Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste)
Konrad-Zuse-Weg 10 (Hörste) | |
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Ortsteil | Hörste |
Straße | Konrad-Zuse-Weg (Hörste) |
Hausnummer | 10 |
Karte | |
Adressbuch von 1901 | Ja |
Gemeinde | Hörste |
Hausnummer | 020 |
Unter dieser Adresse findet sich ab 1893 die neu erbaute, zuvor in Hörstes Ortszentrum gelegene recht alte Straßenkötterstätte Strate Nr. 20.
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Neubau einer Stätte an anderer Stelle im Ort, Mitnahme der alten Hausnummer dorthin, Verkauf der alten Stätte und verwaltungstechnische Handhabung dieser als Neuwohnerstätte (hier: Stapelager Straße 5 = Hörste Nr. 87) scheint ein Sonderfall zu sein.
Der häufige Name Strate kam und kommt auch in Hörste und Umgebung mehrfach vor; zu unterscheiden sind die älteren Stätten
a) Hörste, Strate Nr. 20 (bereits im Schatzregister von 1562 genannt; früher auch ´Strate modo Grundmann´)
b) Hörste, Strate Nr. 39 (angelegt 1772; früher auch ´Strate modo Althof´; wird später ´Cafe Hanning´)
c) Hörste, Strate Nr. 70 (1869 angelegt als Kotten des Strate Nr. 39; eigenständige Neuwohnerstätte seit Dezember 1874; ´Strate hinterm Loh´)
d) Im Kirchspiel Stapelage finden sich weitere Stätten "Strate" (Adressbuch 1901): Billinghausen Nr. 55 sowie Pivitsheide VL Nr. 2, Nr. 40 und Nr. 118
Geschichte
Zur (früheren) Geschichte der Hörster Straßenkötterstätte Strate am ursprünglichen Ort siehe hier.
Ende 1884 hat der junge Kolon Adolf Strate, noch ansässig auf Nr. 20 im Dorf Hörste, 1,6 ha Gehölz und Land auf dem Hörsterbruch für 2400 Mark von dem Pferdehändler Hochfeld, zwischenzeitlicher Besitzer des in Auflösung befindlichen Hörster Hofes Nr. 6, gekauft.
Hier auf dem Hörsterbruch entsteht ab etwa 1890 die neue Stätte Strate Nr. 20 mit neu erbautem Haus, das ab Ende 1892 von der jungen Familie Adolf Strate bewohnt wird, während sein Vater, der Leibzüchter Wilhelm Strate, für seine letzten Jahre weiterhin die alte Leibzucht - jetzt Teil der Stätte Nr. 87 - bewohnt.
Im April 1900 erwirbt Adolf Strate knapp 1 ha weiteres Land nahe seiner neuen Stätte von Gottlieb Gees, Halbspänner Nr. 37 in Hörste. Finanziert wird all das auf typisch lippische Weise: Im März 1899 lässt Adolf Strate eine Grundschuld auf das neue Kolonat eintragen und erklärt vor dem Amtsgericht Oerlinghausen: Ich habe für die Campagne 1899 zufolge schriftlichen Vertrages vom 14. November 1898 die Fertigstellung der Ziegelfabrikate auf der zu Eving bei Dortmund gelegenen, der Westfälischen Ringofenziegelei Gesellschaft in Eving gehörigen Ringofenziegelei übernommen. Zur Sicherheit für . . . bestelle ich derselben hierdurch eine Caution in Höhe von 2000 Mark. Adolph Strate ist also auch Ziegelmeister; besagte Hypothek wird im Sommer 1900 gelöscht.[1]
Gebäude
1892 erbautes größeres Längsdielenhaus mit aufgesetztem Satteldach und an der nördlichen Giebelseite erkennbarer Rundbogentür; daneben (im Bild hinter Gebüsch) ein 1901 als Wagenremise errichtetes Wirtschaftsgebäude [2]
Inschriften
Eigentümer*innen, Bewohner*innen
Christoph Adolf Strate (* 17.08.1857 in Hörste Nr. 20, † 10.11.1935 in Barntrup), in zweiter Ehe seit 03.10.1890 verheiratet mit Amalie Kanne (* 17.11.1863 in Augustdorf, † 27.06.1927 in Hörste Nr. 20); danach deren Sohn Gustav Strate († 31.01.1971 in Hörste Nr. 20) und dessen Ehefrau Minna, geb. Berkemeier
Adressbuch 1901: Strate, Adolf, Landwirth.
Adressbuch 1926: (Hörsterbruch) Strate, Gust., Kolon; Strate, Adolf, Leibzüchter; Strate, Fritz, Zimmermann
Literatur
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise