein 1742 erbautes mächtiges niedersächsisches Längsdielenhaus, Mitte der 1890er Jahre abgebrochen und durch getrennte Baulichkeiten für Mensch und Vieh ersetzt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige bauliche Maßnahmen aus den Jahren 1880 bis 1905 sind aus angezeigten Gebäudesteuer-Veränderungen zu ersehen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885	Kornhaus  (massiv / Ziegeldach / Zustand mittel)  diente zur Aufbewahrung von Korn  I  Abbruch&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1885	Leibzucht  (  Fachwerk / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  2 heizbare Stuben, . . . Boden u. Stallung  I  Vergrößerung&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1886	Dreschhaus mit Anbau (massiv / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  Wagenremise als Anbau an das Dreschhaus mit Anbau  I  Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891	Viehhaus  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1900  	Viehhaus  I  Vorbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900	Kotten  I  Neubau&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1901	Schweinehaus  I  Abbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Wohnhaus  I  verbessert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Feldscheune  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor/um 1900 entstandenen heutigen Gebäude grenzen von drei Seiten einen nahezu quadratischen Hofplatz an der Währentruper Straße ein  -  das Wohnhaus der Straßenseite gegenüber hinter dem Platz, die Wirtschaftsgebäude links und rechts davon. Einzig ein verbliebenes Fachwerkhaus von 1834  -  wohl die 1885 vergrößerte Leibzucht  -  liegt (von der Straße aus rechts) hinter den U-förmig arrangierten neueren Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die jüngste Nutzungsänderung/Entwicklung des Hofes in den letzten Jahrzehnten zu einem ausgeprägten Reiterhof hat bauliche Spuren hinterlassen: Zwei große Reithallen hinter dem Hof fallen ins Auge; in den meisten Wirtschaftsgebäuden und dem Fachwerkhaus sind Pferde bzw. Pferdeställe erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
IM JAHRE 1834 DEN 18 TEN JUNIUS HAT ADOLPH LUDEWIG KRAWINKEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GEBOHRNER BRINKMEIER AUS HARDISSEN UND CONRADINE FRIEDERIKE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
VOGELSANG DIESES HAUS MIT GOTT UND BEIHILFE IHRER KINDER BAUEN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
LASSEN SPRÜCHE KP 24 V 27 UND KP 28 V 10 RICHTE DRAUSSEN DEIN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GESCHÄFT AUS UND BEARBEITE DEINEN ACKER DANACH BAUE DEIN HAUS&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WährentruperStraße88_021011_1.jpg|thumb|Torbogen des Hofes Hörste ehem. Nr. 2, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meier des Hofes Krawinkel und ihre Familien (u. a. nach Aug. Kr.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. 	1418 erwähnt:	Hermann von dem Uphofe (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	1476 erwähnt:	Deppe mit seiner Frau Aleke (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	1547 erwähnt:	Hermann (ist Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	1552 – ca. 1590	Hans Nieweg aus Lieme (= Hans Meier zum Krawinkel I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
* Hans II (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	ca. 1590 – 1620	Hans Meier zum Krawinkel II (Sohn des Vorangehenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet vor 1620 a. d. Hachhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jobst (später Bürger in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans III (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	1620 – 1661		Hans Meier zum Krawinkel III, † 1667 (Sohn des Vorangehenden, ∞ 1621 Ilsabein Barkhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet 1645 auf Hof Kuhlmann in Leese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina (heir. 1656 auf das Gut Röhrentrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	1661 – 1689		Christoph Meier zum Krawinkel 	(1689 abgemeiert)&lt;br /&gt;
(Sohn des Vorangehenden, ∞ Anna Barkholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich (* 1670, 1715 erwähnt als Tischlermeister in Barntrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	1690 – 1703	(Neubemeierung) Johann Berend Niebuhr aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
(* 1655, † 1703),  ∞ 1680 Anna Ilsabein Vinnen (* 1662, † 1738)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Tönnies, * 1685, † 1715&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henrich Berend (Heinrich Bernhard), * 1693&lt;br /&gt;
       	&lt;br /&gt;
* Johann Tönnies (ab 1728 beim preuss. Militär, † 1742 in Perleberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Behrend, * 1702, eigentlicher Anerbe, ∞ vor 1735 Tochter des Ostmann zu Währentrup, lebt später in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	1704 – 1718	(Interimswirt) Johann Wilhelm Abhüpf aus Lensinghausen&lt;br /&gt;
(Ravensberg) (* 1680, † 1729), ∞ 1704 Witwe Anna Ilsabein Krawinkel, geb. Vinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.	1718 – 1723	und	1737 - 1752	Henrich Berend Niebuhr, Meier z. Krawinkel (* 1693, † 1752), Stiefsohn des Vorgängers (1723 abgemeiert, 1728 – 1736 beim preuss. Militär, übernimmt den Hof 1737 erneut), ∞ 1718 Anna Elisabeth Meise aus Hovedissen (* 1692, † 1761)	 												&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Elis., * 1719, ∞ 1754 Joh. Töns Niemann zu Währentrup, † 1792 in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1721, wird Schulmeister in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Christoph, * 1723, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina, * 1725, † 1736&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.	1752 – 1761		(Interim) Witwe Anna Elisabeth Krawinkel, geb. Meise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.	1761 – 1798		Johann Christoph (* 1723 , † 1798), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1761 Anna Ilsabein Gees aus Hörste (* 1731, † 1813)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Ernestine, * 1762, 3 Ehen, † 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Herm Christopher, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Amalia Sophie, * 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon August, * 1770 (Zwill.), † vor 1799&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1770 (Zwill.), Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
						&lt;br /&gt;
13.	1798 – 1813		Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1770, † 1813), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1800 Konradine Vogelsang aus Wellentrup (* 1783, † 1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1801, † 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franziska Konradine Henriette, * 1803&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich August, * 1805, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.	1814 – 1835	(Interimswirt) &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig Brinkmeier aus Hardissen (* 1784, † 1858),  ∞ 1814 Witwe Konradine Krawinkel, geb. Vogelsang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Florentine Charlotte Amalie, * 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karoline Friederike, * 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.	1835 – 1866	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1805, † 1876), Stiefsohn des Vorgängers,&lt;br /&gt;
∞ 1835 Friederike Riekehof aus Wellentrup (* 1811, † 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Joh. Konradine Friederike, * 1836, ∞ 1860 K. A. A. Stenneberg, Papierfabrikant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf Ludwig, * 1839, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich August, * 1843&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich, * 1847, ∞ 1876 in Stapelage, † 1914 in Lage&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Johanne Friederike, * 1849, ∞ 1870 F. A. Günther, Kfm. in Stapelage, † 1901&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Juliane, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Pauline Johanne, * 1853, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.	1866 – 1903	&amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig (* 1839, † 1916), Sohn der Vorangehenden,&lt;br /&gt;
∞ 1867 Johanne Wissmann aus Wissentrup (* 1840, † 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Louise Friederike, * 1867, verehelichte Tellmann in Bad Salzuflen (wurde von den Eheleuten Wissmann in Wissentrup an Kindes statt angenommen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Ludwig, * 1868, † 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilh. Pauline, * 1871, † 1910 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1873, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Martha, * 1876, 1902 Diakonissin in Metz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Friderike, * 1879&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.	1902 – 1946	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1873, † 19xx), Sohn der Vorangehenden, ∞ 1900 Bertha Limperg  (* 18xx)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Margarethe Anneliese Hildeg. Bertha, * 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Kurt, * 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf, * 19xx, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.	1946 – 1971	Adolf, (* 19xx, † 19xx), Sohn der Vorangehenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.	1971 – . . . .	Heinrich, (* 1937, † 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmer, Gottlieb, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sielemann, Christoph, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöppler, Hermann, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf sen., Landw., -&amp;gt; 150 (Oerlinghausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krawinkel, Adolf jun., Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Knecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Hermann, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Adolf, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, Mathilde, Näherin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Uekenpohl) Thies, Minna, Kriegerwitwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier: Krawinkel 1914) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel (* 1881 in Lage, † 1954 in Hamburg), dessen Vater Gottlieb Kr. vom Hof Krawinkel stammte, war ein historisch und genealogisch interessierter Berufschullehrer und -direktor in Detmold und Hamburg. Er hat das umfangreiche Archivgut zu dem Hof ausgewertet und zu einer gleichermaßen präzisen wie spannenden, lebendig geschriebenen Hofgeschichte verarbeitet. Sein genealogischer Nachlass liegt im Detmolder Landesarchiv (LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/Nachlass Heinrich August Krawinkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Währentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58421</id>
		<title>Währentruper Straße 88 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:22:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Währentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=88&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.95181, 8.7216&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Unter dieser Adresse findet sich der Hof Krawinkel, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 2.&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Osten.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Stapelage (Osten), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Westen.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Währentrup (Westen), links Reithallen, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Krawinkel.jpg|mini|Hof Krawinkel - heute Reiterhof/Reitanlage: Wohnhaus; seitlich Wirtschaftsgebäude, diese großenteils als Pferdeställe genutzt, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel Leibzucht.jpg|mini|Hof Krawinkel, ehemaliges Leibzuchtshaus von 1834, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte (nach Aug. Kr.)==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Grafen von Ravensberg Grundherren des Hofes Krawinkel, was aus einem Erbvertrag von 1226 hervorgeht. Auf nicht belegte Weise ist der Hof dann bald nach der Gründung des Stiftes St. Marien zu Bielefeld (1293) zu dessen Eigentum geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1418 liegt der früheste Meierbrief des Hofes vor, der hier an einen Hermann, Sohn des Meiers zum Uphofe, vergeben wird. Dergleichen Dokument ist nach langer Pause wieder von 1476 erhalten; hier werden Deppe zum Krawinkel und seine Frau Aleke als neue Hofbesitzer (= Pächter) genannt. Sie sind „neue Leute“, waren zuvor dem Kloster Marienfeld eigen  -  sind also keine Nachfahren ihrer Vorgänger auf dem Hof. 1547 besitzt wiederum ein Hermann zum Krawinkel den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 beginnt mit dem Aufzug des freien Hans Nieweg aus Lieme als Meier zum Krawinkel erstmals eine Periode von mehr als hundert Jahren, in der nachweislich mehrere Generationen einer Familie nacheinander den Hof Krawinkel besitzen. Tüchtige Meier und gute Zeiten lassen den Hof bis in die frühen Jahre des Dreißigjährigen Krieges gedeihen, dann wird beides  -  die Meier und die Zeiten  -  merklich schlechter: In den 1630er Jahren kann die Pacht nicht vollständig gezahlt werden, Schulden auf dem Hof sammeln sich an. Missernten kommen hinzu und verschlechtern die wirtschaftliche Situation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 übergibt Hans (III) den Hof an seinen Sohn Christoph, der nach Aug. Kr. als engagiert und bemüht, aber auch als in seinen Fähigkeiten begrenzt angesehen werden kann. Die einheiratende Meierin bringt zwar eine ansehnliche Mitgift von 400 Talern auf den Hof, die allerdings nur zum kleineren Teil sofort gezahlt wird. Mit den Jahren wird die Situation stetig schlimmer: Die Gläubiger drängen auf Zahlung, unterlassene Reparaturen führen zu verfallenden Gebäuden, Vieh wird in der Not veräußert, Äcker können mangels Saatgut nicht bestellt werden, Wald wird ohne Rücksicht auf die Zukunft abgeholzt  -  die Wirtschaft des Hofes geht zurück, die Schulden aber steigen weiter. Schließlich steht der Hof mit der damals ungeheuren Summe von mehr als 4000 Talern in der Kreide, und der Grundherr und zugleich größte Gläubiger  -  das Kapitel in Bielefeld  -  entschließt sich, ein Abmeierungsverfahren gegen Christoph einzuleiten. Nach sechs Prozessjahren wird 1689 die Abmeierung vollzogen; Christoph muss seine letzten Lebensjahre auf die Leibzucht und  von dort seinen bisherigen Hof unter der Regie eines neuen, fremden Meiers miterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Johann Berend Niebuhr ist wohl ein passender Mann für die herausfordernde Aufgabe als Meier (d.h. fähiger und hart arbeitender Sanierungsmanager) für den Hof Krawinkel gefunden, der zuvor als Konduktor (Verwalter/Geschäftsführer) des Meierhofes Dahlhausen bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Seine ersten Meierjahre nutzt er, den Zustand des Hofes Schritt für Schritt zu verbessern; an das Abtragen der enormen Schulden ist erst danach zu denken. Ein jähes Ende nehmen diese Anstrengungen, als Niebuhr 1703 plötzlich verstirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Folgejahr 1704 findet sich als Interimswirt der erst 24-jährige Johann Wilhelm Abhüpf aus dem Ravensbergischen, der die hinterbliebene Witwe mit sechs Kindern und hohen Schulden heiratet und 400 Taler Brautschatz auf den Hof bringt. Abhüpf ist nach dem Urteil Aug. Kr.s ein der Familie zugewandter harter Arbeiter, hat aber leider nicht die erforderliche Übersicht zur Administration eines größeren Hofes in schwieriger Lage. Die frühere Schuldenwirtschaft reißt wieder ein; Gläubiger und Prozesse fordern Energien, die der Hof brauchen würde. Nach zehn Jahren häufen sich die Pachtrückstände so stark, dass sich das Kapitel in Bielefeld entschließt, den Interimswirt Abhüpf und auch die auf dem Hof sitzende Familie Niebuhr abzumeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will in den folgenden Jahren/Jahrzehnten nicht so recht gelingen aus zwei Gründen: Zum einen führt die später auf die Leibzucht verwiesene Familie Niebuhr/Krawinkel über Jahre einen regelrechten Kleinkrieg gegen Jedermann, der irgendetwas von Ländereien, Gebäuden oder Inventar nutzen will. Der Hof kann dadurch nicht verpachtet oder anderweitig genutzt werden. Zum anderen besteht eine sehr spezielle rechtliche Konstellation: Das Kapitel versucht natürlich, die Abmeierung auf dem Rechtswege durchzusetzen. Die dafür in Anspruch genommenen lippischen Stellen wie Gerichte und Regierung erweisen sich aber als zögerlich und begrenzt motiviert, gegen lippische Untertanen zugunsten auswärtiger Grundherren vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 tritt Abhüpf von seinem Meierrecht zugunsten seines 25-jährigen Stiefsohnes Henrich Behrend zurück. Diesem gelingt eine einträgliche Heirat, das Kapitel stimmt zunächst zu. Das junge Meierpaar hat aber bald sehr schlechte Jahre: Etliches Großvieh verreckt, Missernten treten auf. Obwohl der Schwiegervater finanziell hilft, kommt es bald wieder zu Rückschritten, 1723 erreicht das Kapitel formal die erneut betriebene Abmeierung, wogegen die auf die Leibzucht gedrängte Familie allerdings klagt. Die Schwebesituation mit kleinkriegsartigen Begleitumständen zieht sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 werden Henrich Behrend Niebuhr/Krawinkel und sein jüngerer Bruder Johann Tönnies in Bielefeld von preussischen Werbern mit List und/oder Gewalt dazu gebracht, in die preussische Armee einzutreten, wo der jüngere Bruder den Rest seines Lebens dient und im fernen Perleberg ansässig wird, während Henrich Behrend nach 8 Jahren desertiert und auf den Hof zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vergleichsverhandlungen mit dem wohl inzwischen auch zermürbten Kapitel in Bielefeld kann er Zugeständnisse (Freijahre und Reduzierung der aufgelaufenen Pachtschulden) erreichen und wird im Februar 1737 in aller Form erneut als Meier auf dem Hof Krawinkel eingeführt. Nun endlich kann er den ererbten Hof wieder aufbauen und voranbringen. Der Begräbniseintrag nach diesem bewegten Leben im Kirchenbuch Stapelage vom 24. Februar 1751 beginnt: &#039;&#039;Henrich Bernhard Meyer zum Krawinkel, alt 59 Jahr weniger 2 Monathe. Weilen derselbe anfänglich in trüben et elenden Umbständen gewesen, hernach aber von Gott reichlich gesegnet worden   .   .   . &#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nach Henrich Bernhard übernimmt seine Witwe Anna Elisabeth für zehn Jahre die Regie auf dem Hof; erst nach ihrem Tod Anfang 1761 ehelicht der Anerbe Johann Christoph die Schwester Anna Ilsabein des Halbmeiers Gees in Hörste und tritt in die Verantwortung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die weitere Geschichte des Hofes Krawinkel verläuft in geordneten Bahnen, existentielle Krisen wie im Jahrhundert davor zahlreich, bleiben nach Aug. Kr. nun aus. Die Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts, aber auch wenig sichtbare, aber wichtige  Verbesserungen wie die Installation einer umfassenden Drainage der vielen zu feuchten Flächen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich die bauliche Erneuerung gegen dessen Ende werden von Aug. Kr. beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur jüngeren Geschichte ist anzufügen, dass sich der Hof Krawinkel in den letzten Jahrzehnten zum Pferde-/ Reiterhof gewandelt hat. Insbesondere an Wochenenden herrscht lebhafter Betrieb. Pferde, mehr noch Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber, auch zahlreiche Pferdeanhänger prägen das Bild. [http://reiterhof-krawinkel.de/Fotoalbum/ &#039;&#039;&#039;Reiterhof Krawinkel: Fotoalbum&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1640 gab es zu jener Zeit auf dem Hof Krawinkel &#039;&#039;3 gebuwete vnnd ein backhauß, dazu 2 dieche zu 200. Karp&#039;&#039;(f)&#039;&#039;en zusammen&#039;&#039;. Im Salbuch 1685 wird das Gleiche vermerkt. 1731 werden 5 Gebäude genannt; im Messbuch von 1752/53 und in den Salbüchern 1781 und 1829 wird genauer spezifiziert: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schafstall und Schoppen. 1855 wird nur Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aug. Kr. sind die Gebäude des Hofes Krawinkel in den von Konflikten, Nöten und Niedergang geprägten hundert Jahren (ca. 1650 – ca. 1750) sämtlich derart ruiniert worden, dass sie von Meier Johann Christoph in den ersten besseren Jahrzehnten ersetzt/neu erbaut werden mussten. Nach mehr als 100-jähriger Nutzung und auch wegen veränderter Bedarfe/Wirtschaftsweisen hat dann nach Aug. Kr. im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder eine umfassende Erneuerung der Hofgebäude stattgefunden. Dabei ist auch das frühere Meierhaus, nach Aug. Kr. ein 1742 erbautes mächtiges niedersächsisches Längsdielenhaus, Mitte der 1890er Jahre abgebrochen und durch getrennte Baulichkeiten für Mensch und Vieh ersetzt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige bauliche Maßnahmen aus den Jahren 1880 bis 1905 sind aus angezeigten Gebäudesteuer-Veränderungen zu ersehen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885	Kornhaus  (massiv / Ziegeldach / Zustand mittel)  diente zur Aufbewahrung von Korn  I  Abbruch&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1885	Leibzucht  (  Fachwerk / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  2 heizbare Stuben, . . . Boden u. Stallung  I  Vergrößerung&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1886	Dreschhaus mit Anbau (massiv / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  Wagenremise als Anbau an das Dreschhaus mit Anbau  I  Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891	Viehhaus  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1900  	Viehhaus  I  Vorbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900	Kotten  I  Neubau&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1901	Schweinehaus  I  Abbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Wohnhaus  I  verbessert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Feldscheune  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor/um 1900 entstandenen heutigen Gebäude grenzen von drei Seiten einen nahezu quadratischen Hofplatz an der Währentruper Straße ein  -  das Wohnhaus der Straßenseite gegenüber hinter dem Platz, die Wirtschaftsgebäude links und rechts davon. Einzig ein verbliebenes Fachwerkhaus von 1834  -  wohl die 1885 vergrößerte Leibzucht  -  liegt (von der Straße aus rechts) hinter den U-förmig arrangierten neueren Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die jüngste Nutzungsänderung/Entwicklung des Hofes in den letzten Jahrzehnten zu einem ausgeprägten Reiterhof hat bauliche Spuren hinterlassen: Zwei große Reithallen hinter dem Hof fallen ins Auge; in den meisten Wirtschaftsgebäuden und dem Fachwerkhaus sind Pferde bzw. Pferdeställe erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
IM JAHRE 1834 DEN 18 TEN JUNIUS HAT ADOLPH LUDEWIG KRAWINKEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GEBOHRNER BRINKMEIER AUS HARDISSEN UND CONRADINE FRIEDERIKE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
VOGELSANG DIESES HAUS MIT GOTT UND BEIHILFE IHRER KINDER BAUEN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
LASSEN SPRÜCHE KP 24 V 27 UND KP 28 V 10 RICHTE DRAUSSEN DEIN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GESCHÄFT AUS UND BEARBEITE DEINEN ACKER DANACH BAUE DEIN HAUS&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WährentruperStraße88_021011_1.jpg|thumb|Torbogen des Hofes Hörste ehem. Nr. 2, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meier des Hofes Krawinkel und ihre Familien (u. a. nach Aug. Kr.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. 	1418 erwähnt:	Hermann von dem Uphofe (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	1476 erwähnt:	Deppe mit seiner Frau Aleke (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	1547 erwähnt:	Hermann (ist Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	1552 – ca. 1590	Hans Nieweg aus Lieme (= Hans Meier zum Krawinkel I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
* Hans II (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	ca. 1590 – 1620	Hans Meier zum Krawinkel II (Sohn des Vorangehenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet vor 1620 a. d. Hachhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jobst (später Bürger in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans III (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	1620 – 1661		Hans Meier zum Krawinkel III, † 1667 (Sohn des Vorangehenden, ∞ 1621 Ilsabein Barkhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet 1645 auf Hof Kuhlmann in Leese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina (heir. 1656 auf das Gut Röhrentrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	1661 – 1689		Christoph Meier zum Krawinkel 	(1689 abgemeiert)&lt;br /&gt;
(Sohn des Vorangehenden, ∞ Anna Barkholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich (* 1670, 1715 erwähnt als Tischlermeister in Barntrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	1690 – 1703	(Neubemeierung) Johann Berend Niebuhr aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
(* 1655, † 1703),  ∞ 1680 Anna Ilsabein Vinnen (* 1662, † 1738)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Tönnies, * 1685, † 1715&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henrich Berend (Heinrich Bernhard), * 1693&lt;br /&gt;
       	&lt;br /&gt;
* Johann Tönnies (ab 1728 beim preuss. Militär, † 1742 in Perleberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Behrend, * 1702, eigentlicher Anerbe, ∞ vor 1735 Tochter des Ostmann zu Währentrup, lebt später in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	1704 – 1718	(Interimswirt) Johann Wilhelm Abhüpf aus Lensinghausen&lt;br /&gt;
(Ravensberg) (* 1680, † 1729), ∞ 1704 Witwe Anna Ilsabein Krawinkel, geb. Vinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.	1718 – 1723	und	1737 - 1752	Henrich Berend Niebuhr, Meier z. Krawinkel (* 1693, † 1752), Stiefsohn des Vorgängers (1723 abgemeiert, 1728 – 1736 beim preuss. Militär, übernimmt den Hof 1737 erneut), ∞ 1718 Anna Elisabeth Meise aus Hovedissen (* 1692, † 1761)	 												&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Elis., * 1719, ∞ 1754 Joh. Töns Niemann zu Währentrup, † 1792 in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1721, wird Schulmeister in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Christoph, * 1723, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina, * 1725, † 1736&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.	1752 – 1761		(Interim) Witwe Anna Elisabeth Krawinkel, geb. Meise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.	1761 – 1798		Johann Christoph (* 1723 , † 1798), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1761 Anna Ilsabein Gees aus Hörste (* 1731, † 1813)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Ernestine, * 1762, 3 Ehen, † 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Herm Christopher, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Amalia Sophie, * 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon August, * 1770 (Zwill.), † vor 1799&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1770 (Zwill.), Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
						&lt;br /&gt;
13.	1798 – 1813		Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1770, † 1813), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1800 Konradine Vogelsang aus Wellentrup (* 1783, † 1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1801, † 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franziska Konradine Henriette, * 1803&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich August, * 1805, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.	1814 – 1835	(Interimswirt) &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig Brinkmeier aus Hardissen (* 1784, † 1858),  ∞ 1814 Witwe Konradine Krawinkel, geb. Vogelsang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Florentine Charlotte Amalie, * 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karoline Friederike, * 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.	1835 – 1866	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1805, † 1876), Stiefsohn des Vorgängers,&lt;br /&gt;
∞ 1835 Friederike Riekehof aus Wellentrup (* 1811, † 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Joh. Konradine Friederike, * 1836, ∞ 1860 K. A. A. Stenneberg, Papierfabrikant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf Ludwig, * 1839, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich August, * 1843&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich, * 1847, ∞ 1876 in Stapelage, † 1914 in Lage&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Johanne Friederike, * 1849, ∞ 1870 F. A. Günther, Kfm. in Stapelage, † 1901&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Juliane, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Pauline Johanne, * 1853, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.	1866 – 1903	&amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig (* 1839, † 1916), Sohn der Vorangehenden,&lt;br /&gt;
∞ 1867 Johanne Wissmann aus Wissentrup (* 1840, † 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Louise Friederike, * 1867, verehelichte Tellmann in Bad Salzuflen (wurde von den Eheleuten Wissmann in Wissentrup an Kindes statt angenommen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Ludwig, * 1868, † 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilh. Pauline, * 1871, † 1910 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1873, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Martha, * 1876, 1902 Diakonissin in Metz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Friderike, * 1879&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.	1902 – 1946	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1873, † 19xx), Sohn der Vorangehenden, ∞ 1900 Bertha Limperg  (* 18xx)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Margarethe Anneliese Hildeg. Bertha, * 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Kurt, * 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf, * 19xx, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.	1946 – 1971	Adolf, (* 19xx, † 19xx), Sohn der Vorangehenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.	1971 – . . . .	Heinrich, (* 1937, † 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmer, Gottlieb, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sielemann, Christoph, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöppler, Hermann, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf sen., Landw., -&amp;gt; 150 (Oerlinghausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krawinkel, Adolf jun., Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Knecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Hermann, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Adolf, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, Mathilde, Näherin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Uekenpohl) Thies, Minna, Kriegerwitwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier: Krawinkel 1914) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel (* 1881 in Lage, † 1954 in Hamburg), dessen Vater Gottlieb Kr. vom Hof Krawinkel stammte, war ein historisch und genealogisch interessierter Berufschullehrer und -direktor in Detmold und Hamburg. Er hat das umfangreiche Archivgut zu dem Hof ausgewertet und zu einer gleichermaßen präzisen wie spannenden, lebendig geschriebenen Hofgeschichte verarbeitet. Sein genealogischer Nachlass liegt im Detmolder Landesarchiv (LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/Nachlass Heinrich August Krawinkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Währentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58420</id>
		<title>Währentruper Straße 88 (Hörste)</title>
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		<updated>2026-04-02T10:21:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Literatur */Literaturhinweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Währentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=88&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.95181, 8.7216&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Unter dieser Adresse findet sich der Hof Krawinkel, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 2.&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Osten.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Stapelage (Osten), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Westen.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Währentrup (Westen), links Reithallen, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Krawinkel.jpg|mini|Hof Krawinkel - heute Reiterhof/Reitanlage: Wohnhaus; seitlich Wirtschaftsgebäude, diese großenteils als Pferdeställe genutzt, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel Leibzucht.jpg|mini|Hof Krawinkel, ehemaliges Leibzuchtshaus von 1834, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte (nach Aug. Kr.)==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Grafen von Ravensberg Grundherren des Hofes Krawinkel, was aus einem Erbvertrag von 1226 hervorgeht. Auf nicht belegte Weise ist der Hof dann bald nach der Gründung des Stiftes St. Marien zu Bielefeld (1293) zu dessen Eigentum geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1418 liegt der früheste Meierbrief des Hofes vor, der hier an einen Hermann, Sohn des Meiers zum Uphofe, vergeben wird. Dergleichen Dokument ist nach langer Pause wieder von 1476 erhalten; hier werden Deppe zum Krawinkel und seine Frau Aleke als neue Hofbesitzer (= Pächter) genannt. Sie sind „neue Leute“, waren zuvor dem Kloster Marienfeld eigen  -  sind also keine Nachfahren ihrer Vorgänger auf dem Hof. 1547 besitzt wiederum ein Hermann zum Krawinkel den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 beginnt mit dem Aufzug des freien Hans Nieweg aus Lieme als Meier zum Krawinkel erstmals eine Periode von mehr als hundert Jahren, in der nachweislich mehrere Generationen einer Familie nacheinander den Hof Krawinkel besitzen. Tüchtige Meier und gute Zeiten lassen den Hof bis in die frühen Jahre des Dreißigjährigen Krieges gedeihen, dann wird beides  -  die Meier und die Zeiten  -  merklich schlechter: In den 1630er Jahren kann die Pacht nicht vollständig gezahlt werden, Schulden auf dem Hof sammeln sich an. Missernten kommen hinzu und verschlechtern die wirtschaftliche Situation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 übergibt Hans (III) den Hof an seinen Sohn Christoph, der nach Aug. Kr. als engagiert und bemüht, aber auch als in seinen Fähigkeiten begrenzt angesehen werden kann. Die einheiratende Meierin bringt zwar eine ansehnliche Mitgift von 400 Talern auf den Hof, die allerdings nur zum kleineren Teil sofort gezahlt wird. Mit den Jahren wird die Situation stetig schlimmer: Die Gläubiger drängen auf Zahlung, unterlassene Reparaturen führen zu verfallenden Gebäuden, Vieh wird in der Not veräußert, Äcker können mangels Saatgut nicht bestellt werden, Wald wird ohne Rücksicht auf die Zukunft abgeholzt  -  die Wirtschaft des Hofes geht zurück, die Schulden aber steigen weiter. Schließlich steht der Hof mit der damals ungeheuren Summe von mehr als 4000 Talern in der Kreide, und der Grundherr und zugleich größte Gläubiger  -  das Kapitel in Bielefeld  -  entschließt sich, ein Abmeierungsverfahren gegen Christoph einzuleiten. Nach sechs Prozessjahren wird 1689 die Abmeierung vollzogen; Christoph muss seine letzten Lebensjahre auf die Leibzucht und  von dort seinen bisherigen Hof unter der Regie eines neuen, fremden Meiers miterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Johann Berend Niebuhr ist wohl ein passender Mann für die herausfordernde Aufgabe als Meier (d.h. fähiger und hart arbeitender Sanierungsmanager) für den Hof Krawinkel gefunden, der zuvor als Konduktor (Verwalter/Geschäftsführer) des Meierhofes Dahlhausen bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Seine ersten Meierjahre nutzt er, den Zustand des Hofes Schritt für Schritt zu verbessern; an das Abtragen der enormen Schulden ist erst danach zu denken. Ein jähes Ende nehmen diese Anstrengungen, als Niebuhr 1703 plötzlich verstirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Folgejahr 1704 findet sich als Interimswirt der erst 24-jährige Johann Wilhelm Abhüpf aus dem Ravensbergischen, der die hinterbliebene Witwe mit sechs Kindern und hohen Schulden heiratet und 400 Taler Brautschatz auf den Hof bringt. Abhüpf ist nach dem Urteil Aug. Kr.s ein der Familie zugewandter harter Arbeiter, hat aber leider nicht die erforderliche Übersicht zur Administration eines größeren Hofes in schwieriger Lage. Die frühere Schuldenwirtschaft reißt wieder ein; Gläubiger und Prozesse fordern Energien, die der Hof brauchen würde. Nach zehn Jahren häufen sich die Pachtrückstände so stark, dass sich das Kapitel in Bielefeld entschließt, den Interimswirt Abhüpf und auch die auf dem Hof sitzende Familie Niebuhr abzumeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will in den folgenden Jahren/Jahrzehnten nicht so recht gelingen aus zwei Gründen: Zum einen führt die später auf die Leibzucht verwiesene Familie Niebuhr/Krawinkel über Jahre einen regelrechten Kleinkrieg gegen Jedermann, der irgendetwas von Ländereien, Gebäuden oder Inventar nutzen will. Der Hof kann dadurch nicht verpachtet oder anderweitig genutzt werden. Zum anderen besteht eine sehr spezielle rechtliche Konstellation: Das Kapitel versucht natürlich, die Abmeierung auf dem Rechtswege durchzusetzen. Die dafür in Anspruch genommenen lippischen Stellen wie Gerichte und Regierung erweisen sich aber als zögerlich und begrenzt motiviert, gegen lippische Untertanen zugunsten auswärtiger Grundherren vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 tritt Abhüpf von seinem Meierrecht zugunsten seines 25-jährigen Stiefsohnes Henrich Behrend zurück. Diesem gelingt eine einträgliche Heirat, das Kapitel stimmt zunächst zu. Das junge Meierpaar hat aber bald sehr schlechte Jahre: Etliches Großvieh verreckt, Missernten treten auf. Obwohl der Schwiegervater finanziell hilft, kommt es bald wieder zu Rückschritten, 1723 erreicht das Kapitel formal die erneut betriebene Abmeierung, wogegen die auf die Leibzucht gedrängte Familie allerdings klagt. Die Schwebesituation mit kleinkriegsartigen Begleitumständen zieht sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 werden Henrich Behrend Niebuhr/Krawinkel und sein jüngerer Bruder Johann Tönnies in Bielefeld von preussischen Werbern mit List und/oder Gewalt dazu gebracht, in die preussische Armee einzutreten, wo der jüngere Bruder den Rest seines Lebens dient und im fernen Perleberg ansässig wird, während Henrich Behrend nach 8 Jahren desertiert und auf den Hof zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vergleichsverhandlungen mit dem wohl inzwischen auch zermürbten Kapitel in Bielefeld kann er Zugeständnisse (Freijahre und Reduzierung der aufgelaufenen Pachtschulden) erreichen und wird im Februar 1737 in aller Form erneut als Meier auf dem Hof Krawinkel eingeführt. Nun endlich kann er den ererbten Hof wieder aufbauen und voranbringen. Der Begräbniseintrag nach diesem bewegten Leben im Kirchenbuch Stapelage vom 24. Februar 1751 beginnt: &#039;&#039;Henrich Bernhard Meyer zum Krawinkel, alt 59 Jahr weniger 2 Monathe. Weilen derselbe anfänglich in trüben et elenden Umbständen gewesen, hernach aber von Gott reichlich gesegnet worden   .   .   . &#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nach Henrich Bernhard übernimmt seine Witwe Anna Elisabeth für zehn Jahre die Regie auf dem Hof; erst nach ihrem Tod Anfang 1761 ehelicht der Anerbe Johann Christoph die Schwester Anna Ilsabein des Halbmeiers Gees in Hörste und tritt in die Verantwortung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die weitere Geschichte des Hofes Krawinkel verläuft in geordneten Bahnen, existentielle Krisen wie im Jahrhundert davor zahlreich, bleiben nach Aug. Kr. nun aus. Die Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts, aber auch wenig sichtbare, aber wichtige  Verbesserungen wie die Installation einer umfassenden Drainage der vielen zu feuchten Flächen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich die bauliche Erneuerung gegen dessen Ende werden von Aug. Kr. beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur jüngeren Geschichte ist anzufügen, dass sich der Hof Krawinkel in den letzten Jahrzehnten zum Pferde-/ Reiterhof gewandelt hat. Insbesondere an Wochenenden herrscht lebhafter Betrieb. Pferde, mehr noch Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber, auch zahlreiche Pferdeanhänger prägen das Bild. [http://reiterhof-krawinkel.de/Fotoalbum/ &#039;&#039;&#039;Reiterhof Krawinkel: Fotoalbum&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1640 gab es zu jener Zeit auf dem Hof Krawinkel &#039;&#039;3 gebuwete vnnd ein backhauß, dazu 2 dieche zu 200. Karp&#039;&#039;(f)&#039;&#039;en zusammen&#039;&#039;. Im Salbuch 1685 wird das Gleiche vermerkt. 1731 werden 5 Gebäude genannt; im Messbuch von 1752/53 und in den Salbüchern 1781 und 1829 wird genauer spezifiziert: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schafstall und Schoppen. 1855 wird nur Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aug. Kr. sind die Gebäude des Hofes Krawinkel in den von Konflikten, Nöten und Niedergang geprägten hundert Jahren (ca. 1650 – ca. 1750) sämtlich derart ruiniert worden, dass sie von Meier Johann Christoph in den ersten besseren Jahrzehnten ersetzt/neu erbaut werden mussten. Nach mehr als 100-jähriger Nutzung und auch wegen veränderter Bedarfe/Wirtschaftsweisen hat dann nach Aug. Kr. im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder eine umfassende Erneuerung der Hofgebäude stattgefunden. Dabei ist auch das frühere Meierhaus, nach Aug. Kr. ein 1742 erbautes mächtiges niedersächsisches Längsdielenhaus, Mitte der 1890er Jahre abgebrochen und durch getrennte Baulichkeiten für Mensch und Vieh ersetzt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige bauliche Maßnahmen aus den Jahren 1880 bis 1905 sind aus angezeigten Gebäudesteuer-Veränderungen zu ersehen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885	Kornhaus  (massiv / Ziegeldach / Zustand mittel)  diente zur Aufbewahrung von Korn  I  Abbruch&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1885	Leibzucht  (  Fachwerk / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  2 heizbare Stuben, . . . Boden u. Stallung  I  Vergrößerung&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1886	Dreschhaus mit Anbau (massiv / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  Wagenremise als Anbau an das Dreschhaus mit Anbau  I  Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891	Viehhaus  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1900  	Viehhaus  I  Vorbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900	Kotten  I  Neubau&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1901	Schweinehaus  I  Abbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Wohnhaus  I  verbessert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Feldscheune  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor/um 1900 entstandenen heutigen Gebäude grenzen von drei Seiten einen nahezu quadratischen Hofplatz an der Währentruper Straße ein  -  das Wohnhaus der Straßenseite gegenüber hinter dem Platz, die Wirtschaftsgebäude links und rechts davon. Einzig ein verbliebenes Fachwerkhaus von 1834  -  wohl die 1885 vergrößerte Leibzucht  -  liegt (von der Straße aus rechts) hinter den U-förmig arrangierten neueren Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die jüngste Nutzungsänderung/Entwicklung des Hofes in den letzten Jahrzehnten zu einem ausgeprägten Reiterhof hat bauliche Spuren hinterlassen: Zwei große Reithallen hinter dem Hof fallen ins Auge; in den meisten Wirtschaftsgebäuden und dem Fachwerkhaus sind Pferde bzw. Pferdeställe erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
IM JAHRE 1834 DEN 18 TEN JUNIUS HAT ADOLPH LUDEWIG KRAWINKEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GEBOHRNER BRINKMEIER AUS HARDISSEN UND CONRADINE FRIEDERIKE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
VOGELSANG DIESES HAUS MIT GOTT UND BEIHILFE IHRER KINDER BAUEN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
LASSEN SPRÜCHE KP 24 V 27 UND KP 28 V 10 RICHTE DRAUSSEN DEIN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GESCHÄFT AUS UND BEARBEITE DEINEN ACKER DANACH BAUE DEIN HAUS&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WährentruperStraße88_021011_1.jpg|thumb|Torbogen des Hofes Hörste ehem. Nr. 2, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meier des Hofes Krawinkel und ihre Familien (u. a. nach Aug. Kr.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. 	1418 erwähnt:	Hermann von dem Uphofe (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	1476 erwähnt:	Deppe mit seiner Frau Aleke (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	1547 erwähnt:	Hermann (ist Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	1552 – ca. 1590	Hans Nieweg aus Lieme (= Hans Meier zum Krawinkel I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
* Hans II (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	ca. 1590 – 1620	Hans Meier zum Krawinkel II (Sohn des Vorangehenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet vor 1620 a. d. Hachhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jobst (später Bürger in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans III (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	1620 – 1661		Hans Meier zum Krawinkel III, † 1667 (Sohn des Vorangehenden, ∞ 1621 Ilsabein Barkhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet 1645 auf Hof Kuhlmann in Leese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina (heir. 1656 auf das Gut Röhrentrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	1661 – 1689		Christoph Meier zum Krawinkel 	(1689 abgemeiert)&lt;br /&gt;
(Sohn des Vorangehenden, ∞ Anna Barkholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich (* 1670, 1715 erwähnt als Tischlermeister in Barntrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	1690 – 1703	(Neubemeierung) Johann Berend Niebuhr aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
(* 1655, † 1703),  ∞ 1680 Anna Ilsabein Vinnen (* 1662, † 1738)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Tönnies, * 1685, † 1715&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henrich Berend (Heinrich Bernhard), * 1693&lt;br /&gt;
       	&lt;br /&gt;
* Johann Tönnies (ab 1728 beim preuss. Militär, † 1742 in Perleberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Behrend, * 1702, eigentlicher Anerbe, ∞ vor 1735 Tochter des Ostmann zu Währentrup, lebt später in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	1704 – 1718	(Interimswirt) Johann Wilhelm Abhüpf aus Lensinghausen&lt;br /&gt;
(Ravensberg) (* 1680, † 1729), ∞ 1704 Witwe Anna Ilsabein Krawinkel, geb. Vinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.	1718 – 1723	und	1737 - 1752	Henrich Berend Niebuhr, Meier z. Krawinkel (* 1693, † 1752), Stiefsohn des Vorgängers (1723 abgemeiert, 1728 – 1736 beim preuss. Militär, übernimmt den Hof 1737 erneut), ∞ 1718 Anna Elisabeth Meise aus Hovedissen (* 1692, † 1761)	 												&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Elis., * 1719, ∞ 1754 Joh. Töns Niemann zu Währentrup, † 1792 in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1721, wird Schulmeister in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Christoph, * 1723, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina, * 1725, † 1736&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.	1752 – 1761		(Interim) Witwe Anna Elisabeth Krawinkel, geb. Meise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.	1761 – 1798		Johann Christoph (* 1723 , † 1798), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1761 Anna Ilsabein Gees aus Hörste (* 1731, † 1813)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Ernestine, * 1762, 3 Ehen, † 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Herm Christopher, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Amalia Sophie, * 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon August, * 1770 (Zwill.), † vor 1799&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1770 (Zwill.), Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
						&lt;br /&gt;
13.	1798 – 1813		Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1770, † 1813), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1800 Konradine Vogelsang aus Wellentrup (* 1783, † 1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1801, † 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franziska Konradine Henriette, * 1803&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich August, * 1805, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.	1814 – 1835	(Interimswirt) &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig Brinkmeier aus Hardissen (* 1784, † 1858),  ∞ 1814 Witwe Konradine Krawinkel, geb. Vogelsang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Florentine Charlotte Amalie, * 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karoline Friederike, * 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.	1835 – 1866	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1805, † 1876), Stiefsohn des Vorgängers,&lt;br /&gt;
∞ 1835 Friederike Riekehof aus Wellentrup (* 1811, † 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Joh. Konradine Friederike, * 1836, ∞ 1860 K. A. A. Stenneberg, Papierfabrikant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf Ludwig, * 1839, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich August, * 1843&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich, * 1847, ∞ 1876 in Stapelage, † 1914 in Lage&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Johanne Friederike, * 1849, ∞ 1870 F. A. Günther, Kfm. in Stapelage, † 1901&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Juliane, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Pauline Johanne, * 1853, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.	1866 – 1903	&amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig (* 1839, † 1916), Sohn der Vorangehenden,&lt;br /&gt;
∞ 1867 Johanne Wissmann aus Wissentrup (* 1840, † 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Louise Friederike, * 1867, verehelichte Tellmann in Bad Salzuflen (wurde von den Eheleuten Wissmann in Wissentrup an Kindes statt angenommen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Ludwig, * 1868, † 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilh. Pauline, * 1871, † 1910 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1873, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Martha, * 1876, 1902 Diakonissin in Metz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Friderike, * 1879&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.	1902 – 1946	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1873, † 19xx), Sohn der Vorangehenden, ∞ 1900 Bertha Limperg  (* 18xx)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Margarethe Anneliese Hildeg. Bertha, * 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Kurt, * 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf, * 19xx, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.	1946 – 1971	Adolf, (* 19xx, † 19xx), Sohn der Vorangehenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.	1971 – . . . .	Heinrich, (* 1937, † 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmer, Gottlieb, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sielemann, Christoph, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöppler, Hermann, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf sen., Landw., -&amp;gt; 150 (Oerlinghausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krawinkel, Adolf jun., Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Knecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Hermann, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Adolf, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, Mathilde, Näherin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Uekenpohl) Thies, Minna, Kriegerwitwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel (* 1881 in Lage, † 1954 in Hamburg), dessen Vater Gottlieb Kr. vom Hof Krawinkel stammte, war ein historisch und genealogisch interessierter Berufschullehrer und -direktor in Detmold und Hamburg. Er hat das umfangreiche Archivgut zu dem Hof ausgewertet und zu einer gleichermaßen präzisen wie spannenden, lebendig geschriebenen Hofgeschichte verarbeitet. Sein genealogischer Nachlass liegt im Detmolder Landesarchiv (LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/Nachlass Heinrich August Krawinkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Währentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58419</id>
		<title>Währentruper Straße 88 (Hörste)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=W%C3%A4hrentruper_Stra%C3%9Fe_88_(H%C3%B6rste)&amp;diff=58419"/>
		<updated>2026-04-02T10:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Quellen */Kleinigkeiten verbessert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hörste&lt;br /&gt;
|Straße=Währentruper Straße  (Hörste)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=88&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.95181, 8.7216&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hörste&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Unter dieser Adresse findet sich der Hof Krawinkel, 1781 als &#039;&#039;großer Halbmeyer&#039;&#039; bezeichnet, ehemals Hörste Nr. 2.&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Osten.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Stapelage (Osten), 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel von Westen.jpg|mini|Hof Krawinkel in der Senke aus Richtung Währentrup (Westen), links Reithallen, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Krawinkel.jpg|mini|Hof Krawinkel - heute Reiterhof/Reitanlage: Wohnhaus; seitlich Wirtschaftsgebäude, diese großenteils als Pferdeställe genutzt, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Krawinkel Leibzucht.jpg|mini|Hof Krawinkel, ehemaliges Leibzuchtshaus von 1834, 2025, Foto: Dr. Horst Wissbrock]]&lt;br /&gt;
==Geschichte (nach Aug. Kr.)==&lt;br /&gt;
Ursprünglich waren die Grafen von Ravensberg Grundherren des Hofes Krawinkel, was aus einem Erbvertrag von 1226 hervorgeht. Auf nicht belegte Weise ist der Hof dann bald nach der Gründung des Stiftes St. Marien zu Bielefeld (1293) zu dessen Eigentum geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1418 liegt der früheste Meierbrief des Hofes vor, der hier an einen Hermann, Sohn des Meiers zum Uphofe, vergeben wird. Dergleichen Dokument ist nach langer Pause wieder von 1476 erhalten; hier werden Deppe zum Krawinkel und seine Frau Aleke als neue Hofbesitzer (= Pächter) genannt. Sie sind „neue Leute“, waren zuvor dem Kloster Marienfeld eigen  -  sind also keine Nachfahren ihrer Vorgänger auf dem Hof. 1547 besitzt wiederum ein Hermann zum Krawinkel den Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1552 beginnt mit dem Aufzug des freien Hans Nieweg aus Lieme als Meier zum Krawinkel erstmals eine Periode von mehr als hundert Jahren, in der nachweislich mehrere Generationen einer Familie nacheinander den Hof Krawinkel besitzen. Tüchtige Meier und gute Zeiten lassen den Hof bis in die frühen Jahre des Dreißigjährigen Krieges gedeihen, dann wird beides  -  die Meier und die Zeiten  -  merklich schlechter: In den 1630er Jahren kann die Pacht nicht vollständig gezahlt werden, Schulden auf dem Hof sammeln sich an. Missernten kommen hinzu und verschlechtern die wirtschaftliche Situation weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1661 übergibt Hans (III) den Hof an seinen Sohn Christoph, der nach Aug. Kr. als engagiert und bemüht, aber auch als in seinen Fähigkeiten begrenzt angesehen werden kann. Die einheiratende Meierin bringt zwar eine ansehnliche Mitgift von 400 Talern auf den Hof, die allerdings nur zum kleineren Teil sofort gezahlt wird. Mit den Jahren wird die Situation stetig schlimmer: Die Gläubiger drängen auf Zahlung, unterlassene Reparaturen führen zu verfallenden Gebäuden, Vieh wird in der Not veräußert, Äcker können mangels Saatgut nicht bestellt werden, Wald wird ohne Rücksicht auf die Zukunft abgeholzt  -  die Wirtschaft des Hofes geht zurück, die Schulden aber steigen weiter. Schließlich steht der Hof mit der damals ungeheuren Summe von mehr als 4000 Talern in der Kreide, und der Grundherr und zugleich größte Gläubiger  -  das Kapitel in Bielefeld  -  entschließt sich, ein Abmeierungsverfahren gegen Christoph einzuleiten. Nach sechs Prozessjahren wird 1689 die Abmeierung vollzogen; Christoph muss seine letzten Lebensjahre auf die Leibzucht und  von dort seinen bisherigen Hof unter der Regie eines neuen, fremden Meiers miterleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Johann Berend Niebuhr ist wohl ein passender Mann für die herausfordernde Aufgabe als Meier (d.h. fähiger und hart arbeitender Sanierungsmanager) für den Hof Krawinkel gefunden, der zuvor als Konduktor (Verwalter/Geschäftsführer) des Meierhofes Dahlhausen bereits einschlägige Erfahrungen sammeln konnte. Seine ersten Meierjahre nutzt er, den Zustand des Hofes Schritt für Schritt zu verbessern; an das Abtragen der enormen Schulden ist erst danach zu denken. Ein jähes Ende nehmen diese Anstrengungen, als Niebuhr 1703 plötzlich verstirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im Folgejahr 1704 findet sich als Interimswirt der erst 24-jährige Johann Wilhelm Abhüpf aus dem Ravensbergischen, der die hinterbliebene Witwe mit sechs Kindern und hohen Schulden heiratet und 400 Taler Brautschatz auf den Hof bringt. Abhüpf ist nach dem Urteil Aug. Kr.s ein der Familie zugewandter harter Arbeiter, hat aber leider nicht die erforderliche Übersicht zur Administration eines größeren Hofes in schwieriger Lage. Die frühere Schuldenwirtschaft reißt wieder ein; Gläubiger und Prozesse fordern Energien, die der Hof brauchen würde. Nach zehn Jahren häufen sich die Pachtrückstände so stark, dass sich das Kapitel in Bielefeld entschließt, den Interimswirt Abhüpf und auch die auf dem Hof sitzende Familie Niebuhr abzumeiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das will in den folgenden Jahren/Jahrzehnten nicht so recht gelingen aus zwei Gründen: Zum einen führt die später auf die Leibzucht verwiesene Familie Niebuhr/Krawinkel über Jahre einen regelrechten Kleinkrieg gegen Jedermann, der irgendetwas von Ländereien, Gebäuden oder Inventar nutzen will. Der Hof kann dadurch nicht verpachtet oder anderweitig genutzt werden. Zum anderen besteht eine sehr spezielle rechtliche Konstellation: Das Kapitel versucht natürlich, die Abmeierung auf dem Rechtswege durchzusetzen. Die dafür in Anspruch genommenen lippischen Stellen wie Gerichte und Regierung erweisen sich aber als zögerlich und begrenzt motiviert, gegen lippische Untertanen zugunsten auswärtiger Grundherren vorzugehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1718 tritt Abhüpf von seinem Meierrecht zugunsten seines 25-jährigen Stiefsohnes Henrich Behrend zurück. Diesem gelingt eine einträgliche Heirat, das Kapitel stimmt zunächst zu. Das junge Meierpaar hat aber bald sehr schlechte Jahre: Etliches Großvieh verreckt, Missernten treten auf. Obwohl der Schwiegervater finanziell hilft, kommt es bald wieder zu Rückschritten, 1723 erreicht das Kapitel formal die erneut betriebene Abmeierung, wogegen die auf die Leibzucht gedrängte Familie allerdings klagt. Die Schwebesituation mit kleinkriegsartigen Begleitumständen zieht sich hin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 werden Henrich Behrend Niebuhr/Krawinkel und sein jüngerer Bruder Johann Tönnies in Bielefeld von preussischen Werbern mit List und/oder Gewalt dazu gebracht, in die preussische Armee einzutreten, wo der jüngere Bruder den Rest seines Lebens dient und im fernen Perleberg ansässig wird, während Henrich Behrend nach 8 Jahren desertiert und auf den Hof zurückkehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Vergleichsverhandlungen mit dem wohl inzwischen auch zermürbten Kapitel in Bielefeld kann er Zugeständnisse (Freijahre und Reduzierung der aufgelaufenen Pachtschulden) erreichen und wird im Februar 1737 in aller Form erneut als Meier auf dem Hof Krawinkel eingeführt. Nun endlich kann er den ererbten Hof wieder aufbauen und voranbringen. Der Begräbniseintrag nach diesem bewegten Leben im Kirchenbuch Stapelage vom 24. Februar 1751 beginnt: &#039;&#039;Henrich Bernhard Meyer zum Krawinkel, alt 59 Jahr weniger 2 Monathe. Weilen derselbe anfänglich in trüben et elenden Umbständen gewesen, hernach aber von Gott reichlich gesegnet worden   .   .   . &#039;&#039;&lt;br /&gt;
Nach Henrich Bernhard übernimmt seine Witwe Anna Elisabeth für zehn Jahre die Regie auf dem Hof; erst nach ihrem Tod Anfang 1761 ehelicht der Anerbe Johann Christoph die Schwester Anna Ilsabein des Halbmeiers Gees in Hörste und tritt in die Verantwortung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die weitere Geschichte des Hofes Krawinkel verläuft in geordneten Bahnen, existentielle Krisen wie im Jahrhundert davor zahlreich, bleiben nach Aug. Kr. nun aus. Die Bauernbefreiung Anfang des 19. Jahrhunderts, aber auch wenig sichtbare, aber wichtige  Verbesserungen wie die Installation einer umfassenden Drainage der vielen zu feuchten Flächen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und schließlich die bauliche Erneuerung gegen dessen Ende werden von Aug. Kr. beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur jüngeren Geschichte ist anzufügen, dass sich der Hof Krawinkel in den letzten Jahrzehnten zum Pferde-/ Reiterhof gewandelt hat. Insbesondere an Wochenenden herrscht lebhafter Betrieb. Pferde, mehr noch Pferdeliebhaberinnen und –liebhaber, auch zahlreiche Pferdeanhänger prägen das Bild. [http://reiterhof-krawinkel.de/Fotoalbum/ &#039;&#039;&#039;Reiterhof Krawinkel: Fotoalbum&#039;&#039;&#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Laut Salbuch 1640 gab es zu jener Zeit auf dem Hof Krawinkel &#039;&#039;3 gebuwete vnnd ein backhauß, dazu 2 dieche zu 200. Karp&#039;&#039;(f)&#039;&#039;en zusammen&#039;&#039;. Im Salbuch 1685 wird das Gleiche vermerkt. 1731 werden 5 Gebäude genannt; im Messbuch von 1752/53 und in den Salbüchern 1781 und 1829 wird genauer spezifiziert: Wohnhaus, Leibzucht, Pferdehaus, Schafstall und Schoppen. 1855 wird nur Wohnhaus und Leibzucht aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Aug. Kr. sind die Gebäude des Hofes Krawinkel in den von Konflikten, Nöten und Niedergang geprägten hundert Jahren (ca. 1650 – ca. 1750) sämtlich derart ruiniert worden, dass sie von Meier Johann Christoph in den ersten besseren Jahrzehnten ersetzt/neu erbaut werden mussten. Nach mehr als 100-jähriger Nutzung und auch wegen veränderter Bedarfe/Wirtschaftsweisen hat dann nach Aug. Kr. im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wieder eine umfassende Erneuerung der Hofgebäude stattgefunden. Dabei ist auch das frühere Meierhaus, nach Aug. Kr. ein 1742 erbautes mächtiges niedersächsisches Längsdielenhaus, Mitte der 1890er Jahre abgebrochen und durch getrennte Baulichkeiten für Mensch und Vieh ersetzt worden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige bauliche Maßnahmen aus den Jahren 1880 bis 1905 sind aus angezeigten Gebäudesteuer-Veränderungen zu ersehen: &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 431&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 A III, Nr. 212&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1885	Kornhaus  (massiv / Ziegeldach / Zustand mittel)  diente zur Aufbewahrung von Korn  I  Abbruch&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
1885	Leibzucht  (  Fachwerk / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  2 heizbare Stuben, . . . Boden u. Stallung  I  Vergrößerung&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
1886	Dreschhaus mit Anbau (massiv / Ziegeldach in Kalk / Zustand gut),  Wagenremise als Anbau an das Dreschhaus mit Anbau  I  Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891	Viehhaus  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1899/1900  	Viehhaus  I  Vorbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1900	Kotten  I  Neubau&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
1901	Schweinehaus  I  Abbruch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Wohnhaus  I  verbessert&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901/02	Feldscheune  I  Neubau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vor/um 1900 entstandenen heutigen Gebäude grenzen von drei Seiten einen nahezu quadratischen Hofplatz an der Währentruper Straße ein  -  das Wohnhaus der Straßenseite gegenüber hinter dem Platz, die Wirtschaftsgebäude links und rechts davon. Einzig ein verbliebenes Fachwerkhaus von 1834  -  wohl die 1885 vergrößerte Leibzucht  -  liegt (von der Straße aus rechts) hinter den U-förmig arrangierten neueren Bauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die jüngste Nutzungsänderung/Entwicklung des Hofes in den letzten Jahrzehnten zu einem ausgeprägten Reiterhof hat bauliche Spuren hinterlassen: Zwei große Reithallen hinter dem Hof fallen ins Auge; in den meisten Wirtschaftsgebäuden und dem Fachwerkhaus sind Pferde bzw. Pferdeställe erkennbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;span&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Inschriften&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.nhv-ahnenforschung.de/Torbogen/lippe.htm Hausinschriftensammlung des Genealogischen Arbeitskreises im NHV]&amp;lt;/ref&amp;gt;==&lt;br /&gt;
IM JAHRE 1834 DEN 18 TEN JUNIUS HAT ADOLPH LUDEWIG KRAWINKEL&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GEBOHRNER BRINKMEIER AUS HARDISSEN UND CONRADINE FRIEDERIKE&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
VOGELSANG DIESES HAUS MIT GOTT UND BEIHILFE IHRER KINDER BAUEN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
LASSEN SPRÜCHE KP 24 V 27 UND KP 28 V 10 RICHTE DRAUSSEN DEIN&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
GESCHÄFT AUS UND BEARBEITE DEINEN ACKER DANACH BAUE DEIN HAUS&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:WährentruperStraße88_021011_1.jpg|thumb|Torbogen des Hofes Hörste ehem. Nr. 2, Foto: Hans-Christian Schall, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Meier des Hofes Krawinkel und ihre Familien (u. a. nach Aug. Kr.):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. 	1418 erwähnt:	Hermann von dem Uphofe (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2.	1476 erwähnt:	Deppe mit seiner Frau Aleke (wird Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.	1547 erwähnt:	Hermann (ist Meier zum Krawinkel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.	1552 – ca. 1590	Hans Nieweg aus Lieme (= Hans Meier zum Krawinkel I)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kind:&lt;br /&gt;
		&lt;br /&gt;
* Hans II (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5.	ca. 1590 – 1620	Hans Meier zum Krawinkel II (Sohn des Vorangehenden)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet vor 1620 a. d. Hachhof)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jobst (später Bürger in Lemgo)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Hans III (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6.	1620 – 1661		Hans Meier zum Krawinkel III, † 1667 (Sohn des Vorangehenden, ∞ 1621 Ilsabein Barkhausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Anna (heiratet 1645 auf Hof Kuhlmann in Leese)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina (heir. 1656 auf das Gut Röhrentrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Christoph (Anerbe)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7.	1661 – 1689		Christoph Meier zum Krawinkel 	(1689 abgemeiert)&lt;br /&gt;
(Sohn des Vorangehenden, ∞ Anna Barkholz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Johann Henrich (* 1670, 1715 erwähnt als Tischlermeister in Barntrup)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.	1690 – 1703	(Neubemeierung) Johann Berend Niebuhr aus Bechterdissen&lt;br /&gt;
(* 1655, † 1703),  ∞ 1680 Anna Ilsabein Vinnen (* 1662, † 1738)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Tönnies, * 1685, † 1715&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* (Tochter 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henrich Berend (Heinrich Bernhard), * 1693&lt;br /&gt;
       	&lt;br /&gt;
* Johann Tönnies (ab 1728 beim preuss. Militär, † 1742 in Perleberg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Behrend, * 1702, eigentlicher Anerbe, ∞ vor 1735 Tochter des Ostmann zu Währentrup, lebt später in Pivitsheide&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.	1704 – 1718	(Interimswirt) Johann Wilhelm Abhüpf aus Lensinghausen&lt;br /&gt;
(Ravensberg) (* 1680, † 1729), ∞ 1704 Witwe Anna Ilsabein Krawinkel, geb. Vinnen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.	1718 – 1723	und	1737 - 1752	Henrich Berend Niebuhr, Meier z. Krawinkel (* 1693, † 1752), Stiefsohn des Vorgängers (1723 abgemeiert, 1728 – 1736 beim preuss. Militär, übernimmt den Hof 1737 erneut), ∞ 1718 Anna Elisabeth Meise aus Hovedissen (* 1692, † 1761)	 												&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Maria Elis., * 1719, ∞ 1754 Joh. Töns Niemann zu Währentrup, † 1792 in Währentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Henrich, * 1721, wird Schulmeister in Asemissen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johann Christoph, * 1723, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anna Catharina, * 1725, † 1736&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11.	1752 – 1761		(Interim) Witwe Anna Elisabeth Krawinkel, geb. Meise&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.	1761 – 1798		Johann Christoph (* 1723 , † 1798), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1761 Anna Ilsabein Gees aus Hörste (* 1731, † 1813)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Wilhelmine Ernestine, * 1762, 3 Ehen, † 1804&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Herm Christopher, * 1765&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Henriette Amalia Sophie, * 1768&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Simon August, * 1770 (Zwill.), † vor 1799&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1770 (Zwill.), Anerbe&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
						&lt;br /&gt;
13.	1798 – 1813		Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Wilhelm&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1770, † 1813), Sohn der Vorangehenden,  ∞ 1800 Konradine Vogelsang aus Wellentrup (* 1783, † 1837)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm, * 1801, † 1801&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Franziska Konradine Henriette, * 1803&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich August, * 1805, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.	1814 – 1835	(Interimswirt) &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig Brinkmeier aus Hardissen (* 1784, † 1858),  ∞ 1814 Witwe Konradine Krawinkel, geb. Vogelsang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Florentine Charlotte Amalie, * 1816&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Karoline Friederike, * 1818&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.	1835 – 1866	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1805, † 1876), Stiefsohn des Vorgängers,&lt;br /&gt;
∞ 1835 Friederike Riekehof aus Wellentrup (* 1811, † 1901)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Joh. Konradine Friederike, * 1836, ∞ 1860 K. A. A. Stenneberg, Papierfabrikant&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf Ludwig, * 1839, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Heinrich August, * 1843&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Gottlieb&amp;lt;/u&amp;gt; Friedrich, * 1847, ∞ 1876 in Stapelage, † 1914 in Lage&lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
* Johanne Friederike, * 1849, ∞ 1870 F. A. Günther, Kfm. in Stapelage, † 1901&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Juliane, * 1851&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Emilie Pauline Johanne, * 1853, † 1858&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.	1866 – 1903	&amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; Ludwig (* 1839, † 1916), Sohn der Vorangehenden,&lt;br /&gt;
∞ 1867 Johanne Wissmann aus Wissentrup (* 1840, † 1909)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Louise Friederike, * 1867, verehelichte Tellmann in Bad Salzuflen (wurde von den Eheleuten Wissmann in Wissentrup an Kindes statt angenommen) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* August Ludwig, * 1868, † 1878&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Johanne&amp;lt;/u&amp;gt; Wilh. Pauline, * 1871, † 1910 in Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt;, * 1873, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Clara&amp;lt;/u&amp;gt; Martha, * 1876, 1902 Diakonissin in Metz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;lt;u&amp;gt;Anna&amp;lt;/u&amp;gt; Karoline Friderike, * 1879&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.	1902 – 1946	Friedrich &amp;lt;u&amp;gt;Adolf&amp;lt;/u&amp;gt; (* 1873, † 19xx), Sohn der Vorangehenden, ∞ 1900 Bertha Limperg  (* 18xx)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kinder:&lt;br /&gt;
	&lt;br /&gt;
* Margarethe Anneliese Hildeg. Bertha, * 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Walter Kurt, * 1912&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adolf, * 19xx, Anerbe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.	1946 – 1971	Adolf, (* 19xx, † 19xx), Sohn der Vorangehenden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.	1971 – . . . .	Heinrich, (* 1937, † 2025)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1901: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf, Landw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böhmer, Gottlieb, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Tagelöhner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sielemann, Christoph, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stöppler, Hermann, Ziegelmeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiemann, August, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
-  Adressbuch 1926: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2 (Krawinkel) Krawinkel, Adolf sen., Landw., -&amp;gt; 150 (Oerlinghausen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Krawinkel, Adolf jun., Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Wilhelm, Knecht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Hermann, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heidsiek, Adolf, Arbeiter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thies, Mathilde, Näherin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Uekenpohl) Thies, Minna, Kriegerwitwe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
H(einrich). &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel: Hof Krawinkel; in: Mitteilungen aus der lipp. Geschichte und Landeskunde Bd. 10 (1914), S. 109 – 151 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/periodical/titleinfo/1479588 (Download)] (hier mit &amp;quot;Aug. Kr.&amp;quot; gekennzeichnet) &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich &amp;lt;u&amp;gt;August&amp;lt;/u&amp;gt; Krawinkel (* 1881 in Lage, † 1954 in Hamburg), dessen Vater Gottlieb Kr. vom Hof Krawinkel stammte, war ein historisch und genealogisch interessierter Berufschullehrer und -direktor in Detmold und Hamburg. Er hat das umfangreiche Archivgut zu dem Hof ausgewertet und zu einer gleichermaßen präzisen wie spannenden, lebendig geschriebenen Hofgeschichte verarbeitet. Sein genealogischer Nachlass liegt im Detmolder Landesarchiv (LAV NRW OWL, D 72 Krawinkel/Nachlass Heinrich August Krawinkel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Hörste]] [[Kategorie:Währentruper Straße (Hörste)]] [[Kategorie:Halbmeier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Hörste]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rittergutsweg_1_(Hornoldendorf)&amp;diff=57321</id>
		<title>Rittergutsweg 1 (Hornoldendorf)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rittergutsweg_1_(Hornoldendorf)&amp;diff=57321"/>
		<updated>2026-03-07T23:11:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Lage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hornoldendorf&lt;br /&gt;
|Straße=Rittergutsweg (Hornoldendorf)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=1&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90601, 8.8924&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hornoldendorf&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=-&lt;br /&gt;
}}Das Rittergut Hornoldendorf wurde 1610 aus drei Höfen als gräfliche Domäne gegründet und 1614 zum Rittergut. 1920 wurde das bis dahin selbständige Rittergut als Kolonat Nr. 17 in die Gemeinde Hornoldendorf umgemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 98: Gebäudesteuerrolle, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HORNOLD-Rittergut_GEO-Portal NRW.png|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Luftbild, Geo-Portal NRW]]&lt;br /&gt;
Das Gut liegt im Tal westlich des Dorfes zwischen der ehemaligen Landstraße von [[Heiligenkirchen]] nach [[Fromhausen]] und der Wiembecke. &amp;quot;Die Gebäude gruppieren sich um einen sehr großen, rechteckigen Hof. Der westliche Teil mit dem Herrenhaus bildete ehemals eine Wasserburg. Von der Gräfte ist nur noch ein kleiner Teil erhalten. Westlich vom Herrenhaus ein Park, an dessen Südwest-Ecke eines sehr alte Eiche steht.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960, S. 275 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hofd_Heimburg_1756_D_73-5-3099.jpg|thumb|Karte des Ritterguts (rot) und der Bauerschaft Hornoldendorf, J. A. Heimburg, 1756, LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 3099]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 12 anderen Domänen gründete Graf Simon VI. in seiner Amtszeit auch die Domäne (Meierei) Hornoldendorf. Dazu erwarb er 1600 Land des verarmten Hofs Hermeler und zog den bei Tod des Hofinhabers mit 2665 Talern überschuldeten Meierhof ein. Zusammen mit dem ebenso schwachen Hof Vogel bildete Simon VI. daraus 1610 die Domäne Hornoldendorf. Das dabei am 2. Januar aufgestellte Inventar beschreibt den Gebäudebestand: &amp;quot;Dass wonhaus oder vorwerk, halb mit delen beschossen und halb mit Delen überlegt. 1 alter Schoppe, 1 Schafstall an der einen Seite mangeln latten und ist dacklos, 1 Backhaus ist uf der einen seiten dachlos. Das Neuwe gemach, so vorm Jahr ist reparirt worden, ist ohne mangel. 1 Wonhaus uf Vogells Hoffe, darein sein Zwey facke mit Delen beschossen, Sechs facke mit Delen überlegt, uf dem Siebenten facke ist nichts befunden worden. 1 Klein hauss uf Vogelss Hoffe, hat die Vogelsche ihr lebentlang im Besitz, fallet nach Ihrem Thote ahn den Hoff. Alten Hermelers Wonhauss, hat seine Tochter Im besitz. 1 Backhauss uf Hermelers Hoffe. 1 Garten gehörend an den Hoff. 1 Garten, gebrauchet die Vogelsche ihr lebentlang, fallet nach ihrem Thote ahn den Hoff.&amp;quot; Auch die Ländereien wurden mit insgesamt 373 Morgen und 9 Ruten Saatland und Schafweide erfasst. Hinzu kam ein Kuhkamp für 25 Kühe. Außerdem wurde ein genaues Verzeichnis der Spann- und Handdienste aufgenommen, die der Domäne zu leisten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 19 / Vogtei Falkenberg, Nr. 25: Erwerb des Guts Hornoldendorf, Zubehörungen, 1610–1614, 1731.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meierhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meierhof zu Hornoldendorf war eines der beiden Vorwerke der Villikation [[Heiligenkirchen]]. Urkundlich ist dieses Vorwerk erstmals in der Vita Meinwerci, vor 1036, erwähnt und unter der Bezeichnung &amp;quot;Meyger&amp;quot; um 1390 im ältesten bekannten Landschatzregister für das Amt Falkenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1497 zahlt &amp;quot;de Megger&amp;quot; mit 3 Gulden den weitaus höchsten Landschatz in Hornoldendorf, gefolgt von Vogel und Steins mit je 5 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1507 zahlt &amp;quot;de Meyger&amp;quot; 6 Gulden,&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso 1535 und 1545.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562 ist der Landschatz verdoppelt, 1572 wieder auf den alten Satz reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hatte Meyer 1573 noch 10 Pferde,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt; so wurden er, seine Frau und die 6jährige Tochter 1609 nur noch als arme Kleinkötter erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Jahr darauf gründete Graf Simon VI. aus dem verarmten und mit Tod des Inhabers abgemeierten Hof eine Domäne (Meierei Hornoldendorf). Der Hof bestand bei Übernahme aus dem Haupthaus bzw. &amp;quot;Vorwerk&amp;quot;, einem alten Schoppen, einem Schafstall, einem Backhaus und dem &amp;quot;Neuen Gemach&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof Hermeler===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &amp;quot;Tonnies Hermeling&amp;quot; wird diese Stätte 1590 erstmals aktenkundig. Er zahlt 2 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 1964, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Viehzählung 1604 wird &amp;quot;Hermelers Leibzüchter&amp;quot; mit 1 Kuh erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1600 zog Graf Simon VI. den verarmten, von ihm meierstättisch vergebenen Hof ein. Bei der Volkszählung 1609 wurde Tonies Hermelinck als armer Kleinkötter erfasst, mit einer Tochter mit 3jährigem Kind im Haus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr darauf wurde der eingezogene Hof Teil der von Graf Simon VI. gegründeten Domäne (Meierei Hornoldendorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die zu zahlenden Landschatzbeträge sich etwas unterscheiden, scheint es, dass dieser Hof aus dem 1572 noch &amp;quot;Thonies Hermenns&amp;quot; gehörigen hervorging, der 1535 und 1545 Bernd Hermens&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1507 Hans Hermans gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1573 besaß Tonnies Hermeling 4 Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals erwähnt wurden Hans Hermans und sein Vater 1497. Sie zahlten 3 Mark bzw. 1/2 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof Vogel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals schriftlich erwähnt unter dem Namen &amp;quot;Vogel&amp;quot; um 1390 im ältesten bekannten Landschatzregister für das Amt Falkenberg, 1497 dann als &amp;quot;Jarden Vogel&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 145 und 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1507 zahlt &amp;quot;Johan Vogell&amp;quot; 2 1/2 Gulden, &amp;quot;de Meyger&amp;quot; 6.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53,&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso 1535 und 1545.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;Aus dem Jahr 1547 ist eine Klage von Tönnies Clott und Bartold Heuwinkel gegen Dietrich auf der Spreckenburg, Kurd Vogel und den Meier zu Hornoldendorf überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A / Lippische Justizkanzlei, Prozesse bis 1800, Nr. 0 C 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562 ist der Landschatz verdoppelt,&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1572 wieder auf den alten Satz reduziert (&amp;quot;Cordt Vogell&amp;quot; zahlt 5 Ort = 2 1/2 Gulden).&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1590 ist neben &amp;quot;Curdt Vogell&amp;quot; mit 2 1/2 Gulden auch &amp;quot;Gercke Voigell&amp;quot; mit 2 1/2 Groschen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 1964, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich wohl um die Leibzüchterin. 1609 gibt es nach Auskunft der Volkszählung zwei Einlieger-Haushalte auf Vogels Hof: Füeke mit einem 8jährigen Kind und die arme Grete mit einer 16jährigen Tochter.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hofinhaber wird damals nicht mehr genannt. Im Jahr darauf wurde der eingezogene Hof Teil der von Graf Simon VI. gegründeten Domäne (Meierei Hornoldendorf). Damals bestand der Hof aus einem Wohnhaus und einem kleinen Nebenhaus (wohl der Leibzucht), in dem die Leibzüchterin Vogel noch ein lebenslanges Wohnrecht genoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juli 1614 übernahm der bisherige Konduktor (Verwalter) Hans Adam von Hammerstein die Domäne &amp;quot;erblich geschenkt&amp;quot; als adeliges landtagsfähiges Gut mit allen Freiheiten. Er hatte bis dahin die nötigen Gebäude auf eigene Kosten instand setzen lassen und 1.000 Reichstaler Schulden, die auf dem Gut lagen, übernommen. Da zur Domäne keine Holzung gehörte, erhielt das Rittergut zudem noch für 100 Goldgulden den bei Schmedissen gelegenen Bannenberg als Waldstück, ehedem zum Vorwerk [[Wilberger Straße 60 (Schönemark)|Beerentrup]] zählend. In der Wiembecke hatte er flussaufwärts bis zur Grenze des Amtes Detmold das Fischereirecht, außerdem erhielt er ein beschränktes Jagdrecht mit zwei Hunden und zwei Windhunden auf Hasen und Füchse zwischen der Berlebecke, Wiembecke, Fromhausen und dem Hornschen Feld. Der Begriff der Schenkung ist nicht wörtlich zu nehmen, denn Hans Adam von Hammerstein hatte dem mit rund 700.000 Talern verschuldeten Grafen 1611 mit einem Darlehen von 12.000 Talern ausgeholfen, auf dessen Rückzahlung er mit der Übernahme der Domäne verzichtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617 wurde das Rittergut durch den Ankauf des adeligen Gutes von Schwartze in [[Fromhausen]] vergrößert um 271 Morgen Saatland, 14 Morgen Wiesenwachs und 3 Teiche. 1619 veräußerte von Hammerstein den Hofraum eines der drei Höfe, aus denen die Domäne seinerzeit gegründet worden war, an Nolte Sünkler, der hier eine [[Hornoldendorfer Straße 25 (Hornoldendorf)|neue Stätte]] errichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Wendt 1965, S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1642 ist &amp;quot;Nolte Sünkel&amp;quot; mit einem Landschatz von 6 Groschen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1418, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1804 blieb das Rittergut im Besitz der Familie von Hammerstein. In diesem Jahr wurde es verkauft und wechselte von da an mehrfach den Eigentümer. Von längerer Dauer blieb es bei dem aus Hannover stammenden Baurat Ferdinand Wallbrecht. Dieser kaufte 1877 das Kolonat [[Wellnerweg 15 (Hornoldendorf)|Wellner Nr. 1]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL L 108 Detmold Fach 30 Nr. 10 Bd. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1883 das Kolonat Schönemark Nr. 8 und 1899 der Kolonat [[Schauinsland 27 (Heiligenkirchen)|Wellner Nr. 9]] in [[Heiligenkirchen]]. 1883 ließ Wallbrecht einen Kalkofen bauen,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1886 ein Stauwehr in der Wiembecke zur Anlage von Rieselwiesen errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 Nr. 3575.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Rittergut_DSC_1078.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Ansicht von Südosten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:D73_Kat_Mi_1_Nr2101_02_021_Gut.jpg|thumb|Flurkarte Hornoldendorf, Flur 2 (Ausschnitt), 1949, LAV NRW OWL, D 73 Kat. Mi 1 Nr. 2101, 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Brandkataster: Wallbrecht Erben, Max, Oetker Ernst: &lt;br /&gt;
1. ein neues Wohnhaus 1904&lt;br /&gt;
2. ein altes Wohnhaus für den Inspektor und Gärtner (siehe auch Kolonat Nr. 9) 1906&lt;br /&gt;
3. Kuhstall mit Hofmeisterwohnung (1930) und Silo (1941)&lt;br /&gt;
4. neues Dreschhaus Scheune mit Kartoffelkeller (1949)&lt;br /&gt;
5. Schafstall Pferde- und Rinderhaus&lt;br /&gt;
6. Schweinehaus, 1952: mit Anbau&lt;br /&gt;
7. Wagenremise, 1930 mit Kutschpferdestall und 1949 Wohnung&lt;br /&gt;
8. Gewächshaus 1952 Maschinenhalle&lt;br /&gt;
9. 1906 Schuppen, 1952 Garage&lt;br /&gt;
10. Backhaus 1952 Runkelmiete&lt;br /&gt;
11. Försterhaus 1902 Feldscheune&lt;br /&gt;
12. Scheune daselbst Geräteschuppen, ergänzt: mit Stallung&lt;br /&gt;
13. Einliegerwohnhaus (Twete) Arbeiterwohnhaus mit Stallanbau 1952&lt;br /&gt;
14. 1906 Backhaus 1926 Gänsestall&lt;br /&gt;
15. Scheune an 4. und 5. 1910&lt;br /&gt;
16. Wohn- und Kornhaus 1910 mit Stellmacherei 1930&lt;br /&gt;
17. Pflanzenhaus 1952 Arbeiterwohnhaus mit Stallanbau (Wellnerwiese)&lt;br /&gt;
18. Butterhaus Düngerschuppen 1930&lt;br /&gt;
19. Wagenhaus&lt;br /&gt;
20. Rindviehschuppen, jetzt (1949) Wohnhaus&lt;br /&gt;
20 a. Stallung 1949&lt;br /&gt;
21. Maschinenschuppen 1914&lt;br /&gt;
22. Obstschuppen 1914&lt;br /&gt;
23. 1930 Stall beim Arbeiterwohnhaus Twete Arbeiterwohnhaus mit Stall 1949&lt;br /&gt;
30. Grünfuttertrockenanlage 1953&lt;br /&gt;
31. Wohnhaus 1953&lt;br /&gt;
32. Arbeiterdoppelwohnhaus mit Stall 1955&lt;br /&gt;
28. Grünfuttersilo 1952&lt;br /&gt;
33. Arbeiterdoppelwohnhaus mit Stall 1955&lt;br /&gt;
26. Kartoffelsilo 1941&lt;br /&gt;
27. Geräteschuppen 1941&lt;br /&gt;
23. 1930 Stall beim Arbeiterwohnhaus Twete Arbeiterwohnhaus mit Stall 1952&lt;br /&gt;
25. Holzschuppen 1930 1952&lt;br /&gt;
29. Hühnerstall 1952.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herrenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hodf Menke 1852 HV 1518 015R.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa von 1840, Ansicht von Osten, Zeichnung Ludwig Menke 1852, LLB: HV 1518,015r]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rittergut vorn Kienitz 1949.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa, Ansicht von Osten, 1949, aus: Hans-Oskar Kienitz, Rittergut, 1949]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Villa_DSC_1086.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa, Ansicht der Gartenseite, von Nordwesten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassizistische Villa wurde 1840 [i] von dem neuen Eigentümer des Rittergutes (seit etwa 1830), Clemens Albert Caesar, errichtet. Der westliche Teil mit dem Herrenhaus und dem großen Park war ehemals von einem Wassergraben umgeben (Rest davon hinter der Stellmacherei). Spätklassizistisch-strenger Baukörper mit rechteckigem Grundriss, Hochparterre, 2 Geschosse, Gesims und Pilastergliederung, sehr flaches Walmdach. 7 Fensterachsen an der Längsseite, mittig auf beiden Traufseiten ein flacher Dreiecksgiebel. Innen mit erhaltener bauzeitlicher Ausstattung (Außen- und Zimmertüren, Fenster). Sehr qualitätvolle Umgestaltung der Repräsentationsräume im Erdgeschoss 1939 durch den neuen Eigentümer Ernst Oetker (Eingangshalle mit Wandkamin, großzügige Treppenanlage, Kölner Decken, kassettierte Eichentüren, Heizkörperverkleidungen usw.) im Stile des Neobarock. 2007 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Altes Wohnhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittergutsweg 1a und 1b. 1890 in der Gebäudesteuerrolle als &amp;quot;Inspektorhaus und Gärtnerwohnung&amp;quot; bezeichnet. An der Südwestecke des Ritterguts an der ehemaligen Landstraße nach Heiligenkirchen das ehemalige von Hammerstein’sche Herrenhaus, im Kern wohl 17. Jh. Gebäudegruppe aus dem eigentlichen &amp;quot;Alten Herrenhaus&amp;quot; mit einem rechteckigen Turm an der Südwestecke, wohl um 1632 für den Freiherrn von Hammerstein neu erbaut, nach Osten um 1830/40 erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 16 x 10 m messender dreigeschossiger Bau mit einem südwestlich anschließenden Treppenturm von rund 5 x 5 m Grundfläche, kein Keller. Geschosshöhen um 2,50 m. Dachwerk Mitte 19. Jh. mit flacher Neigung und Vollwalmen erneuert (zuvor Satteldach). Außenwände im Erdgeschoss aus Bruchsteinmauerwerk, östliche Traufwand aus Fachwerk, Westseite auch im 1. Obergeschoss massiv, dort an der nordwestlichen Gebäudeecke ein zweibahniges, seit dem 19. Jh. vermauertes Fenster mit Mittelpfosten und Sandsteingewände. Das 2. Obergeschoss wie die anderen Obergeschosswände aus Fachwerk, zweifach verriegelt, beidseitig verputzt. Zwei weite Schornsteine aus dem Kernbau von 1746 bis ins Dach hinein erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südwesten leicht schräg vorgelagert ein dreigeschossiger Treppenturm mit Pyramidendach, darauf Dachknauf mit Wetterfahne. Wände massiv, teilweise in Fachwerk, beidseitig verputzt. Freitreppe zum Eingang an der Südseite. Keller mit Kreuzgewölbe. An der Nordseite eine ältere Tür mit geschweiften Bändern und Holzrahmen. Im Winkel von Turm und Südfassade eine jüngere  Veranda mit Freitreppe vor der Längsseite zum Garten. Gaul erwähnt &amp;quot;an den 3 Außenseiten je 1 kleines vermauertes Fenster, nahe der einen Ecke die alte Tür mit eingetrepptem Gewände.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich ein unterkellerter Erweiterungsbau, vermutlich vor 1840 erbaut. Zweigeschossiger Mittelrisalit mit Drillingsfenstern und Satteldach, eingeschossige Flügel mit Walmdach. Außenwände aus Bruchsteinmauerwerk, Mittelrisalit und Südseite der Flügel verputzt. Kellersockel mit Rollschicht aus Backstein. Eingang an der Nordseite zum Hof von zwei Pfeilern mit Kapitell flankiert, darüber ein Architrav, großes Sandsteinpodest davor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renovierung 2024. Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 17.6.2024, Nr. A739.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Alte Stellmacherei===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude liegt an der Nordseite des Hofs neben dem Herrenhaus. Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Sichtmauerwerk in Richtung Süden (zum Hof) und Westen, die beiden anderen Seiten mit Strukturputz, Gebäudeecken aus Werksteinquadern. In der Traufwand zum Hof rechts ein Segmentbogentor, mit Werksteinquadern gerahmt. Nach außen öffnende Torflügel durch ein inneres Schiebetor ersetzt. Daneben weitere Eingangstüren mit Werksteineinfassung und Sprossenoberlicht. Türenblätter horizontal verbrettert. Im westlichen Giebel zur Belichtung der ehemaligen Kutscherwohnung ein Rundfenster im Dachgeschoss und ein rechteckiges Fenster im Erdgeschoss. In der nördlichen Traufwand zwei zweiflüglige Sprossenfenster und eine Fenstertür zum Garten sowie drei Gusseisensprossenfenster Alle Fenster mit Sandstein-Sohlbank und glatt geputzten. In der östlichen Giebelseite eine große Vierfenstergruppe im Erdgeschoss, im Dachgeschoss große Holzklappen mit Oberlichtfenstern in der Mittelachse. Im Inneren mittig ein zweiter großer Raum mit Holzbalkendecke. Halbwalmdach mit roten Hohlziegeln. 2021 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hofmeisterwohnung mit Kuhstall===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe [[Rittergutsweg 1c (Hornoldendorf)| Rittergutsweg 1c]]. Unter Clemens Albert Caesar 1835 erbauter Schafstall, später zur Hofmeisterwohnung mit Kuh- und Pferdestall nach Westen verlängert. Begrenzt den Hofraum nach Norden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheunen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzen die große Hoffläche im Osten und Westen. Ostflügel Anfang 19. Jh. erbaut mit zwei rundbogigen Tordurchfahrten, ein Torbogen mit Inschrift &amp;quot;A. B(rakmann) 1830&amp;quot;, 1845 [i] unter Caesar nach Süden um eine Torachse verlängert, Torbogen  mit dem Wappen Caesars und der Jahreszahl 1845.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt; Über dem Tor hofseitig ein großes Zwerchhaus. Unter Ferdinand Wallbrecht an der Südseite ein langes Scheunengebäude erbaut. An dessen Westgiebel Wappen mit Inschrift des Hans Adam von Hammerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wagenremise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 19. Jh. unter Ferdinand Wallbrecht östlich vor dem Scheunenflügel erbaut. In der östlichen Längsseite zwei Toreinfahrten mit Stichbögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Alte Gärtnerei, später Maschinenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Remise DSC 1083.jpg|thumb|&amp;quot;Alte Gärtnerei/Maschinenhaus&amp;quot; südlich vom Herrenhaus, Ansicht von Südosten (Feldseite), 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steht südlich vom Herrenhaus parallel zur ehemaligen Landstraße (Rittergutsweg). Drei niedrige Tore in der Feldseite, zwei Fledermausgauben. Kern des Gebäudes ist das 1856 erbaute Gewächshaus, Entwurf von Landbaumeister [https://lippelex.de/index.php?title=Brune,_Ferdinand_(1803-1857) Ferdinand Brune]. Massivbau mit Zinkblechdach, 32 x 16 Fuß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsLandbaumeister2024}}, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eingeschossiger längs der vorbeiführenden ehem. Landstraße stehender Baukörper. Die Südseite war bis in das Dach vollständig verglast. Von diesem Gebäude sind heute noch Reste erhalten, vor allem an der östlichen Giebelseite die Werksteingewände des alten, nun vermauerten Haupteingangs. Eine Erweiterung als verglastes Gewächshaus ist auf einem Foto der 1920er Jahre zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubertus Michels, Gutachten zur Ermittlung einer das Bild der Kulturlandschaft prägenden Eigenschaft für das Gebäude Alte Gärtnerei/Maschinenhaus vom Rittergut Hornoldendorf, Detmold 2023, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Umbau zum &amp;quot;Maschinenhaus&amp;quot; in den 1930er Jahren führte zum heutigen Erscheinungsbild. 2017 Instandsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eiskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Eiskeller DSC 1084.jpg|thumb|Eiskeller im Park des Gutshauses, Ansicht von Nordwesten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im parkähnlichen Garten des Herrenhauses an der Südseite hinter der Gartenmauer gelegen. In den Boden eingegrabener Eiskeller mit rundem Grundriss, flaches Kegeldach, Kellerhals mit Eingang im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brücke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der nordwestlichen Ecke des Gutsparkes einfache Bruchsteinbogenbrücke über die Wiembecke (Kirchweg nach Heiligenkirchen), an der Ostseite Inschriftstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glocke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaul erwähnt außerdem eine Glocke, 37 cm hoch, Durchmesser 44 cm mit Inschrift &amp;quot; ANNO 1622 HANS ADAM VON HAMMERSTEIN&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Brücke-Gut_2899.jpg|thumb|Inschrift an der Ostseite der Brücke, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Brückenostseite: &amp;quot;LUDEWIG FREIH. / VON HAMMERSTEIN / et / DOROTHEA SOPHIA / ERNESTINA GEB. / VON MUNCHHAUSEN / AN 1740&amp;quot;, an der Brückenwestseite: &amp;quot;Clemens Albert Caesar 1845&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer:innen, Bewohner:innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:10 DT-Hrnlddrf Rittergut Landsetzer.jpg|thumb|Die Gespannführer des Ritterguts, vorn Verwalter Edmund Landsetzer, um 1920 (Archiv Peter Lohrmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:11 DT-Hrnlddrf Rittergut Bedienstete.jpg|thumb|Bedienstete des Rittergutes, um 1930 (Archiv Peter Lohrmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Situation vor 1610 siehe den Abschnitt &amp;quot;Geschichte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1610 Simon VI. (Detmold 15.4.1554–7.12.1613 Brake) bzw. als [[Morgengabe]] an seine zweite Gemahlin Elisabeth zu Holstein-Schaumburg (3.8.1566–7.9.1638). Konduktor (Verwalter) ist Hans Adam von Hammerstein (1579–1653).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 an den bisherigen Verwalter Hans Adam von Hammerstein, der um 1625 im Verzeichnis der Adeligen Landsassen aufgeführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 131–133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643 vermachte Hans Adam von Hammerstein seiner dritten, 37 Jahre jüngeren Ehefrau Leveke von Münchhausen (1616–1675) das Gut als künftigen Witwensitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1653 durch Erbschaft an Leveke von Hammerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1675 durch Erbschaft an den Sohn Christoph Ludolf von Hammerstein (1646–1728).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 nach Rechtsstreit um die Erbschaft unter dem ältesten Sohn Wilhelm und Ludwig von Hammerstein (1702–1786) an letzteren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 82 Nr. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ludwig von Hammerstein war 1730 in erster Ehe verheiratet mit Anna Elisabeth von Heimburg (1697–1738), 1740 in zweiter Ehe mit Dorothea von Münchhausen aus dem Hause Rinteln (1717–1795).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1786 durch Erbschaft an Georg Gottlob Maximilian (1754–1783), Sohn von Ludwig und Dorothea von Hammerstein. Georg Gottlob Maximilian schloss 1778 die Ehe mit Amalie Gertrud von Münchhausen aus dem Hause Moringen (1759–1829.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 Verkauf durch die Witwe Amalie Gertrud von Hammerstein an den Amtmann Brakmann aus Bisperode bei Coppenbrügge, Kreis Hameln-Pyrmont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1830 Verkauf an Clemens Albert Caesar (25.5.1790–25.3.1867 in Detmold), in erster Ehe verheiratet mit einer Rodewald (Sternberg 5.11.1792–24.4.1839), in zweiter mit Alma Caesar (gest. 1916).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 Verkauf an Max Troost aus Mülheim an der Ruhr (1819–1863), am 25.4.1846 Heirat mit Mathilde Boehme (Eupen 16.8.1826–12.10.1885 Detmold).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oktober 1872 Verkauf an den Hannoveraner Rentner Ebell für 100.000 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2.1873 Verkauf an den Hannoveraner Architekten und Bauunternehmer [https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Wallbrecht_(Politiker,_1840) Ferdinand Wallbrecht] (Elze 7.4.1840–1.4.1905 Hannover) für 120.000 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 als Erbe an Frl. Frieda Wallbrecht/Hannover (4/15), Dr. Max Wallbrecht/Hannover (7/15) und Ferdinand Wallbrecht, Kaufmann in Lübeck (4/15).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 98: Gebäudesteuerrolle, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Eigentümer Dr. iur. Max Wallbrecht; Bewohner Inspektor Friedrich Bußmann, Verwalter Edmund Landsetzer, Hofmeister Heinrich Klöpper, Gärtner August Steinhof; in der Twete die Arbeiter Fritz Lange, Hermann Brinkmann, Walter Perski und – Laventiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2.1939 Verkauf an den Landwirt Ernst Oetker aus Pattensen für 900.000 Reichsmark.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WendtAmt1965}}, S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konduktoren (Pächter) nennt die Online-Schlagwortsuche auf archive.nrw.de:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Christoph Barkhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 Theophilus Streicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722–1735 Schönlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 Eberhard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1805 Leue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1823–1827 Stockebrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 Sturhahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Oskar Kienitz, Das Rittergut Hornoldendorf und die Familie von Hammerstein, Maschinenschr. Examensarbeit Päd. Akademie Detmold 1949 (LLB: LH 462.4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittergut Hornoldendorf. Besitzer Landwirt Ernst Oetker, Selbstverlag Detmold 1951 (LLB: 18 L 10019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Meier-BökeHornoldendorf1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WendtAmt1965}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1418–1421: Einwohnerverzeichnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442: Volkszählung 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1450: Volkszählung 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1451: Volkszählung 1828&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 24: Salbuch 1721&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 31: Salbuch 1754&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 39: Salbuch 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 45: Salbuch 1782/1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 55: Salbuch 1782/1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 103: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 2: Heidenoldendorf – Hornoldendorf, 1894–ca. 1960, S. 71 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(en)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Kategorie:Hausstätte in Hornoldendorf]][[Kategorie:Rittergutsweg (Hornoldendorf)]][[Kategorie:Rittergut]][[Kategorie:Steuerfreie Hausstätte]] [[Kategorie:Baudenkmal]] [[Kategorie:Ferdinand Brune]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rittergutsweg_1_(Hornoldendorf)&amp;diff=57318</id>
		<title>Rittergutsweg 1 (Hornoldendorf)</title>
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		<updated>2026-03-07T13:24:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Hof Hemeler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Hornoldendorf&lt;br /&gt;
|Straße=Rittergutsweg (Hornoldendorf)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=1&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.90601, 8.8924&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Hornoldendorf&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=-&lt;br /&gt;
}}Das Rittergut Hornoldendorf wurde 1610 aus drei Höfen als gräfliche Domäne gegründet und 1614 zum Rittergut. 1920 wurde das bis dahin selbständige Rittergut als Kolonat Nr. 17 in die Gemeinde Hornoldendorf umgemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 98: Gebäudesteuerrolle, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:HORNOLD-Rittergut_GEO-Portal NRW.png|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Luftbild, Geo-Portal NRW]]&lt;br /&gt;
Das Gut liegt im Tal westlich des Dorfes zwischen der ehemaligen Landstraße von [[Heiligenkirchen]] nach [[Fromhausen]] und der Wiembecke. &amp;quot;Die Gebäude gruppieren sich um einen sehr großen, rechteckigen Hof. Der westliche Teil mit dem Herrenhaus bildete ehemals eine Wasserburg. Von der Gräfte ist nur noch ein kleiner Teil erhalten. Westlich vom Herrenhaus ein Park, an dessen Südwest-Ecke eines sehr alte Eiche steht.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hofd_Heimburg_1756_D_73-5-3099.jpg|thumb|Karte des Ritterguts (rot) und der Bauerschaft Hornoldendorf, J. A. Heimburg, 1756, LAV NRW OWL, D 73 Tit. 5 Nr. 3099]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben 12 anderen Domänen gründete Graf Simon VI. in seiner Amtszeit auch die Domäne (Meierei) Hornoldendorf. Dazu erwarb er 1600 Land des verarmten Hofs Hermeler und zog den bei Tod des Hofinhabers mit 2665 Talern überschuldeten Meierhof ein. Zusammen mit dem ebenso schwachen Hof Vogel bildete Simon VI. daraus 1610 die Domäne Hornoldendorf. Das dabei am 2. Januar aufgestellte Inventar beschreibt den Gebäudebestand: &amp;quot;Dass wonhaus oder vorwerk, halb mit delen beschossen und halb mit Delen überlegt. 1 alter Schoppe, 1 Schafstall an der einen Seite mangeln latten und ist dacklos, 1 Backhaus ist uf der einen seiten dachlos. Das Neuwe gemach, so vorm Jahr ist reparirt worden, ist ohne mangel. 1 Wonhaus uf Vogells Hoffe, darein sein Zwey facke mit Delen beschossen, Sechs facke mit Delen überlegt, uf dem Siebenten facke ist nichts befunden worden. 1 Klein hauss uf Vogelss Hoffe, hat die Vogelsche ihr lebentlang im Besitz, fallet nach Ihrem Thote ahn den Hoff. Alten Hermelers Wonhauss, hat seine Tochter Im besitz. 1 Backhauss uf Hermelers Hoffe. 1 Garten gehörend an den Hoff. 1 Garten, gebrauchet die Vogelsche ihr lebentlang, fallet nach ihrem Thote ahn den Hoff.&amp;quot; Auch die Ländereien wurden mit insgesamt 373 Morgen und 9 Ruten Saatland und Schafweide erfasst. Hinzu kam ein Kuhkamp für 25 Kühe. Außerdem wurde ein genaues Verzeichnis der Spann- und Handdienste aufgenommen, die der Domäne zu leisten waren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 19 / Vogtei Falkenberg, Nr. 25: Erwerb des Guts Hornoldendorf, Zubehörungen, 1610–1614, 1731.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Meierhof===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meierhof zu Hornoldendorf war eines der beiden Vorwerke der Villikation [[Heiligenkirchen]]. Urkundlich ist dieses Vorwerk erstmals in der Vita Meinwerci, vor 1036, erwähnt und unter der Bezeichnung &amp;quot;Meyger&amp;quot; um 1390 im ältesten bekannten Landschatzregister für das Amt Falkenberg.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1497 zahlt &amp;quot;de Megger&amp;quot; mit 3 Gulden den weitaus höchsten Landschatz in Hornoldendorf, gefolgt von Vogel und Steins mit je 5 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1507 zahlt &amp;quot;de Meyger&amp;quot; 6 Gulden,&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso 1535 und 1545.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562 ist der Landschatz verdoppelt, 1572 wieder auf den alten Satz reduziert.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hatte Meyer 1573 noch 10 Pferde,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 322.&amp;lt;/ref&amp;gt; so wurden er, seine Frau und die 6jährige Tochter 1609 nur noch als arme Kleinkötter erfasst.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Im Jahr darauf gründete Graf Simon VI. aus dem verarmten und mit Tod des Inhabers abgemeierten Hof eine Domäne (Meierei Hornoldendorf). Der Hof bestand bei Übernahme aus dem Haupthaus bzw. &amp;quot;Vorwerk&amp;quot;, einem alten Schoppen, einem Schafstall, einem Backhaus und dem &amp;quot;Neuen Gemach&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof Hermeler===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Namen &amp;quot;Tonnies Hermeling&amp;quot; wird diese Stätte 1590 erstmals aktenkundig. Er zahlt 2 Gulden.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 1964, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Viehzählung 1604 wird &amp;quot;Hermelers Leibzüchter&amp;quot; mit 1 Kuh erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1600 zog Graf Simon VI. den verarmten, von ihm meierstättisch vergebenen Hof ein. Bei der Volkszählung 1609 wurde Tonies Hermelinck als armer Kleinkötter erfasst, mit einer Tochter mit 3jährigem Kind im Haus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr darauf wurde der eingezogene Hof Teil der von Graf Simon VI. gegründeten Domäne (Meierei Hornoldendorf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn die zu zahlenden Landschatzbeträge sich etwas unterscheiden, scheint es, dass dieser Hof aus dem 1572 noch &amp;quot;Thonies Hermenns&amp;quot; gehörigen hervorging, der 1535 und 1545 Bernd Hermens&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1507 Hans Hermans gehörte.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1573 besaß Tonnies Hermeling 4 Pferde.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1421, S. 324.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erstmals erwähnt wurden Hans Hermans und sein Vater 1497. Sie zahlten 3 Mark bzw. 1/2 Mark.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof Vogel===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals schriftlich erwähnt unter dem Namen &amp;quot;Vogel&amp;quot; um 1390 im ältesten bekannten Landschatzregister für das Amt Falkenberg, 1497 dann als &amp;quot;Jarden Vogel&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 145 und 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1507 zahlt &amp;quot;Johan Vogell&amp;quot; 2 1/2 Gulden, &amp;quot;de Meyger&amp;quot; 6.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 2001, S. 53,&amp;lt;/ref&amp;gt; ebenso 1535 und 1545.&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt;Aus dem Jahr 1547 ist eine Klage von Tönnies Clott und Bartold Heuwinkel gegen Dietrich auf der Spreckenburg, Kurd Vogel und den Meier zu Hornoldendorf überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 83 A / Lippische Justizkanzlei, Prozesse bis 1800, Nr. 0 C 105.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1562 ist der Landschatz verdoppelt,&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1572 wieder auf den alten Satz reduziert (&amp;quot;Cordt Vogell&amp;quot; zahlt 5 Ort = 2 1/2 Gulden).&amp;lt;ref&amp;gt;Verdenhalven 1971, S. 121.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1590 ist neben &amp;quot;Curdt Vogell&amp;quot; mit 2 1/2 Gulden auch &amp;quot;Gercke Voigell&amp;quot; mit 2 1/2 Groschen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Stöwer 1964, S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich wohl um die Leibzüchterin. 1609 gibt es nach Auskunft der Volkszählung zwei Einlieger-Haushalte auf Vogels Hof: Füeke mit einem 8jährigen Kind und die arme Grete mit einer 16jährigen Tochter.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Hofinhaber wird damals nicht mehr genannt. Im Jahr darauf wurde der eingezogene Hof Teil der von Graf Simon VI. gegründeten Domäne (Meierei Hornoldendorf). Damals bestand der Hof aus einem Wohnhaus und einem kleinen Nebenhaus (wohl der Leibzucht), in dem die Leibzüchterin Vogel noch ein lebenslanges Wohnrecht genoss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Juli 1614 übernahm der bisherige Konduktor (Verwalter) Hans Adam von Hammerstein die Domäne &amp;quot;erblich geschenkt&amp;quot; als adeliges landtagsfähiges Gut mit allen Freiheiten. Er hatte bis dahin die nötigen Gebäude auf eigene Kosten instand setzen lassen und 1.000 Reichstaler Schulden, die auf dem Gut lagen, übernommen. Da zur Domäne keine Holzung gehörte, erhielt das Rittergut zudem noch für 100 Goldgulden den bei Schmedissen gelegenen Bannenberg als Waldstück, ehedem zum Vorwerk [[Wilberger Straße 60 (Schönemark)|Beerentrup]] zählend. In der Wiembecke hatte er flussaufwärts bis zur Grenze des Amtes Detmold das Fischereirecht, außerdem erhielt er ein beschränktes Jagdrecht mit zwei Hunden und zwei Windhunden auf Hasen und Füchse zwischen der Berlebecke, Wiembecke, Fromhausen und dem Hornschen Feld. Der Begriff der Schenkung ist nicht wörtlich zu nehmen, denn Hans Adam von Hammerstein hatte dem mit rund 700.000 Talern verschuldeten Grafen 1611 mit einem Darlehen von 12.000 Talern ausgeholfen, auf dessen Rückzahlung er mit der Übernahme der Domäne verzichtete. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1617 wurde das Rittergut durch den Ankauf des adeligen Gutes von Schwartze in [[Fromhausen]] vergrößert um 271 Morgen Saatland, 14 Morgen Wiesenwachs und 3 Teiche. 1619 veräußerte von Hammerstein den Hofraum eines der drei Höfe, aus denen die Domäne seinerzeit gegründet worden war, an Nolte Sünkler, der hier eine [[Hornoldendorfer Straße 25 (Hornoldendorf)|neue Stätte]] errichtete.&amp;lt;ref&amp;gt;Wendt 1965, S. 291.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1642 ist &amp;quot;Nolte Sünkel&amp;quot; mit einem Landschatz von 6 Groschen verzeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1418, S. 116.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1804 blieb das Rittergut im Besitz der Familie von Hammerstein. In diesem Jahr wurde es verkauft und wechselte von da an mehrfach den Eigentümer. Von längerer Dauer blieb es bei dem aus Hannover stammenden Baurat Ferdinand Wallbrecht. Dieser kaufte 1877 das Kolonat [[Wellnerweg 15 (Hornoldendorf)|Wellner Nr. 1]] hinzu.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL L 108 Detmold Fach 30 Nr. 10 Bd. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;, 1883 das Kolonat Schönemark Nr. 8 und 1899 der Kolonat [[Schauinsland 27 (Heiligenkirchen)|Wellner Nr. 9]] in [[Heiligenkirchen]]. 1883 ließ Wallbrecht einen Kalkofen bauen,&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 109 Detmold Nr. 351.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1886 ein Stauwehr in der Wiembecke zur Anlage von Rieselwiesen errichten.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 79 Nr. 3575.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Rittergut_DSC_1078.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Ansicht von Südosten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:D73_Kat_Mi_1_Nr2101_02_021_Gut.jpg|thumb|Flurkarte Hornoldendorf, Flur 2 (Ausschnitt), 1949, LAV NRW OWL, D 73 Kat. Mi 1 Nr. 2101, 2]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Brandkataster: Wallbrecht Erben, Max, Oetker Ernst: &lt;br /&gt;
1. ein neues Wohnhaus 1904&lt;br /&gt;
2. ein altes Wohnhaus für den Inspektor und Gärtner (siehe auch Kolonat Nr. 9) 1906&lt;br /&gt;
3. Kuhstall mit Hofmeisterwohnung (1930) und Silo (1941)&lt;br /&gt;
4. neues Dreschhaus Scheune mit Kartoffelkeller (1949)&lt;br /&gt;
5. Schafstall Pferde- und Rinderhaus&lt;br /&gt;
6. Schweinehaus, 1952: mit Anbau&lt;br /&gt;
7. Wagenremise, 1930 mit Kutschpferdestall und 1949 Wohnung&lt;br /&gt;
8. Gewächshaus 1952 Maschinenhalle&lt;br /&gt;
9. 1906 Schuppen, 1952 Garage&lt;br /&gt;
10. Backhaus 1952 Runkelmiete&lt;br /&gt;
11. Försterhaus 1902 Feldscheune&lt;br /&gt;
12. Scheune daselbst Geräteschuppen, ergänzt: mit Stallung&lt;br /&gt;
13. Einliegerwohnhaus (Twete) Arbeiterwohnhaus mit Stallanbau 1952&lt;br /&gt;
14. 1906 Backhaus 1926 Gänsestall&lt;br /&gt;
15. Scheune an 4. und 5. 1910&lt;br /&gt;
16. Wohn- und Kornhaus 1910 mit Stellmacherei 1930&lt;br /&gt;
17. Pflanzenhaus 1952 Arbeiterwohnhaus mit Stallanbau (Wellnerwiese)&lt;br /&gt;
18. Butterhaus Düngerschuppen 1930&lt;br /&gt;
19. Wagenhaus&lt;br /&gt;
20. Rindviehschuppen, jetzt (1949) Wohnhaus&lt;br /&gt;
20 a. Stallung 1949&lt;br /&gt;
21. Maschinenschuppen 1914&lt;br /&gt;
22. Obstschuppen 1914&lt;br /&gt;
23. 1930 Stall beim Arbeiterwohnhaus Twete Arbeiterwohnhaus mit Stall 1949&lt;br /&gt;
30. Grünfuttertrockenanlage 1953&lt;br /&gt;
31. Wohnhaus 1953&lt;br /&gt;
32. Arbeiterdoppelwohnhaus mit Stall 1955&lt;br /&gt;
28. Grünfuttersilo 1952&lt;br /&gt;
33. Arbeiterdoppelwohnhaus mit Stall 1955&lt;br /&gt;
26. Kartoffelsilo 1941&lt;br /&gt;
27. Geräteschuppen 1941&lt;br /&gt;
23. 1930 Stall beim Arbeiterwohnhaus Twete Arbeiterwohnhaus mit Stall 1952&lt;br /&gt;
25. Holzschuppen 1930 1952&lt;br /&gt;
29. Hühnerstall 1952.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 107 C Nr. 103.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Herrenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hodf Menke 1852 HV 1518 015R.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa von 1840, Ansicht von Osten, Zeichnung Ludwig Menke 1852, LLB: HV 1518,015r]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rittergut vorn Kienitz 1949.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa, Ansicht von Osten, 1949, aus: Hans-Oskar Kienitz, Rittergut, 1949]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Villa_DSC_1086.jpg|thumb|Rittergut Hornoldendorf, Villa, Ansicht der Gartenseite, von Nordwesten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die klassizistische Villa wurde 1840 [i] von dem neuen Eigentümer des Rittergutes (seit etwa 1830), Clemens Albert Caesar, errichtet. Der westliche Teil mit dem Herrenhaus und dem großen Park war ehemals von einem Wassergraben umgeben (Rest davon hinter der Stellmacherei). Spätklassizistisch-strenger Baukörper mit rechteckigem Grundriss, Hochparterre, 2 Geschosse, Gesims und Pilastergliederung, sehr flaches Walmdach. 7 Fensterachsen an der Längsseite, mittig auf beiden Traufseiten ein flacher Dreiecksgiebel. Innen mit erhaltener bauzeitlicher Ausstattung (Außen- und Zimmertüren, Fenster). Sehr qualitätvolle Umgestaltung der Repräsentationsräume im Erdgeschoss 1939 durch den neuen Eigentümer Ernst Oetker (Eingangshalle mit Wandkamin, großzügige Treppenanlage, Kölner Decken, kassettierte Eichentüren, Heizkörperverkleidungen usw.) im Stile des Neobarock. 2007 als Baudenkmal in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Altes Wohnhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittergutsweg 1a und 1b. 1890 in der Gebäudesteuerrolle als &amp;quot;Inspektorhaus und Gärtnerwohnung&amp;quot; bezeichnet. An der Südwestecke des Ritterguts an der ehemaligen Landstraße nach Heiligenkirchen das ehemalige von Hammerstein’sche Herrenhaus, im Kern wohl 17. Jh. Gebäudegruppe aus dem eigentlichen &amp;quot;Alten Herrenhaus&amp;quot; mit einem rechteckigen Turm an der Südwestecke, wohl um 1632 für den Freiherrn von Hammerstein neu erbaut, nach Osten um 1830/40 erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rund 16 x 10 m messender dreigeschossiger Bau mit einem südwestlich anschließenden Treppenturm von rund 5 x 5 m Grundfläche, kein Keller. Geschosshöhen um 2,50 m. Dachwerk Mitte 19. Jh. mit flacher Neigung und Vollwalmen erneuert (zuvor Satteldach). Außenwände im Erdgeschoss aus Bruchsteinmauerwerk, östliche Traufwand aus Fachwerk, Westseite auch im 1. Obergeschoss massiv, dort an der nordwestlichen Gebäudeecke ein zweibahniges, seit dem 19. Jh. vermauertes Fenster mit Mittelpfosten und Sandsteingewände. Das 2. Obergeschoss wie die anderen Obergeschosswände aus Fachwerk, zweifach verriegelt, beidseitig verputzt. Zwei weite Schornsteine aus dem Kernbau von 1746 bis ins Dach hinein erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Südwesten leicht schräg vorgelagert ein dreigeschossiger Treppenturm mit Pyramidendach, darauf Dachknauf mit Wetterfahne. Wände massiv, teilweise in Fachwerk, beidseitig verputzt. Freitreppe zum Eingang an der Südseite. Keller mit Kreuzgewölbe. An der Nordseite eine ältere Tür mit geschweiften Bändern und Holzrahmen. Im Winkel von Turm und Südfassade eine jüngere  Veranda mit Freitreppe vor der Längsseite zum Garten. Gaul erwähnt &amp;quot;an den 3 Außenseiten je 1 kleines vermauertes Fenster, nahe der einen Ecke die alte Tür mit eingetrepptem Gewände.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich ein unterkellerter Erweiterungsbau, vermutlich vor 1840 erbaut. Zweigeschossiger Mittelrisalit mit Drillingsfenstern und Satteldach, eingeschossige Flügel mit Walmdach. Außenwände aus Bruchsteinmauerwerk, Mittelrisalit und Südseite der Flügel verputzt. Kellersockel mit Rollschicht aus Backstein. Eingang an der Nordseite zum Hof von zwei Pfeilern mit Kapitell flankiert, darüber ein Architrav, großes Sandsteinpodest davor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Renovierung 2024. Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 17.6.2024, Nr. A739.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Alte Stellmacherei===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebäude liegt an der Nordseite des Hofs neben dem Herrenhaus. Eingeschossiger Bruchsteinbau mit Sichtmauerwerk in Richtung Süden (zum Hof) und Westen, die beiden anderen Seiten mit Strukturputz, Gebäudeecken aus Werksteinquadern. In der Traufwand zum Hof rechts ein Segmentbogentor, mit Werksteinquadern gerahmt. Nach außen öffnende Torflügel durch ein inneres Schiebetor ersetzt. Daneben weitere Eingangstüren mit Werksteineinfassung und Sprossenoberlicht. Türenblätter horizontal verbrettert. Im westlichen Giebel zur Belichtung der ehemaligen Kutscherwohnung ein Rundfenster im Dachgeschoss und ein rechteckiges Fenster im Erdgeschoss. In der nördlichen Traufwand zwei zweiflüglige Sprossenfenster und eine Fenstertür zum Garten sowie drei Gusseisensprossenfenster Alle Fenster mit Sandstein-Sohlbank und glatt geputzten. In der östlichen Giebelseite eine große Vierfenstergruppe im Erdgeschoss, im Dachgeschoss große Holzklappen mit Oberlichtfenstern in der Mittelachse. Im Inneren mittig ein zweiter großer Raum mit Holzbalkendecke. Halbwalmdach mit roten Hohlziegeln. 2021 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hofmeisterwohnung mit Kuhstall===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe [[Rittergutsweg 1c (Hornoldendorf)| Rittergutsweg 1c]]. Unter Clemens Albert Caesar 1835 erbauter Schafstall, später zur Hofmeisterwohnung mit Kuh- und Pferdestall nach Westen verlängert. Begrenzt den Hofraum nach Norden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheunen===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Begrenzen die große Hoffläche im Osten und Westen. Ostflügel Anfang 19. Jh. erbaut mit zwei rundbogigen Tordurchfahrten, ein Torbogen mit Inschrift &amp;quot;A. B(rakmann) 1830&amp;quot;, 1845 [i] unter Caesar nach Süden um eine Torachse verlängert, Torbogen  mit dem Wappen Caesars und der Jahreszahl 1845.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt; Über dem Tor hofseitig ein großes Zwerchhaus. Unter Ferdinand Wallbrecht an der Südseite ein langes Scheunengebäude erbaut. An dessen Westgiebel Wappen mit Inschrift des Hans Adam von Hammerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Wagenremise===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 19. Jh. unter Ferdinand Wallbrecht östlich vor dem Scheunenflügel erbaut. In der östlichen Längsseite zwei Toreinfahrten mit Stichbögen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Alte Gärtnerei, später Maschinenhaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Remise DSC 1083.jpg|thumb|&amp;quot;Alte Gärtnerei/Maschinenhaus&amp;quot; südlich vom Herrenhaus, Ansicht von Südosten (Feldseite), 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steht südlich vom Herrenhaus parallel zur ehemaligen Landstraße (Rittergutsweg). Drei niedrige Tore in der Feldseite, zwei Fledermausgauben. Kern des Gebäudes ist das 1856 erbaute Gewächshaus, Entwurf von Landbaumeister [https://lippelex.de/index.php?title=Brune,_Ferdinand_(1803-1857) Ferdinand Brune]. Massivbau mit Zinkblechdach, 32 x 16 Fuß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsLandbaumeister2024}}, S. 221.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eingeschossiger längs der vorbeiführenden ehem. Landstraße stehender Baukörper. Die Südseite war bis in das Dach vollständig verglast. Von diesem Gebäude sind heute noch Reste erhalten, vor allem an der östlichen Giebelseite die Werksteingewände des alten, nun vermauerten Haupteingangs. Eine Erweiterung als verglastes Gewächshaus ist auf einem Foto der 1920er Jahre zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hubertus Michels, Gutachten zur Ermittlung einer das Bild der Kulturlandschaft prägenden Eigenschaft für das Gebäude Alte Gärtnerei/Maschinenhaus vom Rittergut Hornoldendorf, Detmold 2023, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Umbau zum &amp;quot;Maschinenhaus&amp;quot; in den 1930er Jahren führte zum heutigen Erscheinungsbild. 2017 Instandsetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Eiskeller===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Gut-Eiskeller DSC 1084.jpg|thumb|Eiskeller im Park des Gutshauses, Ansicht von Nordwesten, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im parkähnlichen Garten des Herrenhauses an der Südseite hinter der Gartenmauer gelegen. In den Boden eingegrabener Eiskeller mit rundem Grundriss, flaches Kegeldach, Kellerhals mit Eingang im Südwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Brücke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der nordwestlichen Ecke des Gutsparkes einfache Bruchsteinbogenbrücke über die Wiembecke (Kirchweg nach Heiligenkirchen), an der Ostseite Inschriftstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Glocke===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gaul erwähnt außerdem eine Glocke, 37 cm hoch, Durchmesser 44 cm mit Inschrift &amp;quot; ANNO 1622 HANS ADAM VON HAMMERSTEIN&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hornoldendf-Brücke-Gut_2899.jpg|thumb|Inschrift an der Ostseite der Brücke, 2024, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Brückenostseite: &amp;quot;LUDEWIG FREIH. / VON HAMMERSTEIN / et / DOROTHEA SOPHIA / ERNESTINA GEB. / VON MUNCHHAUSEN / AN 1740&amp;quot;, an der Brückenwestseite: &amp;quot;Clemens Albert Caesar 1845&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer:innen, Bewohner:innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:10 DT-Hrnlddrf Rittergut Landsetzer.jpg|thumb|Die Gespannführer des Ritterguts, vorn Verwalter Edmund Landsetzer, um 1920 (Archiv Peter Lohrmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:11 DT-Hrnlddrf Rittergut Bedienstete.jpg|thumb|Bedienstete des Rittergutes, um 1930 (Archiv Peter Lohrmann)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Situation vor 1610 siehe den Abschnitt &amp;quot;Geschichte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1610 Simon VI. (Detmold 15.4.1554–7.12.1613 Brake) bzw. als [[Morgengabe]] an seine zweite Gemahlin Elisabeth zu Holstein-Schaumburg (3.8.1566–7.9.1638). Konduktor (Verwalter) ist Hans Adam von Hammerstein (1579–1653).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1614 an den bisherigen Verwalter Hans Adam von Hammerstein, der um 1625 im Verzeichnis der Adeligen Landsassen aufgeführt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister1964}}, S. 131–133.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1643 vermachte Hans Adam von Hammerstein seiner dritten, 37 Jahre jüngeren Ehefrau Leveke von Münchhausen (1616–1675) das Gut als künftigen Witwensitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1653 durch Erbschaft an Leveke von Hammerstein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1675 durch Erbschaft an den Sohn Christoph Ludolf von Hammerstein (1646–1728).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1728 nach Rechtsstreit um die Erbschaft unter dem ältesten Sohn Wilhelm und Ludwig von Hammerstein (1702–1786) an letzteren.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 82 Nr. 271.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ludwig von Hammerstein war 1730 in erster Ehe verheiratet mit Anna Elisabeth von Heimburg (1697–1738), 1740 in zweiter Ehe mit Dorothea von Münchhausen aus dem Hause Rinteln (1717–1795).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1786 durch Erbschaft an Georg Gottlob Maximilian (1754–1783), Sohn von Ludwig und Dorothea von Hammerstein. Georg Gottlob Maximilian schloss 1778 die Ehe mit Amalie Gertrud von Münchhausen aus dem Hause Moringen (1759–1829.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1804 Verkauf durch die Witwe Amalie Gertrud von Hammerstein an den Amtmann Brakmann aus Bisperode bei Coppenbrügge, Kreis Hameln-Pyrmont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1830 Verkauf an Clemens Albert Caesar (25.5.1790–25.3.1867 in Detmold), in erster Ehe verheiratet mit einer Rodewald (Sternberg 5.11.1792–24.4.1839), in zweiter mit Alma Caesar (gest. 1916).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1858 Verkauf an Max Troost aus Mülheim an der Ruhr (1819–1863), am 25.4.1846 Heirat mit Mathilde Boehme (Eupen 16.8.1826–12.10.1885 Detmold).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oktober 1872 Verkauf an den Hannoveraner Rentner Ebell für 100.000 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.2.1873 Verkauf an den Hannoveraner Architekten und Bauunternehmer [https://de.wikipedia.org/wiki/Ferdinand_Wallbrecht_(Politiker,_1840) Ferdinand Wallbrecht] (Elze 7.4.1840–1.4.1905 Hannover) für 120.000 Taler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 als Erbe an Frl. Frieda Wallbrecht/Hannover (4/15), Dr. Max Wallbrecht/Hannover (7/15) und Ferdinand Wallbrecht, Kaufmann in Lübeck (4/15).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 98: Gebäudesteuerrolle, 1890.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Eigentümer Dr. iur. Max Wallbrecht; Bewohner Inspektor Friedrich Bußmann, Verwalter Edmund Landsetzer, Hofmeister Heinrich Klöpper, Gärtner August Steinhof; in der Twete die Arbeiter Fritz Lange, Hermann Brinkmann, Walter Perski und – Laventiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.2.1939 Verkauf an den Landwirt Ernst Oetker aus Pattensen für 900.000 Reichsmark.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WendtAmt1965}}, S. 303.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Konduktoren (Pächter) nennt die Online-Schlagwortsuche auf archive.nrw.de:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1683 Christoph Barkhausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1715 Theophilus Streicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1722–1735 Schönlau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1774 Eberhard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1805 Leue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1823–1827 Stockebrand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1833 Sturhahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Oskar Kienitz, Das Rittergut Hornoldendorf und die Familie von Hammerstein, Maschinenschr. Examensarbeit Päd. Akademie Detmold 1949 (LLB: LH 462.4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rittergut Hornoldendorf. Besitzer Landwirt Ernst Oetker, Selbstverlag Detmold 1951 (LLB: 18 L 10019)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Meier-BökeHornoldendorf1954}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WendtAmt1965}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Otto Gaul, Landkreis Detmold, unveröff. Typoskript, um 1960 [https://digitale-sammlungen.llb-detmold.de/content/titleinfo/10093449 Digitalisat].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1418–1421: Einwohnerverzeichnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1442: Volkszählung 1609&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1450: Volkszählung 1769&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1451: Volkszählung 1828&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 24: Salbuch 1721&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 31: Salbuch 1754&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 CI Nr. 39: Salbuch 1782&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 45: Salbuch 1782/1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 55: Salbuch 1782/1827&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 103: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 2: Heidenoldendorf – Hornoldendorf, 1894–ca. 1960, S. 71 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor(en)==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Kategorie:Hausstätte in Hornoldendorf]][[Kategorie:Rittergutsweg (Hornoldendorf)]][[Kategorie:Rittergut]][[Kategorie:Steuerfreie Hausstätte]] [[Kategorie:Baudenkmal]] [[Kategorie:Ferdinand Brune]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=49687</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2026-01-14T17:46:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Quellenhinweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Höfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut, wo sie bis heute erhalten sind. Der am linken Torständer als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – vor diesem traurigen Hintergrund kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder, Memmingen, eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.landtechnik-historisch.de/historische-landmaschinen-von-a-bis-z/o/osterrieder-gesellschaft-mbh-ogm/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=49686</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=49686"/>
		<updated>2026-01-14T17:41:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Höfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut, wo sie bis heute erhalten sind. Der am linken Torständer als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – vor diesem traurigen Hintergrund kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder, Memmingen, eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rosental_5_(Detmold)&amp;diff=48514</id>
		<title>Rosental 5 (Detmold)</title>
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		<updated>2025-12-08T11:14:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */Text geringfügig korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Rosental (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93691, 8.88079&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=D 028&lt;br /&gt;
}}1826 gegründete Hausstätte, ehem. Quartier-Nr. D 28, bis 1904 Rosentalstraße 2, ab 1909 Rosental 3. Grundbuch Detmold, Bd. 70, Bl. 3399.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 aus dem fürstlichen Lustgarten ausgewiesene Hausstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 169, fol. 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bauherrin war die Witwe des Stallmeisters Nikolaus Wülker († 1825). Richtfest war a, 3.5.1826.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 72 Emmighausen, Tagebuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 kaufte der Photograph Theodor Kliem das Haus von Wülckers Erbin, der Tochter Therese.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, Grundbuchakte Detmold D 23 B Bl. 19. Kaufvertrag vom 3.12.1877.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufpreis betrug 18.000 Mark, wovon 12.000 Mark bei Übergabe des Hauses am 1. April 1878 zu zahlen und Hypothekenschulden von 6.000 Mark zu übernehmen waren (diese Schuld wurde im April 1891 beglichen und gelöscht). 1871 hatte Theodor Kliem mit seiner Frau Lina noch in Werkmeisters Haus in der [[Lange Straße 33 (Detmold)|Langen Straße 33 ]] gewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß-Buch der Stadt Detmold, Detmold 1871, 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kliems Nachfolger waren hier nacheinander die Photographen Georg Zehnpfennig und Paul Beckmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.5.1997 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen, Nr. 522.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental1-3-5_HSA_6253.jpg|thumb|Rosental, rechts das Eckhaus Lange Straße, dann von rechts nach links die Häuser Rosental 1, 3 und 5, um 1930, LLB, HSA 6253]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_DT-BA-2688.jpg|thumb|Rosental 5, vor 1933, StA DT, BA 2688]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_JK2023.jpg|thumb|Rosental 5, Ansicht von Süden, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassizistisches, traufständiges Wohnhaus, zweigeschossig, fünf Fensterachsen breit, Mitteleingang mit Freitreppe. Fassade verschiefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückwärtig ein Glashaus, welches Kliem hier hinter der Nordseite des Hauses als fotografisches Atelier errichtet hatte. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das Glashaus, welches er 1864 hinter dem Haus Lange Straße 33 hatte bauen lassen und beim Umzug ins Rosental mitgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 durch Paul Beckmann Anbau eines festen Ateliers an der Rückseite, eingeschossig mit höherem rundbogigem Fenster in der Mitte. Zum Rosental eingeschossiger Anbau an der Ostseite, mit Laden, Arbeits- und Sprechzimmer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronzetafel links neben der Haustür: &amp;quot;In diesem Hause wohnte / der berühmte Tondichter / Albert Lortzing / in den Jahren 1826–1827. / Detmolder Männer-Chor e. V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 Stallmeister-Witwe Wül(c)ker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826/27 Bewohner Albert Lortzing (Inschrifttafel am Haus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 durch Erbschaft an Frl. Elise Wülcker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Frl. Therese Wülker, Privatiere; Fischer, Kabinettsregistrator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 Verkauf (1878 Übergabe) an den Photographen Theodor Kliem (* 15.11.1824 zu Ebeleben, Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, † 22.2.1889 in Detmold an Wassersucht, beerdigt 24.2.1889 mit ärztlicher Erlaubnis). Verheiratet mit Caroline Auguste Franziska Henriette geb. Blanck aus Stettin (* 1.2.1833, † 20.2.1909 in Berlin), getraut am 19.1.1854 in  Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Adressbuch 1891 besteht das Photoatelier noch mit der Witwe Lina Kliem als Inhaberin.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haushalt des Ehepaares Kliem lebten außerdem seit 1873 die Nichte Minna Kliem (* 1861) und seit 1879 deren vier Jahre jüngere Schwester Auguste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1430: Fürstlich-Lippisches Amtsgericht Detmold, Nachtrag zu dem Testament der Witwe Luise Kliem in Berlin, 1904, fol. 5–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lina Kliem ging Mitte 1892 nach Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Kliem, Witwe; Rohdewald, Geh. Regierungsrat-Witwe; Rohdewald, Stiftsdame.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Mai 1891 (Kaufvertrag) Wohnhaus und Atelier für 31.000 Mark an Georg Zehnpfennig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Firmiert im Adressbuch 1894 als „Th. Kliems Nachf.“ und Hofphotograph im Rosental 2.&amp;lt;ref&amp;gt; Adressbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1894, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1904 verzog er nach Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;StA DT, Meldekartei.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Hofphotograph, Firma Th. Kliem Nachf.; von Heintz, Premier-Leutnant; von Kniphausen I, Sek.-Leutnant; von Rosenberg, Sek.-Leutnant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Joachim Frhr. von der Goltz, Hauptmann und Bezirks-Offizier; Paul Pirckmeyer, Architekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Hermann Knöner, Buchhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Rudolf Cronemeyer, Gerichts-Assessor; Erich Riehle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 kurzzeitiger Zwischeneigentümer des Hauses nach Zwangsversteigerung 1905 ist der Kaufmann Friedrich Wilhelm Amtenbrink.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuer Eigentümer und Zehnpfennigs Nachfolger als Photograph wurde dann Paul Beckmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Schröder, Rentnerin; Voß, Hebamme; Voß, Plätterin; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Steindrucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 (Adressbuch) Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Fräulein; Michaelis, Steindrucker; Katz, Verkäuferin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Paul Niewald, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; Mieje Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; M. Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KleinmannsBildchronist2023}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, Meldekartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A Tit. 178 Nr. 86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Rosental (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rosental_5_(Detmold)&amp;diff=48513</id>
		<title>Rosental 5 (Detmold)</title>
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		<updated>2025-12-08T11:13:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */Text geringfügig korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Rosental (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93691, 8.88079&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=D 028&lt;br /&gt;
}}1826 gegründete Hausstätte, ehem. Quartier-Nr. D 28, bis 1904 Rosentalstraße 2, ab 1909 Rosental 3. Grundbuch Detmold, Bd. 70, Bl. 3399.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 aus dem fürstlichen Lustgarten ausgewiesene Hausstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 169, fol. 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bauherrin war die Witwe des Stallmeisters Nikolaus Wülker († 1825). Richtfest war a, 3.5.1826.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 72 Emmighausen, Tagebuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 kaufte der Photograph Theodor Kliem das Haus von Wülckers Erbin, der Tochter Therese.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, Grundbuchakte Detmold D 23 B Bl. 19. Kaufvertrag vom 3.12.1877.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufpreis betrug 18.000 Mark, wovon 12.000 Mark bei Übergabe des Hauses am 1. April 1878 zu zahlen und Hypothekenschulden von 6.000 Mark zu übernehmen waren (diese Schuld wurde im April 1891 beglichen und gelöscht). 1871 hatte Theodor Kliem mit seiner Frau Lina noch in Werkmeisters Haus in der [[Lange Straße 33 (Detmold)|Langen Straße 33 ]] gewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß-Buch der Stadt Detmold, Detmold 1871, 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kliems Nachfolger waren hier nacheinander die Photographen Georg Zehnpfennig und Paul Beckmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.5.1997 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen, Nr. 522.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental1-3-5_HSA_6253.jpg|thumb|Rosental, rechts das Eckhaus Lange Straße, dann von rechts nach links die Häuser Rosental 1, 3 und 5, um 1930, LLB, HSA 6253]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_DT-BA-2688.jpg|thumb|Rosental 5, vor 1933, StA DT, BA 2688]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_JK2023.jpg|thumb|Rosental 5, Ansicht von Süden, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassizistisches, traufständiges Wohnhaus, zweigeschossig, fünf Fensterachsen breit, Mitteleingang mit Freitreppe. Fassade verschiefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückwärtig ein Glashaus, welches Kliem hier hinter der Nordseite des Hauses als fotografisches Atelier errichtet hatte. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das Glashaus, welches er 1864 hinter dem Haus Lange Straße 33 hatte bauen lassen und beim Umzug ins Rosental mitgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 durch Paul Beckmann Anbau eines festen Ateliers an der Rückseite, eingeschossig mit höherem rundbogigem Fenster in der Mitte. Zum Rosental eingeschossiger Anbau an der Ostseite, mit Laden, Arbeits- und Sprechzimmer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronzetafel links neben der Haustür: &amp;quot;In diesem Hause wohnte / der berühmte Tondichter / Albert Lortzing / in den Jahren 1826–1827. / Detmolder Männer-Chor e. V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 Stallmeister-Witwe Wül(c)ker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826/27 Bewohner Albert Lortzing (Inschrifttafel am Haus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 durch Erbschaft an Frl. Elise Wülcker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Frl. Therese Wülker, Privatiere; Fischer, Kabinettsregistrator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 Verkauf (1878 Übergabe) an den Photographen Theodor Kliem (* 15.11.1824 zu Ebeleben, Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, † 22.2.1889 in Detmold an Wassersucht, beerdigt 24.2.1889 mit ärztlicher Erlaubnis). Verheiratet mit Caroline Auguste Franziska Henriette geb. Blanck aus Stettin (* 1.2.1833, † 20.2.1909 in Berlin), getraut am 19.1.1854 in  Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Adressbuch 1891 besteht das Photoatelier noch mit der Witwe Lina Kliem als Inhaberin.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haushalt des Ehepaares Kliem lebten seit 1873 auch die Nichte Minna Kliem (* 1861) und seit 1879 deren vier Jahre jüngere Schwester Auguste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1430: Fürstlich-Lippisches Amtsgericht Detmold, Nachtrag zu dem Testament der Witwe Luise Kliem in Berlin, 1904, fol. 5–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lina Kliem ging Mitte 1892 nach Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Kliem, Witwe; Rohdewald, Geh. Regierungsrat-Witwe; Rohdewald, Stiftsdame.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Mai 1891 (Kaufvertrag) Wohnhaus und Atelier für 31.000 Mark an Georg Zehnpfennig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Firmiert im Adressbuch 1894 als „Th. Kliems Nachf.“ und Hofphotograph im Rosental 2.&amp;lt;ref&amp;gt; Adressbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1894, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1904 verzog er nach Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;StA DT, Meldekartei.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Hofphotograph, Firma Th. Kliem Nachf.; von Heintz, Premier-Leutnant; von Kniphausen I, Sek.-Leutnant; von Rosenberg, Sek.-Leutnant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Joachim Frhr. von der Goltz, Hauptmann und Bezirks-Offizier; Paul Pirckmeyer, Architekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Hermann Knöner, Buchhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Rudolf Cronemeyer, Gerichts-Assessor; Erich Riehle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 kurzzeitiger Zwischeneigentümer des Hauses nach Zwangsversteigerung 1905 ist der Kaufmann Friedrich Wilhelm Amtenbrink.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuer Eigentümer und Zehnpfennigs Nachfolger als Photograph wurde dann Paul Beckmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Schröder, Rentnerin; Voß, Hebamme; Voß, Plätterin; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Steindrucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 (Adressbuch) Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Fräulein; Michaelis, Steindrucker; Katz, Verkäuferin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Paul Niewald, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; Mieje Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; M. Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KleinmannsBildchronist2023}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, Meldekartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A Tit. 178 Nr. 86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Rosental (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rosental_5_(Detmold)&amp;diff=48512</id>
		<title>Rosental 5 (Detmold)</title>
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		<updated>2025-12-08T11:10:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Rosental (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93691, 8.88079&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=D 028&lt;br /&gt;
}}1826 gegründete Hausstätte, ehem. Quartier-Nr. D 28, bis 1904 Rosentalstraße 2, ab 1909 Rosental 3. Grundbuch Detmold, Bd. 70, Bl. 3399.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 aus dem fürstlichen Lustgarten ausgewiesene Hausstätte.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A Nr. 169, fol. 23–25.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A Nr. 4280.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bauherrin war die Witwe des Stallmeisters Nikolaus Wülker († 1825). Richtfest war a, 3.5.1826.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 72 Emmighausen, Tagebuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 kaufte der Photograph Theodor Kliem das Haus von Wülckers Erbin, der Tochter Therese.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, Grundbuchakte Detmold D 23 B Bl. 19. Kaufvertrag vom 3.12.1877.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Kaufpreis betrug 18.000 Mark, wovon 12.000 Mark bei Übergabe des Hauses am 1. April 1878 zu zahlen und Hypothekenschulden von 6.000 Mark zu übernehmen waren (diese Schuld wurde im April 1891 beglichen und gelöscht). 1871 hatte Theodor Kliem mit seiner Frau Lina noch in Werkmeisters Haus in der [[Lange Straße 33 (Detmold)|Langen Straße 33 ]] gewohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß-Buch der Stadt Detmold, Detmold 1871, 13&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kliems Nachfolger waren hier nacheinander die Photographen Georg Zehnpfennig und Paul Beckmann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 24.5.1997 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen, Nr. 522.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental1-3-5_HSA_6253.jpg|thumb|Rosental, rechts das Eckhaus Lange Straße, dann von rechts nach links die Häuser Rosental 1, 3 und 5, um 1930, LLB, HSA 6253]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_DT-BA-2688.jpg|thumb|Rosental 5, vor 1933, StA DT, BA 2688]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Rosental5_JK2023.jpg|thumb|Rosental 5, Ansicht von Süden, 2023, Foto: Joachim Kleinmanns]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassizistisches, traufständiges Wohnhaus, zweigeschossig, fünf Fensterachsen breit, Mitteleingang mit Freitreppe. Fassade verschiefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rückwärtig ein Glashaus, welches Kliem hier hinter der Nordseite des Hauses als fotografisches Atelier errichtet hatte. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist es das Glashaus, welches er 1864 hinter dem Haus Lange Straße 33 hatte bauen lassen und beim Umzug ins Rosental mitgenommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 durch Paul Beckmann Anbau eines festen Ateliers an der Rückseite, eingeschossig mit höherem rundbogigem Fenster in der Mitte. Zum Rosental eingeschossiger Anbau an der Ostseite, mit Laden, Arbeits- und Sprechzimmer.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bronzetafel links neben der Haustür: &amp;quot;In diesem Hause wohnte / der berühmte Tondichter / Albert Lortzing / in den Jahren 1826–1827. / Detmolder Männer-Chor e. V.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826 Stallmeister-Witwe Wül(c)ker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1826/27 Bewohner Albert Lortzing (Inschrifttafel am Haus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1863 durch Erbschaft an Frl. Elise Wülcker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Frl. Therese Wülker, Privatiere; Fischer, Kabinettsregistrator.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 Verkauf (1878 Übergabe) an den Photographen Theodor Kliem (* 15.11.1824 zu Ebeleben, Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen, † 22.2.1889 in Detmold an Wassersucht, beerdigt 24.2.1889 mit ärztlicher Erlaubnis). Verheiratet mit Caroline Auguste Franziska Henriette geb. Blanck aus Stettin (* 1.2.1833, † 20.2.1909 in Berlin), getraut am 19.1.1854 in  Rostock.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Adressbuch 1891 besteht das Photoatelier noch mit der Witwe Lina Kliem als Inhaberin.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der fürstlichen Residenzstadt Detmold, Detmold 1891, S. 3&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Haushalt des Ehepaar Kliems lebten seit 1873 auch die Nichte Minna Kliem (* 1861) und seit 1879 deren vier Jahre jüngere Schwester Auguste.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, D 23 Detmold Nr. 1430: Fürstlich-Lippisches Amtsgericht Detmold, Nachtrag zu dem Testament der Witwe Luise Kliem in Berlin, 1904, fol. 5–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lina Kliem ging Mitte 1892 nach Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Theodor Kliem, Photograph; Schierenberg, Amtmanns-Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Kliem, Witwe; Rohdewald, Geh. Regierungsrat-Witwe; Rohdewald, Stiftsdame.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
26. Mai 1891 (Kaufvertrag) Wohnhaus und Atelier für 31.000 Mark an Georg Zehnpfennig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsBildchronist2023}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Firmiert im Adressbuch 1894 als „Th. Kliems Nachf.“ und Hofphotograph im Rosental 2.&amp;lt;ref&amp;gt; Adressbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1894, S. 120.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1904 verzog er nach Köln.&amp;lt;ref&amp;gt;StA DT, Meldekartei.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Hofphotograph, Firma Th. Kliem Nachf.; von Heintz, Premier-Leutnant; von Kniphausen I, Sek.-Leutnant; von Rosenberg, Sek.-Leutnant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Joachim Frhr. von der Goltz, Hauptmann und Bezirks-Offizier; Paul Pirckmeyer, Architekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Hermann Knöner, Buchhändler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Georg Zehnpfennig, Ingenieur; Rudolf Cronemeyer, Gerichts-Assessor; Erich Riehle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1905 kurzzeitiger Zwischeneigentümer des Hauses nach Zwangsversteigerung 1905 ist der Kaufmann Friedrich Wilhelm Amtenbrink.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&amp;lt;/ref&amp;gt; Neuer Eigentümer und Zehnpfennigs Nachfolger als Photograph wurde dann Paul Beckmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Schröder, Rentnerin; Voß, Hebamme; Voß, Plätterin; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Steindrucker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 (Adressbuch) Beckmann, Photograph; Breithaupt, Witwe; Michaelis, Schuhmacher; Michaelis, Fräulein; Michaelis, Steindrucker; Katz, Verkäuferin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 (Adressbuch) Paul Beckmann, Photograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt geb. Schröder; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Luise Breithaupt; Hermine Ohle, Witwe; Theodor Ohle, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 (Adressbuch) Paul Beckmann, Hofphotograph; Paul Niewald, Kaufmann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; Mieje Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Paul Beckmann, Lichtbildner; M. Hagedorn, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KleinmannsBildchronist2023}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, Meldekartei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A Tit. 178 Nr. 86.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, D 23 A Nr. 8406, Bl. 369.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C IV Nr. 44, lfd. Nr. 29.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 80-13 Nr. 61.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Rosental (Detmold)]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_57_(Wellentrup)&amp;diff=48509</id>
		<title>Istruper Straße 57 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_57_(Wellentrup)&amp;diff=48509"/>
		<updated>2025-12-08T10:54:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94069, 9.0263&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=030&lt;br /&gt;
}}Die Neuwohnerstätte Nr. 30 wurde 1877 durch Wilhelm Becker gegründet. Sie bestand aus einer Gastwirtschaft und einem Lebensmittelgeschäft.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte um 1925. Links unten &amp;quot;Schankwirtschaft E. Redecker, Kolonialwaren, Drogen. Tel. 53 Amt Blomberg i/Lippe&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30 um 1900.jpg|mini|Die Gaststätte Becker, Wellentrup Nr. 30. Älteste Aufnahme aus der Zeit um 1900. Damals gab es eine hölzerne Veranda vor dem Eingang zum Laden (rechts) und einen Holzvorbau vor dem Eingang zur Gaststube (links)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, um 1930.jpg|mini|Die Gastwirtschaft Redecker, Wellentrup Nr. 30. Foto um 1930]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Ansichtskarte, nach1956.jpg|mini|Wellentrup, Gastwirtschaft Redecker. Ansichtskarte, nach 1956]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Neuwohnerstätte, gegründet 1877	&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tischler Wilhelm Becker aus Cappel erwarb 1877 einen Garten vom Hof Lohmeier Nr. 3 und begründete darauf die Neuwohnerstätte Nr. 30. 1875 hatte er Wilhelmine Charlotte Amalie Hahn aus Maspe geheiratet. Becker erhielt eine Konzession zum Betrieb einer Gast- und Schenkwirtschaft mit Hökerhandel (Lebensmittel und Kolonialwaren).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Massives, eineinhalbgeschossiges Wohnhaus von 1877 mit Mitteleingang unter kleinem Zwerchgiebel an der Westseite. Früherer Kolonialwarenladen rechts vom Eingang und Gaststube links, diese nach 1880 durch einen Vorbau mit Giebel an der linken Hausecke erweitert. Verputzter Backsteinbau mit aufgeputzten Eckquadern und Gesimsen (1952 beseitigt und neu verputzt). &lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Umbauplan Saal, 1926.jpg|mini|1926 wurde die Scheune der Gaststätte Redecker zum Tanzsaal umgebaut. Umbauplan von 1926 (Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Musikanten, um 1928.jpg|mini|Musikanten vor der Gastwirtschaft Redecker. Foto um 1928]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Fußballmannschaft RSV Höntrup-Wellentrup, um 1930.jpg|mini|Fußballmannschaft des RSV Höntrup-Wellentrup vor der Gastwirtschaft Redecker. Foto um 1930]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1880 Anbau einer Scheune als unverputzter Backsteinbau mit Mitteldiele, 1926 zum Tanzsaal mit Musikantenbühne umgebaut (Maurermeister Beckmann, Wellentrup). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 Renovierung und Neuverputz (H. Päuker, Wellentrup); 1962 Modernisierung und Umbau der Scheune zum Lebensmittelgeschäft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gastwirtschaft 1976 geschlossen und zur Wohnung umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1877 Stättengründung durch Wilhelm Becker aus Cappel. Konzession zum Betrieb einer Gast- und Schenkwirtschaft mit Hökerhandel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 30, Eugen Redecker, nach 1919.jpg|mini|Der Kaufmann Eugen Redecker aus Bielefeld heiratete 1919 Helene Becker und übernahm die Wellentruper Gastwirtschaft. Foto nach 1919]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 Übergabe (Verkauf) der Stätte an Tochter Helene Redecker, geb. Becker, oo Eugen Redecker, Kaufmann aus Bielefeld (+1932)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Redeker, Eugen, Kaufm. u. Gastw., [Tel.] 58 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1962 Redecker, Artur, Lebensmittelgeschäft (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Die Ausstattung entspricht dem Geschmack des ländlichen Publikums... Die Gastwirtschaft Becker/Redecker, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 261-267.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 303.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gaststätte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_(Wellentrup)&amp;diff=48506</id>
		<title>Istruper Straße (Wellentrup)</title>
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		<updated>2025-12-08T10:48:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Charakteristik */Text ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94103, 9.02694&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/includeonly&amp;gt;Die Istruper Straße (Kreisstraße 78) ist die Hauptdurchgangsstraße im [[Blomberg|Blomberger]] Ortsteil [[Wellentrup]]. Sie wurde 1876-1881 angelegt und verläuft in west-östlicher Richtung von [[Detmold]] über [[Vahlhausen]] und [[Brüntrup]] nach [[Istrup]]. Hier heißt sie Detmolder Straße und trifft auf die Ostwestfalenstraße, die frühere Chaussee von [[Lemgo]] nach [[Blomberg]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Straße in Richtung Istrup, Regenbogen.jpg|mini|Wellentrup, Istruper Straße, Blick nach Osten mit Regenbogen. Foto: Heinnrich Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Straßenplanung Arcularius 1874.jpg|mini|1874 entwarf der Blomberger Wegebaumeister Heinrich Arcularius zwei Trassen für eine neue &amp;quot;Gemeinde-Chaussee&amp;quot; von Wellentrup nach Istrup, die 1876-1881 gebaut wurde (gesüdet, Norden unten). Man entschied sich für die südliche Variante (&amp;quot;Richtung I&amp;quot;), die mitten durch das Dorf führte. Diese entspricht der heutigen Istruper Straße (Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristik==&lt;br /&gt;
Die Istruper Straße ist heute eine stark befahrene Ortsdurchfahrt, die 1969 zweispurig mit seitlichen Bürgersteigen ausgebaut worden ist. Um den oft viel zu schnellen Durchgangsverkehr zu verlangsamen, wurde die Straße im Jahr 2000 auf 6 m Breite zurückgebaut, am südlichen Rand der Straße entstand ein kombinierer Fuß-/Radweg mit einem Grünstreifen. An beiden Ortseingängen wurden Kurven mit mittigen, leicht schräg stehenden Verkehrsinseln angelegt, die den Verkehr auf 50 km/h verlangsamen sollen. Eine weitere Querungshilfe für Fußgänger kam in der Ortsmitte hinzu. Die dort befindliche Bushaltestelle (Linie 777, Detmold - Blomberg) wurde im November 2025 barrierefrei ausgebaut (mit Hochbordstein zum bodengleichen Einstieg in Niederflurbusse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
Die Hauptdurchgangsstraße ist nach dem östlichen Nachbarort Istrup benannt. In Wellentrup wurden erst 1978 Straßennamen und eine straßenweise Hausnummernzählung eingeführt. Die Benennung der Straßen erfolgte in Zusammenarbeit mit Ortsvorsteher Friedel Liese und einigen Wellentruper Einwohnern unter Zuhilfenahme der Gemarkungskarte von 1885.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Vom Ortsteil zur Dorfgemeinschaft - Wellentrup nach 1970, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 268-274, hier S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die heutige Istruper Straße ist eine relativ junge Ortsdurchfahrt, sie entstand erst 1876. Die alte Landstraße von Detmold nach Blomberg hieß in Wellentrup &amp;quot;Rampenstraße&amp;quot;, im 16. Jahrhundert auch &amp;quot;Rampendahl&amp;quot;. Sie führte nach der Overbeckschen Flurkarte (1817) von Brüntrup kommend in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und weiter in südöstlicher Richtung über den sog. &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; nach Siebenhöfen und Blomberg. 1872 beschlossen die Ämter Blomberg und Schieder den Bau einer neuen &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; von Wellentrup nach Istrup und beauftragten den Blomberger Wegebaumeister Arcularius mit den notwendigen Planungen, die schließlich 1876 bis 1881 umgesetzt wurden. 1887 erfolgte der Ausbau der Straße in Richtung Brüntrup.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Strukturwandel im 19. Jahrhundert, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 176-194, hier S. 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 59 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Istruper Straße in Blomberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<title>Istruper Straße (Wellentrup)</title>
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		<updated>2025-12-08T10:40:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info&lt;br /&gt;
|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94103, 9.02694&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;includeonly&amp;gt;{{Straße info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/includeonly&amp;gt;Die Istruper Straße (Kreisstraße 78) ist die Hauptdurchgangsstraße im [[Blomberg|Blomberger]] Ortsteil [[Wellentrup]]. Sie wurde 1876-1881 angelegt und verläuft in west-östlicher Richtung von [[Detmold]] über [[Vahlhausen]] und [[Brüntrup]] nach [[Istrup]]. Hier heißt sie Detmolder Straße und trifft auf die Ostwestfalenstraße, die frühere Chaussee von [[Lemgo]] nach [[Blomberg]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Straße in Richtung Istrup, Regenbogen.jpg|mini|Wellentrup, Istruper Straße, Blick nach Osten mit Regenbogen. Foto: Heinnrich Stiewe 2015]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Straßenplanung Arcularius 1874.jpg|mini|1874 entwarf der Blomberger Wegebaumeister Heinrich Arcularius zwei Trassen für eine neue &amp;quot;Gemeinde-Chaussee&amp;quot; von Wellentrup nach Istrup, die 1876-1881 gebaut wurde (gesüdet, Norden unten). Man entschied sich für die südliche Variante (&amp;quot;Richtung I&amp;quot;), die mitten durch das Dorf führte. Diese entspricht der heutigen Istruper Straße (Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Charakteristik==&lt;br /&gt;
Die Istruper Straße ist heute eine stark befahrene Ortsdurchfahrt, die 1969 zweispurig mit seitlichen Bürgersteigen ausgebaut worden ist. Um den oft viel zu schnellen Durchgangsverkehr zu verlangsamen, wurde die Straße im Jahr 2000 auf 6 m Breite zurückgebaut. An beiden Ortseingängen wurden Kurven mit mittigen, leicht schräg stehenden Verkehrsinseln angelegt, eine weitere Querungshilfe für Fußgänger kam in der Ortsmitte hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Name==&lt;br /&gt;
Die Hauptdurchgangsstraße ist nach dem östlichen Nachbarort Istrup benannt. In Wellentrup wurden erst 1978 Straßennamen und eine straßenweise Hausnummernzählung eingeführt. Die Benennung der Straßen erfolgte in Zusammenarbeit mit Ortsvorsteher Friedel Liese und einigen Wellentruper Einwohnern unter Zuhilfenahme der Gemarkungskarte von 1885.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Dieter Zoremba, Vom Ortsteil zur Dorfgemeinschaft - Wellentrup nach 1970, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 268-274, hier S. 268.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Die heutige Istruper Straße ist eine relativ junge Ortsdurchfahrt, sie entstand erst 1876. Die alte Landstraße von Detmold nach Blomberg hieß in Wellentrup &amp;quot;Rampenstraße&amp;quot;, im 16. Jahrhundert auch &amp;quot;Rampendahl&amp;quot;. Sie führte nach der Overbeckschen Flurkarte (1817) von Brüntrup kommend in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und weiter in südöstlicher Richtung über den sog. &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; nach Siebenhöfen und Blomberg. 1872 beschlossen die Ämter Blomberg und Schieder den Bau einer neuen &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; von Wellentrup nach Istrup und beauftragten den Blomberger Wegebaumeister Arcularius mit den notwendigen Planungen, die schließlich 1876 bis 1881 umgesetzt wurden. 1887 erfolgte der Ausbau der Straße in Richtung Brüntrup.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Strukturwandel im 19. Jahrhundert, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 176-194, hier S. 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Hausstätten==&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 59 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße]] &lt;br /&gt;
[[Kategorie:Istruper Straße in Blomberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=48498</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2025-12-08T10:37:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */Text geringfügig ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Höfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut, wo sie bis heute erhalten sind. Der am linken Torständer als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – vor diesem traurigen Hintergrund kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=48496</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
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		<updated>2025-12-08T10:31:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Literatur */Literaturhinweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Höfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut. Der dort als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – damit kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_27_(Wellentrup)&amp;diff=48495</id>
		<title>Istruper Straße 27 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_27_(Wellentrup)&amp;diff=48495"/>
		<updated>2025-12-08T10:30:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Literatur */Literaturhinweis ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94204, 9.03097&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=002&lt;br /&gt;
}}Der Hof Wellentrup Nr. 2 trug bis 1888 den alten Hofnamen Mönch. Der Hof liegt südlich der Istruper Straße am östlichen Ortseingang von Wellentrup.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr,. 2 um 1920.jpg|mini|Hof Mische (früher Mönch), Wellentrup Nr. 2, um 1920]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 2, Speicher Pahmeier 1970 LLB BA TB-7-52.jpg|mini|Speicher von 1838, Ansicht von Südosten. Foto: Friedrich W. Pahmeier 1970 (Lippische Landesbibliothek Detmold, LLB, BA TB-7-52)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1829 Mittelhalbmeier (bückeburgische Nr. 27). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Hofname Mönch ist vermutlich als sogenannter Übername (Spitzname) zu deuten. Trotz dieses Namens ist für den Hof keine klösterliche Grundherrschaft nachweisbar. Die ersten nachweisbaren Grundherren sind vielmehr die Grafen zur Lippe. Der Vollspännerhof am östlichen Ortsrand von Wellentrup hat eine ausgeprägte Waldhufenflur in Randlage. Er dürfte wohl noch vor 1100 als frühe Rodung und Siedlungserweiterung von Wellentrup im Hochmittelalter entstanden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Dreiseitige Hofanlage des 19. Jahrhunderts, gut erhaltener und gepflegter älterer Baubestand:&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Istruper Str. 27, Speicher, 1838 Aufmaß Stiewe 1985.jpg|mini|Speicher von 1838, Ansichten, Grundriss, Längsschnitt. Aufmaß und Zeichnungen: Stiewe 1985]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher und Backhaus („Backs“) von 1838:&#039;&#039;&#039; Schöner zweistöckiger Fachwerkbau mit Bruchstein- und Backsteinausfachung. Erbaut 1838 von Zimmermeister Cord Henrich Lesemann aus Wellentrup ([[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Nr. 17]]). Eingetragenes Baudenkmal. Renoviert und zum Wohnhaus umgebaut 1996/97.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1861&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung, aufgemalte Torinschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhaus von 1886&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Zweigeschossiger Backsteinbau mit Längsflur, nach dem Zweiten Weltkrieg verputzt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bansenscheune mit vier Durchfahrten von 1892&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Hofseite Bruchsteinmauerwerk, Rückseite Fachwerk mit Backsteinausfachung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1895:&#039;&#039;&#039; Bruchsteinbau an der Ostseite des Hofes, Hofseite Quadermauerwerk, mittige Querdiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 2, Speicher, Türinschrift Pahmeier 1970 LLB BA TB-7-53.jpg|mini|Speicher von 1838, Eingangstür mit Inschrift. Foto: Friedrich W. Pahmeier 1970 (LLB, BA TB-7-53)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Speicher und Backhaus („Backs“) von 1838,&#039;&#039;&#039; Türinschrift: &lt;br /&gt;
JCH WIL DEN HERRN LOBEN. SO LANGE JCH LEBE. UND MEINEM GOTT LOBSINGEN WEIL ICH HIER BIN. CARL FRIEDERICH MÖNCH UND DESSEN EHEFRAU. ANNA MARIA ELIESEBET. MEIER AUS BILLERBECK. GE.B. DEN 14.T. JULIUS 1838. ME CORD HENRIG LESE.M. &lt;br /&gt;
[[Datei:Speicher Hansmann 1838 Stiewe 1982.jpg|mini|Speicher von 1838, Eingangstür mit Inschrift. Foto: Stiewe 1982]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Speicher erbaute der Wellentruper Zimmermeister Cord Henrich Lesemann (Nr. 17, [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]), der außerdem 1836 das Haus Schröder (Nr. 28, [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]), 1837 das spätere bückeburgische Forsthaus in Istrup (Dorfstraße 13) und 1841 das Haus Käuper (Nr. 16,  [[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]]) errichtete. &lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 2, Leibzucht, Torinschrift Pahmeier 1970 LLB BA TB-7-54.jpg|mini|Leibzucht von 1861, Torbogen mit Bemalung (Inschrift verwittert). Foto: Friedrich W. Pahmeier 1970 (LLB, BA TB-7-54)]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1861&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte), aufgemalte Torinschrift: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wer Gott vertraut hat wohl gebaut im Himmel und auf Erden. Wer sich verläßt auf Jesum Christ dem muß der Himmel werden. Darum auf Dich all Hoffnung ich ganz fest und steif thu setzen. Herr Jesu Christ mein Trost Du bist in Todesnoth und Schmerzen&#039;&#039; (Bemalung erneuert; Baudatum und Erbauernamen nicht erhalten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1895&#039;&#039;&#039;, Torschlußstein der Querdiele mit Inschrift: &#039;&#039;Carl Mische / Minna Mische / geb. Mönch&#039;&#039; &#039;&#039;/ 1895&#039;&#039;. An der linken Gebäudeecke weitverwendeter Eckquader mit Datierung &#039;&#039;1848&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467 &#039;&#039;Hans Monnick, Otte Monnick&#039;&#039;; 1488 &#039;&#039;Hanß Monnikes;&#039;&#039; 1497 &#039;&#039;Hans Monneck&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &#039;&#039;Hannß Monneckeß&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1572 &#039;&#039;Monneck&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 &#039;&#039;Johan Moning&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1602 &#039;&#039;Pape Johan zu Tintorff uff Monichs zu Wellentorf Hoff bracht&#039;&#039; (GoG); 1618 &#039;&#039;Hans Monniks&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1618/19 &#039;&#039;Curdt Hagedorn kompt uff Monichs Gudt zu Wellentorf&#039;&#039; (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1625/26 &#039;&#039;Henrich Sieckmeyer befreyet sich uf Munnichs Gut zu Wellentrup&#039;&#039; (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1637/38 Henrich Mönch und seine &#039;&#039;Hausfrauwe&#039;&#039; verstorben, vermutlich an der Pest (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Mönniches Hoeff liegt wüste&#039;&#039;, d.h. seine Ländereien wurden nicht bewirtschaftet; die Gebäude standen aber noch. Der Anerbe Henrich Mönch war nur unter bestimmten Bedingungen bereit, den Hof zu übernehmen. 1668 Henrich Mönch (Salbücher)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 Henrich Mönich überläßt sein Gut seinem Sohn Thönis, oo Ilsabein &#039;&#039;Frerichs&#039;&#039; (Friedrichsmeier) &#039;&#039;von den Siebenhöfen&#039;&#039; (GoG).1700/01 Catharine Ilsabee Mönch oo II. Simon Henrich &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; (Nr. 3) (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1714  Marlene Lisabeth Mönch oo Carell Eickermann aus Freismissen; 1718/19 sie oo II. Gerlach Bekemeier von Struchtrup (GoG); wird Gerlach Mönch. 1718 strengte Hermann Jörgen Meier zu Wellentrup beim Geistlichen Gericht eine Eheklage gegen die Witwe Mönch an, die ihm angeblich die Ehe versprochen hatte. Die Klage scheiterte und Gerlach Bekemeier, der in dem Prozess interveniert hatte, konnte die Witwe Mönch heiraten (L 85 Nr. 1247)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1749 Hans Henrich Mönch oo Anna Loise Meyer aus Kleinenmarpe (Ehe kinderlos). Hofübergabe, &#039;&#039;der Hof ist in gutem Stande&#039;&#039; (GoG). 1763 sie 2. oo Cord Henrich Nolting aus Bentrup; ca. 1770 er oo II. Anna Sophie Meyer zu Östrup aus Cappel. Volkszählung 1776: Heinrich Mönch Nr. 27, 39 Jahre, Frau Sophie, 34 J., Kinder: Cord Henrich, 13 J., Friederica, 11 J., Christoph, 9 J., Ilsabein, 7 J., Liesabeth, 3 J., Knechte Herm, 23 J. und Conrad, 18 J., beide aus dem Amt Horn, Magd: Catarina, 26 J., aus dem Amt Horn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1801 Cord Henrich Mönch (geb. 1764) oo Wilhelmine Kaup aus Belle. 1819 er oo II. Elisabeth Geise aus Tintrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1825 Johann Friedrich Carl Mönch oo Anna Maria Eliesabeth Meier aus Billerbeck. 1838 Bau des erhaltenen Kornspeichers&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1867 Anna Dorothea Elisabeth Mönch oo Heinrich Ludwig Stiewe, geb. Köhne (stammte aus Brüntrup, war in erster Ehe mit Wilhelmine Stiewe, geb. Mönch auf Nr. 5 verheiratet, wird Interimswirt auf Nr. 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1886 Hofübergabe an Wilhelmine Mönch, Neubau des Wohnhauses. 1888 Wilhelmine (Minna) Mönch oo Karl Mische aus Istrup. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901, 1926 Mische, Karl, Landwirt (Adressbücher)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Heinrich und Berta Plöger, 16 Hofgeschichten aus dem Kirchspiel Reelkirchen. (Beiträge zur Familiengeschichte Theopold). Masch.-schr. Manuskript (Blomberg-) Reelkirchen 1972 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Lippische Bauernhöfe des 16.-19. Jahrhunderts. Ein Beitrag zur ländlichen Hausforschung (Schriften des Lippischen Landesmuseums, I), Detmold 1985.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{StieweWellentrup2002}}, S. 278f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Lange_Stra%C3%9Fe_53_(Lage)&amp;diff=46412</id>
		<title>Lange Straße 53 (Lage)</title>
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		<updated>2025-10-23T18:38:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9909, 8.79&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Lage&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=053&lt;br /&gt;
}}An dieser Stelle befand sich das Haus Brinkmann. Nach Translozierung befindet sich Haus Brinkmann jetzt [[Heidensche Straße 1 (Lage)]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Lange Straße 53 LLB BA TB-19-17.png|thumb|Foto: Friedrich W. Pahmeier, 1970, Sammlung der LLB Detmold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Baujahr 1658&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Haus wurde 1983 unter großen Substanzverlusten tranloziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
August Wilhelm Peter geht davon aus, dass das Gebäude erst zwischen 1753 und 1822 an dieser Stelle errichtet wurde. Das Baugrundstück war ursprünglich ein Teil der Hofstelle des Hofes [[Lange Straße 50 (Lage)|Hebbeler/Wantrup]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{PeterPflug1960}}, S. 92&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
Dreiständerbau, Längsdielenhaus mit Flett und Kammerfach, Utlucht (Auslucht-Vorbau) vor der Stube im rechten Seitenschiff.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GrafFachwerkhaus1967}}&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp; Heinrich Stiewe, Die &amp;quot;Vernichtung&amp;quot; eines Baudenkmals, in: Der Holznagel 6, 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das Haus Heidensche Straße 1 ist in der Denkmalliste der Stadt Lage eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lage.de/media/custom/1432_983_1.PDF?1711626518 Denkmalliste der Stadt Lage]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
* 1901&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottlieb Brinkmann, Bäcker und Wirth&lt;br /&gt;
* 1926&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gottlieb Brinkmann, Bäckermeister und Gastwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* {{GrafFachwerkhaus1967}}&lt;br /&gt;
* Heinrich Stiewe, Die &amp;quot;Vernichtung&amp;quot; eines Baudenkmals, in: Der Holznagel 6, 1984.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [https://www.lage.de/Mapserver/Baudenkmal/pdf/01_Haus_Brinkmann.pdf Beschreibung zum Baudenkmal Heidensche Straße 1]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Detmolder_Stra%C3%9Fe_29_(Schlangen)&amp;diff=46110</id>
		<title>Detmolder Straße 29 (Schlangen)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Detmolder_Stra%C3%9Fe_29_(Schlangen)&amp;diff=46110"/>
		<updated>2025-10-10T17:51:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Eigentümer*innen, Bewohner*innen */Literaturhinweis präzisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{AutoStraße}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{AutoHausnummer}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.81222, 8.84222&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Schlangen&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=081&lt;br /&gt;
}}Frühere Hausstätte Schlangen Nr. 81&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wiemann, Lanchel-Colstidi-Astanholte, 1969}}, S. 144ff. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
{|&lt;br /&gt;
|+ &#039;&#039;&#039;Hausbesitzer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Wiemann, Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, 2011}}, S. 585. &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1782 (SALBUCH):|| Benckelberg, Straßenkötter, eigen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1823 (VERMESSUNGSREGISTER):|| Benkelberg, ein Wohnhaus&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1901: Simon Blanke, Schuhmachermeister&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1901}}, S. 236.ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Adressbuch 1926: Simon Blanke, Schuhmachermeister&amp;lt;ref&amp;gt;{{LippeAdressbuch1926}}, S. 784.ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Wiemann, Geschichte der Dörfer Schlangen, Kohlstädt, Oesterholz und Haustenbeck, Bd. 2, 2011}}.&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Krumme_Stra%C3%9Fe_44_(Detmold)&amp;diff=46109</id>
		<title>Krumme Straße 44 (Detmold)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Krumme_Stra%C3%9Fe_44_(Detmold)&amp;diff=46109"/>
		<updated>2025-10-10T13:04:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */Tippfehler korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Straße={{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|0|{{#expr:{{#len:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}}}-{{#len:{{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|{{#rpos:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}| }}|0}}}}}}}} {{#sub:{{PAGENAME}}| {{#pos:{{PAGENAME}}|(}}|0}}&lt;br /&gt;
|Hausnummer={{#sub:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}|{{#rpos:{{#sub:{{PAGENAME}}|0|{{#expr:{{#pos:{{PAGENAME}}|(}}-1}}}}| }}|0}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93501, 8.87617&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=C 52&lt;br /&gt;
}}1547 [i] erbaute, seit dem 17. Jahrhundert archivalisch nachgewiesene Hausstätte. Alte Quartiersnummer C 52. Die ehemalige Hausnummer war 142.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das obere Giebeldreieck im 18. Jh. erneuert. Torriegel 1874 entfernt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{GaulStadt1968}}, S. 405.&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen Umbau des Grundrisses zum Mittelflurhaus mit spätklassizistischer Haustür und Pilaster-Umrahmung eines Schaufensters links.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fassade im EG 1976 erneut verändert, Fußboden abgesenkt. Innere Ständerreihe und Balkenlage des Zwischengeschosses entfernt und den zweischiffigen Grundriss rekonstruiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Detmold, Untere Denkmalbehörde, Denkmalkartei.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;{{SprengerBürgerhäuser2024}}, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Baudenkmal eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am  18.9.1989, Nr. 315.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Oktober 2023 befindet sich hier das [https://lipperfuerlipper.de/cafe-herzstueck/ Café Herzstück] des Vereins &amp;quot;Lipper für Lipper&amp;quot;, der u. a. einen sozialen Mittagstisch anbietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Detmold - 315 - Krumme Strasse 44.jpg|thumb|Krumme Straße 44, 2012, Foto: Tsungam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Krummestr44_MSch1976_BA_DT-8-62.png|thumb|Krumme Straße 44, während des Umbaus 1976, Foto: Michael Schnittger, LLB: BA DT-8-62]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Krummestr44_HvD_1_D_74.png|thumb|Torriegel mit Inschrift, Zeichnung Hugo von Donop, 1873, LLB: 1 D 74]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Giebelständiger Dreiständer-Fachwerkbau, zweigeschossig, erbaut 1547 [i]. Diele links, rechts Seitenschiff mit Erd- und Zwischengeschoss. 6 Gebinde lang. Giebel der Vorder- und Rückseite auf tief gekehlten Tauband-Knaggen zweifach weit vorgekragt. Am Mittelständer des ersten Giebelgeschosses doppelt gekehlte Fußbänder mit Rosettenmotiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem 1874 entfernten Torriegel: &amp;quot;ANNO DNJ M CCCCC XLVIJ GOT DAT GOT NAM (Gott tat, Gott nahm; wohl in Bezug auf Stadtbrand 1547).&amp;lt;ref&amp;gt;{{PreußAlterthümer1881}}, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1678, Erben des Simon von Hagen, Bäcker.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1762, Joh. Ludwig Passeval, Schuster.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1766, Franz Arnold Asmus, Böttcher.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1805, Konrad Henrich Meyer, Handlung.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1830, Joh. Wilhelm Wißmann, Schmied.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 (Adressbuch) Christine Pollem, Witwe; Friederike Pollem, Näherin; Heinrich Zimmermann, Maurer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1884 (Adressbuch) Zimmermann, Wärterin; Heinrich Althöfer, Arbeiter; Brand, Witwe; Friedrich Bruno, Ziegler; Friedrich Kesting, Bäcker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 (Adressbuch) Zimmermann, Wärterin; Brandt, Witwe; Friedrich Kesting, Torwärter; Kleemann, Witwe, Wäscherin.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 (Adressbuch) Brand, Küper; Erfen, Arbeiterin; Kesting, Arbeiterin; Klemme, Witwe; Zimmermann, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 (Adressbuch) Heinrich Brandt, Küpermeister; Minna Kesting, Witwe, Aufwärterin; Minna Zimmermann, Witwe; H. Brand, Zimmermann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1897 (Adressbuch) Heinrich Brandt, Böttchermeister; Emilie Emmighausen, Witwe; Wilhelm Richter, Schneider; Frl. Marie Richter, Schneiderin; Frl. J. Kampmann, Schneiderin; Marie Sarstedt, Näherin; Jakob Lükert, Heizer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 (Adressbuch) Heinrich Brand, Böttchermeister; Marie Richter, Schneiderin; Marie Saarstedt, Schneiderin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1904 (Adressbuch) Heinrich Brand, Böttchermeister; Wilhelm Busse, Tischlergeselle; Henriette Drewes, Witwe, Wäscherin; Marie Richter, Schneiderin; Marie Saarstedt, Schneiderin; Frl. Luise Wölker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1909 (Adressbuch) Brand, Böttchermeister; Völker, Fräulein; Drewes, Witwe; Kleemann, Maurer; Richter, Schneiderin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 (Adressbuch) Brand, Böttchermeister; Völkel, Fräulein; Kleemann, Maurer; Drewes, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 (Adressbuch) Elise Brand, Witwe; Louise Nolte, Witwe; Louise Völker, Frl.; Minna Böhmer, Witwe; August Böhmer, Anstreicher; Henriette Drewes, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1916 (Adressbuch) Elise Brand, Witwe; Louise Völker, Frl.; Minna Böhmer, Witwe; Henriette Drewes, Witwe; Julius Schöning, Knecht; August Hagemeister, Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1918 (Adressbuch) Elise Brand, Witwe; Paul Brand, Böttcher; Minna Böhmer, Witwe; H. Drewes, Botenfrau; Lina Drewes, Aufwärterin; Ch. Wend, Witwe; Auguste Willer, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1920 (Adressbuch) Elise Brand, Witwe; Paul Brand, Böttcher; H. Drewes, Botenfrau; Lina Drewes, Aufwärterin; Auguste Willer, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 (Adressbuch) Elise Brand, Witwe; Paul Brand, Böttcher; H. Drewes, Botenfrau; Lina Drewes, Aufwärterin; Auguste Willer, Witwe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 (Adressbuch) Paul Brand, Kaufmann; H. Drewes, Botenfrau; Lina Drewes, Aufwärterin; Alois Wanzek, Schuhwaren mit Maß- und Reparaturwerkstatt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Eigentümer: Heinrich Brand; Bewohner*innen: Paul Brand, Kaufmann; Frau H. Drewes; Lina Drewes, Aufwärterin; Alois Wanzek, Schuhmachermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PreußAlterthümer1881}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GaulStadt1968}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SprengerBürgerhäuser2024}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA Detmold, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (bearb.), Detmolder Häuserbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K I 227&#039;; KR; K II 318,193,459,503,78,611; S&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lipperfuerlipper.de/cafe-herzstueck/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inschrift in Detmold]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rittergut_Gr%C3%B6pperhof_(Wellentrup)&amp;diff=41609</id>
		<title>Rittergut Gröpperhof (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Rittergut_Gr%C3%B6pperhof_(Wellentrup)&amp;diff=41609"/>
		<updated>2025-06-15T23:02:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Gröpperweg (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=33&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93135, 9.00701&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=Gröpperhof&lt;br /&gt;
}}Das Rittergut Gröpperhof, [[Gröpperweg (Wellentrup)|Gröpperweg]] 33, liegt etwa zwei Kilometer südwestlich von [[Wellentrup]]. 1920 wurde das Gut nach Wellentrup eingemeindet. &lt;br /&gt;
[[Datei:Gröpperhof, Luftbild 1955.jpg|mini|Rittergut Gröpperhof, Luftbild von 1955. Hinten das Herrenhaus von 1865, davor der Wirtschaftshof mit Viehhaus und Scheune, erbaut 1912 von Emil Steinmeister. Die Scheune ist 1956 abgebrannt.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Im Mittelalter bestand im Bereich des späteren Rittergutes die Siedlung &#039;&#039;Groppendorp&#039;&#039; oder &#039;&#039;Groppentrup&#039;&#039; mit einem Meierhof (&#039;&#039;Meiger to Groppentruppe&#039;&#039; oder &#039;&#039;Groppermeiger&#039;&#039;) und einer unbekannten Zahl von weiteren Höfen. Vermutlich gehörten auch der Hof Wallbaum und die Siedlung Hollhöfen bei Brüntrup dazu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als 1593 die Witwe des Bernd Groppermeier starb, nutzte der Adlige Johann von Grapendorf die Gelegenheit zur Gründung eines Rittergutes. Er und seine Söhne Christoph und Harteke entzogen den Kindern Groppermeier den Hof, um ihn als Gutsbetrieb selbst zu bewirtschaften. Auf deren Beschwerde bei Graf Simon VI. zur Lippe einigte man sich schließlich auf einen Vergleich: Die Kinder erhielten eine Abfindung von 500 Talern, die beiden Geschwister von Bernd Groppermeier, Johann und Anneke, bekamen je 60 Taler. Dafür erhielt Johann von Grapendorf den Gröpperhof mit sämtlichem Hausrat, Vieh und anderem Zubehör zur freien Verfügung. Das Gut wurde in der Folge von &#039;&#039;Conductoren&#039;&#039; (Zeitpächtern) bewirtschaftet. Zur weiteren Besitzergeschichte siehe unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Historische Nachrichten&#039;&#039;&#039; zu den Gebäuden des 1593 gegründeten Gutes Gröpperhof:&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben nach Linde, Gröpperhof 2005, S. 225ff., dort auch einzelne Quellennachweise&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1603&#039;&#039;&#039; (Inventarverzeichnis): &#039;&#039;im rechten Wohnhause, im alten Leibzuchtshause&#039;&#039; [Altentelierhaus]&#039;&#039;, im Stalle&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;um 1610&#039;&#039;&#039; (Schadensverzeichnis: &#039;&#039;uff dem Hoffe zu Groppendorff fünf Gebäude gantz devastirt&#039;&#039; [verwüstet] &#039;&#039;und de novo&#039;&#039; [erneut] &#039;&#039;müßen reparirt werden&#039;&#039;. Die Gebäude waren mit Stroh gedeckt, der Gesamtschaden wird auf 130 Taler geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1660&#039;&#039;&#039; (Besichtigungsprotokoll): &#039;&#039;Das Wohnhaus vor fünf Speren&#039;&#039; [Sparren] &#039;&#039;befunden, wobei auff beiden Seiten Kübbungen&#039;&#039; [Abseiten] &#039;&#039;so zu Stellen gebrauchet werden, vor dem Haus ist ein Pferdestall angebauwet, hinder das Hauß aber wie Ovenhausen&#039;&#039; [Name eines Pächters] &#039;&#039;den Gröpperhof undergehabt, eine kleine Küche, eine Stuben undt Kammer angesetzet, das Haus ist mit Stro gedecket, so der Conductor&#039;&#039; [Pächter] &#039;&#039;ausgebessert&#039;&#039;. Das Wohnhaus für den Pächter des Gröpperhofes war also ein relativ kleiner Zweiständerbau (niederdeutsches Hallenhaus mit zwei tragenden Ständerreihen an der Diele) mit seitlichen Stallabseiten (Kübbungen). Das Gebäude hatte eine Länge von fünf Sparrengebinden. Später war vor dem Haus ein Pferdestall angebaut worden und zur Zeit des Pächters Ovenhausen wurde ein Wohnteil mit Küche, Stube und Kammer angefügt. Außerdem werden genannt: ein Backofen &#039;&#039;bei dem Hause&#039;&#039; und &#039;&#039;auff dem Hofe noch ein Haus von 4 Spern&#039;&#039;, damit ist vermutlch das Leibzuchtshaus gemeint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ausbau zu einer barocken Gutsanlage im späten 17. Jahrhundert&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 17. Jahrhundert, um 1680, wurde die gesamte Gutsanlage neu erbaut, die Angaben stammen aus einer Zeugenaussage von 1714:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Herrenhaus&#039;&#039;&#039;, erbaut zur Zeit von Hermann Friedrich von Pietsch (Besitzer vor 1668-1681)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vorwerk&#039;&#039;&#039; (Hauptwirtschaftsgebäude), erbaut &#039;&#039;&#039;1682&#039;&#039;&#039; von Johann Ludwig von Rübel, abgebrochen 1912 (Inschrift überliefert durch Notizen von Otto Weerth)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dreschhaus&#039;&#039;&#039; (Scheune), erbaut ebenfalls von Johann Ludwig von Rübel (Besitzer 1681-1685)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Langes &#039;&#039;&#039;Torhaus&#039;&#039;&#039;, erbaut von Levin Johann von Rübel (Besitzer 1685-1711)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;1755&#039;&#039;&#039; (Spezifikation): &#039;&#039;Wohnhaus, Dreschhaus, Vorwerk, Wagenhaus und Holtzhaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die heutige Gutsanlage&#039;&#039;&#039; wurde im 19. und frühen 20. Jahrhundert erbaut, ältere Gebäude sind nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gröpperhof, Herrenhaus 1910.jpg|mini|Herrenhaus, erbaut 1865. Foto von 1910]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Herrenhaus, erbaut 1865:&#039;&#039;&#039; Zweigeschossiger verputzter Traufenbau mit fünf Fensterachsen, schmaler Mittelrisalit mit Mitteleingang und flachem Treppengiebel. Als Architekt kann mit hoher Wahrscheinlichkeit der Detmolder Baumeister Ferdinand Merckel (1808-1893) angenommen werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof&#039;&#039;&#039;, bestehend aus einem langgestreckten &#039;&#039;&#039;Viehhaus&#039;&#039;&#039; mit Kuh- und Pferdeställen sowie Landarbeiterwohnung und einer &#039;&#039;&#039;Scheune&#039;&#039;&#039; (&amp;quot;Feldscheune&amp;quot;) wurde 1912 von Emil Steinmeister neu erbaut. Die Scheune ist 1956 abgebrannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Gröpperhof, Pferdebinder um 1950.jpg|mini|Um 1950 wurde der Selbstbinder-Mäher noch vierspännig mit Pferden gezogen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gröpperhof, Schlepper mit Binder, ca. 1951.jpg|mini|1951 kam der erste Schlepper auf den Gröpperhof, ein Hanomag R 28. Am Steuer Gerhard Kiel, auf dem Binder Joachim Pysall. Foto um 1951]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gröpperhof, Erntefuder um 1960.jpg|mini|Beladen eines Erntefuders. Ehepaar Beinker (links und oben) und Mariechen Pysall (rechts auf dem Fuder). Foto um 1960]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Altes Haus&amp;quot;&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;&amp;quot;alte Scheune&amp;quot;,&#039;&#039;&#039; erbaut &#039;&#039;&#039;1682&#039;&#039;&#039;, abgebrochen 1912. Die lateinische Torbogeninschrift mit Erbauer und Datierung wird durch Aufzeichnungen von Prof. Otto Weerth aus Detmold überliefert:&amp;lt;ref&amp;gt;Linde, Gröpperhof 2005, S. 227. Aufzeichnungen von Otto Weerth im Hofarchiv Gröpperhof Nr. 19, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Johannes Ludovicus Rübel de Biberach praepositus Lipstadiensis / celiissimi. principis Paderborn. et Monasteriensis supremus stabuli / praefectus liberae cohortir capitanus has aedes extruxit anno ab incarnatione dni. MDCLXXXII&#039;&#039; (Johann Ludwig Rübel von Biberach, Propst von Lippstadt, des vornehmsten Fürsten von Paderborn und Münster Stallmeister und Kapitän der Kompanie, hat dieses Gebäude erbaut im Jahr der Fleischwerdung des Herrn 1682)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter schreibt Weerth: &#039;&#039;Die Giebelbalken des Hauses sind mit lateinischen, jetzt nur noch zum kleinsten Teil lesbaren Inschriften biblischen Inhalts bedeckt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weerth bezeichnet das Gebäude als &amp;quot;altes Haus&amp;quot;, in einem Schriftwechsel von 1912 wird es &amp;quot;alte Scheune&amp;quot; genannt. Es bleibt unklar, ob damit das &amp;quot;Vorwerk&amp;quot; (Hauptwirtschaftsgebäude) oder das &amp;quot;Dreschhaus&amp;quot; (Scheune) gemeint ist, die laut der oben zitierten Zeugenaussage von 1714 beide von Johann Ludwig von Rübel erbaut worden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1459 &#039;&#039;Henne to Gropentorpe&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1467, 1488 &#039;&#039;Henne Cordes to Gropendorp&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Meiger to Groppentroppe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Groppermeiger&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1593 Johann von Grapendorf zahlt die Kinder des verstorbenen Groppermeiers aus und wandelt den bisherigen Meierhof in einen Gutsbetrieb um. Das Gut wurde von seinen adligen Besitzern an &amp;quot;Conduktoren&amp;quot; (Zeitpächter) verpachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1659 Hieronymus von Grapendorf verkauft das Gut an Simon Moritz von Donop. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1660 Verkauf an Graf Casimir zur Lippe Brake&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1665 Arnold Ludwig von Post&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
vor 1668 Hermann Friedrich von Peitsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1681 Johann Ludwig von Rübel zu Biberach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1685 Levin Heinrich von Rübel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Johann Otto von Rübel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1727 Rabe Elmerhaus von Rübel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1748 Sophie Maria Friederica von Rübel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1755 Friedrich Erasmus von Juden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1772 Johann Anton Ferdinand Meyer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1797 Georg Carl Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1821 Wilhelm Albrecht Ernst Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1851 Wilhelm Georg Carl Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1878 Brüder Wilhelm August und Ernst Stein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 Julius Grimme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1911 Emil Steinmeister&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Emil Steinmeister, Menkhausen) / v. Heymann, Hans, Rittergutspächter, [Tel.] 31 (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
Roland Linde, Groppendorp und Gröpperhof. Vom Höfeweiler zum Rittergut, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 82-94.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roland Linde, Das Rittergut Gröpperhof (Höfe und Familien in Westfalen und Lippe, 2), Norderstedt 2006.&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rittergut]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gröpperweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausstätte in Wellentrup]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=41608</id>
		<title>Wellentrup</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=41608"/>
		<updated>2025-06-15T23:01:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Verwaltungszugehörigkeit */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94039, 9.02493}}Die zuvor selbständige Gemeinde Wellentrup ist seit 1970 ein Ortsteil der Stadt [[Blomberg]]. Wellentrup gehört zu den -trup-Orten des Blomberger Beckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup von O, 1986.jpg|mini|Wellentrup von Osten, im Hintergrund der bewaldete Mossenberg. Foto: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
Wellentrup liegt auf etwa 160-175 m über NN im &#039;&#039;Blomberger Becken&#039;&#039;, einer fruchtbaren Lössmulde westlich der Stadt [[Blomberg]], die von bewaldeten Höhenzügen eingefasst wird. Höhere Erhebungen knapp außerhalb der Gemarkung sind der bewaldete Mossenberg (228 m) im Nordwesten und der Drawenberg (191 m) bei Siebenhöfen im Südosten. Nachbardörfer sind [[Brüntrup]], [[Mossenberg-Wöhren]], [[Istrup]], [[Siebenhöfen]] und [[Höntrup]]. Im Südwesten der Gemarkung liegt das [[Rittergut Gröpperhof]]. Westlich von Wellentrup verläuft der Dämischbach, der im Osten der Brüntruper Gemarkung entspringt und sich südlich des Dorfes mit dem Mühlenbach zum Königsbach vereinigt. Dieser fließt durch das Blomberger Becken und mündet schließlich beim Nessenberg westlich von Schieder in die Emmer. Von Osten, von den alten Höfen Stiewe, Lohmeier und Mönch fließt ein weiterer, namenloser Bach durch das Dorf in den Dämischbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg Ortsteile Wellentrup.svg|mini|Wellentrup und Nachbardörfer in der Großgemeinde Blomberg]]&lt;br /&gt;
Wellentrup ist seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Großgemeinde Stadt [[Blomberg]] im Kreis Detmold, seit 1973 im Kreis Lippe. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Bauerschaft (Landgemeinde) Wellentrup zum lippischen Amt Blomberg, das 1613 nach dem Testament von Graf Simon VI. zur Lippe (1554-1613) an die erbherrliche Linie zur Lippe-Brake fiel. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake (1709) gehörte das Amt Blomberg vorübergehend wieder der regierenden Detmolder Linie, bevor es 1737 nach längeren Erbstreitigkeiten an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg abgetreten werden musste. Damit waren die Dörfer im Amt Blomberg bis 1789 bückeburgisch. In diesem Jahr wurden die Ämter Blomberg und Schieder neu aufgeteilt; Wellentrup kam zum Amt Schieder und damit wieder zu Lippe-Detmold, während der nördliche Teil des Amtes Blomberg mit den Nachbardörfern Mossenberg und Istrup noch bis 1839 bückeburgisch blieb. Von 1879 bis 1932 gehörte die Gemeinde Wellentrup zum Verwaltungsamt Blomberg; 1920 wurde das [[Rittergut Gröpperhof]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte 1910.jpg|mini|Wellentrup, Ansichtskarte (Chromolithographie), 1910. Oben: Ansicht des Dorfes von Nordwesten, unten: Gastwirtschaft Becker und Molkerei. Sammlung Karl-Heinz Leßmann, Hiddesen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte, um 1925. Oben: Ansicht des Dorfes von Südosten, unten: Gastwirtschaft Redecker und Molkerei.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Wellentrup gehört zu den sog. &#039;&#039;&#039;-trup-Orten&#039;&#039;&#039;, von denen es besonders zahlreiche im Blomberger Becken gibt und die von der älteren Siedlungsforschung in die &amp;quot;altsächsische&amp;quot; Rodungs- und Besiedlungsperiode (6.-8. Jh. n. Chr.) datiert wurden. Die aktuelle Forschung datiert die Ortsnamen auf -trup zusammen mit denen auf -hausen in das 8. bis 10. Jahrhundert. Ein höheres Alter der zugehörigen Siedlungen ist aber anzunehmen, besonders auf den fruchtbaren Lössböden des Blomberger Beckens ist mit einer Besiedlung seit dem 7. und frühen 8. Jahrhundert zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Zur Siedlungsgeschichte des Blomberger Beckens, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 34-42, hier S. 36; Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, Lemgo 2008; zusammenfassend Roland Linde, Siedlung, Bevölkerung und Wirtschaft. Lippe im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: {{BarmeyerLippischeGeschichte2019}}, S. 41-69, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellentrup wird erstmals ca. 1139 als &#039;&#039;Willerinctorpe&#039;&#039; und 1153 als &#039;&#039;Walderinctorp&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Eine Erwähnung von 1144 (&#039;&#039;Walderingdorp&#039;&#039;) hat sich als Fälschung des Klosters Gehrden (12. Jh.) herausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten &#039;&#039;&#039;Grundherren&#039;&#039;&#039; in Wellentrup im Hochmittelalter waren vermutlich die Grafen von Schwalenberg, die einige Höfe an die Klöster Gehrden (Höfe [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier]] und [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer]]) und Marienmünster (gegründet 1128, Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]]) stifteten. Später befanden sich die meisten Höfe im Besitz der lippischen Landesherrschaft oder lokaler Adelsfamilien.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Linde, Bauern und Herren. Grundherrschaft im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 44-70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 1743 morgens um 9 Uhr ereignete sich ein schwerer &#039;&#039;&#039;Dorfbrand&#039;&#039;&#039; in Wellentrup, dem 27 Gebäude zum Opfer fielen und es gab zwei Tote zu beklagen. Das Feuer war auf der Stätte Brokmann ([[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Nr. 25]]) am [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] ausgebrochen. Beim Brotbacken im Backhaus hatte es eine heftige Stichflamme gegeben, die gleich auf das strohgedeckte Haus übergriff. Mit starkem Südostwind verbreitete sich das Feuer rasend schnell an der Südseite des Dieksdamms entlang bis zum Hof Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]). Dann drehte der Wind auf Südwest und das Feuer sprang auf den Feldmannschen Krug ([[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Nr. 9]]) und den etwa 300 m weiter östlich gelegenen Hof Stiewe ([[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Nr. 5]]) über. Der anschließende Wiederaufbau wurde von der schaumburg-lippischen Regierung mit Bauholzzuschüssen unterstützt. Einige Hausinschriften etwa auf dem früheren Hof Stiewe erinnern noch heute an dieses Brandunglück.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Eine fatale Feuersbrunst. Der Wellentruper Dorfbrand vom 9. Mai 1743, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 122-130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; im Jahre 1866, zunächst als Dresch- und Sägeunternehmen mit zwei englischen Dampflokomobilen, schrieb der Wellentruper Landwirt Friedrich Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]) westfälische Landtechnik- und Industriegeschichte. Schon bald begann Ottomeyer mit dem Handel sowie der Reparatur und eigenen Herstellung von Lokomobilen und Dreschmaschinen. 1877 wurde die Firma nach Steinheim verlegt, sie bestand bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014). 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Luftbild 2000.jpg|mini|Wellentrup, Luftbild von 2000. In der Mitte der Dorfkern, oben die Istruper Straße mit dem früheren Hof Ottomeyer Nr. 1 (oben links) und den drei Höfen Nr. 5/6 sowie 3 und 2 (oben rechts). Unten die ab 1955 entstandene Neubausiedlung im Mühlenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup 1817, Meier, Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern 1817 (Norden rechts). Oben die &amp;quot;Brede&amp;quot; als älteste Kernflur des Meierhofes, in der Mitte die Höfe Meier und Ottomeyer, unten der Dorfkern um die heutige Alte Ortsstraße und am Dieksdamm. Ausschnitt aus der Bauerschaftskarte von 1817, Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
Der Ortskern von Wellentrup war ursprünglich ein Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier Nr. 1]] (nicht erhalten, an die ehemalige Hofstelle erinnert die [[Meierstraße (Wellentrup)|Meierstraße]]), [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer Nr. 4]], (später Hagedorn Nr. 1) und [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Henkord Nr. 6]] (1899 ausgesiedelt und später aufgeteilt in die Stätten Nr. 35, 37 und 40). Der älteste Hof war der 1857 aufgelöste Meierhof, er besaß ein blockförmiges, leicht erhöht gelegenes &amp;quot;Hoffeld&amp;quot;, die Brede, das in der Flurkarte von 1817 und noch heute im Gelände deutlich zu erkennen ist. Dieses &amp;quot;Hoffeld&amp;quot; dürfte den ältesten Siedlungskern der Gemarkung bilden, der bis ins 7. oder frühe 8. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen könnte. Die beiden Vollspännerhöfe Ottomeyer (Nr. 4) und Henkord (Nr. 6) wurden im hohen oder späten Mittelalter vom Meierhof abgetrennt und gehören ebenfalls zu den mittelalterlichen &amp;quot;Althöfen&amp;quot; des Dorfes.&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich dieser Weiler allmählich zu einem lockeren Haufendorf. Besonders an den Straßenzügen [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] und [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)|Alte Ortsstraße]] entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert zahlreiche kleine Hausstätten von Kleinköttern, Hoppenplöckern und Straßenköttern. Die älteste Kötterstätte ist Marpe oder [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Markfritz (Nr. 10)]], die bereits im Landschatzregister von 1488 genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, liegen die ehemalige Wellentruper [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Mühle]] (um 1361 urkundlich erwähnt) und der Mühlenhof ([[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Mühlenmeier Nr. 8]]), ein typischer Einzelhof eines Markkötters in Randlage, der im Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 begann schließlich der Ausbau der &amp;quot;Siedlung&amp;quot;, einer kleinen Neubausiedlung &amp;quot;Im Mühlenfeld&amp;quot; südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Bauerschaftskarte 1817.jpg|mini|Karte der Bauerschaft Wellentrup von Geometer Heinrich Overbeck, 1817. Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flurkarte des Geometers (Landvermessers) Heinrich Overbeck von 1817: LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5835 (Entwurf) und 5836 (Reinzeichnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Urkatasteraufnahme von 1879-1880: Die originalen Urkarten und Handrisse liegen beim Kreis Lippe, Fachbereich Geoinformation, Kataster und Vermessung. Eine handgezeichnete Kopie (Gemarkungskarte) von 1885 aus dem Besitz der Gemeinde Wellentrup befindet sich im Stadtarchiv Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Der 1153 erwähnte Ortsname &amp;quot;Walderinctorp&amp;quot; ist als &amp;quot;Dorf der Walteringer&amp;quot;, Dorf der Leute des Walter, zu deuten. Der erkennbare Personenname &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039; oder Walter(i) ist auf einen adligen Grundherrn dieses Namens zurückzuführen, der zu dieser Zeit aber noch keinem bekannten Adelsgeschlecht zugeordnet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Birgit Meineke spricht von &amp;quot;einer Variante des zweigliedrigen PN [Personennamen, H.St.] &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039;, der in as. [altsächsicher, H.St.] Überlieferung breit überliefert wird (...). Das Zweitelement &#039;&#039;-her(i)&#039;&#039; (zu germ[anisch] &#039;&#039;*harja&#039;&#039;, as. ahd. [althochdeutsch, H.St.] &#039;&#039;heri&#039;&#039; &#039;Heer, Menge, Volk&#039;) kommt in verschienden as. PN vor.&amp;quot; Spätere Namensformen lauten &#039;&#039;Welderinctorpe&#039;&#039; (1384), &#039;&#039;Wellerentorpe&#039;&#039; (1411), &#039;&#039;Welderntorpe&#039;&#039; (1471), &#039;&#039;Weldentorp&#039;&#039; (1481), &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; (1509), &#039;&#039;Wellentorppe&#039;&#039; (1518), &#039;&#039;Wellendorf&#039;&#039; (1608), &#039;&#039;Wellentorff&#039;&#039; (1618) und &#039;&#039;Wellentrup&#039;&#039; (um 1758).&amp;lt;ref&amp;gt; {{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 508f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die älteren Einwohnerzahlen des Dorfes können nur geschätzt werden, erste genaue Volkszählungen liegen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. 1766 wurden 174 Einwohner:innen gezählt, 1786 waren es 197.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Hennigs, Bevölkerung - Alltag - Lebenswelten. Wellentrup in der frühen Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 100-121, hier S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung &amp;quot;der Reihe nach&amp;quot; eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige &amp;quot;Kolonatsnummerierung&amp;quot; eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden &amp;quot;angehängt&amp;quot;. Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte &amp;quot;Kolonatsnummer&amp;quot; wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen &amp;quot;alten&amp;quot; Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkordanz der alten, bis 1978 gültigen &amp;quot;Kolonatsnummern&amp;quot; zu den älteren, &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Hausnummern und den heutigen Adressen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 Stiwe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 und Dorfkern, ca. 2000. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Höfe (Nr. 1-8):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 1, Meier - bückeburgische Nr. 11 - [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)]], heute zu [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 2, Mönch - bückeburgische Nr. 27 - heute [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 3, Lohmeier - bückeburgische Nr. 26 - heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 4, Ottomeyer - bückeburgische Nr. 10 - seit 1857 Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 5, Stiewe - bückeburgische Nr. 28 - heute [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]], seit 1893 zu Nr. 3, heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 6, Henkord - bückeburgische Nr. 13 - heute [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], 1899 ausgesiedelt nach [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 7, Hagedorn - bückeburgische Nr. 9 - heute [[Istruper Straße 73 (Wellentrup)|Istruper Straße 73]]), seit 1887 zu Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 8, Mühlenmeier - bückeburgische Nr. 3 - heute [[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 56a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hausstätten (Nr. 9-40):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ortskern mit Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern mit Höfen und Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Mühlenhof und Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Mühlenhof (Nr. 8) mit Mühle und benachbarten Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 9, Feldmann - bückeburgische Nr. 6 - heute [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Istruper Straße 62]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 10, Markfritz - bückeburgische Nr. 8 - heute [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 11, Rieks - bückeburgische Nr. 21 - heute [[Dieksdamm 8 (Wellentrup)|Dieksdamm 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper Str. 59 (Wellentrup)|Istruper Straße 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 15, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - seit 1927 zu Nr. 39, heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 16, Käuper - bückeburgische Nr. 15) - heute [[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 17, Lesemann - bückeburgische Nr. 16) - heute [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 18, Froböse - bückeburgische Nr. 25 - heute [[Lohbraken 4 (Wellentrup)|Lohbraken 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 19, Kockel - bückeburgische Nr. 1 - ([[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]], 1964 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 20, Tegtmann - bückeburgische Nr. 17 - heute [[Dieksdamm 6a (Wellentrup)|Dieksdamm 6a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 21, Mühlen(-bernd) - bückeburgische Nr. 2 - ([[Wellentrup Nr. 21alt (Wellentrup)|Wellentrup Nr. 21alt]], um 1968 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 22, Pferdeort - bückeburgische Nr. 14 - heute [[Alte Ortsstraße 6 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 23, Friedebold - bückeburgische Nr. 19 - heute [[Alte Ortsstraße 11a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 11a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 24, Mönch - bückeburgische Nr. 20 - heute [[Dieksdamm 16a (Wellentrup)|Dieksdamm 16a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 25, Brokmann - bückeburgische Nr. 23 - heute [[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Dieksdamm 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 26, Stieve - bückeburgische Nr. 24 - heute [[Dieksdamm 11 (Wellentrup)|Dieksdamm 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 27, Beckmann - bückeburgische Nr. 18 - heute [[Alte Ortsstraße 13a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 13a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 28, Schröder - bückeburgische Nr. 7 - heute [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 29, Mühle - bückeburgische Nr. 4 - heute [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 30, Becker - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)|Istruper Straße 57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 31, Bornemeier - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Lohbraken 19 (Wellentrup)|Lohbraken 19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 32, &amp;quot;Hahnenburg&amp;quot; - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 96 (Wellentrup)|Istruper Straße 96]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 33, Schnittger - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)|Istruper Straße 41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 34, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)|Istruper Straße 71]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 35, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - früher Hof Henkord Nr. 6 [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], heute [[Alte Ortsstraße 12neu (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12neu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 36, Liese - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)|Istruper Straße 66]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 37, Brokmann - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 10a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 10a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 38, Ahrens - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 9 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 9]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 39, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 40, Levin-Schröder - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 8 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rittergut (bis 1926 eigenständige Gemeinde)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gröpperhof|Rittergut Gröpperhof]], heute [[Gröpperweg (Wellentrup)|Gröpperweg]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Wellentrup lag an keinen überregional bedeutenden Verkehrswegen, die durch die Gemarkung führenden Straßen wurden im 19. Jahrhundert als &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; und &amp;quot;Kommunalwege&amp;quot; klassifiziert. Als alte Verbindung von [[Detmold]] nach [[Blomberg]] verlief die &#039;&#039;Rampenstraße&#039;&#039;, im 16. Jahrhundet auch &#039;&#039;Rampendahl&#039;&#039; genannt, von [[Brüntrup]] kommend, in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und führte auf dem heutigen &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; in südöstlicher Richtung über [[Siebenhöfen]] nach [[Blomberg]]. Vermutlich ein alter Postreiterpfad war der &#039;&#039;Reuterpatt&#039;&#039;, der von Nordwesten durch die nördliche Gemarkung führte und ebenfalls in der Flurkarte von Overbeck (1817) eingezeichnet ist. Weitere Verbindungswege von lokaler Bedeutung waren der &#039;&#039;Kappelweg&#039;&#039;, der vom Hof Ottomeyer (Nr. 1) in nördlicher Richtung nach [[Mossenberg]] und [[Cappel]] führte sowie der alte Mühlen- oder Kirchweg, der vom Dorf in südlicher Richtung zur Mühle und über [[Höntrup]] zum alten Kirchspieldorf [[Reelkirchen]] führte. Die heutige [[Istruper Straße (Wellentrup)|Istruper Straße]] wurde erst 1876-1881 als neue &amp;quot;Gemeindchaussee&amp;quot; nach [[Istrup]] angelegt. 1887 folgten die Verbindung nach Brüntrup und 1888-89 die Straße nach Höntrup (heute [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweWellentrup2002}}, S. 73f. und 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Dieksdamm (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Gröpperweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Haydnweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohbraken (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Meierstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Mozartweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Wanneweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wellentrup.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippelex.de/index.php?title=Blomberg-Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=40216</id>
		<title>Istruper Straße 31 (Wellentrup)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Istruper_Stra%C3%9Fe_31_(Wellentrup)&amp;diff=40216"/>
		<updated>2025-05-17T13:53:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Gebäude */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Straße=Istruper Straße  (Wellentrup)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=31&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94135, 9.03044&lt;br /&gt;
|Adressbuch1901=Ja&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Wellentrup&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=003&lt;br /&gt;
}}Der heutige Hof Stiewe in [[Wellentrup]] ist der alte &amp;quot;Lohhof&amp;quot;, Lohmeier Nr. 3. 1893 wurde er anlässlich der Heirat der Anerben Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe mit den Ländereien des Nachbarhofes [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] zum heutigen Hof Stiewe Nr. 3 (seit 1978: Istruper Straße 31) mit einer Gesamtfläche von ca. 75 Hektar zusammengelegt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Luftbild um 1955.jpg|mini|Wellentrup, Hof Stiewe Nr. 3 (ehem. Hof Lohmeier). Oben links Hof Henkord Nr. 6, der alte &amp;quot;Stiewenhof&amp;quot; Nr. 5. Koloriertes Luftbild, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Luise Lohmeier, Heinrich Stiewe, Heirat 1893.jpg|mini|Luise Lohmeier und Heinrich Stiewe. Bei ihrer Heirat 1893 wurden die beiden Nachbarhöfe Lohmeier Nr. 3 und Stiewe Nr. 5 zusammengelegt.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe von SO um 1920.jpg|mini|Hof Stiewe, Ansicht von der Lohheide (Südosten). Links das Wohnhaus von 1840, rechts die Leibzucht von 1864, im Vordergrund der Teich. Kolorierte Fotografie, um 1920.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hof Stiewe, Melker Georg Kaste mit Kuh Eugenie 192 8.jpg|mini|Hof Stiewe von Norden, Melker Georg Kaste mit Kuh &amp;quot;Eugenie&amp;quot;, 1928.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wohnhaus und Leibzucht von NW, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Wohnhaus von 1840 (rechts) und Leibzucht von 1864 (links) von Nordwesten, um 1955.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Erntefuder 1938.jpg|mini|Hof Stiewe, letztes Erntefuder vor dem Wohnhaus, 1938. Auf dem Erntewagen schlesische &amp;quot;Sommermädchen&amp;quot; mit der Erntekrone. Foto von 1938]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup Nr. 3, Lanz-Bulldog, um 1955.jpg|mini|Hof Stiewe, Lanz-Bulldog mit Mähbinder, um 1955. Am Steuer Treckerfahrer August Dorsch, auf dem Binder Karl Brokmann. Foto um 1955]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Vollspänner, 1721 &amp;quot;Vierzehn-Nächter&amp;quot; (spanndienstpflichtiger Bauer im Amt Blomberg, der alle zwei Wochen, also &amp;quot;14-nächtig&amp;quot;, dienen musste), 1829 kleiner Halbmeier (bückeburgische Nr. 26). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Lohhof entstand als zweitältester Vollspännerhof in Wellentrup vermutlich in der karolingisch-ottonischen Siedlungsperiode zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert n. Chr. Zusammen mit den Nachbarhöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch (Nr. 2)]] und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe (Nr. 5)]] bildet er einen kleinen Weiler östlich des Dorfes, der volkstümlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt wurde. Auf der Overbeckschen Flurkarte von 1817 ist zu erkennen, dass der Hof Lohmeier eine große, blockförmige Hofparzelle mit Eichenbestand als älteste Kernflur besaß, die bis in das ausgehende Frühmittelalter zurückreichen dürfte. Die Höfe Mönch und Stiewe haben dagegen breite, streifenförmige Waldhufenfluren in östlicher Randlage, die als Rodungen und frühe Siedlungserweiterungen ins frühe 12. Jahrhundert zu datieren sind. Der Hof Stiewe gehörte vermutlich zur Gründungsausstattung des 1128 von Graf Widukind II. von Schwalenberg gestifteten Benediktinerklosters Marienmünster im heutigen Kreis Höxter. Auch für die beiden älteren Vollspännerhöfe Lohmeier und Mönch nimmt Roland Linde an, dass sie ursprünglich zur Grundherrschaft der Grafen von Schwalenberg gehörten und erst im 16. Jahrhundert in den Besitz der Grafen zur Lippe übergingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im späten 15. Jahrhundert war ein &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; der erste namentlich bekannte Inhaber des späteren Lohhofes. Der Hofname &#039;&#039;Loh-&#039;&#039; in Verbindung mit einem Vornamen erscheint erstmals 1509 mit &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; später wurden die Hofinhaber auch &#039;&#039;Lohmann&#039;&#039; oder &#039;&#039;Lohfrau&#039;&#039; genannt. Der Name Lohmeier (&#039;&#039;Laumeier&#039;&#039;) setzte sich erst um 1750 durch. 1893 wurde der Hof durch Heirat mit dem Hof Stiewe (Nr. 5) zusammengelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039; (1977 abgebrochen): Fachwerkbau, großer Vierständerbau mit Backsteinausfachung (Gefache zuletzt mit Zement verputzt) und Längsdiele. 1899 Umbau zum Mittelflurhaus, &amp;quot;großer Flur&amp;quot; mit Haustür anstelle der früheren Diele. Die alten Torständer des Hauses mit aufgemalten Säulen wurden nach dem Umbau 1899 in der Rückwand der Scheune von 1900 verbaut. Der dort als Erbauer genannte Heinrich Lohmeier hatte 1839 geheiratet und verstarb bereits 1840 – damit kann das Haus jahrgenau ins Jahr 1840 datiert werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzuchtshaus von 1864&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Großer Vierständerbau, Untergeschoß und Wohnteil massiv, Wirtschaftsteil im Ober- und Dachgeschoß Fachwerk, Längsdiele, rückwärtiger zweigeschossiger Wohnteil mit Querflur und Kammerfach. 1970-71 zum Wohnhaus umgebaut, 1999-2000 restauriert, Diele wiederhergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wirtschaftshof:&#039;&#039;&#039; Großzügige, gutshofartige Anlage, entstanden nach der Zusammenlegung mit dem Nachbarhof Stiewe (Nr. 5) 1893: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Viehhaus von 1897&#039;&#039;&#039; (Feuerversicherungsakte): Langgestreckter Bruchsteinbau mit mittiger Querdiele, &amp;quot;preußische Kappendecken&amp;quot; aus Beton mit Doppel-T-Trägern und Gusseisensäulen, großer Dachboden mit Kniestock (Maurermeister Carell, Istrup). Das Gebäude enthielt ursprünglich (von Süden nach Norden) Kuhstall, Futterdiele, Pferdestall und Schweinestall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039; (Inschrift): Große Bansenscheune mit vier Querdurchfahrten, Sandsteinquaderfassade. Rückseite wiederverwendetes Fachwerk einer älteren Scheune aus der Mitte des 19. Jh. (Zimmermeister Lesemann, Blomberg). 1935 wurden in Scheune und Viehhaus elektrische Höhen- und Querförderer der Firma Osterrieder eingebaut, um Bansen bzw. Dachboden leichter mit Getreidegarben bzw. Heu- und Strohballen beschicken zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wohnhausneubau von 1998&#039;&#039;&#039; (anstelle des 1977 abgebrochenen alten Hauses, Istruper Straße 31A): Zweigeschossiger verputzter Traufenbau, dreiachsige Fassade zum Hof mit Mitteleingang und kleinem Dreiecksgiebel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Altes Wohnhaus von 1840&#039;&#039;&#039;, aufgemalte Inschriftreste an den Torständern an der Scheune: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Heinrich Lohmeier&#039;&#039; / &#039;&#039;Wilhelmine Niemeier, Sibbentrup&#039;&#039; (Heirat 1839, er verstarb schon im folgenden Jahr – damit ist das Haus ins Jahr 1840 zu datieren). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Leibzucht von 1864, Torsturz eines Vorgängerbaus&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wohl von 1689&#039;&#039;&#039; oder kurz danach, mit Rest einer Bauinschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] / [PSALM 124] VX8 VNSERE HULFE STEHET IM NAHMEN D[ES HERRN DER HIMMEL UND ERDE GEMACHT HAT...] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der Inschrift genannten Erbauer haben 1689 geheiratet. Der Rest des Torsturzes wurde als Türständer im Keller wiederverwendet und 1998 bei Umbauarbeiten im Heizungskeller gefunden. Er befindet sich heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rückwand eines Himmelbettes, um 1750,&#039;&#039;&#039; Flachschnitzerei mit Stern und Tulpenranken, Rest einer Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
EINE GELINDE ANTWORT STILLET D[EN ZORN DOCH EIN HARTES WORT ERREGT GRIMM] (Sprüche 15)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1935 zu einer Bank umgebaut, heute auf der Diele der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Scheune von 1900&#039;&#039;&#039;, Inschriften auf zwei Schlusssteinen: &#039;&#039;1900&#039;&#039; und &#039;&#039;Heinrich Stiewe. Luise Stiewe, geb. Lohmeier.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
1467,1488, 1497 &#039;&#039;Cord Jagepage&#039;&#039; (Landschatzregister, L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1509, 1519 &#039;&#039;Loehans&#039;&#039; aus &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; wird als Deche der Kapelle zu [[Wilbasen]] genannt (Lippische Regesten, Neue Folge 1509.05.01 und 1519.03.06)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1516 &#039;&#039;Lohans&#039;&#039;; 1535 &#039;&#039;Lohannß&#039;&#039;; 1545 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;(L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1548 &#039;&#039;Lo Herman tho Wellerintorpe&#039;&#039; (Vertrag mit Prasse in Mossenberg; L 31 E XXIII b)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1562 &#039;&#039;Lo Henncke&#039;&#039;; 1572: &#039;&#039;de Lofrouwe&#039;&#039; (L)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1579 &#039;&#039;Hermann Lohe&#039;&#039; (Diebstahlsanzeige beim Blomberger Amtmann, nach handschriftlichen Aufzeichnungen von Eduard Schulte zur Hofgeschichte Stiewe/Lohmeier)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
um 1585 &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; (&#039;&#039;Henke&#039;&#039;) oo &#039;&#039;Ilßa&#039;&#039; NN; 1594 er oo II. &#039;&#039;Anneke Groppermeigers&#039;&#039; (vom späteren [[Gröpperhof]] bei Wellentrup) (Gogerichtsregister, GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1595 &#039;&#039;Nelle&#039;&#039; (&#039;&#039;Nelleke&#039;&#039;), uneheliche Tochter des &#039;&#039;Lohe Henrich&#039;&#039; oo &#039;&#039;Berndt Eilertts&#039;&#039;, Knecht, wird &#039;&#039;Loh-Berndt&#039;&#039;, Hofübergabe 1596 (GoG; Leibzuchtsvertrag in L 31 E XXX a)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1605 &#039;&#039;Anna Lohman&#039;&#039; oo &#039;&#039;Johan Godtschalck&#039;&#039; (&#039;&#039;Goßlich&#039;&#039;) Meier in Niederbelle (GoG); 1616 Übernahme des Lohhofes in Wellentrup (GoG); 1622 sie oo II. Tönnies Nordsiek aus Reelkirchen (GoG, Interimswirt).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1644 &#039;&#039;Tonnies Loheman&#039;&#039; (Salbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1664/65 Hofübernahme durch früheren Knecht &#039;&#039;Loh-Frantz&#039;&#039; (GoG); 1663: &#039;&#039;des Lohmeyers Knecht Frantz&#039;&#039;, 1664 oo NN Simon aus Herrentrup (GoG)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1689 Hermann Ernst Lohman (&#039;&#039;Lohfranzen&#039;&#039;, unehelich) oo A. Ilsabein Kuhlemann, verw. Hagedorn (GoG). 1689 oder kurz danach Neubau einer Leibzucht, Bauinschrift: [H]ERMEN LOHMAN UND ANILSEBE KULMANS A[NNO ...] (gefunden 1998 bei Umbauarbeiten im Keller des Leibzuchtshauses von 1864)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1711 Frantz Henrich Lohman oo Anna Maria Elers aus Herrentrup, übernehmen den Hof von Bruder Hermann Ernst, dieser zieht zur Mutter auf die Leibzucht (GoG). 1730 sie oo II. Jacob Klingemeyer aus Billerbeck (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744 Frantz Henrich Lohmeyer (Lohmann) oo Anna Dorothee Elisabeth Plöger aus Dörentrup. 1762 er oo II. Anna Louisa Hase aus Sonneborn. Vor 1766 sie oo II. Johann Bernd Rieke aus Uhlental (Amt Sternberg, Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 Franz Henrich Laumeyer oo Anna Hedwig Cromen (Krohme) aus Billerbeck; 1801 er oo II. Amalia Hedewig Krohmen aus Billerbeck (Schwester der 1. Frau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1839 Johann Hermann Franz &#039;&#039;Heinrich&#039;&#039; Laumeier (Lohmeier) oo Wilhelmine Justine Niemeier aus Sibbentrup. 1840 Hausbau (Wohnhaus, 1977 abgebrochen). 1841 sie oo II. Töns Henrich Wilhelm Huxol vom Hof Huxol bei Cappel (Interimswirt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Carl Heinrich Adolph Lohmeier oo Caroline Louise Ahrensmeier aus Istrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1893 Luise Lohmeier oo Heinrich Stiewe, Anerbe vom Nachbarhof Nr. 5. Zusammenlegung der beiden Höfe und Übernahme des Hofnamens Stiewe auf den Lohhof Nr. 3. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Stiewe, Heinrich, Landwirt; Lohmeier, Louise, Leibzüchterin (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1921 Wellentrup Nr. 3, Heinr. Stiewe, (Tel.) Blomberg 122, Gesamt 75 ha, Acker inkl. Garten 62 ha, Wiesen 3 ha, Weiden 10 ha, 8 Pferde, 45 Stck. Rindvieh, 3 Schafe, 30 Schweine&amp;lt;ref&amp;gt;Niekammer&#039;s Güter-Adreßbuch 1921, S. 10f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Stiewe, Heinrich, Landw. [Tel.] 122 / Dohmeier, Wilhelm, Arbeiter (Adressbuch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}, S. 279f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinrich Stiewe, Die Höfe Stiewe und Lohmeier in Wellentrup, masch-schr. Manuskript Blomberg-Wellentrup 1993.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliches Adreßbuch der Rittergüter, Güter und größeren Höfe der Freistaaten Lippe-Detmold, Schaumburg-Lippe u. Waldeck-Pyrmont (...), Leipzig 1921 (Niekammer&#039;s Landwirtschaftliche Güter-Adreßbücher, Bd. XVII, Nachdruck Münster 2019), S. 10f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hausinschrift in Wellentrup]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=40215</id>
		<title>Wellentrup</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=40215"/>
		<updated>2025-05-17T13:44:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94039, 9.02493}}Die zuvor selbständige Gemeinde Wellentrup ist seit 1970 ein Ortsteil der Stadt [[Blomberg]]. Wellentrup gehört zu den -trup-Orten des Blomberger Beckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup von O, 1986.jpg|mini|Wellentrup von Osten, im Hintergrund der bewaldete Mossenberg. Foto: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
Wellentrup liegt auf etwa 160-175 m über NN im &#039;&#039;Blomberger Becken&#039;&#039;, einer fruchtbaren Lössmulde westlich der Stadt [[Blomberg]], die von bewaldeten Höhenzügen eingefasst wird. Höhere Erhebungen knapp außerhalb der Gemarkung sind der bewaldete Mossenberg (228 m) im Nordwesten und der Drawenberg (191 m) bei Siebenhöfen im Südosten. Nachbardörfer sind [[Brüntrup]], [[Mossenberg-Wöhren]], [[Istrup]], [[Siebenhöfen]] und [[Höntrup]]. Im Südwesten der Gemarkung liegt das [[Rittergut Gröpperhof]]. Westlich von Wellentrup verläuft der Dämischbach, der im Osten der Brüntruper Gemarkung entspringt und sich südlich des Dorfes mit dem Mühlenbach zum Königsbach vereinigt. Dieser fließt durch das Blomberger Becken und mündet schließlich beim Nessenberg westlich von Schieder in die Emmer. Von Osten, von den alten Höfen Stiewe, Lohmeier und Mönch fließt ein weiterer, namenloser Bach durch das Dorf in den Dämischbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg Ortsteile Wellentrup.svg|mini|Wellentrup und Nachbardörfer in der Großgemeinde Blomberg]]&lt;br /&gt;
Wellentrup ist seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Großgemeinde Stadt [[Blomberg]] im Kreis Detmold, seit 1973 im Kreis Lippe. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Bauerschaft (Landgemeinde) Wellentrup zum lippischen Amt Blomberg, das 1613 nach dem Testament von Graf Simon VI. zur Lippe (1554-1613) an die erbherrliche Linie zur Lippe-Brake fiel. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake (1709) gehörte das Amt Blomberg vorübergehend wieder der regierenden Detmolder Linie, bevor es 1737 nach längeren Erbstreitigkeiten an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg abgetreten werden musste. Damit waren die Dörfer im Amt Blomberg bis 1789 bückeburgisch. In diesem Jahr wurden die Ämter Blomberg und Schieder neu aufgeteilt; Wellentrup kam zum Amt Schieder und damit wieder zu Lippe-Detmold, während der nördliche Teil des Amtes Blomberg mit den Nachbardörfern Mossenberg und Istrup noch bis 1839 bückeburgisch blieb. Von 1879 bis 1932 gehörte die Gemeinde Wellentrup zum Verwaltungsamt Blomberg; 1926 wurde das [[Rittergut Gröpperhof]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte 1910.jpg|mini|Wellentrup, Ansichtskarte (Chromolithographie), 1910. Oben: Ansicht des Dorfes von Nordwesten, unten: Gastwirtschaft Becker und Molkerei. Sammlung Karl-Heinz Leßmann, Hiddesen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte, um 1925. Oben: Ansicht des Dorfes von Südosten, unten: Gastwirtschaft Redecker und Molkerei.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Wellentrup gehört zu den sog. &#039;&#039;&#039;-trup-Orten&#039;&#039;&#039;, von denen es besonders zahlreiche im Blomberger Becken gibt und die von der älteren Siedlungsforschung in die &amp;quot;altsächsische&amp;quot; Rodungs- und Besiedlungsperiode (6.-8. Jh. n. Chr.) datiert wurden. Die aktuelle Forschung datiert die Ortsnamen auf -trup zusammen mit denen auf -hausen in das 8. bis 10. Jahrhundert. Ein höheres Alter der zugehörigen Siedlungen ist aber anzunehmen, besonders auf den fruchtbaren Lössböden des Blomberger Beckens ist mit einer Besiedlung seit dem 7. und frühen 8. Jahrhundert zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Zur Siedlungsgeschichte des Blomberger Beckens, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 34-42, hier S. 36; Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, Lemgo 2008; zusammenfassend Roland Linde, Siedlung, Bevölkerung und Wirtschaft. Lippe im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: {{BarmeyerLippischeGeschichte2019}}, S. 41-69, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellentrup wird erstmals ca. 1139 als &#039;&#039;Willerinctorpe&#039;&#039; und 1153 als &#039;&#039;Walderinctorp&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Eine Erwähnung von 1144 (&#039;&#039;Walderingdorp&#039;&#039;) hat sich als Fälschung des Klosters Gehrden (12. Jh.) herausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten &#039;&#039;&#039;Grundherren&#039;&#039;&#039; in Wellentrup im Hochmittelalter waren vermutlich die Grafen von Schwalenberg, die einige Höfe an die Klöster Gehrden (Höfe [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier]] und [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer]]) und Marienmünster (gegründet 1128, Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]]) stifteten. Später befanden sich die meisten Höfe im Besitz der lippischen Landesherrschaft oder lokaler Adelsfamilien.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Linde, Bauern und Herren. Grundherrschaft im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 44-70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 1743 morgens um 9 Uhr ereignete sich ein schwerer &#039;&#039;&#039;Dorfbrand&#039;&#039;&#039; in Wellentrup, dem 27 Gebäude zum Opfer fielen und es gab zwei Tote zu beklagen. Das Feuer war auf der Stätte Brokmann ([[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Nr. 25]]) am [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] ausgebrochen. Beim Brotbacken im Backhaus hatte es eine heftige Stichflamme gegeben, die gleich auf das strohgedeckte Haus übergriff. Mit starkem Südostwind verbreitete sich das Feuer rasend schnell an der Südseite des Dieksdamms entlang bis zum Hof Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]). Dann drehte der Wind auf Südwest und das Feuer sprang auf den Feldmannschen Krug ([[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Nr. 9]]) und den etwa 300 m weiter östlich gelegenen Hof Stiewe ([[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Nr. 5]]) über. Der anschließende Wiederaufbau wurde von der schaumburg-lippischen Regierung mit Bauholzzuschüssen unterstützt. Einige Hausinschriften etwa auf dem früheren Hof Stiewe erinnern noch heute an dieses Brandunglück.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Eine fatale Feuersbrunst. Der Wellentruper Dorfbrand vom 9. Mai 1743, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 122-130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; im Jahre 1866, zunächst als Dresch- und Sägeunternehmen mit zwei englischen Dampflokomobilen, schrieb der Wellentruper Landwirt Friedrich Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]) westfälische Landtechnik- und Industriegeschichte. Schon bald begann Ottomeyer mit dem Handel sowie der Reparatur und eigenen Herstellung von Lokomobilen und Dreschmaschinen. 1877 wurde die Firma nach Steinheim verlegt, sie bestand bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014). 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Luftbild 2000.jpg|mini|Wellentrup, Luftbild von 2000. In der Mitte der Dorfkern, oben die Istruper Straße mit dem früheren Hof Ottomeyer Nr. 1 (oben links) und den drei Höfen Nr. 5/6 sowie 3 und 2 (oben rechts). Unten die ab 1955 entstandene Neubausiedlung im Mühlenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup 1817, Meier, Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern 1817 (Norden rechts). Oben die &amp;quot;Brede&amp;quot; als älteste Kernflur des Meierhofes, in der Mitte die Höfe Meier und Ottomeyer, unten der Dorfkern um die heutige Alte Ortsstraße und am Dieksdamm. Ausschnitt aus der Bauerschaftskarte von 1817, Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
Der Ortskern von Wellentrup war ursprünglich ein Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier Nr. 1]] (nicht erhalten, an die ehemalige Hofstelle erinnert die [[Meierstraße (Wellentrup)|Meierstraße]]), [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer Nr. 4]], (später Hagedorn Nr. 1) und [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Henkord Nr. 6]] (1899 ausgesiedelt und später aufgeteilt in die Stätten Nr. 35, 37 und 40). Der älteste Hof war der 1857 aufgelöste Meierhof, er besaß ein blockförmiges, leicht erhöht gelegenes &amp;quot;Hoffeld&amp;quot;, die Brede, das in der Flurkarte von 1817 und noch heute im Gelände deutlich zu erkennen ist. Dieses &amp;quot;Hoffeld&amp;quot; dürfte den ältesten Siedlungskern der Gemarkung bilden, der bis ins 7. oder frühe 8. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen könnte. Die beiden Vollspännerhöfe Ottomeyer (Nr. 4) und Henkord (Nr. 6) wurden im hohen oder späten Mittelalter vom Meierhof abgetrennt und gehören ebenfalls zu den mittelalterlichen &amp;quot;Althöfen&amp;quot; des Dorfes.&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich dieser Weiler allmählich zu einem lockeren Haufendorf. Besonders an den Straßenzügen [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] und [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)|Alte Ortsstraße]] entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert zahlreiche kleine Hausstätten von Kleinköttern, Hoppenplöckern und Straßenköttern. Die älteste Kötterstätte ist Marpe oder [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Markfritz (Nr. 10)]], die bereits im Landschatzregister von 1488 genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, liegen die ehemalige Wellentruper [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Mühle]] (um 1361 urkundlich erwähnt) und der Mühlenhof ([[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Mühlenmeier Nr. 8]]), ein typischer Einzelhof eines Markkötters in Randlage, der im Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 begann schließlich der Ausbau der &amp;quot;Siedlung&amp;quot;, einer kleinen Neubausiedlung &amp;quot;Im Mühlenfeld&amp;quot; südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Bauerschaftskarte 1817.jpg|mini|Karte der Bauerschaft Wellentrup von Geometer Heinrich Overbeck, 1817. Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flurkarte des Geometers (Landvermessers) Heinrich Overbeck von 1817: LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5835 (Entwurf) und 5836 (Reinzeichnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Urkatasteraufnahme von 1879-1880: Die originalen Urkarten und Handrisse liegen beim Kreis Lippe, Fachbereich Geoinformation, Kataster und Vermessung. Eine handgezeichnete Kopie (Gemarkungskarte) von 1885 aus dem Besitz der Gemeinde Wellentrup befindet sich im Stadtarchiv Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Der 1153 erwähnte Ortsname &amp;quot;Walderinctorp&amp;quot; ist als &amp;quot;Dorf der Walteringer&amp;quot;, Dorf der Leute des Walter, zu deuten. Der erkennbare Personenname &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039; oder Walter(i) ist auf einen adligen Grundherrn dieses Namens zurückzuführen, der zu dieser Zeit aber noch keinem bekannten Adelsgeschlecht zugeordnet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Birgit Meineke spricht von &amp;quot;einer Variante des zweigliedrigen PN [Personennamen, H.St.] &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039;, der in as. [altsächsicher, H.St.] Überlieferung breit überliefert wird (...). Das Zweitelement &#039;&#039;-her(i)&#039;&#039; (zu germ[anisch] &#039;&#039;*harja&#039;&#039;, as. ahd. [althochdeutsch, H.St.] &#039;&#039;heri&#039;&#039; &#039;Heer, Menge, Volk&#039;) kommt in verschienden as. PN vor.&amp;quot; Spätere Namensformen lauten &#039;&#039;Welderinctorpe&#039;&#039; (1384), &#039;&#039;Wellerentorpe&#039;&#039; (1411), &#039;&#039;Welderntorpe&#039;&#039; (1471), &#039;&#039;Weldentorp&#039;&#039; (1481), &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; (1509), &#039;&#039;Wellentorppe&#039;&#039; (1518), &#039;&#039;Wellendorf&#039;&#039; (1608), &#039;&#039;Wellentorff&#039;&#039; (1618) und &#039;&#039;Wellentrup&#039;&#039; (um 1758).&amp;lt;ref&amp;gt; {{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 508f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die älteren Einwohnerzahlen des Dorfes können nur geschätzt werden, erste genaue Volkszählungen liegen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. 1766 wurden 174 Einwohner:innen gezählt, 1786 waren es 197.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Hennigs, Bevölkerung - Alltag - Lebenswelten. Wellentrup in der frühen Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 100-121, hier S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung &amp;quot;der Reihe nach&amp;quot; eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige &amp;quot;Kolonatsnummerierung&amp;quot; eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden &amp;quot;angehängt&amp;quot;. Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte &amp;quot;Kolonatsnummer&amp;quot; wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen &amp;quot;alten&amp;quot; Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkordanz der alten, bis 1978 gültigen &amp;quot;Kolonatsnummern&amp;quot; zu den älteren, &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Hausnummern und den heutigen Adressen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 Stiwe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 und Dorfkern, ca. 2000. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Höfe (Nr. 1-8):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 1, Meier - bückeburgische Nr. 11 - [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)]], heute zu [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 2, Mönch - bückeburgische Nr. 27 - heute [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 3, Lohmeier - bückeburgische Nr. 26 - heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 4, Ottomeyer - bückeburgische Nr. 10 - seit 1857 Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 5, Stiewe - bückeburgische Nr. 28 - heute [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]], seit 1893 zu Nr. 3, heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 6, Henkord - bückeburgische Nr. 13 - heute [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], 1899 ausgesiedelt nach [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 7, Hagedorn - bückeburgische Nr. 9 - heute [[Istruper Straße 73 (Wellentrup)|Istruper Straße 73]]), seit 1887 zu Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 8, Mühlenmeier - bückeburgische Nr. 3 - heute [[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 56a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hausstätten (Nr. 9-40):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ortskern mit Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern mit Höfen und Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Mühlenhof und Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Mühlenhof (Nr. 8) mit Mühle und benachbarten Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 9, Feldmann - bückeburgische Nr. 6 - heute [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Istruper Straße 62]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 10, Markfritz - bückeburgische Nr. 8 - heute [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 11, Rieks - bückeburgische Nr. 21 - heute [[Dieksdamm 8 (Wellentrup)|Dieksdamm 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper Str. 59 (Wellentrup)|Istruper Straße 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 15, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - seit 1927 zu Nr. 39, heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 16, Käuper - bückeburgische Nr. 15) - heute [[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 17, Lesemann - bückeburgische Nr. 16) - heute [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 18, Froböse - bückeburgische Nr. 25 - heute [[Lohbraken 4 (Wellentrup)|Lohbraken 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 19, Kockel - bückeburgische Nr. 1 - ([[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]], 1964 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 20, Tegtmann - bückeburgische Nr. 17 - heute [[Dieksdamm 6a (Wellentrup)|Dieksdamm 6a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 21, Mühlen(-bernd) - bückeburgische Nr. 2 - ([[Wellentrup Nr. 21alt (Wellentrup)|Wellentrup Nr. 21alt]], um 1968 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 22, Pferdeort - bückeburgische Nr. 14 - heute [[Alte Ortsstraße 6 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 23, Friedebold - bückeburgische Nr. 19 - heute [[Alte Ortsstraße 11a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 11a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 24, Mönch - bückeburgische Nr. 20 - heute [[Dieksdamm 16a (Wellentrup)|Dieksdamm 16a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 25, Brokmann - bückeburgische Nr. 23 - heute [[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Dieksdamm 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 26, Stieve - bückeburgische Nr. 24 - heute [[Dieksdamm 11 (Wellentrup)|Dieksdamm 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 27, Beckmann - bückeburgische Nr. 18 - heute [[Alte Ortsstraße 13a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 13a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 28, Schröder - bückeburgische Nr. 7 - heute [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 29, Mühle - bückeburgische Nr. 4 - heute [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 30, Becker - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)|Istruper Straße 57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 31, Bornemeier - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Lohbraken 19 (Wellentrup)|Lohbraken 19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 32, &amp;quot;Hahnenburg&amp;quot; - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 96 (Wellentrup)|Istruper Straße 96]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 33, Schnittger - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)|Istruper Straße 41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 34, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)|Istruper Straße 71]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 35, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - früher Hof Henkord Nr. 6 [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], heute [[Alte Ortsstraße 12neu (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12neu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 36, Liese - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)|Istruper Straße 66]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 37, Brokmann - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 10a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 10a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 38, Ahrens - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 9 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 9]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 39, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 40, Levin-Schröder - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 8 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rittergut (bis 1926 eigenständige Gemeinde)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gröpperhof|Rittergut Gröpperhof]], heute [[Gröpperweg (Wellentrup)|Gröpperweg]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Wellentrup lag an keinen überregional bedeutenden Verkehrswegen, die durch die Gemarkung führenden Straßen wurden im 19. Jahrhundert als &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; und &amp;quot;Kommunalwege&amp;quot; klassifiziert. Als alte Verbindung von [[Detmold]] nach [[Blomberg]] verlief die &#039;&#039;Rampenstraße&#039;&#039;, im 16. Jahrhundet auch &#039;&#039;Rampendahl&#039;&#039; genannt, von [[Brüntrup]] kommend, in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und führte auf dem heutigen &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; in südöstlicher Richtung über [[Siebenhöfen]] nach [[Blomberg]]. Vermutlich ein alter Postreiterpfad war der &#039;&#039;Reuterpatt&#039;&#039;, der von Nordwesten durch die nördliche Gemarkung führte und ebenfalls in der Flurkarte von Overbeck (1817) eingezeichnet ist. Weitere Verbindungswege von lokaler Bedeutung waren der &#039;&#039;Kappelweg&#039;&#039;, der vom Hof Ottomeyer (Nr. 1) in nördlicher Richtung nach [[Mossenberg]] und [[Cappel]] führte sowie der alte Mühlen- oder Kirchweg, der vom Dorf in südlicher Richtung zur Mühle und über [[Höntrup]] zum alten Kirchspieldorf [[Reelkirchen]] führte. Die heutige [[Istruper Straße (Wellentrup)|Istruper Straße]] wurde erst 1876-1881 als neue &amp;quot;Gemeindchaussee&amp;quot; nach [[Istrup]] angelegt. 1887 folgten die Verbindung nach Brüntrup und 1888-89 die Straße nach Höntrup (heute [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweWellentrup2002}}, S. 73f. und 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Dieksdamm (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Gröpperweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Haydnweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohbraken (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Meierstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Mozartweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Wanneweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wellentrup.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippelex.de/index.php?title=Blomberg-Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=40214</id>
		<title>Wellentrup</title>
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		<updated>2025-05-17T13:44:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94039, 9.02493}}Die zuvor selbständige Gemeinde Wellentrup ist seit 1970 ein Ortsteil der Stadt [[Blomberg]]. Wellentrup gehört zu den -trup-Orten des Blomberger Beckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup von O, 1986.jpg|mini|Wellentrup von Osten, im Hintergrund der bewaldete Mossenberg. Foto: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
Wellentrup liegt auf etwa 160-175 m über NN im &#039;&#039;Blomberger Becken&#039;&#039;, einer fruchtbaren Lössmulde westlich der Stadt [[Blomberg]], die von bewaldeten Höhenzügen eingefasst wird. Höhere Erhebungen knapp außerhalb der Gemarkung sind der bewaldete Mossenberg (228 m) im Nordwesten und der Drawenberg (191 m) bei Siebenhöfen im Südosten. Nachbardörfer sind [[Brüntrup]], [[Mossenberg-Wöhren]], [[Istrup]], [[Siebenhöfen]] und [[Höntrup]]. Im Südwesten der Gemarkung liegt das [[Rittergut Gröpperhof]]. Westlich von Wellentrup verläuft der Dämischbach, der im Osten der Brüntruper Gemarkung entspringt und sich südlich des Dorfes mit dem Mühlenbach zum Königsbach vereinigt. Dieser fließt durch das Blomberger Becken und mündet schließlich beim Nessenberg westlich von Schieder in die Emmer. Von Osten, von den alten Höfen Stiewe, Lohmeier und Mönch fließt ein weiterer, namenloser Bach durch das Dorf in den Dämischbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg Ortsteile Wellentrup.svg|mini|Wellentrup und Nachbardörfer in der Großgemeinde Blomberg]]&lt;br /&gt;
Wellentrup ist seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Großgemeinde Stadt [[Blomberg]] im Kreis Detmold, seit 1973 im Kreis Lippe. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Bauerschaft (Landgemeinde) Wellentrup zum lippischen Amt Blomberg, das 1613 nach dem Testament von Graf Simon VI. zur Lippe (1554-1613) an die erbherrliche Linie zur Lippe-Brake fiel. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake (1709) gehörte das Amt Blomberg vorübergehend wieder der regierenden Detmolder Linie, bevor es 1737 nach längeren Erbstreitigkeiten an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg abgetreten werden musste. Damit waren die Dörfer im Amt Blomberg bis 1789 bückeburgisch. In diesem Jahr wurden die Ämter Blomberg und Schieder neu aufgeteilt; Wellentrup kam zum Amt Schieder und damit wieder zu Lippe-Detmold, während der nördliche Teil des Amtes Blomberg mit den Nachbardörfern Mossenberg und Istrup noch bis 1839 bückeburgisch blieb. Von 1879 bis 1932 gehörte die Gemeinde Wellentrup zum Verwaltungsamt Blomberg; 1926 wurde das [[Rittergut Gröpperhof]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte 1910.jpg|mini|Wellentrup, Ansichtskarte (Chromolithographie), 1910. Oben: Ansicht des Dorfes von Nordwesten, unten: Gastwirtschaft Becker und Molkerei. Sammlung Karl-Heinz Leßmann, Hiddesen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte, um 1925. Oben: Ansicht des Dorfes von Südosten, unten: Gastwirtschaft Redecker und Molkerei.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Wellentrup gehört zu den sog. &#039;&#039;&#039;-trup-Orten&#039;&#039;&#039;, von denen es besonders zahlreiche im Blomberger Becken gibt und die von der älteren Siedlungsforschung in die &amp;quot;altsächsische&amp;quot; Rodungs- und Besiedlungsperiode (6.-8. Jh. n. Chr.) datiert wurden. Die aktuelle Forschung datiert die Ortsnamen auf -trup zusammen mit denen auf -hausen in das 8. bis 10. Jahrhundert. Ein höheres Alter der zugehörigen Siedlungen ist aber anzunehmen, besonders auf den fruchtbaren Lössböden des Blomberger Beckens ist mit einer Besiedlung seit dem 7. und frühen 8. Jahrhundert zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Zur Siedlungsgeschichte des Blomberger Beckens, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 34-42, hier S. 36; Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, Detmold 2008; zusammenfassend Roland Linde, Siedlung, Bevölkerung und Wirtschaft. Lippe im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: {{BarmeyerLippischeGeschichte2019}}, S. 41-69, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellentrup wird erstmals ca. 1139 als &#039;&#039;Willerinctorpe&#039;&#039; und 1153 als &#039;&#039;Walderinctorp&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Eine Erwähnung von 1144 (&#039;&#039;Walderingdorp&#039;&#039;) hat sich als Fälschung des Klosters Gehrden (12. Jh.) herausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten &#039;&#039;&#039;Grundherren&#039;&#039;&#039; in Wellentrup im Hochmittelalter waren vermutlich die Grafen von Schwalenberg, die einige Höfe an die Klöster Gehrden (Höfe [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier]] und [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer]]) und Marienmünster (gegründet 1128, Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]]) stifteten. Später befanden sich die meisten Höfe im Besitz der lippischen Landesherrschaft oder lokaler Adelsfamilien.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Linde, Bauern und Herren. Grundherrschaft im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 44-70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 1743 morgens um 9 Uhr ereignete sich ein schwerer &#039;&#039;&#039;Dorfbrand&#039;&#039;&#039; in Wellentrup, dem 27 Gebäude zum Opfer fielen und es gab zwei Tote zu beklagen. Das Feuer war auf der Stätte Brokmann ([[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Nr. 25]]) am [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] ausgebrochen. Beim Brotbacken im Backhaus hatte es eine heftige Stichflamme gegeben, die gleich auf das strohgedeckte Haus übergriff. Mit starkem Südostwind verbreitete sich das Feuer rasend schnell an der Südseite des Dieksdamms entlang bis zum Hof Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]). Dann drehte der Wind auf Südwest und das Feuer sprang auf den Feldmannschen Krug ([[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Nr. 9]]) und den etwa 300 m weiter östlich gelegenen Hof Stiewe ([[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Nr. 5]]) über. Der anschließende Wiederaufbau wurde von der schaumburg-lippischen Regierung mit Bauholzzuschüssen unterstützt. Einige Hausinschriften etwa auf dem früheren Hof Stiewe erinnern noch heute an dieses Brandunglück.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Eine fatale Feuersbrunst. Der Wellentruper Dorfbrand vom 9. Mai 1743, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 122-130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; im Jahre 1866, zunächst als Dresch- und Sägeunternehmen mit zwei englischen Dampflokomobilen, schrieb der Wellentruper Landwirt Friedrich Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]) westfälische Landtechnik- und Industriegeschichte. Schon bald begann Ottomeyer mit dem Handel sowie der Reparatur und eigenen Herstellung von Lokomobilen und Dreschmaschinen. 1877 wurde die Firma nach Steinheim verlegt, sie bestand bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014). 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Luftbild 2000.jpg|mini|Wellentrup, Luftbild von 2000. In der Mitte der Dorfkern, oben die Istruper Straße mit dem früheren Hof Ottomeyer Nr. 1 (oben links) und den drei Höfen Nr. 5/6 sowie 3 und 2 (oben rechts). Unten die ab 1955 entstandene Neubausiedlung im Mühlenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup 1817, Meier, Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern 1817 (Norden rechts). Oben die &amp;quot;Brede&amp;quot; als älteste Kernflur des Meierhofes, in der Mitte die Höfe Meier und Ottomeyer, unten der Dorfkern um die heutige Alte Ortsstraße und am Dieksdamm. Ausschnitt aus der Bauerschaftskarte von 1817, Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
Der Ortskern von Wellentrup war ursprünglich ein Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier Nr. 1]] (nicht erhalten, an die ehemalige Hofstelle erinnert die [[Meierstraße (Wellentrup)|Meierstraße]]), [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer Nr. 4]], (später Hagedorn Nr. 1) und [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Henkord Nr. 6]] (1899 ausgesiedelt und später aufgeteilt in die Stätten Nr. 35, 37 und 40). Der älteste Hof war der 1857 aufgelöste Meierhof, er besaß ein blockförmiges, leicht erhöht gelegenes &amp;quot;Hoffeld&amp;quot;, die Brede, das in der Flurkarte von 1817 und noch heute im Gelände deutlich zu erkennen ist. Dieses &amp;quot;Hoffeld&amp;quot; dürfte den ältesten Siedlungskern der Gemarkung bilden, der bis ins 7. oder frühe 8. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen könnte. Die beiden Vollspännerhöfe Ottomeyer (Nr. 4) und Henkord (Nr. 6) wurden im hohen oder späten Mittelalter vom Meierhof abgetrennt und gehören ebenfalls zu den mittelalterlichen &amp;quot;Althöfen&amp;quot; des Dorfes.&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich dieser Weiler allmählich zu einem lockeren Haufendorf. Besonders an den Straßenzügen [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] und [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)|Alte Ortsstraße]] entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert zahlreiche kleine Hausstätten von Kleinköttern, Hoppenplöckern und Straßenköttern. Die älteste Kötterstätte ist Marpe oder [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Markfritz (Nr. 10)]], die bereits im Landschatzregister von 1488 genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, liegen die ehemalige Wellentruper [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Mühle]] (um 1361 urkundlich erwähnt) und der Mühlenhof ([[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Mühlenmeier Nr. 8]]), ein typischer Einzelhof eines Markkötters in Randlage, der im Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 begann schließlich der Ausbau der &amp;quot;Siedlung&amp;quot;, einer kleinen Neubausiedlung &amp;quot;Im Mühlenfeld&amp;quot; südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Bauerschaftskarte 1817.jpg|mini|Karte der Bauerschaft Wellentrup von Geometer Heinrich Overbeck, 1817. Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flurkarte des Geometers (Landvermessers) Heinrich Overbeck von 1817: LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5835 (Entwurf) und 5836 (Reinzeichnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Urkatasteraufnahme von 1879-1880: Die originalen Urkarten und Handrisse liegen beim Kreis Lippe, Fachbereich Geoinformation, Kataster und Vermessung. Eine handgezeichnete Kopie (Gemarkungskarte) von 1885 aus dem Besitz der Gemeinde Wellentrup befindet sich im Stadtarchiv Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Der 1153 erwähnte Ortsname &amp;quot;Walderinctorp&amp;quot; ist als &amp;quot;Dorf der Walteringer&amp;quot;, Dorf der Leute des Walter, zu deuten. Der erkennbare Personenname &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039; oder Walter(i) ist auf einen adligen Grundherrn dieses Namens zurückzuführen, der zu dieser Zeit aber noch keinem bekannten Adelsgeschlecht zugeordnet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Birgit Meineke spricht von &amp;quot;einer Variante des zweigliedrigen PN [Personennamen, H.St.] &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039;, der in as. [altsächsicher, H.St.] Überlieferung breit überliefert wird (...). Das Zweitelement &#039;&#039;-her(i)&#039;&#039; (zu germ[anisch] &#039;&#039;*harja&#039;&#039;, as. ahd. [althochdeutsch, H.St.] &#039;&#039;heri&#039;&#039; &#039;Heer, Menge, Volk&#039;) kommt in verschienden as. PN vor.&amp;quot; Spätere Namensformen lauten &#039;&#039;Welderinctorpe&#039;&#039; (1384), &#039;&#039;Wellerentorpe&#039;&#039; (1411), &#039;&#039;Welderntorpe&#039;&#039; (1471), &#039;&#039;Weldentorp&#039;&#039; (1481), &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; (1509), &#039;&#039;Wellentorppe&#039;&#039; (1518), &#039;&#039;Wellendorf&#039;&#039; (1608), &#039;&#039;Wellentorff&#039;&#039; (1618) und &#039;&#039;Wellentrup&#039;&#039; (um 1758).&amp;lt;ref&amp;gt; {{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 508f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die älteren Einwohnerzahlen des Dorfes können nur geschätzt werden, erste genaue Volkszählungen liegen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. 1766 wurden 174 Einwohner:innen gezählt, 1786 waren es 197.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Hennigs, Bevölkerung - Alltag - Lebenswelten. Wellentrup in der frühen Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 100-121, hier S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung &amp;quot;der Reihe nach&amp;quot; eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige &amp;quot;Kolonatsnummerierung&amp;quot; eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden &amp;quot;angehängt&amp;quot;. Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte &amp;quot;Kolonatsnummer&amp;quot; wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen &amp;quot;alten&amp;quot; Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkordanz der alten, bis 1978 gültigen &amp;quot;Kolonatsnummern&amp;quot; zu den älteren, &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Hausnummern und den heutigen Adressen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 Stiwe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 und Dorfkern, ca. 2000. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Höfe (Nr. 1-8):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 1, Meier - bückeburgische Nr. 11 - [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)]], heute zu [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 2, Mönch - bückeburgische Nr. 27 - heute [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 3, Lohmeier - bückeburgische Nr. 26 - heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 4, Ottomeyer - bückeburgische Nr. 10 - seit 1857 Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 5, Stiewe - bückeburgische Nr. 28 - heute [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]], seit 1893 zu Nr. 3, heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 6, Henkord - bückeburgische Nr. 13 - heute [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], 1899 ausgesiedelt nach [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 7, Hagedorn - bückeburgische Nr. 9 - heute [[Istruper Straße 73 (Wellentrup)|Istruper Straße 73]]), seit 1887 zu Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 8, Mühlenmeier - bückeburgische Nr. 3 - heute [[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 56a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hausstätten (Nr. 9-40):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ortskern mit Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern mit Höfen und Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Mühlenhof und Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Mühlenhof (Nr. 8) mit Mühle und benachbarten Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 9, Feldmann - bückeburgische Nr. 6 - heute [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Istruper Straße 62]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 10, Markfritz - bückeburgische Nr. 8 - heute [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 11, Rieks - bückeburgische Nr. 21 - heute [[Dieksdamm 8 (Wellentrup)|Dieksdamm 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper Str. 59 (Wellentrup)|Istruper Straße 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 15, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - seit 1927 zu Nr. 39, heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 16, Käuper - bückeburgische Nr. 15) - heute [[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 17, Lesemann - bückeburgische Nr. 16) - heute [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 18, Froböse - bückeburgische Nr. 25 - heute [[Lohbraken 4 (Wellentrup)|Lohbraken 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 19, Kockel - bückeburgische Nr. 1 - ([[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]], 1964 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 20, Tegtmann - bückeburgische Nr. 17 - heute [[Dieksdamm 6a (Wellentrup)|Dieksdamm 6a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 21, Mühlen(-bernd) - bückeburgische Nr. 2 - ([[Wellentrup Nr. 21alt (Wellentrup)|Wellentrup Nr. 21alt]], um 1968 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 22, Pferdeort - bückeburgische Nr. 14 - heute [[Alte Ortsstraße 6 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 23, Friedebold - bückeburgische Nr. 19 - heute [[Alte Ortsstraße 11a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 11a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 24, Mönch - bückeburgische Nr. 20 - heute [[Dieksdamm 16a (Wellentrup)|Dieksdamm 16a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 25, Brokmann - bückeburgische Nr. 23 - heute [[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Dieksdamm 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 26, Stieve - bückeburgische Nr. 24 - heute [[Dieksdamm 11 (Wellentrup)|Dieksdamm 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 27, Beckmann - bückeburgische Nr. 18 - heute [[Alte Ortsstraße 13a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 13a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 28, Schröder - bückeburgische Nr. 7 - heute [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 29, Mühle - bückeburgische Nr. 4 - heute [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 30, Becker - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)|Istruper Straße 57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 31, Bornemeier - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Lohbraken 19 (Wellentrup)|Lohbraken 19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 32, &amp;quot;Hahnenburg&amp;quot; - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 96 (Wellentrup)|Istruper Straße 96]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 33, Schnittger - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)|Istruper Straße 41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 34, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)|Istruper Straße 71]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 35, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - früher Hof Henkord Nr. 6 [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], heute [[Alte Ortsstraße 12neu (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12neu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 36, Liese - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)|Istruper Straße 66]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 37, Brokmann - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 10a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 10a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 38, Ahrens - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 9 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 9]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 39, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 40, Levin-Schröder - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 8 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rittergut (bis 1926 eigenständige Gemeinde)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gröpperhof|Rittergut Gröpperhof]], heute [[Gröpperweg (Wellentrup)|Gröpperweg]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Wellentrup lag an keinen überregional bedeutenden Verkehrswegen, die durch die Gemarkung führenden Straßen wurden im 19. Jahrhundert als &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; und &amp;quot;Kommunalwege&amp;quot; klassifiziert. Als alte Verbindung von [[Detmold]] nach [[Blomberg]] verlief die &#039;&#039;Rampenstraße&#039;&#039;, im 16. Jahrhundet auch &#039;&#039;Rampendahl&#039;&#039; genannt, von [[Brüntrup]] kommend, in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und führte auf dem heutigen &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; in südöstlicher Richtung über [[Siebenhöfen]] nach [[Blomberg]]. Vermutlich ein alter Postreiterpfad war der &#039;&#039;Reuterpatt&#039;&#039;, der von Nordwesten durch die nördliche Gemarkung führte und ebenfalls in der Flurkarte von Overbeck (1817) eingezeichnet ist. Weitere Verbindungswege von lokaler Bedeutung waren der &#039;&#039;Kappelweg&#039;&#039;, der vom Hof Ottomeyer (Nr. 1) in nördlicher Richtung nach [[Mossenberg]] und [[Cappel]] führte sowie der alte Mühlen- oder Kirchweg, der vom Dorf in südlicher Richtung zur Mühle und über [[Höntrup]] zum alten Kirchspieldorf [[Reelkirchen]] führte. Die heutige [[Istruper Straße (Wellentrup)|Istruper Straße]] wurde erst 1876-1881 als neue &amp;quot;Gemeindchaussee&amp;quot; nach [[Istrup]] angelegt. 1887 folgten die Verbindung nach Brüntrup und 1888-89 die Straße nach Höntrup (heute [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweWellentrup2002}}, S. 73f. und 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Dieksdamm (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Gröpperweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Haydnweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohbraken (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Meierstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Mozartweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Wanneweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte. Handbuch der Städte und Gemeinden des ehemaligen Kreises Detmold, Lemgo 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wellentrup.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippelex.de/index.php?title=Blomberg-Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=40213</id>
		<title>Wellentrup</title>
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		<updated>2025-05-17T13:39:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Literatur */Literaturtitel ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94039, 9.02493}}Die zuvor selbständige Gemeinde Wellentrup ist seit 1970 ein Ortsteil der Stadt [[Blomberg]]. Wellentrup gehört zu den -trup-Orten des Blomberger Beckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup von O, 1986.jpg|mini|Wellentrup von Osten, im Hintergrund der bewaldete Mossenberg. Foto: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
Wellentrup liegt auf etwa 160-175 m über NN im &#039;&#039;Blomberger Becken&#039;&#039;, einer fruchtbaren Lössmulde westlich der Stadt [[Blomberg]], die von bewaldeten Höhenzügen eingefasst wird. Höhere Erhebungen knapp außerhalb der Gemarkung sind der bewaldete Mossenberg (228 m) im Nordwesten und der Drawenberg (191 m) bei Siebenhöfen im Südosten. Nachbardörfer sind [[Brüntrup]], [[Mossenberg-Wöhren]], [[Istrup]], [[Siebenhöfen]] und [[Höntrup]]. Im Südwesten der Gemarkung liegt das [[Rittergut Gröpperhof]]. Westlich von Wellentrup verläuft der Dämischbach, der im Osten der Brüntruper Gemarkung entspringt und sich südlich des Dorfes mit dem Mühlenbach zum Königsbach vereinigt. Dieser fließt durch das Blomberger Becken und mündet schließlich beim Nessenberg westlich von Schieder in die Emmer. Von Osten, von den alten Höfen Stiewe, Lohmeier und Mönch fließt ein weiterer, namenloser Bach durch das Dorf in den Dämischbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg Ortsteile Wellentrup.svg|mini|Wellentrup und Nachbardörfer in der Großgemeinde Blomberg]]&lt;br /&gt;
Wellentrup ist seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Großgemeinde Stadt [[Blomberg]] im Kreis Detmold, seit 1973 im Kreis Lippe. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Bauerschaft (Landgemeinde) Wellentrup zum lippischen Amt Blomberg, das 1613 nach dem Testament von Graf Simon VI. zur Lippe (1554-1613) an die erbherrliche Linie zur Lippe-Brake fiel. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake (1709) gehörte das Amt Blomberg vorübergehend wieder der regierenden Detmolder Linie, bevor es 1737 nach längeren Erbstreitigkeiten an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg abgetreten werden musste. Damit waren die Dörfer im Amt Blomberg bis 1789 bückeburgisch. In diesem Jahr wurden die Ämter Blomberg und Schieder neu aufgeteilt; Wellentrup kam zum Amt Schieder und damit wieder zu Lippe-Detmold, während der nördliche Teil des Amtes Blomberg mit den Nachbardörfern Mossenberg und Istrup noch bis 1839 bückeburgisch blieb. Von 1879 bis 1932 gehörte die Gemeinde Wellentrup zum Verwaltungsamt Blomberg; 1926 wurde das [[Rittergut Gröpperhof]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte 1910.jpg|mini|Wellentrup, Ansichtskarte (Chromolithographie), 1910. Oben: Ansicht des Dorfes von Nordwesten, unten: Gastwirtschaft Becker und Molkerei. Sammlung Karl-Heinz Leßmann, Hiddesen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte, um 1925. Oben: Ansicht des Dorfes von Südosten, unten: Gastwirtschaft Redecker und Molkerei.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Wellentrup gehört zu den sog. &#039;&#039;&#039;-trup-Orten&#039;&#039;&#039;, von denen es besonders zahlreiche im Blomberger Becken gibt und die von der älteren Siedlungsforschung in die &amp;quot;altsächsische&amp;quot; Rodungs- und Besiedlungsperiode (6.-8. Jh. n. Chr.) datiert wurden. Die aktuelle Forschung datiert die Ortsnamen auf -trup zusammen mit denen auf -hausen in das 8. bis 10. Jahrhundert. Ein höheres Alter der zugehörigen Siedlungen ist aber anzunehmen, besonders auf den fruchtbaren Lössböden des Blomberger Beckens ist mit einer Besiedlung seit dem 7. und frühen 8. Jahrhundert zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Zur Siedlungsgeschichte des Blomberger Beckens, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 34-42, hier S. 36; Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, Detmold 2008; zusammenfassend Roland Linde, Siedlung, Bevölkerung und Wirtschaft. Lippe im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: {{BarmeyerLippischeGeschichte2019}}, S. 41-69, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellentrup wird erstmals ca. 1139 als &#039;&#039;Willerinctorpe&#039;&#039; und 1153 als &#039;&#039;Walderinctorp&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Eine Erwähnung von 1144 (&#039;&#039;Walderingdorp&#039;&#039;) hat sich als Fälschung des Klosters Gehrden (12. Jh.) herausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten &#039;&#039;&#039;Grundherren&#039;&#039;&#039; in Wellentrup im Hochmittelalter waren vermutlich die Grafen von Schwalenberg, die einige Höfe an die Klöster Gehrden (Höfe [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier]] und [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer]]) und Marienmünster (gegründet 1128, Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]]) stifteten. Später befanden sich die meisten Höfe im Besitz der lippischen Landesherrschaft oder lokaler Adelsfamilien.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Linde, Bauern und Herren. Grundherrschaft im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 44-70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 1743 morgens um 9 Uhr ereignete sich ein schwerer &#039;&#039;&#039;Dorfbrand&#039;&#039;&#039; in Wellentrup, dem 27 Gebäude zum Opfer fielen und es gab zwei Tote zu beklagen. Das Feuer war auf der Stätte Brokmann ([[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Nr. 25]]) am [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] ausgebrochen. Beim Brotbacken im Backhaus hatte es eine heftige Stichflamme gegeben, die gleich auf das strohgedeckte Haus übergriff. Mit starkem Südostwind verbreitete sich das Feuer rasend schnell an der Südseite des Dieksdamms entlang bis zum Hof Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]). Dann drehte der Wind auf Südwest und das Feuer sprang auf den Feldmannschen Krug ([[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Nr. 9]]) und den etwa 300 m weiter östlich gelegenen Hof Stiewe ([[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Nr. 5]]) über. Der anschließende Wiederaufbau wurde von der schaumburg-lippischen Regierung mit Bauholzzuschüssen unterstützt. Einige Hausinschriften etwa auf dem früheren Hof Stiewe erinnern noch heute an dieses Brandunglück.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Eine fatale Feuersbrunst. Der Wellentruper Dorfbrand vom 9. Mai 1743, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 122-130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; im Jahre 1866, zunächst als Dresch- und Sägeunternehmen mit zwei englischen Dampflokomobilen, schrieb der Wellentruper Landwirt Friedrich Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]) westfälische Landtechnik- und Industriegeschichte. Schon bald begann Ottomeyer mit dem Handel sowie der Reparatur und eigenen Herstellung von Lokomobilen und Dreschmaschinen. 1877 wurde die Firma nach Steinheim verlegt, sie bestand bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014). 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Luftbild 2000.jpg|mini|Wellentrup, Luftbild von 2000. In der Mitte der Dorfkern, oben die Istruper Straße mit dem früheren Hof Ottomeyer Nr. 1 (oben links) und den drei Höfen Nr. 5/6 sowie 3 und 2 (oben rechts). Unten die ab 1955 entstandene Neubausiedlung im Mühlenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup 1817, Meier, Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern 1817 (Norden rechts). Oben die &amp;quot;Brede&amp;quot; als älteste Kernflur des Meierhofes, in der Mitte die Höfe Meier und Ottomeyer, unten der Dorfkern um die heutige Alte Ortsstraße und am Dieksdamm. Ausschnitt aus der Bauerschaftskarte von 1817, Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
Der Ortskern von Wellentrup war ursprünglich ein Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier Nr. 1]] (nicht erhalten, an die ehemalige Hofstelle erinnert die [[Meierstraße (Wellentrup)|Meierstraße]]), [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer Nr. 4]], (später Hagedorn Nr. 1) und [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Henkord Nr. 6]] (1899 ausgesiedelt und später aufgeteilt in die Stätten Nr. 35, 37 und 40). Der älteste Hof war der 1857 aufgelöste Meierhof, er besaß ein blockförmiges, leicht erhöht gelegenes &amp;quot;Hoffeld&amp;quot;, die Brede, das in der Flurkarte von 1817 und noch heute im Gelände deutlich zu erkennen ist. Dieses &amp;quot;Hoffeld&amp;quot; dürfte den ältesten Siedlungskern der Gemarkung bilden, der bis ins 7. oder frühe 8. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen könnte. Die beiden Vollspännerhöfe Ottomeyer (Nr. 4) und Henkord (Nr. 6) wurden im hohen oder späten Mittelalter vom Meierhof abgetrennt und gehören ebenfalls zu den mittelalterlichen &amp;quot;Althöfen&amp;quot; des Dorfes.&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich dieser Weiler allmählich zu einem lockeren Haufendorf. Besonders an den Straßenzügen [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] und [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)|Alte Ortsstraße]] entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert zahlreiche kleine Hausstätten von Kleinköttern, Hoppenplöckern und Straßenköttern. Die älteste Kötterstätte ist Marpe oder [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Markfritz (Nr. 10)]], die bereits im Landschatzregister von 1488 genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, liegen die ehemalige Wellentruper [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Mühle]] (um 1361 urkundlich erwähnt) und der Mühlenhof ([[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Mühlenmeier Nr. 8]]), ein typischer Einzelhof eines Markkötters in Randlage, der im Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 begann schließlich der Ausbau der &amp;quot;Siedlung&amp;quot;, einer kleinen Neubausiedlung &amp;quot;Im Mühlenfeld&amp;quot; südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Bauerschaftskarte 1817.jpg|mini|Karte der Bauerschaft Wellentrup von Geometer Heinrich Overbeck, 1817. Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flurkarte des Geometers (Landvermessers) Heinrich Overbeck von 1817: LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5835 (Entwurf) und 5836 (Reinzeichnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Urkatasteraufnahme von 1879-1880: Die originalen Urkarten und Handrisse liegen beim Kreis Lippe, Fachbereich Geoinformation, Kataster und Vermessung. Eine handgezeichnete Kopie (Gemarkungskarte) von 1885 aus dem Besitz der Gemeinde Wellentrup befindet sich im Stadtarchiv Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Der 1153 erwähnte Ortsname &amp;quot;Walderinctorp&amp;quot; ist als &amp;quot;Dorf der Walteringer&amp;quot;, Dorf der Leute des Walter, zu deuten. Der erkennbare Personenname &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039; oder Walter(i) ist auf einen adligen Grundherrn dieses Namens zurückzuführen, der zu dieser Zeit aber noch keinem bekannten Adelsgeschlecht zugeordnet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Birgit Meineke spricht von &amp;quot;einer Variante des zweigliedrigen PN [Personennamen, H.St.] &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039;, der in as. [altsächsicher, H.St.] Überlieferung breit überliefert wird (...). Das Zweitelement &#039;&#039;-her(i)&#039;&#039; (zu germ[anisch] &#039;&#039;*harja&#039;&#039;, as. ahd. [althochdeutsch, H.St.] &#039;&#039;heri&#039;&#039; &#039;Heer, Menge, Volk&#039;) kommt in verschienden as. PN vor.&amp;quot; Spätere Namensformen lauten &#039;&#039;Welderinctorpe&#039;&#039; (1384), &#039;&#039;Wellerentorpe&#039;&#039; (1411), &#039;&#039;Welderntorpe&#039;&#039; (1471), &#039;&#039;Weldentorp&#039;&#039; (1481), &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; (1509), &#039;&#039;Wellentorppe&#039;&#039; (1518), &#039;&#039;Wellendorf&#039;&#039; (1608), &#039;&#039;Wellentorff&#039;&#039; (1618) und &#039;&#039;Wellentrup&#039;&#039; (um 1758).&amp;lt;ref&amp;gt; {{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 508f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die älteren Einwohnerzahlen des Dorfes können nur geschätzt werden, erste genaue Volkszählungen liegen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. 1766 wurden 174 Einwohner:innen gezählt, 1786 waren es 197.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Hennigs, Bevölkerung - Alltag - Lebenswelten. Wellentrup in der frühen Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 100-121, hier S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung &amp;quot;der Reihe nach&amp;quot; eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige &amp;quot;Kolonatsnummerierung&amp;quot; eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden &amp;quot;angehängt&amp;quot;. Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte &amp;quot;Kolonatsnummer&amp;quot; wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen &amp;quot;alten&amp;quot; Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkordanz der alten, bis 1978 gültigen &amp;quot;Kolonatsnummern&amp;quot; zu den älteren, &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Hausnummern und den heutigen Adressen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 Stiwe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 und Dorfkern, ca. 2000. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Höfe (Nr. 1-8):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 1, Meier - bückeburgische Nr. 11 - [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)]], heute zu [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 2, Mönch - bückeburgische Nr. 27 - heute [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 3, Lohmeier - bückeburgische Nr. 26 - heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 4, Ottomeyer - bückeburgische Nr. 10 - seit 1857 Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 5, Stiewe - bückeburgische Nr. 28 - heute [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]], seit 1893 zu Nr. 3, heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 6, Henkord - bückeburgische Nr. 13 - heute [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], 1899 ausgesiedelt nach [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 7, Hagedorn - bückeburgische Nr. 9 - heute [[Istruper Straße 73 (Wellentrup)|Istruper Straße 73]]), seit 1887 zu Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 8, Mühlenmeier - bückeburgische Nr. 3 - heute [[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 56a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hausstätten (Nr. 9-40):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ortskern mit Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern mit Höfen und Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Mühlenhof und Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Mühlenhof (Nr. 8) mit Mühle und benachbarten Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 9, Feldmann - bückeburgische Nr. 6 - heute [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Istruper Straße 62]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 10, Markfritz - bückeburgische Nr. 8 - heute [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 11, Rieks - bückeburgische Nr. 21 - heute [[Dieksdamm 8 (Wellentrup)|Dieksdamm 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper Str. 59 (Wellentrup)|Istruper Straße 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 15, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - seit 1927 zu Nr. 39, heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 16, Käuper - bückeburgische Nr. 15) - heute [[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 17, Lesemann - bückeburgische Nr. 16) - heute [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 18, Froböse - bückeburgische Nr. 25 - heute [[Lohbraken 4 (Wellentrup)|Lohbraken 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 19, Kockel - bückeburgische Nr. 1 - ([[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]], 1964 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 20, Tegtmann - bückeburgische Nr. 17 - heute [[Dieksdamm 6a (Wellentrup)|Dieksdamm 6a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 21, Mühlen(-bernd) - bückeburgische Nr. 2 - ([[Wellentrup Nr. 21alt (Wellentrup)|Wellentrup Nr. 21alt]], um 1968 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 22, Pferdeort - bückeburgische Nr. 14 - heute [[Alte Ortsstraße 6 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 23, Friedebold - bückeburgische Nr. 19 - heute [[Alte Ortsstraße 11a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 11a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 24, Mönch - bückeburgische Nr. 20 - heute [[Dieksdamm 16a (Wellentrup)|Dieksdamm 16a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 25, Brokmann - bückeburgische Nr. 23 - heute [[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Dieksdamm 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 26, Stieve - bückeburgische Nr. 24 - heute [[Dieksdamm 11 (Wellentrup)|Dieksdamm 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 27, Beckmann - bückeburgische Nr. 18 - heute [[Alte Ortsstraße 13a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 13a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 28, Schröder - bückeburgische Nr. 7 - heute [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 29, Mühle - bückeburgische Nr. 4 - heute [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 30, Becker - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)|Istruper Straße 57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 31, Bornemeier - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Lohbraken 19 (Wellentrup)|Lohbraken 19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 32, &amp;quot;Hahnenburg&amp;quot; - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 96 (Wellentrup)|Istruper Straße 96]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 33, Schnittger - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)|Istruper Straße 41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 34, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)|Istruper Straße 71]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 35, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - früher Hof Henkord Nr. 6 [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], heute [[Alte Ortsstraße 12neu (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12neu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 36, Liese - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)|Istruper Straße 66]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 37, Brokmann - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 10a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 10a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 38, Ahrens - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 9 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 9]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 39, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 40, Levin-Schröder - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 8 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rittergut (bis 1926 eigenständige Gemeinde)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gröpperhof|Rittergut Gröpperhof]], heute [[Gröpperweg (Wellentrup)|Gröpperweg]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Wellentrup lag an keinen überregional bedeutenden Verkehrswegen, die durch die Gemarkung führenden Straßen wurden im 19. Jahrhundert als &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; und &amp;quot;Kommunalwege&amp;quot; klassifiziert. Als alte Verbindung von [[Detmold]] nach [[Blomberg]] verlief die &#039;&#039;Rampenstraße&#039;&#039;, im 16. Jahrhundet auch &#039;&#039;Rampendahl&#039;&#039; genannt, von [[Brüntrup]] kommend, in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und führte auf dem heutigen &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; in südöstlicher Richtung über [[Siebenhöfen]] nach [[Blomberg]]. Vermutlich ein alter Postreiterpfad war der &#039;&#039;Reuterpatt&#039;&#039;, der von Nordwesten durch die nördliche Gemarkung führte und ebenfalls in der Flurkarte von Overbeck (1817) eingezeichnet ist. Weitere Verbindungswege von lokaler Bedeutung waren der &#039;&#039;Kappelweg&#039;&#039;, der vom Hof Ottomeyer (Nr. 1) in nördlicher Richtung nach [[Mossenberg]] und [[Cappel]] führte sowie der alte Mühlen- oder Kirchweg, der vom Dorf in südlicher Richtung zur Mühle und über [[Höntrup]] zum alten Kirchspieldorf [[Reelkirchen]] führte. Die heutige [[Istruper Straße (Wellentrup)|Istruper Straße]] wurde erst 1876-1881 als neue &amp;quot;Gemeindchaussee&amp;quot; nach [[Istrup]] angelegt. 1887 folgten die Verbindung nach Brüntrup und 1888-89 die Straße nach Höntrup (heute [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweWellentrup2002}}, S. 73f. und 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Dieksdamm (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Gröpperweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Haydnweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohbraken (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Meierstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Mozartweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Wanneweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, Detmold 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wellentrup.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippelex.de/index.php?title=Blomberg-Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=40212</id>
		<title>Wellentrup</title>
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		<updated>2025-05-17T13:38:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Weblinks */Weblink ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94039, 9.02493}}Die zuvor selbständige Gemeinde Wellentrup ist seit 1970 ein Ortsteil der Stadt [[Blomberg]]. Wellentrup gehört zu den -trup-Orten des Blomberger Beckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup von O, 1986.jpg|mini|Wellentrup von Osten, im Hintergrund der bewaldete Mossenberg. Foto: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
Wellentrup liegt auf etwa 160-175 m über NN im &#039;&#039;Blomberger Becken&#039;&#039;, einer fruchtbaren Lössmulde westlich der Stadt [[Blomberg]], die von bewaldeten Höhenzügen eingefasst wird. Höhere Erhebungen knapp außerhalb der Gemarkung sind der bewaldete Mossenberg (228 m) im Nordwesten und der Drawenberg (191 m) bei Siebenhöfen im Südosten. Nachbardörfer sind [[Brüntrup]], [[Mossenberg-Wöhren]], [[Istrup]], [[Siebenhöfen]] und [[Höntrup]]. Im Südwesten der Gemarkung liegt das [[Rittergut Gröpperhof]]. Westlich von Wellentrup verläuft der Dämischbach, der im Osten der Brüntruper Gemarkung entspringt und sich südlich des Dorfes mit dem Mühlenbach zum Königsbach vereinigt. Dieser fließt durch das Blomberger Becken und mündet schließlich beim Nessenberg westlich von Schieder in die Emmer. Von Osten, von den alten Höfen Stiewe, Lohmeier und Mönch fließt ein weiterer, namenloser Bach durch das Dorf in den Dämischbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg Ortsteile Wellentrup.svg|mini|Wellentrup und Nachbardörfer in der Großgemeinde Blomberg]]&lt;br /&gt;
Wellentrup ist seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Großgemeinde Stadt [[Blomberg]] im Kreis Detmold, seit 1973 im Kreis Lippe. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Bauerschaft (Landgemeinde) Wellentrup zum lippischen Amt Blomberg, das 1613 nach dem Testament von Graf Simon VI. zur Lippe (1554-1613) an die erbherrliche Linie zur Lippe-Brake fiel. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake (1709) gehörte das Amt Blomberg vorübergehend wieder der regierenden Detmolder Linie, bevor es 1737 nach längeren Erbstreitigkeiten an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg abgetreten werden musste. Damit waren die Dörfer im Amt Blomberg bis 1789 bückeburgisch. In diesem Jahr wurden die Ämter Blomberg und Schieder neu aufgeteilt; Wellentrup kam zum Amt Schieder und damit wieder zu Lippe-Detmold, während der nördliche Teil des Amtes Blomberg mit den Nachbardörfern Mossenberg und Istrup noch bis 1839 bückeburgisch blieb. Von 1879 bis 1932 gehörte die Gemeinde Wellentrup zum Verwaltungsamt Blomberg; 1926 wurde das [[Rittergut Gröpperhof]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte 1910.jpg|mini|Wellentrup, Ansichtskarte (Chromolithographie), 1910. Oben: Ansicht des Dorfes von Nordwesten, unten: Gastwirtschaft Becker und Molkerei. Sammlung Karl-Heinz Leßmann, Hiddesen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte, um 1925. Oben: Ansicht des Dorfes von Südosten, unten: Gastwirtschaft Redecker und Molkerei.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Wellentrup gehört zu den sog. &#039;&#039;&#039;-trup-Orten&#039;&#039;&#039;, von denen es besonders zahlreiche im Blomberger Becken gibt und die von der älteren Siedlungsforschung in die &amp;quot;altsächsische&amp;quot; Rodungs- und Besiedlungsperiode (6.-8. Jh. n. Chr.) datiert wurden. Die aktuelle Forschung datiert die Ortsnamen auf -trup zusammen mit denen auf -hausen in das 8. bis 10. Jahrhundert. Ein höheres Alter der zugehörigen Siedlungen ist aber anzunehmen, besonders auf den fruchtbaren Lössböden des Blomberger Beckens ist mit einer Besiedlung seit dem 7. und frühen 8. Jahrhundert zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Zur Siedlungsgeschichte des Blomberger Beckens, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 34-42, hier S. 36; Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, Detmold 2008; zusammenfassend Roland Linde, Siedlung, Bevölkerung und Wirtschaft. Lippe im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: {{BarmeyerLippischeGeschichte2019}}, S. 41-69, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellentrup wird erstmals ca. 1139 als &#039;&#039;Willerinctorpe&#039;&#039; und 1153 als &#039;&#039;Walderinctorp&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Eine Erwähnung von 1144 (&#039;&#039;Walderingdorp&#039;&#039;) hat sich als Fälschung des Klosters Gehrden (12. Jh.) herausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten &#039;&#039;&#039;Grundherren&#039;&#039;&#039; in Wellentrup im Hochmittelalter waren vermutlich die Grafen von Schwalenberg, die einige Höfe an die Klöster Gehrden (Höfe [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier]] und [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer]]) und Marienmünster (gegründet 1128, Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]]) stifteten. Später befanden sich die meisten Höfe im Besitz der lippischen Landesherrschaft oder lokaler Adelsfamilien.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Linde, Bauern und Herren. Grundherrschaft im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 44-70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 1743 morgens um 9 Uhr ereignete sich ein schwerer &#039;&#039;&#039;Dorfbrand&#039;&#039;&#039; in Wellentrup, dem 27 Gebäude zum Opfer fielen und es gab zwei Tote zu beklagen. Das Feuer war auf der Stätte Brokmann ([[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Nr. 25]]) am [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] ausgebrochen. Beim Brotbacken im Backhaus hatte es eine heftige Stichflamme gegeben, die gleich auf das strohgedeckte Haus übergriff. Mit starkem Südostwind verbreitete sich das Feuer rasend schnell an der Südseite des Dieksdamms entlang bis zum Hof Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]). Dann drehte der Wind auf Südwest und das Feuer sprang auf den Feldmannschen Krug ([[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Nr. 9]]) und den etwa 300 m weiter östlich gelegenen Hof Stiewe ([[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Nr. 5]]) über. Der anschließende Wiederaufbau wurde von der schaumburg-lippischen Regierung mit Bauholzzuschüssen unterstützt. Einige Hausinschriften etwa auf dem früheren Hof Stiewe erinnern noch heute an dieses Brandunglück.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Eine fatale Feuersbrunst. Der Wellentruper Dorfbrand vom 9. Mai 1743, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 122-130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; im Jahre 1866, zunächst als Dresch- und Sägeunternehmen mit zwei englischen Dampflokomobilen, schrieb der Wellentruper Landwirt Friedrich Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]) westfälische Landtechnik- und Industriegeschichte. Schon bald begann Ottomeyer mit dem Handel sowie der Reparatur und eigenen Herstellung von Lokomobilen und Dreschmaschinen. 1877 wurde die Firma nach Steinheim verlegt, sie bestand bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014). 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Luftbild 2000.jpg|mini|Wellentrup, Luftbild von 2000. In der Mitte der Dorfkern, oben die Istruper Straße mit dem früheren Hof Ottomeyer Nr. 1 (oben links) und den drei Höfen Nr. 5/6 sowie 3 und 2 (oben rechts). Unten die ab 1955 entstandene Neubausiedlung im Mühlenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup 1817, Meier, Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern 1817 (Norden rechts). Oben die &amp;quot;Brede&amp;quot; als älteste Kernflur des Meierhofes, in der Mitte die Höfe Meier und Ottomeyer, unten der Dorfkern um die heutige Alte Ortsstraße und am Dieksdamm. Ausschnitt aus der Bauerschaftskarte von 1817, Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
Der Ortskern von Wellentrup war ursprünglich ein Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier Nr. 1]] (nicht erhalten, an die ehemalige Hofstelle erinnert die [[Meierstraße (Wellentrup)|Meierstraße]]), [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer Nr. 4]], (später Hagedorn Nr. 1) und [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Henkord Nr. 6]] (1899 ausgesiedelt und später aufgeteilt in die Stätten Nr. 35, 37 und 40). Der älteste Hof war der 1857 aufgelöste Meierhof, er besaß ein blockförmiges, leicht erhöht gelegenes &amp;quot;Hoffeld&amp;quot;, die Brede, das in der Flurkarte von 1817 und noch heute im Gelände deutlich zu erkennen ist. Dieses &amp;quot;Hoffeld&amp;quot; dürfte den ältesten Siedlungskern der Gemarkung bilden, der bis ins 7. oder frühe 8. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen könnte. Die beiden Vollspännerhöfe Ottomeyer (Nr. 4) und Henkord (Nr. 6) wurden im hohen oder späten Mittelalter vom Meierhof abgetrennt und gehören ebenfalls zu den mittelalterlichen &amp;quot;Althöfen&amp;quot; des Dorfes.&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich dieser Weiler allmählich zu einem lockeren Haufendorf. Besonders an den Straßenzügen [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] und [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)|Alte Ortsstraße]] entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert zahlreiche kleine Hausstätten von Kleinköttern, Hoppenplöckern und Straßenköttern. Die älteste Kötterstätte ist Marpe oder [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Markfritz (Nr. 10)]], die bereits im Landschatzregister von 1488 genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, liegen die ehemalige Wellentruper [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Mühle]] (um 1361 urkundlich erwähnt) und der Mühlenhof ([[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Mühlenmeier Nr. 8]]), ein typischer Einzelhof eines Markkötters in Randlage, der im Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 begann schließlich der Ausbau der &amp;quot;Siedlung&amp;quot;, einer kleinen Neubausiedlung &amp;quot;Im Mühlenfeld&amp;quot; südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Bauerschaftskarte 1817.jpg|mini|Karte der Bauerschaft Wellentrup von Geometer Heinrich Overbeck, 1817. Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flurkarte des Geometers (Landvermessers) Heinrich Overbeck von 1817: LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5835 (Entwurf) und 5836 (Reinzeichnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Urkatasteraufnahme von 1879-1880: Die originalen Urkarten und Handrisse liegen beim Kreis Lippe, Fachbereich Geoinformation, Kataster und Vermessung. Eine handgezeichnete Kopie (Gemarkungskarte) von 1885 aus dem Besitz der Gemeinde Wellentrup befindet sich im Stadtarchiv Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Der 1153 erwähnte Ortsname &amp;quot;Walderinctorp&amp;quot; ist als &amp;quot;Dorf der Walteringer&amp;quot;, Dorf der Leute des Walter, zu deuten. Der erkennbare Personenname &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039; oder Walter(i) ist auf einen adligen Grundherrn dieses Namens zurückzuführen, der zu dieser Zeit aber noch keinem bekannten Adelsgeschlecht zugeordnet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Birgit Meineke spricht von &amp;quot;einer Variante des zweigliedrigen PN [Personennamen, H.St.] &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039;, der in as. [altsächsicher, H.St.] Überlieferung breit überliefert wird (...). Das Zweitelement &#039;&#039;-her(i)&#039;&#039; (zu germ[anisch] &#039;&#039;*harja&#039;&#039;, as. ahd. [althochdeutsch, H.St.] &#039;&#039;heri&#039;&#039; &#039;Heer, Menge, Volk&#039;) kommt in verschienden as. PN vor.&amp;quot; Spätere Namensformen lauten &#039;&#039;Welderinctorpe&#039;&#039; (1384), &#039;&#039;Wellerentorpe&#039;&#039; (1411), &#039;&#039;Welderntorpe&#039;&#039; (1471), &#039;&#039;Weldentorp&#039;&#039; (1481), &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; (1509), &#039;&#039;Wellentorppe&#039;&#039; (1518), &#039;&#039;Wellendorf&#039;&#039; (1608), &#039;&#039;Wellentorff&#039;&#039; (1618) und &#039;&#039;Wellentrup&#039;&#039; (um 1758).&amp;lt;ref&amp;gt; {{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 508f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die älteren Einwohnerzahlen des Dorfes können nur geschätzt werden, erste genaue Volkszählungen liegen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. 1766 wurden 174 Einwohner:innen gezählt, 1786 waren es 197.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Hennigs, Bevölkerung - Alltag - Lebenswelten. Wellentrup in der frühen Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 100-121, hier S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung &amp;quot;der Reihe nach&amp;quot; eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige &amp;quot;Kolonatsnummerierung&amp;quot; eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden &amp;quot;angehängt&amp;quot;. Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte &amp;quot;Kolonatsnummer&amp;quot; wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen &amp;quot;alten&amp;quot; Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkordanz der alten, bis 1978 gültigen &amp;quot;Kolonatsnummern&amp;quot; zu den älteren, &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Hausnummern und den heutigen Adressen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 Stiwe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 und Dorfkern, ca. 2000. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Höfe (Nr. 1-8):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 1, Meier - bückeburgische Nr. 11 - [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)]], heute zu [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 2, Mönch - bückeburgische Nr. 27 - heute [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 3, Lohmeier - bückeburgische Nr. 26 - heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 4, Ottomeyer - bückeburgische Nr. 10 - seit 1857 Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 5, Stiewe - bückeburgische Nr. 28 - heute [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]], seit 1893 zu Nr. 3, heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 6, Henkord - bückeburgische Nr. 13 - heute [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], 1899 ausgesiedelt nach [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 7, Hagedorn - bückeburgische Nr. 9 - heute [[Istruper Straße 73 (Wellentrup)|Istruper Straße 73]]), seit 1887 zu Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 8, Mühlenmeier - bückeburgische Nr. 3 - heute [[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 56a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hausstätten (Nr. 9-40):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ortskern mit Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern mit Höfen und Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Mühlenhof und Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Mühlenhof (Nr. 8) mit Mühle und benachbarten Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 9, Feldmann - bückeburgische Nr. 6 - heute [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Istruper Straße 62]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 10, Markfritz - bückeburgische Nr. 8 - heute [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 11, Rieks - bückeburgische Nr. 21 - heute [[Dieksdamm 8 (Wellentrup)|Dieksdamm 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper Str. 59 (Wellentrup)|Istruper Straße 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 15, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - seit 1927 zu Nr. 39, heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 16, Käuper - bückeburgische Nr. 15) - heute [[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 17, Lesemann - bückeburgische Nr. 16) - heute [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 18, Froböse - bückeburgische Nr. 25 - heute [[Lohbraken 4 (Wellentrup)|Lohbraken 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 19, Kockel - bückeburgische Nr. 1 - ([[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]], 1964 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 20, Tegtmann - bückeburgische Nr. 17 - heute [[Dieksdamm 6a (Wellentrup)|Dieksdamm 6a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 21, Mühlen(-bernd) - bückeburgische Nr. 2 - ([[Wellentrup Nr. 21alt (Wellentrup)|Wellentrup Nr. 21alt]], um 1968 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 22, Pferdeort - bückeburgische Nr. 14 - heute [[Alte Ortsstraße 6 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 23, Friedebold - bückeburgische Nr. 19 - heute [[Alte Ortsstraße 11a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 11a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 24, Mönch - bückeburgische Nr. 20 - heute [[Dieksdamm 16a (Wellentrup)|Dieksdamm 16a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 25, Brokmann - bückeburgische Nr. 23 - heute [[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Dieksdamm 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 26, Stieve - bückeburgische Nr. 24 - heute [[Dieksdamm 11 (Wellentrup)|Dieksdamm 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 27, Beckmann - bückeburgische Nr. 18 - heute [[Alte Ortsstraße 13a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 13a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 28, Schröder - bückeburgische Nr. 7 - heute [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 29, Mühle - bückeburgische Nr. 4 - heute [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 30, Becker - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)|Istruper Straße 57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 31, Bornemeier - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Lohbraken 19 (Wellentrup)|Lohbraken 19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 32, &amp;quot;Hahnenburg&amp;quot; - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 96 (Wellentrup)|Istruper Straße 96]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 33, Schnittger - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)|Istruper Straße 41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 34, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)|Istruper Straße 71]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 35, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - früher Hof Henkord Nr. 6 [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], heute [[Alte Ortsstraße 12neu (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12neu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 36, Liese - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)|Istruper Straße 66]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 37, Brokmann - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 10a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 10a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 38, Ahrens - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 9 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 9]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 39, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 40, Levin-Schröder - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 8 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rittergut (bis 1926 eigenständige Gemeinde)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gröpperhof|Rittergut Gröpperhof]], heute [[Gröpperweg (Wellentrup)|Gröpperweg]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Wellentrup lag an keinen überregional bedeutenden Verkehrswegen, die durch die Gemarkung führenden Straßen wurden im 19. Jahrhundert als &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; und &amp;quot;Kommunalwege&amp;quot; klassifiziert. Als alte Verbindung von [[Detmold]] nach [[Blomberg]] verlief die &#039;&#039;Rampenstraße&#039;&#039;, im 16. Jahrhundet auch &#039;&#039;Rampendahl&#039;&#039; genannt, von [[Brüntrup]] kommend, in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und führte auf dem heutigen &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; in südöstlicher Richtung über [[Siebenhöfen]] nach [[Blomberg]]. Vermutlich ein alter Postreiterpfad war der &#039;&#039;Reuterpatt&#039;&#039;, der von Nordwesten durch die nördliche Gemarkung führte und ebenfalls in der Flurkarte von Overbeck (1817) eingezeichnet ist. Weitere Verbindungswege von lokaler Bedeutung waren der &#039;&#039;Kappelweg&#039;&#039;, der vom Hof Ottomeyer (Nr. 1) in nördlicher Richtung nach [[Mossenberg]] und [[Cappel]] führte sowie der alte Mühlen- oder Kirchweg, der vom Dorf in südlicher Richtung zur Mühle und über [[Höntrup]] zum alten Kirchspieldorf [[Reelkirchen]] führte. Die heutige [[Istruper Straße (Wellentrup)|Istruper Straße]] wurde erst 1876-1881 als neue &amp;quot;Gemeindchaussee&amp;quot; nach [[Istrup]] angelegt. 1887 folgten die Verbindung nach Brüntrup und 1888-89 die Straße nach Höntrup (heute [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweWellentrup2002}}, S. 73f. und 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Dieksdamm (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Gröpperweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Haydnweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohbraken (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Meierstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Mozartweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Wanneweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wellentrup.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://lippelex.de/index.php?title=Blomberg-Wellentrup&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=40211</id>
		<title>Wellentrup</title>
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		<updated>2025-05-17T13:36:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94039, 9.02493}}Die zuvor selbständige Gemeinde Wellentrup ist seit 1970 ein Ortsteil der Stadt [[Blomberg]]. Wellentrup gehört zu den -trup-Orten des Blomberger Beckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup von O, 1986.jpg|mini|Wellentrup von Osten, im Hintergrund der bewaldete Mossenberg. Foto: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
Wellentrup liegt auf etwa 160-175 m über NN im &#039;&#039;Blomberger Becken&#039;&#039;, einer fruchtbaren Lössmulde westlich der Stadt [[Blomberg]], die von bewaldeten Höhenzügen eingefasst wird. Höhere Erhebungen knapp außerhalb der Gemarkung sind der bewaldete Mossenberg (228 m) im Nordwesten und der Drawenberg (191 m) bei Siebenhöfen im Südosten. Nachbardörfer sind [[Brüntrup]], [[Mossenberg-Wöhren]], [[Istrup]], [[Siebenhöfen]] und [[Höntrup]]. Im Südwesten der Gemarkung liegt das [[Rittergut Gröpperhof]]. Westlich von Wellentrup verläuft der Dämischbach, der im Osten der Brüntruper Gemarkung entspringt und sich südlich des Dorfes mit dem Mühlenbach zum Königsbach vereinigt. Dieser fließt durch das Blomberger Becken und mündet schließlich beim Nessenberg westlich von Schieder in die Emmer. Von Osten, von den alten Höfen Stiewe, Lohmeier und Mönch fließt ein weiterer, namenloser Bach durch das Dorf in den Dämischbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg Ortsteile Wellentrup.svg|mini|Wellentrup und Nachbardörfer in der Großgemeinde Blomberg]]&lt;br /&gt;
Wellentrup ist seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Großgemeinde Stadt [[Blomberg]] im Kreis Detmold, seit 1973 im Kreis Lippe. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Bauerschaft (Landgemeinde) Wellentrup zum lippischen Amt Blomberg, das 1613 nach dem Testament von Graf Simon VI. zur Lippe (1554-1613) an die erbherrliche Linie zur Lippe-Brake fiel. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake (1709) gehörte das Amt Blomberg vorübergehend wieder der regierenden Detmolder Linie, bevor es 1737 nach längeren Erbstreitigkeiten an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg abgetreten werden musste. Damit waren die Dörfer im Amt Blomberg bis 1789 bückeburgisch. In diesem Jahr wurden die Ämter Blomberg und Schieder neu aufgeteilt; Wellentrup kam zum Amt Schieder und damit wieder zu Lippe-Detmold, während der nördliche Teil des Amtes Blomberg mit den Nachbardörfern Mossenberg und Istrup noch bis 1839 bückeburgisch blieb. Von 1879 bis 1932 gehörte die Gemeinde Wellentrup zum Verwaltungsamt Blomberg; 1926 wurde das [[Rittergut Gröpperhof]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte 1910.jpg|mini|Wellentrup, Ansichtskarte (Chromolithographie), 1910. Oben: Ansicht des Dorfes von Nordwesten, unten: Gastwirtschaft Becker und Molkerei. Sammlung Karl-Heinz Leßmann, Hiddesen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte, um 1925. Oben: Ansicht des Dorfes von Südosten, unten: Gastwirtschaft Redecker und Molkerei.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Wellentrup gehört zu den sog. &#039;&#039;&#039;-trup-Orten&#039;&#039;&#039;, von denen es besonders zahlreiche im Blomberger Becken gibt und die von der älteren Siedlungsforschung in die &amp;quot;altsächsische&amp;quot; Rodungs- und Besiedlungsperiode (6.-8. Jh. n. Chr.) datiert wurden. Die aktuelle Forschung datiert die Ortsnamen auf -trup zusammen mit denen auf -hausen in das 8. bis 10. Jahrhundert. Ein höheres Alter der zugehörigen Siedlungen ist aber anzunehmen, besonders auf den fruchtbaren Lössböden des Blomberger Beckens ist mit einer Besiedlung seit dem 7. und frühen 8. Jahrhundert zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Zur Siedlungsgeschichte des Blomberger Beckens, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 34-42, hier S. 36; Herbert Stöwer, Lippische Ortsgeschichte, Detmold 2008; zusammenfassend Roland Linde, Siedlung, Bevölkerung und Wirtschaft. Lippe im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: {{BarmeyerLippischeGeschichte2019}}, S. 41-69, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellentrup wird erstmals ca. 1139 als &#039;&#039;Willerinctorpe&#039;&#039; und 1153 als &#039;&#039;Walderinctorp&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Eine Erwähnung von 1144 (&#039;&#039;Walderingdorp&#039;&#039;) hat sich als Fälschung des Klosters Gehrden (12. Jh.) herausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten &#039;&#039;&#039;Grundherren&#039;&#039;&#039; in Wellentrup im Hochmittelalter waren vermutlich die Grafen von Schwalenberg, die einige Höfe an die Klöster Gehrden (Höfe [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier]] und [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer]]) und Marienmünster (gegründet 1128, Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]]) stifteten. Später befanden sich die meisten Höfe im Besitz der lippischen Landesherrschaft oder lokaler Adelsfamilien.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Linde, Bauern und Herren. Grundherrschaft im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 44-70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 1743 morgens um 9 Uhr ereignete sich ein schwerer &#039;&#039;&#039;Dorfbrand&#039;&#039;&#039; in Wellentrup, dem 27 Gebäude zum Opfer fielen und es gab zwei Tote zu beklagen. Das Feuer war auf der Stätte Brokmann ([[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Nr. 25]]) am [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] ausgebrochen. Beim Brotbacken im Backhaus hatte es eine heftige Stichflamme gegeben, die gleich auf das strohgedeckte Haus übergriff. Mit starkem Südostwind verbreitete sich das Feuer rasend schnell an der Südseite des Dieksdamms entlang bis zum Hof Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]). Dann drehte der Wind auf Südwest und das Feuer sprang auf den Feldmannschen Krug ([[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Nr. 9]]) und den etwa 300 m weiter östlich gelegenen Hof Stiewe ([[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Nr. 5]]) über. Der anschließende Wiederaufbau wurde von der schaumburg-lippischen Regierung mit Bauholzzuschüssen unterstützt. Einige Hausinschriften etwa auf dem früheren Hof Stiewe erinnern noch heute an dieses Brandunglück.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Eine fatale Feuersbrunst. Der Wellentruper Dorfbrand vom 9. Mai 1743, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 122-130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; im Jahre 1866, zunächst als Dresch- und Sägeunternehmen mit zwei englischen Dampflokomobilen, schrieb der Wellentruper Landwirt Friedrich Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]) westfälische Landtechnik- und Industriegeschichte. Schon bald begann Ottomeyer mit dem Handel sowie der Reparatur und eigenen Herstellung von Lokomobilen und Dreschmaschinen. 1877 wurde die Firma nach Steinheim verlegt, sie bestand bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014). 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Luftbild 2000.jpg|mini|Wellentrup, Luftbild von 2000. In der Mitte der Dorfkern, oben die Istruper Straße mit dem früheren Hof Ottomeyer Nr. 1 (oben links) und den drei Höfen Nr. 5/6 sowie 3 und 2 (oben rechts). Unten die ab 1955 entstandene Neubausiedlung im Mühlenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup 1817, Meier, Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern 1817 (Norden rechts). Oben die &amp;quot;Brede&amp;quot; als älteste Kernflur des Meierhofes, in der Mitte die Höfe Meier und Ottomeyer, unten der Dorfkern um die heutige Alte Ortsstraße und am Dieksdamm. Ausschnitt aus der Bauerschaftskarte von 1817, Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
Der Ortskern von Wellentrup war ursprünglich ein Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier Nr. 1]] (nicht erhalten, an die ehemalige Hofstelle erinnert die [[Meierstraße (Wellentrup)|Meierstraße]]), [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer Nr. 4]], (später Hagedorn Nr. 1) und [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Henkord Nr. 6]] (1899 ausgesiedelt und später aufgeteilt in die Stätten Nr. 35, 37 und 40). Der älteste Hof war der 1857 aufgelöste Meierhof, er besaß ein blockförmiges, leicht erhöht gelegenes &amp;quot;Hoffeld&amp;quot;, die Brede, das in der Flurkarte von 1817 und noch heute im Gelände deutlich zu erkennen ist. Dieses &amp;quot;Hoffeld&amp;quot; dürfte den ältesten Siedlungskern der Gemarkung bilden, der bis ins 7. oder frühe 8. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen könnte. Die beiden Vollspännerhöfe Ottomeyer (Nr. 4) und Henkord (Nr. 6) wurden im hohen oder späten Mittelalter vom Meierhof abgetrennt und gehören ebenfalls zu den mittelalterlichen &amp;quot;Althöfen&amp;quot; des Dorfes.&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich dieser Weiler allmählich zu einem lockeren Haufendorf. Besonders an den Straßenzügen [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] und [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)|Alte Ortsstraße]] entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert zahlreiche kleine Hausstätten von Kleinköttern, Hoppenplöckern und Straßenköttern. Die älteste Kötterstätte ist Marpe oder [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Markfritz (Nr. 10)]], die bereits im Landschatzregister von 1488 genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, liegen die ehemalige Wellentruper [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Mühle]] (um 1361 urkundlich erwähnt) und der Mühlenhof ([[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Mühlenmeier Nr. 8]]), ein typischer Einzelhof eines Markkötters in Randlage, der im Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 begann schließlich der Ausbau der &amp;quot;Siedlung&amp;quot;, einer kleinen Neubausiedlung &amp;quot;Im Mühlenfeld&amp;quot; südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Bauerschaftskarte 1817.jpg|mini|Karte der Bauerschaft Wellentrup von Geometer Heinrich Overbeck, 1817. Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flurkarte des Geometers (Landvermessers) Heinrich Overbeck von 1817: LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5835 (Entwurf) und 5836 (Reinzeichnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Urkatasteraufnahme von 1879-1880: Die originalen Urkarten und Handrisse liegen beim Kreis Lippe, Fachbereich Geoinformation, Kataster und Vermessung. Eine handgezeichnete Kopie (Gemarkungskarte) von 1885 aus dem Besitz der Gemeinde Wellentrup befindet sich im Stadtarchiv Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Der 1153 erwähnte Ortsname &amp;quot;Walderinctorp&amp;quot; ist als &amp;quot;Dorf der Walteringer&amp;quot;, Dorf der Leute des Walter, zu deuten. Der erkennbare Personenname &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039; oder Walter(i) ist auf einen adligen Grundherrn dieses Namens zurückzuführen, der zu dieser Zeit aber noch keinem bekannten Adelsgeschlecht zugeordnet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Birgit Meineke spricht von &amp;quot;einer Variante des zweigliedrigen PN [Personennamen, H.St.] &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039;, der in as. [altsächsicher, H.St.] Überlieferung breit überliefert wird (...). Das Zweitelement &#039;&#039;-her(i)&#039;&#039; (zu germ[anisch] &#039;&#039;*harja&#039;&#039;, as. ahd. [althochdeutsch, H.St.] &#039;&#039;heri&#039;&#039; &#039;Heer, Menge, Volk&#039;) kommt in verschienden as. PN vor.&amp;quot; Spätere Namensformen lauten &#039;&#039;Welderinctorpe&#039;&#039; (1384), &#039;&#039;Wellerentorpe&#039;&#039; (1411), &#039;&#039;Welderntorpe&#039;&#039; (1471), &#039;&#039;Weldentorp&#039;&#039; (1481), &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; (1509), &#039;&#039;Wellentorppe&#039;&#039; (1518), &#039;&#039;Wellendorf&#039;&#039; (1608), &#039;&#039;Wellentorff&#039;&#039; (1618) und &#039;&#039;Wellentrup&#039;&#039; (um 1758).&amp;lt;ref&amp;gt; {{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 508f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die älteren Einwohnerzahlen des Dorfes können nur geschätzt werden, erste genaue Volkszählungen liegen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. 1766 wurden 174 Einwohner:innen gezählt, 1786 waren es 197.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Hennigs, Bevölkerung - Alltag - Lebenswelten. Wellentrup in der frühen Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 100-121, hier S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung &amp;quot;der Reihe nach&amp;quot; eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige &amp;quot;Kolonatsnummerierung&amp;quot; eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden &amp;quot;angehängt&amp;quot;. Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte &amp;quot;Kolonatsnummer&amp;quot; wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen &amp;quot;alten&amp;quot; Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkordanz der alten, bis 1978 gültigen &amp;quot;Kolonatsnummern&amp;quot; zu den älteren, &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Hausnummern und den heutigen Adressen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 Stiwe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 und Dorfkern, ca. 2000. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Höfe (Nr. 1-8):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 1, Meier - bückeburgische Nr. 11 - [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)]], heute zu [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 2, Mönch - bückeburgische Nr. 27 - heute [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 3, Lohmeier - bückeburgische Nr. 26 - heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 4, Ottomeyer - bückeburgische Nr. 10 - seit 1857 Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 5, Stiewe - bückeburgische Nr. 28 - heute [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]], seit 1893 zu Nr. 3, heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 6, Henkord - bückeburgische Nr. 13 - heute [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], 1899 ausgesiedelt nach [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 7, Hagedorn - bückeburgische Nr. 9 - heute [[Istruper Straße 73 (Wellentrup)|Istruper Straße 73]]), seit 1887 zu Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 8, Mühlenmeier - bückeburgische Nr. 3 - heute [[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 56a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hausstätten (Nr. 9-40):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ortskern mit Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern mit Höfen und Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Mühlenhof und Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Mühlenhof (Nr. 8) mit Mühle und benachbarten Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 9, Feldmann - bückeburgische Nr. 6 - heute [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Istruper Straße 62]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 10, Markfritz - bückeburgische Nr. 8 - heute [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 11, Rieks - bückeburgische Nr. 21 - heute [[Dieksdamm 8 (Wellentrup)|Dieksdamm 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper Str. 59 (Wellentrup)|Istruper Straße 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 15, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - seit 1927 zu Nr. 39, heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 16, Käuper - bückeburgische Nr. 15) - heute [[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 17, Lesemann - bückeburgische Nr. 16) - heute [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 18, Froböse - bückeburgische Nr. 25 - heute [[Lohbraken 4 (Wellentrup)|Lohbraken 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 19, Kockel - bückeburgische Nr. 1 - ([[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]], 1964 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 20, Tegtmann - bückeburgische Nr. 17 - heute [[Dieksdamm 6a (Wellentrup)|Dieksdamm 6a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 21, Mühlen(-bernd) - bückeburgische Nr. 2 - ([[Wellentrup Nr. 21alt (Wellentrup)|Wellentrup Nr. 21alt]], um 1968 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 22, Pferdeort - bückeburgische Nr. 14 - heute [[Alte Ortsstraße 6 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 23, Friedebold - bückeburgische Nr. 19 - heute [[Alte Ortsstraße 11a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 11a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 24, Mönch - bückeburgische Nr. 20 - heute [[Dieksdamm 16a (Wellentrup)|Dieksdamm 16a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 25, Brokmann - bückeburgische Nr. 23 - heute [[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Dieksdamm 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 26, Stieve - bückeburgische Nr. 24 - heute [[Dieksdamm 11 (Wellentrup)|Dieksdamm 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 27, Beckmann - bückeburgische Nr. 18 - heute [[Alte Ortsstraße 13a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 13a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 28, Schröder - bückeburgische Nr. 7 - heute [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 29, Mühle - bückeburgische Nr. 4 - heute [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 30, Becker - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)|Istruper Straße 57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 31, Bornemeier - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Lohbraken 19 (Wellentrup)|Lohbraken 19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 32, &amp;quot;Hahnenburg&amp;quot; - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 96 (Wellentrup)|Istruper Straße 96]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 33, Schnittger - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)|Istruper Straße 41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 34, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)|Istruper Straße 71]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 35, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - früher Hof Henkord Nr. 6 [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], heute [[Alte Ortsstraße 12neu (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12neu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 36, Liese - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)|Istruper Straße 66]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 37, Brokmann - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 10a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 10a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 38, Ahrens - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 9 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 9]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 39, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 40, Levin-Schröder - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 8 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rittergut (bis 1926 eigenständige Gemeinde)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gröpperhof|Rittergut Gröpperhof]], heute [[Gröpperweg (Wellentrup)|Gröpperweg]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Wellentrup lag an keinen überregional bedeutenden Verkehrswegen, die durch die Gemarkung führenden Straßen wurden im 19. Jahrhundert als &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; und &amp;quot;Kommunalwege&amp;quot; klassifiziert. Als alte Verbindung von [[Detmold]] nach [[Blomberg]] verlief die &#039;&#039;Rampenstraße&#039;&#039;, im 16. Jahrhundet auch &#039;&#039;Rampendahl&#039;&#039; genannt, von [[Brüntrup]] kommend, in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und führte auf dem heutigen &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; in südöstlicher Richtung über [[Siebenhöfen]] nach [[Blomberg]]. Vermutlich ein alter Postreiterpfad war der &#039;&#039;Reuterpatt&#039;&#039;, der von Nordwesten durch die nördliche Gemarkung führte und ebenfalls in der Flurkarte von Overbeck (1817) eingezeichnet ist. Weitere Verbindungswege von lokaler Bedeutung waren der &#039;&#039;Kappelweg&#039;&#039;, der vom Hof Ottomeyer (Nr. 1) in nördlicher Richtung nach [[Mossenberg]] und [[Cappel]] führte sowie der alte Mühlen- oder Kirchweg, der vom Dorf in südlicher Richtung zur Mühle und über [[Höntrup]] zum alten Kirchspieldorf [[Reelkirchen]] führte. Die heutige [[Istruper Straße (Wellentrup)|Istruper Straße]] wurde erst 1876-1881 als neue &amp;quot;Gemeindchaussee&amp;quot; nach [[Istrup]] angelegt. 1887 folgten die Verbindung nach Brüntrup und 1888-89 die Straße nach Höntrup (heute [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweWellentrup2002}}, S. 73f. und 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Dieksdamm (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Gröpperweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Haydnweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohbraken (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Meierstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Mozartweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Wanneweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wellentrup.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Wellentrup&amp;diff=40210</id>
		<title>Wellentrup</title>
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		<updated>2025-05-17T13:35:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */Literatur in Fußnote ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Ort info|Großgemeinde=Blomberg&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.94039, 9.02493}}Die zuvor selbständige Gemeinde Wellentrup ist seit 1970 ein Ortsteil der Stadt [[Blomberg]]. Wellentrup gehört zu den -trup-Orten des Blomberger Beckens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lage==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup von O, 1986.jpg|mini|Wellentrup von Osten, im Hintergrund der bewaldete Mossenberg. Foto: Stiewe 1986]]&lt;br /&gt;
Wellentrup liegt auf etwa 160-175 m über NN im &#039;&#039;Blomberger Becken&#039;&#039;, einer fruchtbaren Lössmulde westlich der Stadt [[Blomberg]], die von bewaldeten Höhenzügen eingefasst wird. Höhere Erhebungen knapp außerhalb der Gemarkung sind der bewaldete Mossenberg (228 m) im Nordwesten und der Drawenberg (191 m) bei Siebenhöfen im Südosten. Nachbardörfer sind [[Brüntrup]], [[Mossenberg-Wöhren]], [[Istrup]], [[Siebenhöfen]] und [[Höntrup]]. Im Südwesten der Gemarkung liegt das [[Rittergut Gröpperhof]]. Westlich von Wellentrup verläuft der Dämischbach, der im Osten der Brüntruper Gemarkung entspringt und sich südlich des Dorfes mit dem Mühlenbach zum Königsbach vereinigt. Dieser fließt durch das Blomberger Becken und mündet schließlich beim Nessenberg westlich von Schieder in die Emmer. Von Osten, von den alten Höfen Stiewe, Lohmeier und Mönch fließt ein weiterer, namenloser Bach durch das Dorf in den Dämischbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verwaltungszugehörigkeit==&lt;br /&gt;
[[Datei:Blomberg Ortsteile Wellentrup.svg|mini|Wellentrup und Nachbardörfer in der Großgemeinde Blomberg]]&lt;br /&gt;
Wellentrup ist seit dem 1.1.1970 ein Ortsteil der Großgemeinde Stadt [[Blomberg]] im Kreis Detmold, seit 1973 im Kreis Lippe. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte die Bauerschaft (Landgemeinde) Wellentrup zum lippischen Amt Blomberg, das 1613 nach dem Testament von Graf Simon VI. zur Lippe (1554-1613) an die erbherrliche Linie zur Lippe-Brake fiel. Nach dem Aussterben der Grafen zur Lippe-Brake (1709) gehörte das Amt Blomberg vorübergehend wieder der regierenden Detmolder Linie, bevor es 1737 nach längeren Erbstreitigkeiten an die Grafen zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg abgetreten werden musste. Damit waren die Dörfer im Amt Blomberg bis 1789 bückeburgisch. In diesem Jahr wurden die Ämter Blomberg und Schieder neu aufgeteilt; Wellentrup kam zum Amt Schieder und damit wieder zu Lippe-Detmold, während der nördliche Teil des Amtes Blomberg mit den Nachbardörfern Mossenberg und Istrup noch bis 1839 bückeburgisch blieb. Von 1879 bis 1932 gehörte die Gemeinde Wellentrup zum Verwaltungsamt Blomberg; 1926 wurde das [[Rittergut Gröpperhof]] eingemeindet.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte 1910.jpg|mini|Wellentrup, Ansichtskarte (Chromolithographie), 1910. Oben: Ansicht des Dorfes von Nordwesten, unten: Gastwirtschaft Becker und Molkerei. Sammlung Karl-Heinz Leßmann, Hiddesen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ansichtskarte um 1925.jpg|mini|Wellentrup, kolorierte Ansichtskarte, um 1925. Oben: Ansicht des Dorfes von Südosten, unten: Gastwirtschaft Redecker und Molkerei.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
Wellentrup gehört zu den sog. &#039;&#039;&#039;-trup-Orten&#039;&#039;&#039;, von denen es besonders zahlreiche im Blomberger Becken gibt und die von der älteren Siedlungsforschung in die &amp;quot;altsächsische&amp;quot; Rodungs- und Besiedlungsperiode (6.-8. Jh. n. Chr.) datiert wurden. Die aktuelle Forschung datiert die Ortsnamen auf -trup zusammen mit denen auf -hausen in das 8. bis 10. Jahrhundert. Ein höheres Alter der zugehörigen Siedlungen ist aber anzunehmen, besonders auf den fruchtbaren Lössböden des Blomberger Beckens ist mit einer Besiedlung seit dem 7. und frühen 8. Jahrhundert zu rechnen.&amp;lt;ref&amp;gt; Heinrich Stiewe, Zur Siedlungsgeschichte des Blomberger Beckens, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 34-42, hier S. 36; {{StöwerOrtsgeschichte2008}}; zusammenfassend Roland Linde, Siedlung, Bevölkerung und Wirtschaft. Lippe im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, in: {{BarmeyerLippischeGeschichte2019}}, S. 41-69, hier S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wellentrup wird erstmals ca. 1139 als &#039;&#039;Willerinctorpe&#039;&#039; und 1153 als &#039;&#039;Walderinctorp&#039;&#039; urkundlich erwähnt. Eine Erwähnung von 1144 (&#039;&#039;Walderingdorp&#039;&#039;) hat sich als Fälschung des Klosters Gehrden (12. Jh.) herausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten &#039;&#039;&#039;Grundherren&#039;&#039;&#039; in Wellentrup im Hochmittelalter waren vermutlich die Grafen von Schwalenberg, die einige Höfe an die Klöster Gehrden (Höfe [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier]] und [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer]]) und Marienmünster (gegründet 1128, Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]]) stifteten. Später befanden sich die meisten Höfe im Besitz der lippischen Landesherrschaft oder lokaler Adelsfamilien.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Linde, Bauern und Herren. Grundherrschaft im Mittelalter und zu Beginn der Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 44-70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9. Mai 1743 morgens um 9 Uhr ereignete sich ein schwerer &#039;&#039;&#039;Dorfbrand&#039;&#039;&#039; in Wellentrup, dem 27 Gebäude zum Opfer fielen und es gab zwei Tote zu beklagen. Das Feuer war auf der Stätte Brokmann ([[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Nr. 25]]) am [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] ausgebrochen. Beim Brotbacken im Backhaus hatte es eine heftige Stichflamme gegeben, die gleich auf das strohgedeckte Haus übergriff. Mit starkem Südostwind verbreitete sich das Feuer rasend schnell an der Südseite des Dieksdamms entlang bis zum Hof Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]). Dann drehte der Wind auf Südwest und das Feuer sprang auf den Feldmannschen Krug ([[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Nr. 9]]) und den etwa 300 m weiter östlich gelegenen Hof Stiewe ([[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Nr. 5]]) über. Der anschließende Wiederaufbau wurde von der schaumburg-lippischen Regierung mit Bauholzzuschüssen unterstützt. Einige Hausinschriften etwa auf dem früheren Hof Stiewe erinnern noch heute an dieses Brandunglück.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Eine fatale Feuersbrunst. Der Wellentruper Dorfbrand vom 9. Mai 1743, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 122-130.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedrich Ottomeyer.jpg|mini|Friedrich Ottomeyer (1838-1895), Landwirt und Unternehmer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottomeyer, Anzeige 1870.jpg|mini|Anzeige der Firma Ottomeyer von 1870]]&lt;br /&gt;
Mit der Gründung der &#039;&#039;&#039;Firma F. Ottomeyer&#039;&#039;&#039; im Jahre 1866, zunächst als Dresch- und Sägeunternehmen mit zwei englischen Dampflokomobilen, schrieb der Wellentruper Landwirt Friedrich Ottomeyer ([[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Nr. 4]]) westfälische Landtechnik- und Industriegeschichte. Schon bald begann Ottomeyer mit dem Handel sowie der Reparatur und eigenen Herstellung von Lokomobilen und Dreschmaschinen. 1877 wurde die Firma nach Steinheim verlegt, sie bestand bis 2010.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Vom Meierhof zur Maschinenfabrik. Die Anfänge der Firma Ottomeyer in Wellentrup und Steinheim, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 195-205 sowie https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ottomeyer_(Unternehmen) (letzter Zugriff: 21.12.2024).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 gründeten einige Bauern aus Wellentrup und benachbarten Dörfern die &#039;&#039;&#039;Molkerei Wellentrup&#039;&#039;&#039;, die älteste bäuerliche Genossenschaftsmolkerei in Lippe. Sie befand sich bis 1949 auf dem Hof Nr. 1 im Gebäude der früheren Maschinenfabrik Ottomeyer, Istruper Str. 74 (&amp;quot;Alte Molkerei&amp;quot;, abgebrochen 2014). 1947-49 wurde ein Neubau am Ortseingang errichtet (Istruper Straße 83). Nach wirtschaftlichen Schwierigkeiten schloss sich die Molkerei Wellentrup 1956 mit der Molkereigenossenschaft Detmold zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Stiewe, Cheruskia-Tafelbutter und honny-ponny. Die Molkerei Wellentrup (1888-1956), in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 206-216.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Molkerei, Anzeige 1933.jpg|mini|Anzeige der Molkerei Wellentrup von 1933]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siedlungscharakteristik==&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Luftbild 2000.jpg|mini|Wellentrup, Luftbild von 2000. In der Mitte der Dorfkern, oben die Istruper Straße mit dem früheren Hof Ottomeyer Nr. 1 (oben links) und den drei Höfen Nr. 5/6 sowie 3 und 2 (oben rechts). Unten die ab 1955 entstandene Neubausiedlung im Mühlenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup 1817, Meier, Ottomeyer.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern 1817 (Norden rechts). Oben die &amp;quot;Brede&amp;quot; als älteste Kernflur des Meierhofes, in der Mitte die Höfe Meier und Ottomeyer, unten der Dorfkern um die heutige Alte Ortsstraße und am Dieksdamm. Ausschnitt aus der Bauerschaftskarte von 1817, Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
Der Ortskern von Wellentrup war ursprünglich ein Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)|Meier Nr. 1]] (nicht erhalten, an die ehemalige Hofstelle erinnert die [[Meierstraße (Wellentrup)|Meierstraße]]), [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Ottomeyer Nr. 4]], (später Hagedorn Nr. 1) und [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Henkord Nr. 6]] (1899 ausgesiedelt und später aufgeteilt in die Stätten Nr. 35, 37 und 40). Der älteste Hof war der 1857 aufgelöste Meierhof, er besaß ein blockförmiges, leicht erhöht gelegenes &amp;quot;Hoffeld&amp;quot;, die Brede, das in der Flurkarte von 1817 und noch heute im Gelände deutlich zu erkennen ist. Dieses &amp;quot;Hoffeld&amp;quot; dürfte den ältesten Siedlungskern der Gemarkung bilden, der bis ins 7. oder frühe 8. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen könnte. Die beiden Vollspännerhöfe Ottomeyer (Nr. 4) und Henkord (Nr. 6) wurden im hohen oder späten Mittelalter vom Meierhof abgetrennt und gehören ebenfalls zu den mittelalterlichen &amp;quot;Althöfen&amp;quot; des Dorfes.&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert entwickelte sich dieser Weiler allmählich zu einem lockeren Haufendorf. Besonders an den Straßenzügen [[Dieksdamm (Wellentrup)|Dieksdamm]] und [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)|Alte Ortsstraße]] entstanden zwischen dem 16. und dem 18. Jahrhundert zahlreiche kleine Hausstätten von Kleinköttern, Hoppenplöckern und Straßenköttern. Die älteste Kötterstätte ist Marpe oder [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Markfritz (Nr. 10)]], die bereits im Landschatzregister von 1488 genannt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich von diesem Dorfkern liegt ein weiterer Weiler mit den drei mittelalterlichen Althöfen [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Mönch Nr. 2]] (später Mische), [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Lohmeier Nr. 3]] (seit 1893 Stiewe) und [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe Nr. 5]] (seit 1899 Henkord). Dieser Weiler wurde umgangssprachlich &amp;quot;Echternhöfen&amp;quot; (die hinteren Höfe) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am südlichen Dorfrand, nahe der Grenze nach Höntrup, liegen die ehemalige Wellentruper [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Mühle]] (um 1361 urkundlich erwähnt) und der Mühlenhof ([[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Mühlenmeier Nr. 8]]), ein typischer Einzelhof eines Markkötters in Randlage, der im Spätmittelalter entstanden ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1955 begann schließlich der Ausbau der &amp;quot;Siedlung&amp;quot;, einer kleinen Neubausiedlung &amp;quot;Im Mühlenfeld&amp;quot; südlich des alten Dorfkerns am [[Wanneweg (Wellentrup)|Wanneweg]]. Hier und an den abzweigenden Stichstraßen [[Mozartweg (Wellentrup)|Mozartweg]] und [[Haydnweg (Wellentrup)|Haydnweg]] entstanden bis 1967 zwölf moderne Ein- und Zweifamilienhäuser sowie zwei größere Mehrfamilien-Mietshäuser. An der Ostseite des Haydnwegs wurden schließlich in den letzten Jahren vier weitere Neubauten errichtet.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 308f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Pläne, Ortsansichten==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Bauerschaftskarte 1817.jpg|mini|Karte der Bauerschaft Wellentrup von Geometer Heinrich Overbeck, 1817. Landesarchiv NRW, Abt. OWL, Detmold]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Flurkarte des Geometers (Landvermessers) Heinrich Overbeck von 1817: LAV NRW OWL, D 73 Tit. 4 Nr. 5835 (Entwurf) und 5836 (Reinzeichnung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Urkatasteraufnahme von 1879-1880: Die originalen Urkarten und Handrisse liegen beim Kreis Lippe, Fachbereich Geoinformation, Kataster und Vermessung. Eine handgezeichnete Kopie (Gemarkungskarte) von 1885 aus dem Besitz der Gemeinde Wellentrup befindet sich im Stadtarchiv Blomberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ortsname==&lt;br /&gt;
Der 1153 erwähnte Ortsname &amp;quot;Walderinctorp&amp;quot; ist als &amp;quot;Dorf der Walteringer&amp;quot;, Dorf der Leute des Walter, zu deuten. Der erkennbare Personenname &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039; oder Walter(i) ist auf einen adligen Grundherrn dieses Namens zurückzuführen, der zu dieser Zeit aber noch keinem bekannten Adelsgeschlecht zugeordnet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt; {{StieweWellentrup2002}}, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Birgit Meineke spricht von &amp;quot;einer Variante des zweigliedrigen PN [Personennamen, H.St.] &#039;&#039;Waldher(i)&#039;&#039;, der in as. [altsächsicher, H.St.] Überlieferung breit überliefert wird (...). Das Zweitelement &#039;&#039;-her(i)&#039;&#039; (zu germ[anisch] &#039;&#039;*harja&#039;&#039;, as. ahd. [althochdeutsch, H.St.] &#039;&#039;heri&#039;&#039; &#039;Heer, Menge, Volk&#039;) kommt in verschienden as. PN vor.&amp;quot; Spätere Namensformen lauten &#039;&#039;Welderinctorpe&#039;&#039; (1384), &#039;&#039;Wellerentorpe&#039;&#039; (1411), &#039;&#039;Welderntorpe&#039;&#039; (1471), &#039;&#039;Weldentorp&#039;&#039; (1481), &#039;&#039;Wellentrop&#039;&#039; (1509), &#039;&#039;Wellentorppe&#039;&#039; (1518), &#039;&#039;Wellendorf&#039;&#039; (1608), &#039;&#039;Wellentorff&#039;&#039; (1618) und &#039;&#039;Wellentrup&#039;&#039; (um 1758).&amp;lt;ref&amp;gt; {{MeinekeOrtsnamen2010}}, S. 508f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bevölkerung==&lt;br /&gt;
Die älteren Einwohnerzahlen des Dorfes können nur geschätzt werden, erste genaue Volkszählungen liegen aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor. 1766 wurden 174 Einwohner:innen gezählt, 1786 waren es 197.&amp;lt;ref&amp;gt;Annette Hennigs, Bevölkerung - Alltag - Lebenswelten. Wellentrup in der frühen Neuzeit, in: {{StieweWellentrup2002}}, S. 100-121, hier S. 109.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute wohnen 226 Menschen in Wellentrup (Stand 2021).&amp;lt;ref&amp;gt;https://de.wikipedia.org/wiki/Wellentrup (Stand: 30.6.2021).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Wohnstätten==&lt;br /&gt;
In den Dörfern des Amtes Blomberg, die von 1737 bis 1789 zur Grafschaft Schaumburg-Lippe in Bückeburg gehörten, wurde schon um 1750 eine schematische Hausnummernzählung &amp;quot;der Reihe nach&amp;quot; eingeführt. In Wellentrup begann diese ganz im Süden mit der kleinen Stätte [[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Kockel]] als Nr. 1 und endete bei dem am weitesten nördlich gelegenen Hof [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Stiewe]] mit der Nr. 28. Erst mit dem Salbuch von 1829 wurde im Amt Blomberg die in Lippe seit 1766 gültige &amp;quot;Kolonatsnummerierung&amp;quot; eingeführt, die beim größten Hof mit der Nr. 1 begann und die Höfe und Hausstätten ihrer absteigenden Größe nach durchzählte, jüngere Stättengründugnen wurden &amp;quot;angehängt&amp;quot;. Diese von der Besitzgröße abhängige Nummerierung blieb in Wellentrup bis zur Einführung von Straßennamen 1978 gültig, als letzte &amp;quot;Kolonatsnummer&amp;quot; wurde 1975 die Nr. 60 vergeben (heute Istruper Straße 51). Die folgende Konkordanz geht von den zuletzt (bis 1978) gültigen &amp;quot;alten&amp;quot; Kolonatsnummern aus, dann folgen die älteren &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Nummern und zuletzt die heutigen Adressen, unter denen die Höfe und Hausstätten hier zu finden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Konkordanz der alten, bis 1978 gültigen &amp;quot;Kolonatsnummern&amp;quot; zu den älteren, &amp;quot;bückeburgischen&amp;quot; Hausnummern und den heutigen Adressen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 Stiwe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Höfe Nr. 1-8 und Dorfkern, ca. 2000. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Höfe (Nr. 1-8):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 1, Meier - bückeburgische Nr. 11 - [[Meierstraße Nr. 1 alt (Wellentrup)]], heute zu [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 2, Mönch - bückeburgische Nr. 27 - heute [[Istruper Straße 27 (Wellentrup)|Istruper Straße 27]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 3, Lohmeier - bückeburgische Nr. 26 - heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 4, Ottomeyer - bückeburgische Nr. 10 - seit 1857 Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 5, Stiewe - bückeburgische Nr. 28 - heute [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]], seit 1893 zu Nr. 3, heute [[Istruper Straße 31 (Wellentrup)|Istruper Straße 31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 6, Henkord - bückeburgische Nr. 13 - heute [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], 1899 ausgesiedelt nach [[Istruper Straße 30 (Wellentrup)|Istruper Straße 30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 7, Hagedorn - bückeburgische Nr. 9 - heute [[Istruper Straße 73 (Wellentrup)|Istruper Straße 73]]), seit 1887 zu Nr. 1, heute [[Istruper Straße 74-76 (Wellentrup)|Istruper Straße 74-76]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 8, Mühlenmeier - bückeburgische Nr. 3 - heute [[Am Mühlenfeld 56a (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 56a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hausstätten (Nr. 9-40):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Ortskern mit Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Ortskern mit Höfen und Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wellentrup, Mühlenhof und Stätten 1817 Stiewe 2002.jpg|mini|Wellentrup, Mühlenhof (Nr. 8) mit Mühle und benachbarten Stätten, 1817. Zeichnung: Stiewe 2002]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 9, Feldmann - bückeburgische Nr. 6 - heute [[Istruper Straße 62 (Wellentrup)|Istruper Straße 62]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 10, Markfritz - bückeburgische Nr. 8 - heute [[Alte Ortsstraße 3 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 3]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 11, Rieks - bückeburgische Nr. 21 - heute [[Dieksdamm 8 (Wellentrup)|Dieksdamm 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 12, Brokmann - bückeburgische Nr. 12 - heute [[Am Mühlenfeld 14 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 13, Lesemann - bückeburgische Nr. 5 - heute [[Istruper Str. 59 (Wellentrup)|Istruper Straße 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 14, Rieks - bückeburgische Nr. 22 - heute [[Dieksdamm 12 (Wellentrup)|Dieksdamm 12]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 15, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - seit 1927 zu Nr. 39, heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 16, Käuper - bückeburgische Nr. 15) - heute [[Alte Ortsstraße 5 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 5]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 17, Lesemann - bückeburgische Nr. 16) - heute [[Dieksdamm 4a (Wellentrup)|Dieksdamm 4a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 18, Froböse - bückeburgische Nr. 25 - heute [[Lohbraken 4 (Wellentrup)|Lohbraken 4]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 19, Kockel - bückeburgische Nr. 1 - ([[Am Mühlenfeld Nr. 19 alt (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]], 1964 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 20, Tegtmann - bückeburgische Nr. 17 - heute [[Dieksdamm 6a (Wellentrup)|Dieksdamm 6a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 21, Mühlen(-bernd) - bückeburgische Nr. 2 - ([[Wellentrup Nr. 21alt (Wellentrup)|Wellentrup Nr. 21alt]], um 1968 aufgelöst)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 22, Pferdeort - bückeburgische Nr. 14 - heute [[Alte Ortsstraße 6 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 23, Friedebold - bückeburgische Nr. 19 - heute [[Alte Ortsstraße 11a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 11a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 24, Mönch - bückeburgische Nr. 20 - heute [[Dieksdamm 16a (Wellentrup)|Dieksdamm 16a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 25, Brokmann - bückeburgische Nr. 23 - heute [[Dieksdamm 14 (Wellentrup)|Dieksdamm 14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 26, Stieve - bückeburgische Nr. 24 - heute [[Dieksdamm 11 (Wellentrup)|Dieksdamm 11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 27, Beckmann - bückeburgische Nr. 18 - heute [[Alte Ortsstraße 13a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 13a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 28, Schröder - bückeburgische Nr. 7 - heute [[Istruper Straße 65 (Wellentrup)|Istruper Straße 65]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 29, Mühle - bückeburgische Nr. 4 - heute [[Am Mühlenfeld 54 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 54]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 30, Becker - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 57 (Wellentrup)|Istruper Straße 57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 31, Bornemeier - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Lohbraken 19 (Wellentrup)|Lohbraken 19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 32, &amp;quot;Hahnenburg&amp;quot; - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 96 (Wellentrup)|Istruper Straße 96]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 33, Schnittger - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 41 (Wellentrup)|Istruper Straße 41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 34, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 71 (Wellentrup)|Istruper Straße 71]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 35, Carell - (ohne bückeburgische Nr.) - früher Hof Henkord Nr. 6 [[Alte Ortsstraße 12 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12]], heute [[Alte Ortsstraße 12neu (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 12neu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 36, Liese - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Istruper Straße 66 (Wellentrup)|Istruper Straße 66]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 37, Brokmann - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 10a (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 10a]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 38, Ahrens - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 9 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 9]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 39, Frevert - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Am Mühlenfeld 59 (Wellentrup)|Am Mühlenfeld 59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wellentrup Nr. 40, Levin-Schröder - (ohne bückeburgische Nr.) - heute [[Alte Ortsstraße 8 (Wellentrup)|Alte Ortsstraße 8]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Rittergut (bis 1926 eigenständige Gemeinde)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gröpperhof|Rittergut Gröpperhof]], heute [[Gröpperweg (Wellentrup)|Gröpperweg]] 33&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Verkehrswege==&lt;br /&gt;
Wellentrup lag an keinen überregional bedeutenden Verkehrswegen, die durch die Gemarkung führenden Straßen wurden im 19. Jahrhundert als &amp;quot;Gemeindechaussee&amp;quot; und &amp;quot;Kommunalwege&amp;quot; klassifiziert. Als alte Verbindung von [[Detmold]] nach [[Blomberg]] verlief die &#039;&#039;Rampenstraße&#039;&#039;, im 16. Jahrhundet auch &#039;&#039;Rampendahl&#039;&#039; genannt, von [[Brüntrup]] kommend, in einem weiten Bogen nördlich um das Dorf herum und führte auf dem heutigen &amp;quot;Kattenpohlweg&amp;quot; in südöstlicher Richtung über [[Siebenhöfen]] nach [[Blomberg]]. Vermutlich ein alter Postreiterpfad war der &#039;&#039;Reuterpatt&#039;&#039;, der von Nordwesten durch die nördliche Gemarkung führte und ebenfalls in der Flurkarte von Overbeck (1817) eingezeichnet ist. Weitere Verbindungswege von lokaler Bedeutung waren der &#039;&#039;Kappelweg&#039;&#039;, der vom Hof Ottomeyer (Nr. 1) in nördlicher Richtung nach [[Mossenberg]] und [[Cappel]] führte sowie der alte Mühlen- oder Kirchweg, der vom Dorf in südlicher Richtung zur Mühle und über [[Höntrup]] zum alten Kirchspieldorf [[Reelkirchen]] führte. Die heutige [[Istruper Straße (Wellentrup)|Istruper Straße]] wurde erst 1876-1881 als neue &amp;quot;Gemeindchaussee&amp;quot; nach [[Istrup]] angelegt. 1887 folgten die Verbindung nach Brüntrup und 1888-89 die Straße nach Höntrup (heute [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)|Am Mühlenfeld]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{StieweWellentrup2002}}, S. 73f. und 189f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Alte Ortsstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Am Mühlenfeld (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Dieksdamm (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Gröpperweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Haydnweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Istruper Straße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Lohbraken (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Meierstraße (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Mozartweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
* [[Wanneweg (Wellentrup)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
{{Vorlage:StieweWellentrup2002}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://wellentrup.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsteil]] [[Kategorie:Ortsteil von Blomberg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Unterer_Weg_14_(Heiligenkirchen)&amp;diff=40201</id>
		<title>Unterer Weg 14 (Heiligenkirchen)</title>
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		<updated>2025-05-10T09:12:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Unterer Weg (Heiligenkirchen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=14&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.91891, 8.86161&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
1573 erbaut, ehem. Leibzucht des Hofes Heiligenkirchen Nr. 4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leibzuchtgebäude zum Teuthof wurde 1573 (i) von Lüdeke zum Toidte erbaut. Zur Geschichte des Hofes siehe den Abschnitt beim [[Unterer Weg 12 (Heiligenkirchen)|Haupthaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1948 beantragte Fritz Teutmeier die Instandsetzung zu landwirtschaftlichen Zwecken und als Wohnung für seinen Sohn (Heirat), der damals bereits bestehende Denkmalschutz war ihm bekannt. Der Lippische Landeskonservator, Oberregierungsbaurat Vollpracht, befürwortete den Antrag.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 104 Nr. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1949 erfolgte der Ausbau inklusive Dachgeschoss nach Vollprachts Plänen für fünf Familien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2012 in die Denkmalliste der Stadt Detmold eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hk_Untererweg14-1955_BADT-53-65.jpg|thumb|Ansicht der Leibzucht von Süden, im Hintergrund das Haupthaus, 1955, LLB: BA DT-53-65]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sogenannte &amp;quot;Alte Leibzucht&amp;quot; war ursprünglich ein Zweiständerbau, der im 18. und 19. Jahrhundert erst zu einem Dreiständerbau und dann zu einem Vierständerbau umgebaut wurde. Als das Gebäude zum Dreiständerbau umgebaut wurde, hat man rückseitig einen von der Talseite begehbaren Keller angebaut. Nach mündlicher Überlieferung soll im Inneren der Leibzucht noch Holz eines aus dem 12. Jahrhundert stammenden Vorgängerbaus vorhanden und das Fundament noch weit älter sein,&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; was jedoch äußerst unwahrscheinlich ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das bestehende Gebäude ist dreischiffig, mit hoher Mitteldiele. Aus der Zeit des Zweiständerbaus stammen noch die Knaggen, die den vorkragenden Giebel aufnehmen. Sie sind im Norden mit Taubandornamenten geschmückt, einem typischen Dekor der Weserrenaissance, im Süden einfache Balkenköpfe. Torbogen links oben mit Datierung &amp;quot;1573&amp;quot;, Innenkante als Wulst, unten beidseitig in Schlangenkopf endend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Torgerüst oben links &amp;quot;1573&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentümer sind die Hofinhaber des Teuthofs, siehe dazu den Abschnitt beim [[Unterer Weg 12 (Heiligenkirchen)|Haupthaus]]. Namentlich bekannt sind folgende Bewohner*innen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niehauß’ Mutter bezog mit dem Sohn Bernd die 1573 erbaute Leibzucht. 1615 verstarb die Leibzüchterin: &amp;quot;Tötemejers Libzzucht de moder gestorben, ihrs nachlaßens: 2 Kühe, 1 Schwein, 1 Kettel [Kessel] von ungefer 3 emmer Waters, 1 Klein-Kettel, eiserner Pott, ein Schwein geschlachtet, davon hezzt sie gelebet, ein bedde mithin to Tageraks Kleidung.&amp;quot; (Bauerrichter Dammeyer, Gogerichtsakten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leibzüchter Gerhard Teutmeyer, auch Bernd genannt, wurde 84 Jahre alt und am 28. Dezember 1694 auf dem Heiligenkirchener Kirchhof begraben. Seine Frau Catharina (Trineken) war dort bereits am 13. August 1690 beigesetzt worden. Er hinterließ 2 Kühe, 1 fettes Schwein und 2 Taler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1732 starb als Leibzüchterin Anna Margarete, 11 Jahre nach ihrem zweiten Mann, am 17. November im Alter von 66 Jahren und 7 Monaten. Sie hinterließ 3 Kuhteile, tägliche Kleidung und 2 Groschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1768 bezog Johann Conrad Teutmeyer mit Katharina Margarete Elisabeth die fast 200 Jahre alte Leibzucht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (Volks- und Viehzählung) Auf der Leibzucht sitzen Johann Conrad mit seiner Frau Katharina Margarete Elisabeth und 1 Magd, die spinnt. An Vieh besitzen die Leibzüchter 3 Ochsen/Kühe, 2 Rinder/Zuchtkälber und 2 Schweine. 1780 starb die Leibzüchterin Katharina Margarete Elisabeth am 22. Januar im Alter von 77 Jahren und 7 Wochen an der &amp;quot;Wassersucht&amp;quot; (Herzinsuffizienz). Der 65jährige Witwer ehelichte ein halbes Jahr später, am 28. Juli 1780, die Witwe des Meiers zu Oetenhausen, Marie Sophie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 64. Oetenhausen liegt bei Oerlinghausen.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1788 hatte der verwitwete Leibzüchter Johan Conrad noch ein Kind seiner Nichte aufgenommen, die hier das uneheliche Kind des Amtsmusikus Vollmar gebären konnte. 1791 starb er und mit ihm der letzte Tötemeier dieser Linie, am 11. Oktober mit 77 Jahren an der Gicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3.4.1773 Geburt Franz Henrich Teutmeyer, der als Soldat der Zweiten Leibkompanie am 1. November 1801 mit Charlotte Hartmann (19.7.1778–3.5.1852) aus Hiddesen verheiratet wurde, mit dieser acht Kinder hatte und am 13. März 1847 als Wegeaufseher in der alten Leibzucht des Teuthofs starb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 65 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1807 bezog Johann Jürgen Teutmeyer die Leibzucht, gest. 24.11.1824.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 140, S. 166–168.&amp;lt;/ref&amp;gt; Henriette Tötemeier mit ihrer unehelichen Tochter, lebte bis zu ihrer Hochzeit 1817 bei ihrem Vater in der Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TeutmeyerChroniken2019}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 104 Nr. 2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 140, S. 166–168.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Kategorie:Hausstätte in Heiligenkirchen]] [[Kategorie:Unterer Weg (Heiligenkirchen)]] [[Kategorie:Halbmeier]] [[Kategorie:Inschrift in Heiligenkirchen]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Unterer_Weg_12_(Heiligenkirchen)&amp;diff=40200</id>
		<title>Unterer Weg 12 (Heiligenkirchen)</title>
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		<updated>2025-05-10T09:07:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Haupthaus */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Unterer Weg (Heiligenkirchen)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=12&lt;br /&gt;
|Ortsteil=Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.9194, 8.86131&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Heiligenkirchen&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=004&lt;br /&gt;
}}Gegründet um 800, einer der vier Gründungshöfe Heiligenkirchens, ehem. Heiligenkirchen Nr. 4. Unterer Weg 12 (abgängig) war das Haupthaus des Hofs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hk_Untererweg12_ME-PK-24-78.jpg|thumb|Ansicht des Teuthofs von Osten, LLB: ME-PK-24-78]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die früheste Nennung stammt aus dem Schatzregister um 1390, wo &amp;quot;In dem Toyte&amp;quot; zwei Höfe genannt werden: &amp;quot;Wareweyger&amp;quot; und &amp;quot;Nolte.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei diesen handelt es sich um den gesichert vor 1390, vermutlich aber schon im 13. Jahrhundert vom Teuthof abgespaltenen [[Warweg 7 (Heiligenkirchen)|Hof Warweg]]. &amp;quot;Nolte&amp;quot; wird im Landschatzregister von 1497 &amp;quot;de Toytmegger&amp;quot; genannt, 1507 &amp;quot;de Toytmeiger&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 55.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1573 (i) wurde ein Leibzuchtgebäude errichtet, siehe [[Unterer Weg 14 (Heiligenkirchen)|Unterer Weg 14]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Spaltung hatte der Hof Teutmeyer etwa ein Drittel seines Landbesitzes an Warweg, den &amp;quot;kleinen Teutmeyer&amp;quot; abgegeben. 1721 war der Teuthof nur noch ein Halbmeier (&amp;quot;Johan Cordt Tötemeyer Halbspänner&amp;quot;).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Teutmeyer war der gräflichen Herrschaft leibeigen, besaß das Gut meierstättisch, gab [[Weinkauf]] und [[Sterbfall]]. 1721 listete das Salbuch den Besitz auf. An Gebäuden ist ein altes Wohnhaus genannt (1746 erfolgte laut Inschrift ein Neubau), ein Leibzuchthaus (das heute noch vorhandene von 1573), ein Schoppen, ein Backhaus und eine Heuscheuer nebst Hofraum mit unterschiedlichen Obstbäumen und zwei Eichbäumen, Garten am Hof, kleiner Garten auf der anderen Seite des Hofs, Länderei, Wiesen, Holzung (einige Eichen bey der Keßpohle, Büchenholz bei Grütemeyers Holz mit einigen Eichen bedacht, kleiner Busch beim Wiese Brinke, noch einen kleinen Busch daselbst, noch einen ganz kleinen Busch daselbst. Ein Fischteich auf dem Hof für etwa 60 Karpfen. Einen zweiten Teich, beim Keßpohl, konnte das Grafenhaus gegen eine jährliche Gebühr mit Karpfen besetzen lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Diensten war jede zweite Woche eine Holzfuhr mit sechs Pferden zu leisten. Hinzu kamen jährlich 1 ½ Burgfesttage mit sechs Pferden. An Geld waren abzugeben 1 Taler 18 Groschen Burgfestgeld, 18 Groschen Maltzgeld, 4 Groschen 3 Pfennige Hofgerichtsschatz, 7 Groschen 1 Pfennig Sommer- und Winterschatz. Zu den 37 Talern Kuhgeld, welches das ganze Amt schuldig war, gab er je nach dem er Vieh hatte zu Pfingsten und Michaeli je Kuh 12 Groschen. An Abgaben war ein fettes Mahlschwein an die Küche des Grafenhauses zu liefern oder ein mageres zuzüglich 6 Scheffel Hafer, dazu noch drei Hühner. Den Zehnten war Teutmeyer dem Haus Braunenbruch schuldig. Schließlich waren noch Dienste an die Pastorei fällig, jedes Jahr einen halben Tag Pflügen und einen halben Tag Strecken (eggen), jedes zweite Jahr Holz fahren und jedes vierte düngen, jeweils mit vier Pferden, wozu allerdings [[Kirchweg 24–26 (Heiligenkirchen)|Klöpping Nr. 12]] zwei Pferde geben musste. Und auch der Küster musste bedacht werden mit 4 Metzen Roggen und sechs Eiern. Lediglich von der Kontribution am Friedrichstaler Kampe hatte Johan Cord Tötemeyer sich am 23. Juli 1721 freikaufen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1746 (i) wurde das Haupthaus neu erbaut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Salbuch von 1782 ist Teutmeyer vom Halbmeier noch weiter auf den Status &amp;quot;kleiner Halbmeier&amp;quot; gesunken.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. 45: Salbuch 1782 1829, 87–92.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1846 (i) wurde die Neue Leibzucht, [[Unterer Weg 4 (Heiligenkirchen)|Unterer Weg 4]] erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1848 konnte der Anerbe des Hofs Teutmeyer (auch: Tötemeier), Friedrich Tötemeier, den [[Warweg 7 (Heiligenkirchen)|Hof Warweg]] kaufen, also sozusagen den Ursprungshof wieder zusammenführen.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 8 Bd. IV, 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 kaufte Tötemeier von [[Am Silberbach 5 (Heiligenkirchen)|Dammeier Nr. 6]] dessen Anteil an der Gemeinheit, der Hude im Herrschaftlichen Walde für vier Rinder, für 75 rt.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 8 Bd. V, 69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1966 brannte das Haupthaus ab.&amp;lt;ref&amp;gt;LLB: Otto Gaul, Landkreis Detmold, Typoskript um 1960, fol. 183.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der 1894 angelegte, bis 1960 fortgeschriebene Brandkataster-Band listet folgende Gebäude auf:&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960. &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. Wohnhaus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. neue Leibzucht 1912, siehe [[Unterer Weg 4 (Heiligenkirchen)|Unterer Weg 4]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. alte Leibzucht, siehe [[Unterer Weg 14 (Heiligenkirchen)|Unterer Weg 14]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. Backhaus und Viehhaus, später gestrichen und: 4. Kötterhaus bei der neuen Leibzucht, siehe [[Unterer Weg 2 (Heiligenkirchen)|Unterer Weg 2]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
5. Schuppen, 1914 gestrichen und: 5. Kornscheune&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
6. Schafstall, Viehhaus, später gestrichen und: Geräteschuppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
7. Viehhaus, 1912 gestrichen und: Viehhaus und Backhaus, später gestrichen und: Kuhhaus mit Anbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8. Kötterhaus, einsam, 1930 ergänzt: jetzt Wohnhaus, siehe [[Hermannsweg 3 (Heiligenkirchen)|Hermannsweg 3]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9. Schweinehaus 1912 neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10. Holzschuppen 1946 neu&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hk_Untererweg12_BASP-DT-HID_40.jpg|thumb|Torbogen, um 1950, Foto: Wilhelm Pecher, LLB: BA SP-DT-HID-40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hk_Untererweg12_ME-PK-24-61.jpg|thumb|Linke (östliche) Traufseite, rechts der angebaute Pferdestall, LLB: ME-PK-24-61]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Haupthaus===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbaut 1746, abgebrannt um 1960. Der Torbogen wurde im Westfälischen Freilichtmuseum bäuerlicher Kulturdenkmale (jetzt: LWL-Freilichtmuseum Detmold) eingelagert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BaumeierBauernhäuser1983}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er trägt eine lange Inschrift: &amp;quot;Dies irdische Haus mein lieber Christ eine kurze Zeit deine Wohnung ist, demütig sei stolziere nicht denn Gott der rechte/Bauherr ist den bitte, daß er dir gebe darinnen ein christlich vergnügtes Leben und dir dein irdisch Haus bewahr./für Feuer, Sturmwind und Gefahr. so kann es zu dem Alter kommen, ob dich der Tod schon hingenommen, denn du wirst end/lich wandern fort von hier nach einem andern Ohrt nach der ewigen bleibenden Stadt, so Christus dich/erworben hat, welches dir viel besser ist, als dan ein irdisch Haus und Nest./s IOHAN CONRAD TÖTEMEYER VND CATARINA [MARGARETA] ELISABETH TÖTEM haben diß haus lassen erbauen durch [...] den 30 MAIO 1746&amp;quot;. Der Torbogen ist außerdem mit Rosen, Sternen und Herzen geschmückt sowie in der Bogenlaibung mit einem Kugelfries.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:846_1523_001.jpeg|thumb|Aufmaß von Gerhard Eitzen, vor 1960. Längs- und Querschnitt, Grundriss und Wohngiebel, LWL-Archivamt, Bauernhofbüro.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:846_1528_001.jpeg|thumb|Aufmaß von Gerhard Eitzen, vor 1960. Torgiebel, LWL-Archivamt, Bauernhofbüro.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aufmaß von Gerhard Eitzen zeigt ein Vierständer-Fachwerkhaus mit Kammerfach und links angebautem Pferdestall. Abgedruckt ist es in Josef Schepers, Haus und Hof Westfälischer Bauern, 1960. Die originalen Aufmaßpläne mit der falschen Ortsbezeichnung &amp;quot;Hiddesen&amp;quot; befinden sich im Archiv des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, Westfälisches Archivamt.&amp;lt;ref&amp;gt;LWL-Archivamt, 846-1523, Teuthof.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das 12 Fache lange Haupthaus hat eine Grundfläche von 25,10 mal 12,90 m. Der sekundär angebaute Pferdestall misst 3,50 mal 10,70 m. Das Kammerfach birgt zwei Stuben und eine Kammer, die Luchten am Ende der Deele sind rechts hoch, links niedrig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Scheune===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1654 wurde eine Scheune erbaut, der &amp;quot;alte Schoppen&amp;quot;, 1911 abgebrochen. Von dieser Scheune erfahren wir auch, weil drei von Teutmeiers Gästen, Simon Perhirdte, des Ziegelmeisters Sohn Cord und ein Barthold beim Richtfest eine Schlägerei mit dem Vogt anfingen, weil dieser ihnen das Tobackdrinken (Rauchen) nicht gestattete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Schafstall und Scheune===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Massivbau, Satteldach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Kuhstall===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert von Johann Friedrich Conrad Tötemeier als Schafstall erbaut, nach 1960 Ausbau (Aufstockung) zum Wohnhaus. Siehe [[Unterer Weg 10 (Heiligenkirchen)|Unterer Weg 10]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Binnenkotten===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe [[Hermannsweg 3 (Heiligenkirchen)|Hermannsweg 3||.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Torbogen: &amp;quot;Dies irdische Haus mein lieber Christ eine kurze Zeit deine Wohnung ist, demütig sei stolziere nicht denn Gott der rechte/Bauherr ist den bitte, daß er dir gebe darinnen ein christlich vergnügtes Leben und dir dein irdisch Haus bewahr./für Feuer, Sturmwind und Gefahr. so kann es zu dem Alter kommen, ob dich der Tod schon hingenommen, denn du wirst end/lich wandern fort von hier nach einem andern Ohrt nach der ewigen bleibenden Stadt, so Christus dich/erworben hat, welches dir viel besser ist, als dan ein irdisch Haus und Nest./s IOHAN CONRAD TÖTEMEYER VND CATARINA [MARGARETA] ELISABETH TÖTEM haben diß haus lassen erbauen durch [...] den 30 MAIO 1746&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1380 Nolte in dem Toyte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{StöwerLandschatzregister2001}}, S. 145.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1409 Cord to dem Toyte und Hermann to dem Toyte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1507 &amp;quot;de Teutemeiger&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{KurtzName1890}}, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1530 oder 1533 &amp;quot;Ermegarde, des Meygorß dochter ton Totha&amp;quot; als Ehefrau &amp;quot;deß wenneckers in der otteren [Oettern]&amp;quot; in einer Tausch-Urkunde des Kirchspiels Heiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1535 &amp;quot;de toethmeyger&amp;quot; (Landschatzsregister).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1536 &amp;quot;Toidtluike&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1568 &amp;quot;Lüdeke zum Toidte&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1563 &amp;quot;Töthermann&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1575 Lüdekes Enkel &amp;quot;Niehauß&amp;quot; geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1573 (Viehschatzregister der Vogtei Falkenberg) Toedtmeyer zahlte 4 Taler und 12 Groschen für 6 Pferde, 2 Stuten, 8 Kühe, 4 Rinder, 13 Schweine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1590 Toithmeyger letztmalig erwähnt. Da er in den ab 1592 überlieferten Falkenberger Gogerichtsakten, welche auch Nachlasssachen dokumentieren, nicht mehr auftaucht, wird er zwischen 1590 und 1592 gestorben sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Niehauß erst 1596 volljährig wurde, führte seine Mutter solange den Hof. In den Akten wird sie nur die „Tödtmeiersch“ bzw. die &amp;quot;Toidtmeyersche&amp;quot; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1600 hat sie eine Erbteilung verfügt, die sowohl in den Wrugeakten als auch in den Amtsprotokollen verzeichnet ist, unter Anneke Meiersche zum Tödthoff und ihre Tochter Anneken sowie den Bruder Niehaus.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, Amtsprotokolle Detmold 1596–1605, S. 458 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1601 wird Niehauß oder, wie er nun genannt ist, Huißmann vom Gogericht zu 10 Talern Strafe verurteilt, da er Beziehungen zu einer Magd seiner Mutter unterhalten hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende 1601 heiratete Niehauß die Tochter des Meyers zu Hitzen [Hiddesen] und übernahm den Hof. Die Braut brachte 250 Taler Brautschatz mit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niehauß’ Mutter bezog mit dem Sohn Bernd die 1573 erbaute Leibzucht. Die Tochter verheiratete sie 1601 auf den [[Denkmalstraße 55 (Heiligenkirchen)|Köllerhof Nr. 3]] mit einem Brautschatz von 300 Talern, einem Pferd, einer Stute und einer Kuh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1602 wurden 125 Taler Schuld inklusive Zinsen von Niehaus Tödtmeier bei Hans, dem Jungmeier zu [[Am Rautenberg 15 (Heiligenkirchen)|Wandorps Nr. 1]], aktenkundig.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, Amtsprotokolle Detmold 1596–1605, S. 604.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1604 besaß der Teuthof (Viehschatzregister) 7 Pferde und 3 Stuten, 18 Kuhteile, 5 Schweine, 11 Ferken und 1 Immen [Bienenstock]. An Gebäuden wurden zu Niehauß Zeit nur das Haupthaus, die Leibzucht und ein Backhaus genannt. 1604 sind Johann Schwöppe und der alte Johann Vagers als Knechte dokumentiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1606 klagte die alte Toidtmeyersche gegen die Hagemeistersche aus Berlebeck wegen einer nicht beglichenen Schuld von 5 Talern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1606 Berndt Toitmeiger.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, Amtsprotokolle Detmold 1606–1613, S. 910.&amp;lt;/ref&amp;gt; Niehauß jüngerer Bruder Bernd scheint raufsüchtig gewesen zu sein. Dabei wurde ihm 1606 von Arndt Kaßemeyer (auch: cagemeiger) in den Arm gestochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1609 (Volkszählung) lebten auf dem Teuthof 12 Personen: &amp;quot;Toidtmeyer ist ziemliches vermugens [vermögend], sine frauwa [seine Frau], 4 Kinder – das ollst [älteste] 6 jahr, 1 Knecht, 1 Jungen [Jungknecht: der Sohn von Henken Tönnies], 1 Megete [Magd], Liffzucht de moder, 1 dochter, 1 sonne [Sohn: Bernd], noch eine arme person – lebbt der almosen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1610 klagte Köllermeier, dass Teutmeier ihm noch ein Pferd schulde, wohl der Rest des Brautschatzes für die Schwester, dessen Übergabe sich oft über mehrere Jahre hinzog.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1612 Bernd zum Tötehoffe.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 131, Amtsprotokolle Detmold 1606–1613, S. 1334.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1615 verstarb die Leibzüchterin: &amp;quot;Tötemejers Libzzucht de moder gestorben, ihrs nachlaßens: 2 Kühe, 1 Schwein, 1 Kettel [Kessel] von ungefer 3 emmer Waters, 1 Klein-Kettel, eiserner Pott, ein Schwein geschlachtet, davon hezzt sie gelebet, ein bedde mithin to Tageraks Kleidung.&amp;quot; (Bauerrichter Dammeyer, Gogerichtsakten). Im Testament wurde dem alten Knecht Johann Vagers statt der Zinsen aus 75 Talern Schulden versprochen, ihn auf dem Hof zu halten. Diese Schuld löst Niehauß jedoch ab, worauf sich Vagers Schwager, Hermann Brunsdiek zum Schuckenbaume, verpflichtete, ihn zu sich zu nehmen, &amp;quot;sein zu hegen und zu warten&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 19 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit der Mutter lebende Tochter zog noch im selben Jahr mit einem Brautschatz von 200 Talern auf „timmer Hanß hoff“ (&amp;gt; Nr. 5).&lt;br /&gt;
1624 wurde Niehauß Bruder Bernd von Heiden Peter, einem früheren Knecht auf dem Teuthof, totgeschlagen, an der Hiddeser Chaussee zwischen der Grotte und dem Friedenstal. Peter hatte Bernd beleidigt, dieser war, nur mit einem Zaunstecken bewaffnet, den mit Degen und Barte ausgestatteten Peter angegangen, wobei er eine so schwere Kopfverletzung davontrug, dass er ihr 9 oder 10 Tage später „biß in seine Sterbestunde ohne Verstand“ erlag. Peter erhängte sich im Gefängnis.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 86 / Lippisches Kriminalgericht, Nr. 439.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1639 verstarb auch Niehauß. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoferbe war der 1609/10 geborene Gerhard (auch: Bernd) Teutmeyer. Gerhards Frau war eine geborene Rettberg von [[Pivitsheide]], die ihrem Stiefvater die dortige Stätte für 220 Taler abtrat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach einem Register von 1648 hatte Gerhard Toitmeyer 3 Kinder und einen Säugling (Johann Bernd).&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1419.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das älteste der Kinder scheint Elisabeth gewesen zu sein, die 1661 Johann Hagemeister aus [[Hornoldendorf]] heiratete und auf dessen Dreispännergut zog. Sie brachte 100 Taler, 1 Fuder Korn, 2 Kühe, 2 Rinder, 2 fette und 2 magere Schweine, ein Pferd, eine Stute und einen &amp;quot;gebührlichen Brautwagen&amp;quot; mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1645 wurde Hermann Cord, der Anerbe, geboren, der 1697 im Alter von 52 Jahren verstarb. 1648, am Ende des 30jährigen Krieges, heiratete Gerhards Schwester Elisabeth im August Kersting Watermeyer, einen Bruder des Meyers vom [[Königstraße 2 (Heiligenkirchen)|Waterhof Nr. 2]]. Der Ehevertrag vom 4.8.1648 lautete: &amp;quot;Kersting Watermeier, Berhardt Watermeiers ehl. nachgelaßener Sohn, verheürathet sich an Elisabeth Doitmeiers, hußman Doitmeiers sel. hinterlaßene dochter, undt verspricht derselben der Itzige Doitmeier … 80 Thaler an gelldt, aller theile drey sechs sack korns partim, ein pferdt und einen Statten neben gepührenden braudtwagen, darneben verspricht itziger Curt Watermeier seinem Bruder Kerstingen 80 thaler an gelldt, ein pferdt, eine kuhe, ein mollt hart und ein mollt hafers und ein schwein, nach gelegenheit dieser Zeit hiernegst zu geben. Siend beederseits der Herrschafft eigen. Undt wenn diese beede eheliche einen hoff annehmen werden, Soll nach Landtsgebrauch vom Doitmeier der weinkauff erlegt werden.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, Vormundschaftsprotokolle, Stättenabtretungsprotokolle Amt Detmold, 1642–1661, fol. 217.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gerds Tochter heiratete laut Eheprotokoll vom 9.10.1660: &amp;quot;Johan Hagemeister, Cord Hagemeisters ehel. Sohn von Hornoldendorf befreit sich an Elisabeth Tötemeiers Gerdt Toitemeiers eheliche Dochter, die Braut ziehet zum Breutigamb auf sein dreyspennerguth. [bringt mit] auß zusage ihres Vatters Einhundert Thler, 1 Fuder Korn, 2 Khue u. Rinder, 2 vette u 2 magere schweine, … 1 stutten, den gebührlichen brautwagen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 133, Vormundschaftsprotokolle, Stättenabtretungsprotokolle Amt Detmold, 1642–1661, fol. 842.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1681 heiratete Hermann Cords jüngerer Bruder Johann Bernd die Witwe Anna Elisabeth Steins in Hornoldendorf und brachte auf deren Halbspännergut 200 Taler, ein Pferd, eine Stute 2 Kühe, 2 Rinder, 2 fette und 2 magere Schweine, 1 Fuder Korn und einen gebührlichen Brautwagen mit. Er starb im Januar 1724 im Alter von 76 Jahren und 7 Wochen. Anna Elisabeths ältester Sohn aus erster Ehe erhielt den Hof Steins, allerdings erst 1701, 20 Jahre nach ihrer Hochzeit mit Johann Bernd. &amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 39 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Töchter Gerhards waren die 1657 geborene Catharina Margarete, spätere Frau von Bernd Beins in Hornoldendorf, sowie die 1661 geborene Margarete Ilsabein, seit 1687 die &amp;quot;Watermeiersche&amp;quot;. 1664 wurde ein weiteres Kind geboren, bei dessen Taufe Tötemeier 4 Tonnen Bier verzapfen ließ. 1668 hat eine der Töchter Giebe zu Fromhausen geheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 40.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1662 hatte der Hof laut Viehschatzregister nur noch 4 Pferde, 2 Fohlen, 7 Kühe, 5 Rinde, 4 Schafe und 4 Immen [Bienenvölker]. Der Leibzüchter und ehemalige Kirchendeche Gerhard, auch Bernd genannt, wurde 84 Jahre alt und am 28. Dezember 1694 auf dem Heiligenkirchener Kirchhof begraben. Seine Frau Catharina (Trineken) war dort bereits am 13. August 1690 beigesetzt worden. Sie war 72 Jahre alt geworden (Kirchenbuch). Er hinterließ 2 Kühe, 1 fettes Schwein und 2 Taler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1678 (Volkszählung) leben auf dem Teuthof: [Hermann] Cordt Toitmeier (1645–1697), ein Halbspanner, dessen Frauw, 3 Kinder, 1 Sauget, 1 Knecht, 1 Jungen, 1 kleine Magdt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl ein Bruder, Johan Berend, Gerdt (Cordt?) Teüte Meyers zu Heiligen Kirchen ehelicher Sohn, heiratet laut Eheverschreibung vom 3.12.1681 &amp;quot;Anna Elißabets, Weil. Cordt Steinß zu Hornoldendorff nachgelaßene Wittibe, sein der gnäd. Herrschafft eigen, ille kombt ad illam auff ihr Halbspenner Guet, Verbeßert solches mit 200 Thlr. 1 pferdt 1 stotten 2 Kühe 2 Rinder, 2 fette 2 mager Schweine ein fuder Korn partim Und gebührlicher Brautwagen, und weilen aus vorheriger  ehe 4 Kinder alß 3 Söhne und eine Tochter, so ist dem eltesten Sohne der Hoff verschrieben, itz angehende eheleute aber behalten die Regierung 20 Jahr. nach Verfließung derselben sollen sie gehalten sein die Leibzucht zu beziehen, wo bey zu 12 Sch. Saat Korn daß Landt gehört, welches der Successor bearbeiten und im die früchte ins Hauß schaffen muß, 2 Kühe 2 schweine Und 1 stück im garten, denen Kindern sein zu Vohrmündern gesetzet, Henrich Wellner undt Henrich Windtmeyer zu Orbcke.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 134: Eheprotokolle, Vormundschaftsprotokolle, Stättenabtretungsprotokolle Amt Detmold, 1681–1691, fol. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1680 hatte Hermann Cordt jun. Katharina Elisabeth Müssemeier aus Müssen geehelicht und den Teuthof von seinem Vater übernommen. Sie hatten vier Kinder, drei Jungen und ein Mädchen. Als seine Frau 1691 starb (begraben am 15.2.1691), heiratete Hermann Cordt im Jahr darauf, am 5. Mai 1692, Anna Margreta Hampe aus [[Mosebeck]]. Das Eheprotokoll vom 1.4.1692 bestimmte:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A Detmold Nr. 135, S. 171 f. &amp;lt;/ref&amp;gt;Herman Cord Tötemeyer Witwer zu Heiligenkirchen tritt zur andern Ehe Anna Margaretha weiland Hanß Henrich Hampens auß der Mosebecke hinterbliebene eheliche Tochter, sind beiderseits eigen, sie kommt zu ihm auf sein Halbspännergut, verbessert solches mit 150 rt, 2 Kühe, 2 Rinder, 2 fette und 2 magere Schweine, 1 Pferd, 1 Stute, 1 Fuder Korn partim und 1 Landesüblicher Brautwagen, Bräutigam hat aus 1. Ehe 4 Kinder als 1 Mädchen und 3 Söhne so Anerben zum Gut bleiben, angehende Eheleute wollen den Hof noch 26 Jahre administrieren und danach die Leibzucht beziehen. Würde er vorher sterben, hat die Frau die Macht zur andern Ehe zu schreiten und die völligen Jahre den Hof zu besitzen. Und gehen die Kinder letzter Ehe, sollten noch welche folgen, mit denen erster Ehe zu gleichen Teilen. Solche Nachkommen mit Anna Margretha waren drei weitere Kinder. Hermann Cordt führte den Hof nur 17 Jahre, denn am 23. Oktober 1697 verstarb er mit 52 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie sein Vater war er Kirchendeche gewesen (Kirchenbuch). Sieben Monate später kam sein jüngster Sohn Jürgen Hermann zur Welt, der 1733 als unverheirateter Kutscher in Detmold starb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hermann Cordts Tochter Katharina Ilsabein (1694–1725) war mit Johann Diederich Giebe in Fromhausen, Anna Elisabeth (1696–1749) mit Bernd Reineke, ebenfalls in Fromhausen, verheiratet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 44.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 31.3.1699 heiratete Hermann Cordts Witwe Anna Margaretha wieder, und zwar den 35jährigen Johann Cord Beining aus Hiddentrup, welcher den Namen des Hofes annahm und am 18. September 1721 starb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der [[Sterbfall]]-Abgabe wurde ein Nachlassverzeichnis angelegt: &amp;quot;6 Pferdte, 1 Stotte, 6 Kühe, 2 Kälber, 6 ferken, Wagen, Pflüge, Eggen, 1 Sontags- und ein Alletagskleid, 3 Betten, 1 Kupfern Kesel, 1 Eisern Kesel von 1 Eihmer, 1 Kesel von 4 maas, 2 Pötte, 1 Kaste u. 1 lade, 30 scheffel rogken, 20 scheffel Geesten, 5 scheffel Raufutter 24 scheffel habern, 10 scheffel weitzen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;Zit. nach {{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1713 hatte der Älteste aus der ersten Ehe, Johann Cord (geb. 1681), Anna Ilsabein Köllermeier vom [[Denkmalstraße 55 (Heiligenkirchen)|Köllerhof]] geheiratet, geboren 1682 in Heiligenkirchen, gestorben 20.6.1736 in Heiligenkirchen, begraben 22.6.1736 in Heiligenkirchen. Hochzeit war am 1. Januar 1713 in Heiligenkirchen (Kirchenbuch). Sie taucht schon im ersten Jahr ihrer Ehe in den Gogerichtsakten auf, da die &amp;quot;Bademutter&amp;quot; (Hebamme) der Bauerschaft, Catharina Agnese Erppe, sie wegen übler Verleumdung verklagt. &amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 54.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 28.2.1719 wurde ein Kind von Johann Cordt und Anna Ilsabein begraben (Kirchenbuch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1740 starb Johann Cords zwei Jahre jüngerer Bruder Tönnies Henrich, der nach Holland ausgewandert war, in Amsterdam. Johann Cord reiste als Ältester nach Amsterdam, um die Erbschaft für sich und seine Geschwister abzuholen, &amp;quot;versiegelte Beutels, auf einem jeden einen Zettel, wer es haben soll&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bedacht wurden Johann Cord, Christoffer, inzwischen Meyer zu [[Billinghausen]], &amp;quot;Agneta Hampe aus der Mosebetge&amp;quot; (Mosebeck), die Kinder der verstorbenen Ilsabein Giebe und seine Schwester Elisabeth Reineke, &amp;quot;und wenn die nicht mehr am Leben möchte sein, dann muß bewahret werden für ihre Kindern&amp;quot;. Agneta, geboren am 20. April 1685, hatte Jürgen Hampe in Mosebeck geheiratet. Sie starb 1758. Christoffer, der jüngste aus Hermann Cords erster Ehe, heiratete 1726 mit 38 Jahren die Witwe des Henrich Obermeier zu Billinghausen. Er starb am 30. August 1741. &amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 46.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der zweiten Ehe von Anna Margarete Hampe mit Johann Cord Beining stammten vier Kinder. Die Älteste, Anna Katharina, wurde am 18. April 1700 geboren. Sie heiratete 1731 den Witwer Johan Bernd Austermann in Wissentrup. Der Ehevertrag vom 16.2.1731 bestimmte:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 136, fol. 162r.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;quot;Johann Berend Austmann, Witwer aus Wißentrop, tritt in die 2te Ehe mit Annen Catharinen weil. Johann Cord Tötemeyers aus Heiligenkirchen ehelich nachgelassenen Tochter, er frei, sie aber eigen, und hat sich eben frei gekauft (der Freibrief ist unter 6.2.1731 producirt). Kommt zum Bräutigam und bringt mit in die Ehe, aus Zusage Johann Cord Tötemeyers jetzigen Besitzers Tötemeyers Hoffes, 80 rt, 1 Pferd, 2 Küh, 2 Rinder, 2 fette und 2 magere Schweine, 3 Fuder Korn partim und gewöhnl. Brautwagen, wobey nebst einer Kuh und 1 Rind 40 rt abgegeben, die übrige 40 jährlich mit 5 rt bezahlt, das andere aber gelegentlich entrichtet werden solle; Solte der Bräutigamb vor der Braut mit Todt abgehen, so behält sie den Hoff von dato an zu zählen 14 Jahr, tritt nach Verfließung solcher Zeit dem Anerbe den Hoff ab und beziehet die Leibzucht, welche besteht in 8 Scheffelsaat Land, das andere Stück im Garten, 1 Kuh in der Weide und in 1/3 von der Baumfrucht.&amp;quot; Ihre zwei Jahre jüngere Schwester Katharina Margarete Ilsabein heiratete 1732 den verwitweten Heiligenkirchener Müller Johann Cord Schürmann, Pächter der [[Alter Mühlenweg 12 (Heiligenkirchen)|Kammermühle]]. Das Eheprotokoll wurde am 25.4.1732 aufgenommen. Danach trat Johann Conrad Schüermann, Witwer und Möller zu Heiligenkirchen, zur ditten Ehe mit Catharina Margarethe Elisabeth weil. Johann Cord Tötemeyer daselbst nachgelassene ehel. Tochter. Er war frei, sie aber leibeigen und hat sich davon am 16.4.1732 losgekauft. &amp;quot;Sie kommt zum Bräutigam in die von gnädigster Herrschaft meierstättisch besetzende Mühle und bringt aus Zusage ihres Bruders Johann Cord Tötemeyer mit in die Ehe 80 rt, 1 Pferd, 2 Kuh, 2 Rinder, 2 fette und 2 magere Schweine, 3 Sack Korn halb hart halb Habern [Hafer] und landes manierlichen Brautwagen, wobei 40 rt bezahlt, die übrige jährlich mit 5 rt, Vieh und Korn aber unter der Hand entrichtet werden soll. Wenn der Bräutigam vor der Braut mit Tod abgehen würde, so behält sie selber den Meyerstand in der Mühle von dato an noch eilff Jahr und genießet wenn solche verdlossen die Leibzucht, welche besteht in einem à parton neuen Hause und dabey belegenen Garten ad dies vita. Was sie aber beygebracht, solches behält sie nicht nur vor sich und ihr zu erziehende Kinder sondern auch 290 rt welche der Bräutigam in Länderei stehen hat dergestalt daß sie weder vor sich noch ihre künftigen Kinder am Brautschatz aus der Mühle oder diese von ihrem Vatter etwas zu gewarten haben sollen. Der Bräutigam hat aus deren zweyen erstern Ehen noch 5 Kinder alß 4 Söhne und eine Tochter welche mit Ausschließung der aus dieser ehe zu erspringenden Kindern den Krug zum Externstein nebst dem neuen Wohnhaus und 1400 rt paar gold dermahlen unter sich zu theilen haben sollen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 137, S. 26.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der 1706 geborene Jobst Bernhard hatte schon als Kind eine schwache Gesundheit, weshalb man ihn Schneider werden ließ. Er lebte in Detmold vor dem Bruchtor, [[Grabbestraße 5 (Detmold)|Grabbestraße 5]], war zwei Mal verheiratet und hatte eine zahlreiche Nachkommenschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 / Geistliches Gericht in Lippe, Nr. Nr. 1810: Haurand Franz Hermann Schmidts Ehefrau zu Schötmar als leibliche Schwester und Jacob Rabe in Detmold als Schwager für den Fahnenschmied Johann Henrich Schmidt in Königsberg gegen der Witwe Reitschmieds Haurand Tochter Anna Amelie Magdalene Haurandt in Detmold - Eheklage. Anna Amelie Magdalene Haurand war verlobt mit Johann Henrich Schmidt. Die Verlobung wird aufgehoben und die Haurand heiratet den Schneider Jobst Bernd Tötemeyer (Teutemeyer) aus Heiligenkirchen, 1735.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 4446.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 92 A / Lippische Rentkammer - Allgemeine Kammersachen, Nr. 4217: Verpachtung des Branntweinbrennens und -versellens vor dem Bruchtor an Tötemeyer, 1753-1782.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Jüngste, Johan Simon, wurde 1708 geboren, wurde Reitknecht am Marstall in Detmold und heiratete die Tochter Henriette des Ziegeleibesitzers Mellies im Heidental bei Hiddesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es lebten also während der Ehe von Anna Margarete Hampe mit Johann Cord Beining gleichzeitig 11 Kinder aus drei Ehen auf dem Teuthof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1721 konnte, nachdem sein Stiefvater Johann Cord Beinings gen. Teutmeyer gestorben war, der Anerbe Johan Cord, der älteste Sohn Hermann Cords (geb. 10.1680 in Heiligenkirchen, † 22. April 1742 in Heiligenkirchen), den Hof übernehmen, als er schon 40 Jahre alt war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 53.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1721 wurde Johann Cord Tötemeyer am 23. Juli von Kontribution am Friedrichstaler Kampe befreit.&amp;lt;ref&amp;gt; LAV NRW OWL, L 101 C I Nr. Nr. 24 Salbuch Vogtei Falkenberg 1721, 114a.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
1732 starb als Leibzüchterin Anna Margarete, 11 Jahre nach ihrem zweiten Mann, am 17. November im Alter von 66 Jahren und 7 Monaten. Sie hinterließ 3 Kuhteile, tägliche Kleidung und 2 Groschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Johan Cord Teutmeyer und Anna Ilsabein geb. Köllermeier hatten drei Söhne und zwei Töchter: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* den Anerben Johan Conrad, 1714 geboren, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johan Theophilus, am 5. Januar 1717 geboren und am 15. Mai 1748 gestorben, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Johan Henrich Reinhard. Er wurde Verwalter auf dem Rittergut des Freiherrn von Hammerstein in Hornoldendorf. Dort pflegte er acht Jahre lang ein Verhältnis mit der Köchin Sophie Ernestine Temme, bis er dieses 1758 zugunsten einer Beziehung zur Brockmeierschen aus Schönemark beendete. Die Köchin klagte vor dem Konsistorium sein Eheversprechen ein, da er sich schon vor acht Jahren mit ihr verlobt habe &amp;quot;und allezeit ein so erträgliches Benehmen gezeigt, daß sie nie geglaubt habe, er würde sie gegen die Witwe Brockmeier vertauschen&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 85 Geistliches Gericht in Lippe, Nr. 19522.&amp;lt;/ref&amp;gt; Statt einer erzwungenen, wenig Freude versprechenden Ehe, gab sie sich aber mit einer Strafe von 25 Talern zufrieden. Reinhard aber ehelichte am 11. März 1759 Anna Catharine Elisabeth Brockmeier. Am 10. Januar 1772 wurde er in Detmold auf dem Friedhof vor dem Lemgoer Tor begraben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das nächste Kind 1719 war eine Totgeburt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friederica Sophia wurde am 22. Mai 1722 geboren. Sie heiratete im Februar den Müller Johann Diederich Schürmann in [[Alter Mühlenweg 12 (Heiligenkirchen)|Heiligenkirchen Nr. 27]], den Stiefsohn ihrer Tante Katharina Margarete Ilsabein (s. o.). Sie bekam sechs Kinder, verlor ihren Mann um 1764 und starb verarmt an der Schwindsucht. Am 14. Juni 1785 wurde sie begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Katharina Charlotte, geboren im April 1725, starb im Alter von nur 6 Jahren am 3. Juli 1731. In diesem Jahr 1731 war wenige Wochen zuvor, am 5. Juni bei einem Unwetter mit Hochwasser der Friedrichsthaler Kanal übergelaufen, Palaisgarten verwüstet und &amp;quot;dem Teutmeyer übern Fridrichsthal ist alles Land mit allem Korn abgefloßen, dergleichen mehrern begegnet&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WendtAmt1965}}, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1736: Anna Ilsabein geb. Köllermeier überlebte ihre jüngste Tochter nur um 5 Jahre und starb nach langer Bettlägerigkeit am 20. Juni 1736. Bei ihrem Tod waren 7 Pferde, 9 Stück Rindvieh und ziemlich Hausrat auf dem Hof, aber auch viel Unglück beim Vieh.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 57.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1737: Der Witwer Johann Cord heiratete im Jahr darauf Anna Ilsabein Wiembke aus Diestelbruch. Er starb wenige Jahre später, am 22. April 1742, im Alter von 61 Jahren und 6 Monaten. Nun waren nur noch 6 Pferde und 8 Kuhteile auf dem Hof.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 58.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1744, zwei Jahre nach dem Tod seines Vaters, übergab Anna Ilsabein ihrem Stiefsohn Johan Conrad (geb. 1714) den Hof. Gleichzeitig ehelichte er die 12 Jahre ältere Witwe des Heiligenkirchener Müllers Johann Conrad Schürmann, eigentlich seine angeheiratete Tante Katharina Margarete Elisabeth. Dieser hatte man 80 Taler Brautschatz versprochen, welche aber der schlechten Zeiten wegen noch nicht gezahlt worden waren. Um diese Schuld aus der Welt zu schaffen, war es die einfachste Lösung, die Witwe Schürmann durch Heirat auf den Teuthof zurückzuholen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Ehevertrag vom 11.4.1744 bestimmte:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 138, S. 361.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Johann Conrad, weil. Johann Cord Tötemeyers zu Heiligenkirchen ehel. nachgel. Sohn nimmt zur Ehe Trinen Margreth Elisabeth, weil. Johann Conrad  Schuermanns daselbst nachgebliebene Witwe, sind eigen, sie kommt zu ihm auf den von seiner Stiefmutter ihm jetzo abzutretenden Hof und bringt laut des über ihre Vorkinder bei Hochgräfl. Regierung bestellten Vormunds Jobst Berend Tötemeyers allhier Aussage, weil sie ohnpäßlichkeit halber selbst nicht refferiren könne, 300 rt, der Bräutigam verspricht seinen unverheirateten und kränklichen Bruder Johann Theophilus solange er in coelibatu verbleiben wird alljährlich von 2 Scheffelsaat das darauf gewachsene reine Hartkorn zu sowie Handpf… zu geben.&amp;quot; Katharina Margarete Elisabeth brachte zwei Söhne mit, ihre Tochter war schon mit zwei Jahren an den Blattern gestorben. Die jüngste Schwester ihres Neffen und zweiten Mannes, Friederike Sophia, heiratete zugleich den ältesten Stiefsohn der Witwe, Johann Friedrich Schürmann, welcher die Nachfolge in der Heiligenkirchener Kammermühle antrat. So werden die 300 Taler Brautschatz, welche die Witwe Schürmann mit auf den Teuthof brachte, gleich wieder als Brautschatz auf die Mühle gewechselt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 59.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter Johan Conrad und Katharina Margarete Elisabeth wird 1746 ein neues Haupthaus errichtet. Auf dem Kirchhof in Heiligenkirchen ist sein Grabstein erhalten: &amp;quot;Hier ruhet / Johann Conrad / Tötemeyer / von Nro. 4 zu / Heiligen- kirchen / ist geboren / den 11ten Ocktober / 1770 / und gestorben / den 25ten Januar / 1848&amp;quot;, recto oben ein zwölfstrahliger Stern, darunter die nur noch schlecht lesbare Inschrift. &amp;quot;Jesu [laß] / mich nicht allein / sonst kann ich nicht / selig sein. Ja, wo will / ich Armer hin, wenn / ich ohne Jesu bin? / [Nun so] komm du / Herzensfreund!/ Sieh doch meine / Seele weint, denn / sie wünscht mit / [Heimweh-Pein mit dir ganz ein Geist zu sein.]&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{KleinmannsKirchhof2017}} [http://www.rosenland-lippe.de/wp-content/uploads/2017/12/Rosenland-19.pdf Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die beiden Söhne, welche Katharina Margarete Elisabeth Schürmann mit auf den Teuthof brachte, waren Johann Jürgen und Simon August, wohl benannt nach dem Grafen und &amp;quot;Vater des Vaterlandes&amp;quot;, dem Lippe unter anderem die Feuerversicherung verdankte. Dieser jüngere Sohn starb jedoch schon 15jährig am 15. August 1757. Zehn Jahre darauf machten die Inhaber des Teuthofs eine Eingabe, in der sie darum baten, den Hof dem Stiefsohn Johann Jürgen übergeben zu dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zugleich schilderten sie darin den traurigen Zustand des Teuthofs. Unter dem Pflug waren damals 36 Scheffelsaat, von denen allerding 12 durch die vielen Quellen ganz nass und kalt waren. Da Johann Jürgen Schürmann die Schulden des Hofes von 800 Talern nicht gänzlich ablösen konnte, baten er und auch sein Vormund, der Schneider Bernd Tötemeyer um Minderung. Das scheint aufgeschoben worden zu sein (denn elf Jahre später, 1789, betrugen die Schulden immer noch 800 Reichstaler). Trotzdem wurde Johann Jürgen Schürmann modo Tötemeier am 22. Februar 1768 der Meierbrief ausgestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1768 trat er die Meierstelle an und heiratete am 14. Oktober 1768 die 22jährige Katharina Sophie Elisabeth Döringsfeld, Stieftochter von Johan Jobst Döringsfeld, einem geborenen Meyer zu Wantrup. Johann Conrad bezog mit Katharina Margarete Elisabeth die fast 200 Jahre alte Leibzucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1769 (Volkszählung) leben auf dem Teuthof: Johann Jürgen und seine Frau, die noch keine Kinder haben [eine Totgeburt am 1.9.1769], 2 Knechte, 2 Mägde, 7 Pferde, 10 Kühe und 8 Schweine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1776 (Volks- und Viehzählung) sind drei Söhne vorhanden: Johann Jürgen Tötemeyer mit Frau, 3 Söhne unter 14, 1 Knecht, 1 Magd, 1 Junge (Kleinknecht) über und 1 unter 14 Jahren. An Vieh gibt es 6 Pferde, 1 Fohlen, 6 Ochsen/Kühe, 6 Rinder/Zuchtkälber, 8 Schweine. Der Halbmeier müsste jedoch halten: 7 Pferde, 12 Rindviecher, 8 Schweine. Auf der Leibzucht sitzen Johann Conrad mit seiner Frau Katharina Margarete Elisabeth und 1 Magd, die spinnt. An Vieh besitzen die Leibzüchter 3 Ochsen/Kühe, 2 Rinder/Zuchtkälber und 2 Schweine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1780 starb die Leibzüchterin Katharina Margarete Elisabeth am 22. Januar im Alter von 77 Jahren und 7 Wochen an der &amp;quot;Wassersucht&amp;quot; (Herzinsuffizienz). Der 65jährige Witwer ehelichte ein halbes Jahr später, am 28. Juli 1780, die Witwe des Meiers zu Oetenhausen, Marie Sophie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 64. Oetenhausen liegt bei Oerlinghausen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1787 soll Teutmeier wegen seiner Schulden das Korn ausgedroschen und verkauft werden, 1789 betrugen seine Schulden immer noch 800 Taler.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Wendt, Das ehemalige Amt Falkenberg, Lemgo 1965, S. 127.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1788 hatte der verwitwete Leibzüchter Johan Conrad noch ein Kind seiner Nichte aufgenommen, die hier das uneheliche Kind des Amtsmusikus Vollmar gebären konnte. 1791 starb er und mit ihm der letzte Tötemeier dieser Linie, am 11. Oktober mit 77 Jahren an der Gicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johann Jürgens Frau brachte am 1. September 1769 einen toten Sohn zur Welt. Ein Jahr darauf, am 11. Oktober 1770, wurde der Anerbe Johan Conrad geboren. Am 3. April 1773 kam als drittes Kind Franz Henrich, der als Soldat der Zweiten Leibkompanie am 1. November 1801 mit Charlotte Hartmann (19.7.1778–3.5.1852) aus Hiddesen verheiratet wurde, mit dieser acht Kinder hatte und am 13. März 1847 als Wegeaufseher in der alten Leibzucht des Teuthofs starb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 65 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein zweieinhalb Jahre jüngerer Bruder Johann Friedrich Eustachius (20.12.1775–18.8.1857) erbte den Hof. Der am 7. März 1778 geborene Johan Henrich starb 24 Stunden nach seiner Geburt. Im Juli des darauffolgenden Jahres kam Johan Jobst Wilhelm Ludwig zur Welt. Er verunglückte mit 20 Jahren am 13. März 1800 in der alten Mergelgrube am Waldrand beim Hermannsweg tödlich. Als letztes Kind wurde am 22. März 1782 die einzige Tochter, Sophie Henriette († 4.6.1850), geboren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Johan Jürgen musste sich 1787 Geld für ein Pferd leihen, da die Ernte misslungen war. Der Amtsvogt drohte mit Exekution einer Schuld von 16 Talern, die auf Martini bezahlt werden musste und nicht konnte. Schließlich wurden eine Kuh und die ungedroschene Gerste beschlagnahmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 68.&amp;lt;/ref&amp;gt; Johan Jürgen verfiel dem Branntwein, seine Frau Katharina Sophie Elisabeth starb am 30. September 1797 mit 51 Jahren an der Schwindsucht (Tuberkulose).&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die auf dem Hof lastenden Schulden wuchsen auf fast 1200 Taler. Was zu pfänden war, war längst gepfändet, das Land außer Kultur und die Gebäude baufällig, so &amp;quot;daß nicht einmal auf der Wohnstube Schutz vor dem Regen zu finden war&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 69.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1802 drohte die Abmeierung, Johan Jürgen sollte zumindest einem seiner Söhne Platz machen. Diese schoben die Verantwortung zwischen sich und der Schwester Henriette hin und her. 1807 schließlich einigte man sich am 24. Oktober vor dem Amt:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 140, S. 159–163.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es erschienen dort der kleine Halbmeyer Tötemeyer Nr. 4 zu Heiligenkirchen mit dem Anerben Johann Conrad und dem dritten Sohn Johann Friedrich, welcher die Tochter des Kolons Kuhlmann im Spork heiraten wollte. Es wurde im Beisein der Schwager der Kolone Kuhlmann, Dreier im Hakedahl und Schröder daselbst wegen der Übertragung des Anerbenrechts folgendes festgesetzt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1. für die Abfindung bekommt der 38jährige Anerbe die Summe von 200 rt &amp;quot;in cretentions gelder&amp;quot;, welche mit 4 % jährlich bis zum Abtrag, wozu eine halbjährige Zahlung vereinbart wurde, verzinst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 2. Soll dieses Quantum bei dem Tötemeyerhofe, um ihn durch die Auszahlung von den ... Brautschatzgeldern nicht zu sehr zu schwächen, vor der Hand stehen bleiben, indem der Anerbe gesonnen ist, bei seinem antretenden Bruder in der Eigenschaft eines Großknechts zu dienen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 3. Der antretende Bruder unterhält standesmäßiger Kleidung und Wäsche, gibt ihm auch … Nahrungsmittel von guter Qualität als er sie selbst genießt ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 4. Ingrossation der 200 rt zu seiner Sicherheit.&lt;br /&gt;
Der 38jährige Anerbe Johan Conrad (geb. 11.10.1770), der den Hof nicht übernehmen wollte, starb am 25. Januar 1848 unverheiratet als Knecht auf dem Teuthof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Bruder Johann Friedrich Eustachius heiratete am 20. November 1807 die eheliche Tochter des Großkötters Adolph Christian Kuhlmann aus Spork Nr. 5, Kathrine Friederike Elisabeth (24.2.1786–11.9.1853). Kuhlmann hatte sich und seine Familie vom Rittergut Braunenbruch am 12. Juli 1806 für 850 Taler losgekauft. Unterzeichnet ist der Freibrief von Philipp August Merkel und seiner Frau Luise geb. Hornhardt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der am 31.10.1807 geschlossene Ehevertrag bestimmte:&amp;lt;ref&amp;gt;LAV NRW OWL, L 108 A / Amtsprotokolle und städtische Gerichtsprotokolle aus Lippe, Nr. 140, S. 166–168.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;quot;Johann Friedrich, des Johann Jürgen Tötemeyer kleinen Halbmeiers Nr. 4 zu Heiligenkirchen ehel. Sohn begibt sich in die Ehe mit Katrine Friederike Elisabeth des Adolph Christian Kuhlmanns leibfreien Großkötters Nr. 5 im Spork ehel. Tochter. Er ist gnädigster Landesherrschaft leibeigen und muß er sich, da sie zu ihm kommt, aus herrschaftlichem Leibeigentum befreien. Er ist durch die den 24ten d. protokollierte Abtretung seines älteren Bruders zum Anerben bestimmt und hat dieser namens Johann Conrad sich heute nochmals erboten nach Eingang der Resolution hochfürstl. Vormundschaftl. Regierung die abdication für sich, seine Erben und Nachkommen gegen Erteilung der protokollierten Verbindlichkeiten eidlich zu bekunden. Die Braut bekommt aus Zusage ihres miterschienenen Vaters colons Kuhlmanns den vom Hofe gebührenden Brautschatz zu 50 Talern überdem noch an Gelde 150 Taler, 1 Pferd, ½ beschmiedeten Wagen, 2 Kühe, 2 Rinder, 2 große 2 kleine Schweine, ½ Fuder Korn partim, Ehrenkleid und vollständigen Brautwagen ... Des Bräutigams Vater bezieht die Leibzucht.&amp;quot; Sie brachte ihren Bruder Simon Henrich mit auf den Hof. Er hatte mit ihrer Schwägerin Sophie Henriette 1812 eine uneheliche Tochter, die am 4. Juni 1813 geborene Amalie Wilhelmine Henriette, die mit acht Jahren, am 22. Februar 1822 verstarb. Sophie Henriette hatte am 20.4.1817 den Maurer Johann Henrich Stemme (23.4.1793–13.10.1857) geheiratet, mit dem sie auf dem Hof [[Warweg 7 (Heiligenkirchen)|Warweg Nr. 7]] wohnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 67&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 starb der Leibzüchter Johan Jürgen, Mittwochs Abends den 24. November im Alter von 84 Jahren. Unter Johan Friedrich Eustachius nahm der Hof wieder Aufschwung. Nach der Erinnerung seiner Enkelin Line Grote vom Hahnberg war er ein großer, wortkarger und strenger Mann mit brauner gestrickter Zipfelmütze.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Elisabeths Bruder Simon Henrich bewohnte eine Kammer in der Scheune und versorgte die Immen des Hofes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war, wie weiter oben bereits geschildert, der Vater des unehelichen Kindes der Henriette Tötemeier, die bis zu ihrer Hochzeit 1817 bei ihrem Vater in der Leibzucht lebte. Elisabeth und Johan Friedrich Eustachius hatten acht Kinder: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Als Erste wurde am 7. Januar 1809 Sophie Friederike Katharina Luise geboren. Sie heiratete auf den Plögerhof in Nienhagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am 18. Februar 1811 folgte Wilhelmine Friederike Elisabeth. Sie heiratete den Zimmermann Stelter in Pivitsheide und wanderte mit ihm und ihren Kindern um 1848 nach Amerika aus, wo sie am Nationalfeiertag 1894 starb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Hk_Untererweg12_Portrait.jpg|thumb|Johan Friedrich Konrad Teutmeyer im Alter von 81 Jahren, 1894, LLB]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:LZ_1900-03-03Teutmeier.jpg|thumb|Todesanzeige Friedrich Tötemeyer, Lippische Landes-Zeitung, 133. Jg. Nr. 53 (3. März 1900)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Als nächster kam am 24. Februar 1813 der Anerbe Johan Friedrich Konrad zur Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ihm folgte am 13. Juni 1815 Friedrich Konrad Adolf, der bis zu seinem Tod am 20. Januar 1892 auf dem Hof blieb. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedrich Wilhelm August, geboren am 11. Februar 1818, lebte nur 5 Monate. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der im darauffolgenden Jahr am 17. Juli geborene Johann Bartold Simon († 28.3.1908) Friedrich erhielt die &amp;quot;im Krümpel&amp;quot; zwischen Detmolder Straße und Berlebecke vom Hof Warweg abgeteilte Stätte, nachdem Wegemeister Simon Adolf Tötemeier dort weggezogen war, und heiratete am 11.9.1864 Wilhelmine Katharine Sophie Wahrweg (16.4.1838–16.5.1902), eheliche Tochter des Einliegers Simon Wahrweg zu Hiddesen, jetzt auf dem Wahrwege. Er starb am 28. März 1908. Sein am 8. April 1823 geborener Bruder Friedrich Heinrich Anton ging 1848 nach Amerika.&amp;lt;ref&amp;gt; [www.lippe-auswanderer.de].&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war mit der 1834 in Preußen geborenen Caroline ... verheiratet. Caroline und Anton Tötemeier (Toetmuir) siedelten bei Des Moines/Iowa und hatten neun Kinder, geb. 1857–1879.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Als letzte kam am 6. Mai 1826 Elise Wilhelmine Luise zur Welt. Sie heiratete auf die Stätte Null Römer am Hahnberg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 73 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mutter dieser acht Kinder, Elisabeth Tötemeier geb. Kuhlmann, starb am 11. September 1853, vier Jahre vor ihrem Mann Johan Friedrich, der ihr am 18. August 1857 im Alter von 82 Jahren folgte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 listet die Volkszählung auf: 2 Wohnhäuser, 3 Haushalte, Colon Tötemeier mit Frau, 4 Söhne, 3 Töchter, davon 3 Söhne und 1 Tochter unter 14, 1 männlicher Hausgenosse, je ein weiblicher und männlicher Dienstbote), Einlieger Tötemeier mit Frau, 2 Söhne, 1 Tochter, davon 1 Sohn unter 14), Einlieger Ziegenbein mit Frau, 1 Sohn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Anerbe Johan Friedrich Konrad Tötemeier war offenbar, wie auch der [[Am Rautenberg 15 (Heiligenkirchen)|Meyer zu Wantrup]], ein belesener Mann. Neben einer Bibel, der Postille, Arndt’s &amp;quot;Wahrem Christentum&amp;quot; und Biographien berühmter Männer besaß er Werke über Physik und Chemie, Jura und Homöopathie. 1855 heiratete Johan Friedrich Konrad Tötemeier am 16. Juni Wilhemine Drawe aus Berlebeck. Das Paar konnte keine Kinder bekommen und nahm ein Mädchen aus Berlebeck an. Als Wilhelmine am 8. Juni 1876 starb, nahm ihr Mann am 1. Juni 1878 die 32 Jahre jüngere Haushälterin Sophia Justine Vogt zur Frau. Die beiden hatte vier Kinder: Marie Sophie Wilhelmine Pauline, die noch 1878 zur Welt kam, Anna Friederike Luise Antonie (1880–1928), Elfriede Amalie Charlotte Bertha (1881–1944) und Johann Friedrich Heinrich Cornelius Valentin (1884–1973). Sophia Justine starb 1897 im Alter von 52 Jahren, drei Jahre vor ihrem so viel älteren Mann († 3. März 1900). &amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 listet das Adressbuch folgende Haushalte auf: Landwirt Friedrich Tötemeier; Maurer Simon Dierks; Bauerrichter Heinrich Ellerbrok; Tagelöhner Heinrich Hahn; Pächter Albrecht Hilker; Aufwärterin Sophie Kelle; Waschfrau Wilhelmine Siesenop; Witwe Elisabeth Stemme; Ziegler Johann Stücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1917 heiratete der Sohn aus zweiter Ehe, Johann Friedrich Cornelius Valentin genannt Fritz, Martha Ihle, die Tochter des Buchhändlers Max Ihle. Als erstes Kind kam am 23. Dezember 1918 der Sohn Hans zur Welt. Am 9. Januar 1920 wurde die älteste Tochter Elisabeth Margarete (genannt Hete) geboren (verh. Kuhlmann, † 26. Mai 2018). Am 12. Mai 1923 folgte Eva († 14.2.1999) und am 19.4.1925 als vierte Ursula, die am 26. Juli 1947 Bernd Finne heiratete und am 4. Juni 2018 starb. Die Mutter Martha war am 27. August 1957, Vater Fritz am 8. März 1973 gestorben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{TeutmeyerChroniken2019}}, S. 80.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 (Volkszählung) Landwirt Fritz Tötemeier mit Frau Martha, Sohn Hans[-Friedrich], Verwalter Paul Stein(s?), Kochlehrlinge Henny Hilgentähler und Luise Mönnig, Dienstmägde Anna Frese und Lotte Hohmeier, Knecht August Klöpper und Friedrich Mellies (?), Waldarbeiter August Günther mit Frau Elisabeth und den Söhnen August und Paul; Schäfer Witwer Heinrich Hahne (geb. 1833) mit Tochter Minna (geb. 1866); Tagelöhner Fritz Bzimke (?); Maurer Hermann Berkemeier mit Frau Karoline, den Söhnen Hermann und Konrad und der Tochter Hanna; Arbeiterin Sophie Kelle (ledig, geb. 1858); Arbeiter Julius Müller, Frau Gertrud, Töchter Marta, [… unleserlich] und Berta, Söhne Richard und Paul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 (Adressbuch) Fritz Tötemeier, Landwirt, Tel. 190; Heinrich Niederkrome, Ziegler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Einlieger===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Namentlich bekannt sind: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1828 listet die Volkszählung auf: Einlieger Tötemeier (Mann und Frau, 2 Söhne, 1 Tochter, davon 1 Sohn unter 14), Einlieger Ziegenbein (Mann und Frau, 1 Sohn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 (Kirchenbuch) Der Maurer und Einlieger Johann Kord Friedrich Christoph Mahlmann war Einlieger bei Nr. 4. Am 20.2.1877 heiratete seine eheliche Sophie Florentine Louise (1.9.1851–?) den Maschinisten Johann Christoph genannt Wilhelm Havighorst (18.2.1838–?), Detmold, ein ehelicher Sohn des Einliegers Franz Heinrich Havighorst zu Quelle und der Katharina Marie geb. Siechemann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1874 (Kirchenbuch) Johann Stecher (21.5.1828–22.1.1915 Eichholz), ehel. Sohn des Handarbeiters Ferdinand Stecher und der Theresia Nieherster zu Bergheim, Witwer der (kop. 24.9.1869, † 29.7.1874) Sofie Friederike Elisabeth Siesenberg (?), heiratete am 6.12.1874 Wilhelmine Elisabeth Mahlmann (16.2.1843–25.11.1917 in Wilberg), ehel. Tochter des Einliegers Johann Kord Friedrich Christoph Mahlmann zu Heiligenkirchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1877 (Kirchenbuch) Einlieger Johann Christoph Frevel und sein ehelicher Sohn, Einlieger und Maurer Konrad Simon Georg Frevel (29.8.1851–?), heiratete am 6.4.1877 Karoline Henriette Konradine Albert (13.2.1843), ehel. Tochter des Colons Simon Heinrich Adolph [[Denkmalstraße 88 (Heiligenkirchen)|Albert Nr. 42]] zu Berlebeck.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{KurtzName1890}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SchepersHaus1960}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WendtAmt1965}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BaumeierBauernhäuser1983}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{TeutmeyerChroniken2019}}. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archiv des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe, Westfälisches Archivamt, Nr. 846/1528 und 846/1523: Aufmaßpläne (mit der falschen Ortsbezeichnung Hiddesen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 24: Salbuch 1721.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 101 C I / Lippische Salbücher und Katasterbücher, Nr. 45: Salbuch 1782 1829.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 8 Bd. IV, 45.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 108 Detmold Fach 30 Nr. 8 Bd. V, 69.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 86 / Lippisches Kriminalgericht, Nr. 439.LAV NRW OWL, L 107 C / Landesbrandversicherungsanstalt, Nr. 102: Brandkataster des Amtes Detmold Bd. 1: Barkhausen - Heiligenkirchen, 1894-ca. 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 85 Geistliches Gericht in Lippe, Nr. 19522.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 108 A Nr. 130, 131, 133, 134, 135, 136, 138, 140: Amtsprotokolle Detmold.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z Nr. 1419.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 4446.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 A / Lippische Rentkammer - Allgemeine Kammersachen, Nr. 4217: Verpachtung des Branntweinbrennens und -versellens vor dem Bruchtor an Tötemeyer, 1753-1782.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 77 A / Lippische Regierung (Ältere Registratur) - Allgemeine und innere Verwaltung, Nr. 4446: Johann Dietrich Ludwig Tötemeier vor dem Bruchtor zu Detmold ./. Bäckeramt zu Detmold wegen Aufnahme in die Zunft, (1667-1788) 1739-1795.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z IV Nr. 33: Volkszählung Vogtei Falkenberg 1769.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 92 Z IV Nr. 34: Volkszählung Amt Detmold 1828.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
LAV NRW OWL, L 79 (Lippische Regierung (Jüngere Registratur)), Nr. 5257: Volkszählung 1919.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_8c22a4f5-fd8d-47b2-9247-6480b88fa380ACTAPRO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.archive.nrw.de/archivsuche?link=VERZEICHUNGSEINHEIT-Vz_51f4f7a8-6d7b-48e7-b409-3600f018cbefACTAPRO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Kategorie:Hausstätte in Heiligenkirchen]] [[Kategorie:Unterer Weg (Heiligenkirchen)]] [[Kategorie:Halbmeier]] [[Kategorie:Inschrift in Heiligenkirchen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.lippe-haeuser-wiki.de/index.php?title=Auguststra%C3%9Fe_5_(Detmold)&amp;diff=40199</id>
		<title>Auguststraße 5 (Detmold)</title>
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		<updated>2025-05-10T09:04:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Heinrich Stiewe: /* Geschichte */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Hausstätte info&lt;br /&gt;
|Straße=Auguststraße (Detmold)&lt;br /&gt;
|Hausnummer=5&lt;br /&gt;
|Ortsteil={{AutoOrtsteil}}&lt;br /&gt;
|Koordinaten=51.93334, 8.87869&lt;br /&gt;
|Ortsteil1901=Detmold&lt;br /&gt;
|Hausnummer1901=B 089&lt;br /&gt;
}}Entstanden um 1625.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WegemannAlter1957}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Alte Hausnummer: 244/248; Quartiernummer: B 89; bis zum Abbruch der Häuser Auguststraße 1 und 3 (1905) Hausnummer Auguststraße 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stadtmauerhaus, erbaut um 1625 nach Freigabe der Stadtmauergrundstücke durch den Magistrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doppelhaus mit [[Auguststraße 3 (Detmold)|Auguststraße 3]], Teilung erfolgte 1712.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eingetragen in die Denkmalliste der Stadt Detmold am 28.3.2000, Nr. 565.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gebäude==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Detmold - 565+245+563 - Auguststraße 5+3+1.jpg|thumb|Auguststraße 5 (links), 2012, Foto: Tsungam]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Auguststr_BA_DT-13-6.png|thumb|Eckhaus Lange Straße 13 (1905) und Auguststraße 1 bis 7, zwischen 1905 und 1911, Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: BA DT-13-6]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:DT-Auguststr5-7(11-13)_BA_DT-13-22.png|thumb|Blick von Süden (Grabenstraße) auf die Häuser Auguststraße 5 und 7 (ehem. 11 und 13), vor 1905, Foto: Ferdinand Düstersiek, LLB: BA DT-13-22]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dreigeschossiges Fachwerkhaus, traufständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Das kleine, nur 4,50 m breite und 4,80 m tiefe Fachwerkhaus ist mit seinem Erd- und Zwi- schengeschoss in der Mitte des 17. Jahrhunderts an die vorher frei stehende Stadtmauer angebaut und mit seinem Obergeschoss rückseitig auf der Stadtmauer errichtet worden. Das Obergeschoss ist ohne Stockwerksabzimmerung bündig auf die Untergeschosse aufgesetzt und an der Rückseite oberhalb der Stadtmauer verputzt. Der Dachraum besteht aus 4 Gebinden mit Kehlbalken, wobei der Dachfuß in Oberrähmverzimmerung konstruiert ist. 2 wuchtige bauzeitliche Windrispen steifen das Dach aus. Das Satteldach ist mit roten Ziegelhohlpfannen eingedeckt. Über eine Aufzugsgaube mit Schleppdach und 2 fassadenbündigen Holzklappen ist der Dachraum von der Straßenseite zu beschicken. Die historischen Fenster, großenteils mit Stützkloben und Winkelbändern, sind zur Straßenseite weiß, zur Mauerseite dunkelbraun gestrichen. Die mehrfach reparierte Haustür aus Rahmen und Füllungen, mit Kastenschloss und Eisenbeschlägen stammt wohl aus dem frühen 19. Jahrhundert. Der kleine Keller in der östlichen Haushälfte hat eine Holzbalkendecke parallel zum First. Eine schmale, steile Treppe aus Sandsteinblockstufen führt in den Kellerraum. Ein wuchtiger Steigerkamin etwa in der Mitte des Hauses ruht auf einem Fundament aus unverputzten Bruchsteinen, in dem sich eine segmentbogige Nische von je ca. 60 cm Höhe, Breite und Tiefe befindet. In der Kellermauer zur Straße sind 2 Lichtnischen integriert. Das Erdgeschoss ist durch eine Wand quer zum First geteilt. In dem großen Kaminblock vor der Querwand be- findet sich eine Ofennische mit Eisentür. Ein wohl bauzeitlicher Türrahmen mit Stützkloben ist erhalten geblieben. Das Gebäude wird durch steile Stiegen vertikal erschlossen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;https://geoportal.detmold.de/geodetims/htmy/register/geo_register.php?FT=karte&amp;amp;PJ=Denkmal&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inschriften==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Eigentümer*innen, Bewohner*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1678 Bartold Grote, Schreiner.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1717 Erben Johann Gerd Rever, Pförtner Lemgoer Tor.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1756 Wilhelm Rever (Refer, Röver), † 1779 mit 80 Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1779 Erben Johann Friedrich Spiel, Steinhauer, aus dem Hessenlande († 1763 mit 50 Jahren), heiratete 1749 Anna Ilsabein Revers († 1780).&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1791 Johann Wilhelm Konrad Igel, Schneider, aus Nordhausen, Bürger 1783 (Bürgerbuch Nr. 1154).&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1824 Witwe Konrad Buschmeier, Tagelöhner.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1840 Bernhard Heinrich Lüking, Maurer.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1846 Henrich Georg Kenter, Handlung, Ausschank.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1866 Heinrich Büker, Tagelöhner.&amp;lt;ref&amp;gt;StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1871 H. Büker, Arbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß-Buch der Stadt Detmold, Detmold 1871.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1887 Heinrich Büker, Arbeiter (Eigentümer).&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch der Residenzstadt Detmold. 2. Aufl., Detmold 1887.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1894 Heinrich Büker, Arbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch der Residenzstadt Detmold. 4. Aufl., Detmold 1894.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1901 Heinrich Büker, Arbeiter.&amp;lt;ref&amp;gt;Adressbuch für das Fürstenthum Lippe, Detmold 1901.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1912 Eigentümer: Gärtner Lindhorste; Bewohner*innen: Brinkmann, Maurer; Budde, Witwe; Voß, Maurer, Manns, Witwe.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreß- und Geschäfts-Handbuch der Residenzstadt Detmold, Detmold 1912.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1926 Friedrich Albert, Maurer; Minna Schlingmann, Fabrikarbeiterin; August Hagemeister, Maurer.&amp;lt;ref&amp;gt;Adreßbuch des Landes Lippe, Detmold 1926. Der/die Erstgenannte ist Eigentümer*in.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PetersBaugeschichte1953}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SprengerBürgerhäuser2024}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{WegemannAlter1957}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
StadtA DT, DT Manuskripte Nr. 19: Ingeborg Kittel (Bearb.), Detmolder Häuserbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Autor*innen==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{PAGEAUTHORS}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{AutorKategorie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Koordinaten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Hausstättenkategorien}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  [[Kategorie:Auguststraße (Detmold)]] [[Kategorie:Bürgerliche Hausstätte]] [[Kategorie:Baudenkmal]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Heinrich Stiewe</name></author>
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